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Saison 2019/20

Saison 2019/2020:

 

Kreisklasse Frankenwald, 1. Spieltag:

TSV Köditz - 1.FC Waldstein II 3:3 (1:1)

(am Sonntag, 21.07.2019, in Köditz)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 A.Müller, 5 S.Popp, 6 M.Sinnig, 7 M.Kefes, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann;
10 P.Seidel (ab 46. für 13), 12 N.Oberländer

Schiedsrichter: Alexander Hartmann (BSC Tauperlitz) lag bei mehreren seiner Entscheidungen daneben und stand vor allem mit der Abseitsregel auf Kriegsfuß, benachteiligte aber insgesamt gesehen keine der beiden Mannschaften mehr. Zudem hatte er wohl den Plan, so lange wie möglich ohne gelbe Karte auszukommen. Erst in der 75. Minute zückte er den Karton erstmals gegen Ernst, wobei es schon viel früher Grund dazu gegeben hätte.

Zuschauer: 50

Tore: 16. Min. Dragomir 1:0, 21. Min. Popp 1:1, 52. Min. Müller 1:2, 57. Min. Dinkel 2:2, 65. Min. Seidel 2:3, 78. Min. Sturm (ET) 3:3

 

Im Sechs-Punkte-Spiel zum Auftakt – es ist wohl davon auszugehen, dass beide Mannschaften eher gegen den Abstieg spielen – teilten sich Köditz und Waldstein II die Punkte. Am Ende hieß es 3:3, was leistungsgerecht war. Allerdings können sich beide Teams ärgern, nicht mehr draus gemacht zu haben.

Die Waldsteiner präsentierten sich besser als zuletzt in den letzten Testspielen und versuchten Druck aufzubauen. Die erste Gelegenheit hatte jedoch der TSV durch Hosseini, der sich beim Abspiel wohl im Abseits befand. Doch er bekam die Chance auf den Abschluss und TW Tögel klärte mit den Fingerspitzen zur Ecke. Wenig später konnte Zeh den ersten Abschluss für Waldstein verzeichnen und sein Schuss aus gut 35 Metern im Anschluss an einen Eckball ging gar nicht allzu weit vorbei.

Trotz der guten Ansätze, die der FCW zeigte, lief man plötzlich wieder einem Rückstand hinterher. Ein guter Diagonalpass hebelte die Defensive aus und Dragomir war frei durchgebrochen. Mit einem halbhohen Schuss ins lange Eck netzte er zum 1:0 ein.

Waldstein II schüttelte sich kurz, um dann selbst zu treffen. Doch der erste Treffer zählte nicht. Schneider spielte zu Bergmann, der in die Mitte flankte. Müller legte per Kopf zu Seuß, der wuchtig einschoss, sich aber nach Ansicht des Unparteiischen im Abseits befunden haben soll – eine sehr fragwürdige Entscheidung. Doch nur eine Minute später stand es wirklich 1:1. In einem Gewusel im Köditzer Strafraum konnte der TSV nicht klären und Popp stocherte Seuß‘ Kopfballvorlage über die Linie.

Nach Bergmanns weiter Ecke legte Müller wieder zurück in die Mitte, aber TW Russner kam Seuß zuvor und schnappte sich die Kugel. Und nach einem schnell ausgeführten Freistoß gab Sinnig ins Zentrum. Bergmann konnte das Spielgerät nur abfälschen und Sachs wurde in aussichtsreicher Position abgeblockt. Mit zunehmender Zeit wurden die Granitler etwas stärker und bestimmten in der Phase vor der Halbzeit das Spiel.

Ein guter Versuch von Popp mit links aus 25 Metern ging drüber und Seuß, der von Popp und Müller gut eingesetzt wurde, verzog 15 Meter vor der Kiste. Dazwischen jedoch musste auch TW Tögel ran: einen ansatzlosen Schuss von Hosseini, der auf dem Weg in den Winkel war, fischte der Waldsteiner Schlussmann aus selbigem. Auch bei einem Konter der Gastgeber kurz vor der Pause war der FCW im Glück, Feldrapp semmelte drüber.

Vier Minuten nach der Pause erlief Seuß einen langen Ball und legte die Kugel gerade am herausstürmenden Keeper vorbei, als wieder ein Pfiff ertönte – erneut eine wohl eher falsche Abseitsentscheidung. Im Gegenzug machte der eingewechselte Dinkel erstmals auf sich aufmerksam und setzte einen Kopfball knapp zu hoch an.

Bei einem Spielzug über die linke Seite setzte sich Sachs dann mit Glück und Geschick durch und passte flach auf den zweiten Pfosten, wo Müller lauerte und samt Ball in die Maschen rutschte – 1:2.

Doch mit dem Führungstreffer nahm sich die Gästeelf eine Auszeit und ließ Köditz spielen. Dinkel versuchte es noch einmal per Kopf nach einer Ecke, doch Sturm rettete auf der Linie. In Minute 57 legte sich Dinkel aber den Ball zurecht und versenkte den Freistoß aus etwa 25 Metern direkt zum Ausgleich. Diesen Treffer kann man durchaus als Sonntagsschuss bezeichnen.

Weiterhin stand Waldstein jetzt sehr tief und tat kaum mehr was fürs Spiel, so kam der erneute Führungstreffer schon ein wenig aus dem Nichts. Sinnig bereitete mit einer schönen weiten Flanke vor… Seidel, der am zweiten Pfosten wartete, nahm die Hereingabe direkt und traf den Ball optimal. TW Russner konnte nur noch hinter sich greifen.

Bei einem Konter bot sich Waldstein eine gute Gelegenheit aufs nächste Tor, doch Müller stolperte leicht und vergab zu hastig. Kurz darauf spielte Sturm, der heute als Abwehrchef aufgeboten wurde und seine Sache sehr gut machte, einen Freistoß von der Mittellinie hoch in den Strafraum. Doch Sachs, Seuß und Seidel verpassten den Ball, der so ins Toraus sprang.

Ein langer Ball auf Hosseini leitete zwölf Minuten vor dem Ende das 3:3 ein. Der Köditzer wurde von Sturm bedrängt und der Waldsteiner Verteidiger versuchte zu klären. Doch der Ball flog hoch Richtung FCW-Tor und da TW Tögel in dieser Situation weder auf der Linie verharrte noch richtig aus seinem Tor kam, fiel die Bogenlampe unhaltbar ins Netz.

Je länger die Partie dauerte, desto hektischer wurde sie. Beide Teams wussten, was auf dem Spiel steht. Doch es sollte nur noch eine richtig gute Möglichkeit geben und diese hatte Feldrapp, der von halbrechts in den Strafraum eindrang und flach abzog, aber TW Tögel tauchte noch einmal ab und klärte stark zur Ecke.

Pünktlich auf die Sekunde, also ohne jegliche Nachspielzeit, beendete der Unparteiische das Match. Köditz und Waldstein II trennten sich 3:3 unentschieden.

 

 

Kreisliga Nord, 1. Spieltag:

FC Eintracht Münchberg II - 1.FC Waldstein I 0:3 (0:2)

(am Sonntag, 21.07.2019, in Münchberg)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 6 J.Schüder, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst;
3 T.Hofmann (ab 88. für 7), 5 S.Seidel (ab 75. für 6), 12 M.Heinritz (ab 87. für 10), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Dieter Sagolla (SV Leutendorf, Assistenten: Ömür Türk und Günter Mielsch)

Zuschauer: 180

Tore: 14. Min. Schüder 0:1, 20. Min. Ullmann 0:2, 86. Min. Ullmann 0:3

 

Zeitgleich trat die Erste Waldsteiner Mannschaft in Münchberg auf dem Sportfest des FCE an und siegte im Derby mit 3:0. Insgesamt war die Gästeelf das überlegene Team und gewann verdient, machte sich aber selbst das Leben schwer.

Bereits der erste gute Angriff führte zum 0:1. Schaller war auf links durchgebrochen, schaute auf und legte in den Rücken der Abwehr zurück auf Schüder, der den maßgenauen Pass gut verarbeitete und überlegt ins lange Eck einschob.

Hochberger und TW Wirth waren sich wenige Minuten später uneins, der Keeper griff an der Kugel vorbei – Ullmann bedankte sich und schob ins leere Tor ein.

Nach dem 0:2 kam kurzzeitig der FCE II stärker auf und traf den Pfosten. Doch in der Folge übernahmen wieder die Waldsteiner etwas mehr die Kontrolle und kamen ihrerseits durch J.Seiler und Schüder zu zwei Aluminiumtreffern.

Auch in Hälfte Zwei war es kein besonders gutes Spiel, beide Teams agierten ziemlich hektisch. Gerade auf Seiten der Granitler kam der entscheidende Pass zu selten an. Bei einer Großchance von Dürrbeck konnte der Ball von der Linie gekratz werden. Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte der Unparteiische auf den Punkt und entschied auf Elfmeter für die Heimelf. Doch der Strafstoß wurde verschossen, denn Schütz knallte die Kugel an die Unterkante der Latte. Möglicherweise hatte sie sogar die Linie überschritten, aber das Spiel lief weiter.

Schaller setzte sich dann noch einmal gut durch und traf aber wieder nur den Pfosten. Doch eine Minute später war das Match entschieden: nach öffnendem Pass von Schüder war wieder Ullmann zur Stelle und machte mit dem 0:3 alles klar.

Am Ende steht ein Sieg für Waldstein, der lange auf der Kippe stand. Doch der Anfang ist gemacht und die ersten drei Punkte stehen auf der Habenseite.

 

 

Kreisliga Nord, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein I – 1.FC Martinsreuth 1:1 (0:0)

(am Freitag, 26.07.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 6 J.Schüder, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 M.Heinritz, 14 J.Weiß;
20 F.Tögel, 3 S.Pahlen, 5 S.Seidel (ab 22. für 12), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Marcus Bartel (FCR Geroldsgrün, Assistenten: Ronan Richter und Jonathan Färber) ließ viel laufen, hatte aber alles im Griff

Zuschauer: 120

Tore: 84. Min. Ullmann 1:0, 89. Min. Salomon 1:1

Rote Karte: A.Schmidt (38., FCM, Notbremse)

 

Bis zur Trinkpause tasteten sich die beiden Teams etwas ab, erst danach wurde Waldstein stärker. Es war schon ein munteres Spielchen beider Mannschaften mit ein paar guten spielerischen Ansätzen, aber Highlights gab es zu Beginn kaum. Nur Mölter hatte in der Anfangsphase eine Möglichkeit und tauchte plötzlich frei vor TW M.Seiler auf, stellte diesen aber vor keinerlei Probleme.

Mit Seidel, der zur Trinkpause für Heinritz aufs Feld kam, wurde Waldsteins Angriffsspiel variabler und es dauerte keine 30 Sekunden, bis der Eingewechselte eine Riesenchance hatte. Doch nach gutem Spielzug über die rechte Seite vergab Seidel die Hundertprozentige und scheiterte am Keeper.

Bei einer Unsicherheit der Martinsreuther Hintermannschaft reagierte Schaller zu zögerlich und J.Seiler schlenzte einen Eckball direkt an die Querlatte. Dann wurde Vogel von J.Seiler per Klassepass in die Schnittstelle freigespielt und Schmidt wusste sich nur mit einem Foul zu helfen, um Vogel zu stoppen. Da er „letzter Mann“ war, legte der Unparteiische dies folgerichtig als Notbremse aus und schickte Schmidt zum Duschen. Den anschließenden Freistoß setzte P.Seiler übers Fangnetz.

Waldstein war in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, agierte aber in der Vorwärtsbewegung teilweise zu hektisch und unüberlegt. So wurden torlos die Seiten getauscht.

Der zur Pause eingewechselte Gästespieler Salomon hatte unmittelbar nach Wiederanpfiff eine Riesenchance, aber semmelte die Kugel nach sehenswertem Spielzug über die rechte Seite drüber. Schaller stand dann zwei Mal im Mittelpunkt: zuerst legte er nach guter Vorarbeit für Stumpf auf, der aus 20 Metern drüber schoss. Und kurz darauf schloss der Waldsteiner Kapitän von der halbrechten Seite selbst ab, aber die Kugel rollte am langen Pfosten um Haaresbereite vorbei. Im Gegenzug parierte M.Seiler gut gegen Wülfert.

Danach neutralisierten sich die beiden guten Mannschaften größtenteils. Die Unterzahl konnte man den Gästen nicht ansehen. Was auch bedeutete, dass die Waldsteiner nicht genug investierten. Gebhardt, der seine Mannschaft mit einer starken Leistung führte, tankte sich zwei Mal bis in die gegnerische Hälfte durch, aber die Angriffe brachten keinen Abschluss.

FCM-Keeper Fritz hielt gut gegen Schaller und auf der Gegenseite vergab Salomon eine gute Kopfballmöglichkeit. Zehn Minuten später verlängerte Schratt eine J.Seiler-Ecke per Kopf, aber der Abnehmer am zweiten Pfosten fehlte. Die Kugel sprang nur knapp am Aluminium vorbei ins Aus.

In Minute 84 schien das „goldene Tor“ gefallen zu sein. Nach einer scharfen Schaller-Flanke von rechts konnte der ansonsten gute TW Fritz den Ball nicht festhalten und ließ ihn nach vorne weg springen. Unter Bedrängnis nahm Ullmann das Geschenk an und staubte ab. Kurz sah Waldstein nun wie der glückliche Sieger aus, aber die zu zögerliche Defensive ließ den Ausgleich noch zu. Ein langer Ball von Ackermann landete auf der linke Angriffsseite der Gäste, wo Schwabe von der Grundlinie zurücklegte und Salomon aus zentraler Position flach einschießen konnte.

Zehn Martinsreuther sicherten sich dadurch ein verdientes Remis, da die Heimelf es versäumte, die Überzahl konsequent auszuspielen. Zwar war Waldstein durchaus geschwächt – mit Körbe, C.Schlegel, Knoll (alle verletzt), F.Bergmann (Dienst) sowie Brandhorst und Kraus (krank) fehlten sechs Stammkräfte – doch nach dem Spielverlauf darf man sich durchaus ärgern, den Dreier nicht geholt zu haben.

 

 

Kreisliga Nord, 3. Spieltag:

1.FC Höllental – 1.FC Waldstein I 1:1 (1:1)

(am Sonntag, 28.07.2019, in Issigau)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst;
12 M.Heinritz, 13 H.Bergmann, 17 D.Kraus (ab 46. für 5)

Schiedsrichter: Vincenz Dippold (FC Wiesla Hof), Assistenten: Dominik Sauermann und Eric Rösler

Zuschauer: 100

Tore: 17. Min. Brandhorst (ET) 1:0, 31. Min. Ullmann (FE) 1:1

Rote Karte: T.Lindner (FCH, Notbremse, 30.)

 

Waldsteins Erste tat sich auf dem kleinen Platz in Issigau anfangs sehr schwer. Weiterhin musste die Granitlelf auf fünf Stammspieler verzichten. Zwar waren Brandhorst und Kraus wieder halbwegs fit, dafür fehlte nun Schüder.

Zudem geriet der FCW erstmals in dieser Saison in Rückstand. Ein Freistoß wurde durch die Höllentaler schnell in die Spitze gespielt, während die Waldsteiner pennten. Den Abschluss wollte Brandhorst klären, doch dabei lenkte er die Kugel unglücklich ins eigene Netz.

Nach einer halben Stunde riss TW Lindner den Waldsteiner Stürmer Ullmann zu Boden und wurde mit der roten Karte des Feldes verwiesen. Da der zweite Torhüter nicht umgezogen war, stellte sich zunächst ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Er sollte seine Sache ganz gut machen, war beim sicher verwandelten Strafstoß von Ullmann aber chancenlos.

Allerdings wurde Schmidt auch nicht sonderlich oft geprüft. Die Waldsteiner waren nach dem Tor besser im Spiel, aber richtig zwingende Chancen gab es bis zur Pause nicht. In der Halbzeit wurde dann Ersatzkeeper Beyer eingewechselt.

Mit Kraus brachte Thomas Klier frischen Wind ins Angriffsspiel der Gäste. Die Granitler waren nun die bessere Mannschaft und waren am Drücker. Die ersten guten Spielzüge verliefen aber noch im Sande. Schaller setzte in der 59. Minute Kraus ein, der aber nur die Latte traf. Wenig später wurde Vogel nach einer schönen Kombination auf der linken Seite in die Spur geschickt. Er zog unwiderstehlich davon, scheiterte dann aber am Höllentaler Schlussmann.

Das Tor des Aufsteigers war wie vernagelt. Kraus setzte Schaller ein und wieder war am Fünfer Endstation. Und P.Seiler setzte einen Kopfball nach einem Eckball an die Querlatte – einer von insgesamt vier Aluminiumtreffern. Waldstein bestimmte das Spiel und hatte noch mehrfach die Chance, die Partie für sich zu entscheiden, versäumte dies aber und verschenkte am Ende zwei Punkte. Die Überlegenheit konnte nicht in Tore umgemünzt werden. Und so feierte Höllental das Unentschieden fast wie den Gewinn der Champions League.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 3. Spieltag:

ATS Selbitz – 1.FC Waldstein II 2:1 (1:1)

(am Sonntag, 28.07.2019, in Selbitz)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 A.Müller, 5 S.Popp, 6 M.Sinnig, 7 J.Schlegel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 12 M.Kefes, 13 P.Bergmann;
10 S.Pahlen (ab 46. für 4), 11 P.Seidel, 14 F.Reichel (ab 81. für 3), 15 N.Oberländer (ab 84. für 7)

Schiedsrichter: Frank Tragelehn (SV Rothenkirchen) – bereits ab der ersten Minute ließ er den Heimschiedsrichter raushängen. Auch wenn er einige Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Gastgeber traf, so bevorzugte er die Selbitzer über 90 Minuten doch sehr offensichtlich.

Zuschauer: 60

Tore: 19. Min. Sinnig 0:1, 38. Min. F.Hohberger 1:1, 79. Min. F.Hohberger 2:1

Gelb-rote Karte: Pahlen (90.+1, FCW, Meckern)

 

Die Partie begann zerfahren und das sollte sich bis zum Schlusspfiff kaum ändern. Die erste Torannäherung verzeichnete Mühlin, der einen direkten Freistoß aus 22 Metern am Winkel vorbeischoss.

Nach etwa neun Minuten startete die Heimelf eine kurze Drangphase mit vier Chancen binnen weniger Minuten. Seel scheiterte zunächst am gut reagierenden TW Tögel und verpasste dann eine Hereingabe am zweiten Pfosten freistehend nur knapp. Nach einer Ecke misslang F.Hohenberger ein Kopfballaufsetzer, der zu hoch absprang und über das Tor ging. Und kurz darauf war es noch einmal Seel, der abschloss und diesmal nur das Außennetz traf.

Danach konnte sich die Waldsteiner Elf etwas aus der Umklammerung lösen und verwandelte die erste (Doppel-)Chance zur durchaus überraschenden Führung. Popp holte nach Doppelpass mit Bergmann und gutem Einsatz einen Eckball heraus. Müller setzte die anschließende Standardhereingabe wuchtig per Kopf an die Latte. Die Kugel kam am Fünfer herunter und Sinnig drückte sie ebenfalls mit dem Kopf über die Linie.

In der Folge standen die Granitler defensiv besser und ließen nur noch wenig zu. Wenn doch einer durchrutschte, war TW Tögel stets zur Stelle. Nach vorne kamen einige Entlastungsangriffe zu Stande, aber wirkliche Torchancen brachte der FCW in dieser Phase nicht zu Stande.

Sieben Minuten vor der Pause kam die Spiel bestimmende Heimelf dennoch zum Ausgleich, es musste aber ein Standard dafür herhalten. Mühlin schlug einen Eckball lang, dort lauerte F.Hohberger, der die Kugel unbedrängt durch drei Waldsteiner hindurch in die Maschen köpfte.

Kurz vor der Pause wurde Schlegel im Laufduell etwa zehn Meter vor dem Selbitzer 16er von Weiß zu Boden geschubst. Der Ball war weit und wurde von TW Russo aufgenommen, das Schubserfoul blieb unbestraft. Mit dem 1:1 ging es in die Pause. Der ATS drückte dem Spiel über weite Strecken schon seinen Stempel auf, aber besonders viele Torchancen ergaben sich für Selbitz nicht. Der FCW agierte diszipliniert und kämpfte gegen den spielerisch etwas überlegenen Gegner.

In Hälfte Zwei spielte Selbitz nun bergab auf dem Fußballacker und hatte erneut etwas mehr vom Spiel. Aber mehr als ein paar Halbchancen nach Standards sprang zunächst nicht dabei heraus. Gegen die kompakten Waldsteiner fiel den Gastgebern wenig ein.

Nach knapp einer Viertelstunde im zweiten Abschnitt verletzte sich T.Wehder ohne Einwirkung eines Gegenspielers schwer. Bei einer Flanke, die TW Tögel herunterpflücken konnte, lauerte Wehder am zweiten Pfosten, wollte dem Aluminium ausweichen, blieb dabei im stumpfen Rasen hängen und verdrehte sich das eh schon lädierte Sprunggelenk komplett. Sofort wurde der Krankenwagen gerufen und die Partie für neun Minuten unterbrochen. Nachdem der verletzte Spieler vom Feld getragen wurde, wurde für etwa drei Minuten weiter gespielt. In dieser Zeit bot sich Popp eine Riesenchance nach einer Freistoßflanke von Pahlen, doch Popp kam nur mit der Fußspitze an den Ball und die Kugel verfehlte ihr Ziel. Als dann fast zeitgleich mit dem Krankenwagen auch der Rettungshubschrauber samt Notarzt eintraf, musste das Match erneut unterbrochen werden. Der Hubschrauber landete mitten auf dem Feld.

Gute Besserung dem verletzten Spieler Tim Wehder!

Nach weiteren 25 Minuten Unterbrechung konnte die Partie nun endgültig fortgesetzt werden. Beide Teams agierten nun noch hektischer, Waldstein gestaltete das Match aber offener. J.Hohberger trat kurz nach „Wiederanpfiff“ gegen Schlegel nach, aber erneut drückte der Referee beide Augen zu und wollte nichts gesehen haben. Die heimischen Zuschauer wurden zunehmend lauter, schimpften und meckerten, forderten in jeder Aktion Freistöße und Karten und bewiesen ein ums andere Mal fehlende Kompetenz.

In Minute 79 gelang den Selbitzern der Lucky Punch. Seel spielte einen langen Ball, den Zeh unglücklich per Kopf verlängerte. F.Hohberger ging mit der Kugel auf und davon, vernaschte Sturm mit einer Körpertäuschung und schweißte das Spielgerät aus kurzer Distanz in die Maschen.

Die Antipathie von draußen übertrug sich in der Schlussphase auch auf die Mannschaft des ATS. In jedem Zweikampf wurde sich schreiend fallen gelassen und meist gab es auch noch den Freistoß. Die Waldsteiner indes versuchten noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzwingen und warfen alles nach vorne. Doch auch in der Schlussphase kamen die Granitler zu keinen guten Gelegenheiten mehr und Selbitz brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Insgesamt geht der 2:1-Erfolg in Ordnung, auch wenn der FCW dank der kämpferischen Leitung einen Punkt verdient gehabt hätte.

In der Nachspielzeit wurde Pahlen, der kurz zuvor wegen Meckerns verwarnt worden war, mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. Ein Hinweis für seinen Mitspieler Reichel fasste der Unparteiische falsch auf und schickte Pahlen völlig überzogen vom Feld.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein II – 1.FC Martinsreuth II 0:3 (0:1)

(am Donnerstag, 01.08.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 M.Kefes, 4 A.Müller, 5 S.Popp, 6 M.Sinnig, 7 A.Meister, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 12 S.Stumpf, 17 D.Kraus;
10 J.Seiler (ab 66. für 7), 11 A.Seuß (ab 44. für 17), 13 P.Bergmann

Schiedsrichter: Holger Kuhbandner (ATG Tröstau)

Zuschauer: 40

Tore: 42. Min. Strößner 0:1, 81. Min. Barthold 0:2 (FE), 90.+1 Min. Barthold 0:3

 

Einen klaren Foulelfer nicht bekommen und mehrere Hochkaräter versemmelt... in der ersten Hälfte hätte Waldstein den Grundstein für einen Dreier legen müssen, aber konnte das Chancenplus nicht in Tore ummünzen. So ging man am Donnerstag erneut als zweiter Sieger vom Platz.

Die Waldsteiner begannen hellwach und kamen in den ersten Minuten durch einen Freistoß und einen guten Spielzug zu ersten Torannäherungen. Meisters Schuss aus der zweiten Reihe parierte TW Seifert im Nachfassen. Der erste Hochkaräter bot sich Popp nach starkem Pass von Kraus in die Schnittstelle, doch Popp scheiterte zwei Mal am gut reagierenden Gästekeeper.

Waldstein zeigte teilweise gute Spielzüge, verzettelte sich aber immer wieder im Angriffsspiel. Die Gäste aus Martinsreuth fanden nach und nach besser in die Partie, ohne jedoch Gefahr für Tögels Tor zu entwickeln.

Kraus fasste sich nach einem Ballverlust der Gäste ein Herz und setzte zum Solo an. Dabei spielte er mehrere Gegenspieler gefühlt je zwei bis drei Mal aus, doch sein Schuss wurde zur Ecke geblockt. Wenig später flankte Müller ins Zentrum, aber Sturms Kopfballbogenlampe ging übers Tor.

Strößner verzeichnete bei einem direkt getretenen Freistoß, der gut zwei Meter drüber ging, den ersten Torabschluss für den FCM nach 24 Minuten. Hoffmann knallte wenig später eine gar nicht so schlechte Gelegenheit aus zehn Metern ebenfalls drüber.

Dazwischen ergab sich für Waldstein die beste Gelegenheit bis dahin, als Kraus nach einem Fehler der Gästedefensive auf und davon lief. Er konnte nicht eingeholt werden, schob die Kugel aber am rechten Pfosten vorbei.

Wenig später war es wieder Kraus, der zum Solo ansetzte. Er ließ fünf Gegenspieler wie Slalomstangen stehen, fand jedoch in TW Seifert, der den Schuss zum Eckball lenkte, seinen Meister. In der 37. Minute wurde Kraus von Voigt klar und deutlich im Strafraum gefoult, aber der Unparteiische ließ weiterspielen.

Meister prüfte TW Seifert mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern. Kurz darauf zeigte der 1.FC Martinsreuth II seinen ersten sehenswerten Spielzug, der prompt im Führungstreffer gipfelte. Über mehrere Stationen ließ der Gast den Ball laufen wie selten an diesem Tag. Barthold spielte zu Strößner und dieser zog aus 20 Metern trocken ab. TW Tögel war noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Mit dem für den FCM schmeichelhaften Spielstand von 0:1 wurden die Seiten gewechselt. Allerdings kamen die Gäste nun energischer aus der Kabine und schossen in den ersten vier Minuten der zweiten Hälfte drei Mal nicht gerade ungefährlich aufs Waldsteiner Tor. Tögel lenkte einen strammen Versuch von Ploss aus spitzem Winkel über die Latte, nach der anschließenden Ecke schoss Hoffmann knapp vorbei und kurz darauf war es Barthold, der acht Meter vor dem Tor in zentraler Position zum Abschluss kam. Den abgefälschten Schuss wehrte Tögel mit einer Fußparade ab.

Die Granitler wirkten etwas nervös und produzierten nun zu viele Fehler. In der 68. Minute zappelte der Ball plötzlich im Waldsteiner Tor, doch da mehrere Zurufe von außen kamen, entschied der Referee erstmals in dieser Partie auf Abseits zu Ungunsten der Gäste. Ansonsten standen die Waldsteiner zumindest defensiv ordentlich und ließen nicht sehr viel zu, aber in der Vorwärtsbewegung wurden zu viele Fehler gemacht. Unkonzentriertheiten, Schlampereien und Fehlpässe häuften sich.

Die Entscheidung bahnte sich knapp zehn Minuten vor dem Ende an, als Zeh den Martinsreuther Voigt völlig unnötig am Strafraumeck zu Fall brachte. Den berechtigten Strafstoß verwandelte Barthold sicher.

Barthold stand auch wenig später im Mittelpunkt, als er ohne Chance auf den Ball gegen Seiler nachtrat und diesen rüde zu Fall brachte – der Unparteiische drückte beide Augen zu und zückte nur Gelb. Die Heimelf war bemüht, wenigsten ein Tor zu erzielen, aber selbst als Seuß leicht zur Seite abgedrängt das leere Tor anvisieren konnte, wollte das Runde nicht ins Eckige. Sinnigs Flanke landete auf dem Tornetz und Sachs‘ Versuch nach gutem Lauf wurde sichere Beute von TW Seifert.

Den Schlusspunkt setzte Barthold in der ersten Minute der Nachspielzeit: Döhnel trat eine Ecke flach in die Mitte, der Ball ging an Freund und Feind vorbei bis zum zweiten Pfosten, wo der Martinsreuther Stürmer nur noch den Fuß hinhalten musste. Kurz zuvor hatte Popp Strößner bei einem Konter abgelaufen und in höchster Not gerettet.

Martinsreuth hatte in der Schlussphase noch die ein oder andere Konterchance und hätte das Ergebnis sogar noch höher gestalten können, was aber alles andere als leistungsgerecht gewesen wäre, Nach dem Spielverlauf gewinnen die Gäste etwas glücklich, aber nicht unverdient, wenn auch zu hoch. Martinsreuth agierte insgesamt cleverer und abgezockter sowie effektiver – die Gäste nutzten ihre Chancen einfach besser und entführten alle drei Punkte aus Weißdorf.

 

 

Kreisliga Nord, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SV Froschbachtal 1:1 (1:1)

(am Samstag, 03.08.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
22 F.Tögel, 3 S.Pahlen (ab 70. für 17), 12 M.Heinritz (ab 79. für 5), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Alexander Maisel (SV Mistelgau, Assistenten: Thomas Heinlein und Justin Wölfel) – leider wieder ein Unparteiischer, der mit zweierlei Maß maß und die Heimelf benachteiligte

Zuschauer: 170

Tore: 13. Min. F.Lang 0:1, 20. Min. S.Seidel 1:1

 

In einem gutklassigen Match trennten sich die beiden Mannschaften 1:1 unentschieden – insgesamt ein leistungsgerechtes Ergebnis. Die „Frösche“ hatten zwar über 90 Minuten gesehen mehr Spielanteile, aber die Granitler kamen zu den besseren Chancen.

Pfingst verzeichnete nach vier Minuten den ersten Torschuss für die Gäste, der aber weit drüber ging. Die zweite Chance brachte gleich den Führungstreffer: nach einem Fehler der Waldsteiner im Mittelfeld und starkem Pass von Weber in die Schnittstelle konnte sich Lang im Laufduell gegen Brandhorst durchsetzen und markierte aus vollem Lauf das 0:1.

Auch die Granitler hatten zunächst einen Schuss, der drüber ging (durch Kraus) und dann folgte ein Tor. Seidel leitete den Treffer selbst ein, Kraus schirmte die Kugel gut ab und legte sie zurück zu Seidel, der sie aus 20 Metern per Schlenzer im Winkel zum Ausgleich versenkte.

Keine fünf Minuten später präsentierte die Heimelf einen tollen Spielzug über die linke Seite, aber Kraus, der dadurch gut in Szene gesetzt wurde, scheiterte an TW Brunhuber. Knapp zehn Minuten später gab es eine ähnliche Situation auf der anderen Seite. Nach guter Kombination über links kam Schuberth zum Abschluss, aber TW M.Seiler parierte. Zwischendurch hatte Stumpf nach einer Ecke auf der Linie per Kopf geklärt.

Gebelein konnte gegen Kraus in höchster Not retten und Seidel vergab nach gutem Zusammenspiel die nächste Gelegenheit. Die Waldsteiner waren um konstruktiven Spielaufbau bemüht, aber zu häufig schlich sich ein schlampiger Pass ein und die Froschbachtaler blieben bei schnellen Gegenstößen stets gefährlich.

Ziemlich behäbig wirkten die Gastgeber zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Gäste agierten frischer und taten mehr fürs Spiel. Brandhorst und Schratt mussten jeweils gegen Lagaris in letzter Sekunde eingreifen, auf der Gegenseite hatten Schaller und Seidel zwei Halbchancen.

In der 65. Minute schlenzte J.Seiler einen Eckball ins Zentrum, Vogel kam zum Kopfball und die Kugel streifte die Querlatte. Kurz darauf wurde Ullmann an der Strafraumkante, aber innerhalb des 16ers, gefoult. Zwar war es korrekt, zunächst Vorteil laufen zu lassen, aber als sich keiner daraus ergab, hätte der Unparteiische auf den Punkt zeigen müssen. Das Match lief jedoch weiter.

Wenig später brachte Schaller den Gegner mit einem schlampigen Rückpass ins Spiel. Lang legte quer zu Weber, aber TW M.Seiler verhinderte mit einer Glanztat den erneuten Rückstand.

Die Frösche hatten weiterhin etwas mehr vom Spiel, die Angriffe der Heimelf verpufften meist. Eher zufällig kam die nächste Möglichkeit zu Stande: Im Anschluss an einen Eckball versuchte es Schaller aus 30 Metern, aber etwas zaghaft. Ullmann stand in der Schussbahn und löffelte die Kugel aus der Drehung Richtung Tor, doch der Ball ging knapp drüber.

Knapp fünf Minuten vor dem Ende wurde Schaller im 16er von Gebelein aus dem Tritt gebracht, aber erneut wurde weitergespielt… kein Elfmeter. In Minute 89 klatschte der Ball noch einmal gegen die Latte, als Schratt eine Eckenhereingabe wuchtig ans Gebälk köpfte. Kurz darauf war Ullmann samt Ball auf dem Weg Richtung Tor, legte sich das Spielgerät aber zu weit vor und wurde schließlich erfolgreich abgedrängt.

In der Nachspielzeit noch einmal Aufregung bei einem umstrittenen Schiedsrichterball: nicht die Entscheidung an sich, nur die Ballbesitzfrage war strittig –der Gast kam in Folge dessen durch Schuberth noch zu einer sehr guten Gelegenheit und hätte beinahe den Lucky Punch gesetzt, aber der ehemalige Hofer vergab. So blieb es am Ende beim Remis. Die Gastgeber mussten erneut auf sechs Stammspieler verzichten und treten mit der dritten Punkteteilung in Folge etwas auf der Stelle.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein II – VfB Helmbrechts 3:5 (2:2)

(am Sonntag, 04.08.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 A.Müller, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 M.Kefes, 13 P.Bergmann;
7 J.Schlegel (ab 60. für 8), 10 S.Pahlen (ab 24. für 4), 14 M.Sinnig (ab 46. für 5)

Schiedsrichter: Michael Sticht (ATG Tröstau) war ein sehr ordentlicher Leiter dieser Partie

Zuschauer: 65

Tore: 8. Min. Sachs 1:0, 13. Min. Shtop 1:1, 31. Min. Feist 2:1, 37. Min. Scherer 2:2, 48. Min. Schneeberger 2:3, 56. Min. Sturm (FE) 3:3, 61. Min. Langer 3:4, 69. Min. Khavari 3:5

 

Beide Teams begannen vorsichtig und tasteten sich zunächst ab. Seuß hatte früh eine Gelegenheit per Kopf, erwischte den Ball unter Bedrängnis aber nicht richtig, und der VfB kam wenig später zu seinem ersten Torschuss aus 25 Metern, den TW Tögel sicher herunterpflückte.

Bergmann schlug einen Eckball nach sieben Minuten gut getimt ins Zentrum, wo Sachs am höchsten stieg und den Ball per Kopf im Netz versenkte. Waldstein führte plötzlich. Doch in den folgenden Minuten schraubte der Gast am Tempo und kam durch Khavari, Wirth und Shtop zu immer besser werden Möglichkeiten. Als der FCW den Ball in der 13. Minute einfach nicht klären konnte, kam Shtop etwa 12 Meter vor dem Tor in halblinker Position zum Abschluss und versenkte die Kugel trocken in den Maschen. Der Ausgleich hatte sich abgezeichnet und war durchaus verdient.

Helmbrechts hatte auch in der Folge mehr vom Spiel, doch die Waldsteiner hielten gut dagegen. Der Gast wirkte aber in der Offensive gefährlicher, die Heimelf kam aus dem Spiel heraus zunächst kaum bis in die Gefahrenzone.

Der schnelle Fichtner kam über die linke Seite und seine verunglückte Flanke mutierte beinahe zum Torschuss. Khavari ließ wenig später drei Waldsteiner stehen und hatte das 1:2 auf dem Fuß, doch er schob den Ball knapp am Tor vorbei. Als Shtop einen Freistoß Richtung Fünfer schlenzte, wurde es erneut gefährlich, doch zwei Mitspieler verpassten die Hereingabe und TW Tögel konnte den Ball abfangen.

Der eingewechselte Pahlen prüfte Gästekeeper Mehrad mit einem ordentlichen Schuss, ehe die Gastgeber einen sehenswerten Spielzug aus dem Hut zauberten. Über Sachs und Feist kam die Kugel auf die rechte Seite zu Popp, der perfekt nach innen flankte und Feist konnte schön ins lange Eck einköpfen – 2:1!

Nach schnellem Spiel über Shtop und Scherer vergab Schneeberger im Zentrum eine Riesengelegenheit. Doch kurz darauf hatte auch Seuß nach starkem Pass von Feist eine sehr gute Möglichkeit, die er ebenfalls liegen ließ. Im Gegenzug spielte wieder Shtop einen tollen Pass und Scherer hatte wenig Mühe, flach einzuschießen – der erneute Ausgleich.

Noch einmal tauchte Schneeberger frei vor Tögel auf und erneut konnte der Angreifer die butterweiche Hereingabe von Shtop nicht verwandeln. So ging es mit dem Spielstand von 2:2 in die Halbzeitpause.

Helmbrechts hatte durchaus die Mehrzahl an Chancen, aber durch eine ordentliche kämpferische Leistung verdiente sich Waldstein II den ausgeglichenen Pausenstand. Allerdings dauerte es nur drei Minuten nach Wiederanpfiff, bis man erstmals in dieser Partie in Rückstand geriet. Wieder war Shtop beteiligt, den die Waldsteiner einfach in den Griff bekamen. Sein Pass auf die rechte Seite kam zu Horn, der scharf nach innen spielte und Schneeberger hatte diesmal mehr Glück als zuvor und verlieh dem Ball mit der Fußspitze die entscheidende Richtungsänderung ins lange Eck.

Bei einem Eckball acht Minuten später kam Feist zu Fall. Der Unparteiische zögerte nicht lange und entschied auf Elfmeter – eine Entscheidung, mit der sich die Gäste kaum anfreunden konnten. Ein „Kann-Elfmeter“… Sturm trat an und verwandelte souverän und wuchtig zum 3:3-Ausgleich.

Doch nur fünf Minuten später lag Waldstein wieder hinten. Khavari bereitete diesmal vor und schickte den unmittelbar zuvor eingewechselten Langer auf die Reise, der aus spitzem Winkel abzog und ins kurze Eck traf. Nochmal stand Langer im Mittelpunkt, doch bei der nächsten Chance keine 60 Sekunden nach dem 3:4 kullerte der Ball knapp am Ziel vorbei.

Die Vorentscheidung fiel in Minute 69, als Shtop sich per doppeltem Doppelpass durch die FCW-Defensive spielte und dann das Auge für den freien Mann hatte. Khavari nahm den Ball an und schloss platziert ab. In den letzten 20 Minuten boten beide Mannschaften ein munteres Spielchen, aber außer Seels große Möglichkeit gab es eine Zeit lang kaum Strafraumszenen. Langer erlaubte sich gegen Sachs ein unnötiges Nachtreten, das normalerweise mit einem Platzverweis zu bestrafen wäre, aber der gute Unparteiische zückte nur Gelb.

Erst in der Schlussphase boten sich noch einmal Gelegenheiten. Zunächst war Scherer zu verspielt und verzettelte sich in aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite versuchte es Sinnig aus der Distanz – der Ball schien das Ziel zu verfehlen, doch Sturm hätte ihn noch ins Tor lenken können, doch er verpasste das Spielgerät knapp. Danach hatten Müller und Sturm jeweils gute Einschussmöglichkeiten, aber beide verzogen ziemlich deutlich.

So blieb es beim 3:5. Der VfB gewann das Torfestival dank der Mehrzahl an Torchancen und der besseren Verwertung nicht unverdient. Waldstein hielt lange gut dagegen, aber am Ende fehlte die Kraft noch einmal zurückzukommen.

 

 

Kreisliga Nord, 5. Spieltag:

BSC Tauperlitz – 1.FC Waldstein I 1:4 (1:2)

(am Sonntag, 11.08.2019, in Tauperlitz)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst;
3 S.Pahlen (ab 46. für 5), 12 M.Heinritz (ab 82. für 4), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Niklas Wich (SV Rothenkirchen), Assistenten: Johannes Löffler und Lucas Bauer

Zuschauer: 60

Tore: 2. Min. Weiß 0:1, 19. Min. J.Seiler 0:2, 45.+1 Min. Rönsch 1:2, 71. Min. J.Seiler 1:3, 76. Min. Ullmann 1:4

Gelb-Rote Karte: Rönsch (57., BSC, Foulspiel)

 

Die Gäste vom Waldstein gingen nach einer hochklassigen und spannenden Kreisligapartie als verdienter Sieger vom Platz. Der FCW begann stürmisch und traf bereits mit dem zweiten Angriff. Weiß war es, der die Kugel nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus über die Linie bugsierte.

Der BSC war dem schnellen Kurzpassspiel hilflos ausgeliefert und lag nach einem Abwehrschnitzer nach 20 Minuten schon mit 0:2 zurück. Ullmann hatte gut nachgesetzt und J.Seiler bedient, der seinen Gegenspieler tunnelte und souverän einschob.

Es war ein Spiel auf ein Tor mit Einschussmöglichkeiten im Zwei-Minuten-Takt, die Heimelf konnte sich kaum befreien. P.Seiler vergab frei vor TW Heidler, Seidel traf die Latte und Schaller scheiterte am Pfosten. Auch weitere gute Möglichkeiten wurden liegen gelassen. Waldstein versäumte es in dieser Phase, bereits einen beruhigenden Vorsprung herauszuschießen und die Partie für sich zu entscheiden.

Die Einwechslung von Rönsch nach einer halben Stunde brachte Belebung bei den Gastgebern. Der Spieler holte sich allerdings bereits nach nicht einmal zwei Minuten die gelbe Karte für Ballwegschlagen ab, was ihm später noch zum Verhängnis werden sollte.

Die Gastgeber gingen nun etwas ruppiger zu Werke. Der Joker jedenfalls konnte sich in einer hektischen Schlussphase der ersten Hälfte in die Torschützenliste eintragen und erzielte mit dem Pausenpfiff den schmeichelhaften Anschlusstreffer.

Nach dem Seitenwechsel waren die Tauperlitzer zunächst gleichwertig und hatten nun einen besseren Zugriff auf ihre Gegenspieler. Der Knackpunkt war aber wohl die Hinausstellung von Rönsch, der nach einem Foulspiel die Ampelkarte gezeigt bekam. Der BSC hielt damit seine Quote stabil und kassierte im fünften Ligaspiel den fünften Platzverweis.

In Unterzahl schwanden beim BSC zunehmend die Kräfte, während die nimmermüden Gäste nun noch einmal aufs Tempo drückten. Peter Seiler setzte seinen Bruder Jacob mit einem guten Pass in die Gasse ein, dieser umkurvte den Tauperlitzer Schlussmann und netzte zum vorentscheidenden 1:3 ein.

Als fünf Minuten später Ullmann das 1:4 markierte, war die Messe endgültig gelesen. Die Waldsteiner erspielten sich einen hoch verdienten Sieg, der bei etwas besserer Chancenverwertung durchaus noch um einiges höher hätte ausfallen können.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 5. Spieltag:

(SG) FC Ahornberg / ASV Leupoldsgrün – 1.FC Waldstein II 4:1 (3:0)

(am Sonntag, 11.08.2019, in Leupoldsgrün)

 

1 F.Tögel, 2 P.Seidel, 3 J.Schneider, 4 A.Müller, 5 S.Popp, 6 M.Sinnig, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 10 A.Meister, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann;
7 N.Oberländer (ab 81. für 4)

Schiedsrichter: Berndt Unglaub (TuS Förbau) ließ fast alles laufen und ahndete kaum ein Foulspiel auf beiden Seiten. Zum Glück gingen beide Mannschaften recht fair mit einander um, ansonsten hätte die Partie leicht eskalieren können. Höhepunkt in dieser Hinsicht war sein Ausspruch „Die fallen doch vor Schwäche um“, als er die Partie nach zwei Foulspielen in kurzer Folge nicht unterbrach. Auch die Abseitsregel bereitete dem Unparteiischen Probleme. Insgesamt eine sehr schwache Leistung des erfahrenen Schiedsrichters.

Zuschauer: 70

Tore: 10. Min. Albat 1:0, 29. Min. Lehmann 2:0, 37. Min. Döbel 3:0, 56. Min. Krauss 4:0, 76. Min. Feil (Eigentor) 4:1

 

Die Waldsteiner Zweite rechnete sich vor dem Duell gegen die Spielgemeinschaft insgeheim schon etwas aus, allerdings konnte man nur eine Rumpfelf nach Leupoldsgrün schicken. Zu den ohnehin vielen Ausfällen gesellten sich noch drei kurzfristige Absagen und so standen Trainer Oliver Koller nur 12 Mann zur Verfügung.

Früh zeigte sich aber die Heimelf als aktivere und ballsicherere Mannschaft und kam nach schönem Zusammenspiel zwischen Krauss und Albat zur ersten Gelegenheit, doch Krauss verzog. Lehmann hatte wenig später eine Kopfballchance, die er aber vergab. Mit der dritten guten Angriffsszene kamen die Gastgeber zum Führungstreffer. Auf der linken Seite wurde der attackierenden Mannschaft zu wenig Gegenwehr geboten. Sinnig ließ sich an der Torauslinie dann von Döbel vernaschen und der Pass ins Zentrum erreichte den ungedeckten Albat, der mit seinem wuchtigen Schuss in die Maschen TW Tögel keine Abwehrchance ließ.

Nur eine Minute später kam Krauss zum nächsten Abschluss und sein Versuch aus spitzem Winkel verfehlte das Tordreieck knapp. Bergmann musste wenig später auf der Linie retten, ehe die Waldsteiner nach knapp 20 Minuten zur ersten Gelegenheit kamen. Doch Seuß scheiterte nach einem langen Ball aus kurzer Distanz an TW Hohberger.

Plötzlich hatte der FCW etwas Entlastung und kam durch Sinnig zur nächsten Chance: aus 30 Metern ließ er einen Kracher los, den der SG-Keeper gerade so an die Latte lenken konnte. Bei der anschließenden Ecke köpfte der aufgerückte Sturm knapp drüber.

Doch das war es erst einmal schon wieder mit den Offensivbemühungen der Gastelf. Ahornberg/Leupoldsgrün übernahm wieder die Spielkontrolle und beschäftigte die Waldsteiner in der Defensive. So tankte sich Albat zwei Mal durch die Granit-Abwehr. Doch zunächst wurde der bullige Stürmer von Schneider entscheidend gestört, der Abschluss trudelte knapp vorbei, und kurz darauf konnte sich Albat nicht zwischen Schuss und Pass entscheiden.

Nach knapp einer halben Stunde waren die Platzherren erfolgreicher, als Albat eine gute Flanke in die Mitte schlug. Lehmann kam schneller als Bergmann an den Ball und versenkte seine Direktabnahme flach im Eck.

Drei Minuten später wurde Seuß regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht, doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus. Waldstein konnte die Partie nun zumindest optisch ausgeglichener gestalten. Aber bei den schnellen Angriffen der SG wurde es stets gefährlich. Der FCW konnte sich einfach nicht darauf einstellen bzw. diese unterbinden. Lehmann und Krauss vergaben weitere Gelegenheiten, ehe Döbel auf 3:0 stellte. Er setzte sich 20 Meter vor dem Tor gut durch, drang in den Strafraum ein und überwand Tögel mit einem Schlenzer ins lange Eck.

Bis zur Pause zog sich die Spielgemeinschaft nun zurück und überließ den Gästen das Feld, die mit Ball und Raum aber zu wenig anzufangen wussten. Einzig Seuß kam nach einem Einwurf zum Torabschluss, setzte seinen Schlenzer aber zu hoch an.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts spielte Ahornberg/Leupoldsgrün ziemlich defensiv. Die Waldsteiner standen nun höher und versuchten zu pressen. Vereinzelt konnte die Koller-Schützlinge so auch Fehler erzwingen, aber zunächst sprangen nur zwei harmlose Schüsse von Meister dabei heraus.

Die gefährlicheren Vorstöße hatte weiterhin die Heimelf zu verzeichnen. Nach starkem Pass von Albat schob Döbel die Kugel knapp vorbei, doch Krauss machte es kurz darauf besser und markierte das 4:0. Tögel konnte den ersten Versuch noch abwehren, aber der Ball sprang wieder dem Gegner vor die Füße, der im zweiten Versuch keine Mühe mehr hatte einzunetzen.

Spätestens mit dem vierten Tor war die Entscheidung in diesem Match gefallen. Dennoch änderte sich am Bild kaum etwas. Fleischmann mit einem Schlenzer und Krauss nach langem Abschlag hatten weitere Möglichkeiten für die SG. Die beste Chance in dieser Phase für den Gast bot sich Popp nach einer Freistoßflanke von Sinnig aus dem Halbfeld, aber er verpasste die Kugel mit der Fußspitze um Haaresbreite.

Die Granitler standen immer weiter weg von ihren Gegenspielern und konnten, wohl auch aufgrund nachlassender Kräfte, defensiv kaum mehr dagegen halten. Einzig Jens Schneider rackerte bis zum Schluss und unterband noch einige Angriffe, er war der einzige, der an diesem Tage Normalform erreichte.

Den Ehrentreffer für den FCW leitete Popp über die rechte Seite ein. Er versuchte auf Meister zu flanken, doch Feil hielt den Fuß in die Flanke und spitzelte die Kugel am herauseilenden Keeper, der den Ball womöglich erreicht hätte, vorbei ins eigene Netz.

Krauss stand noch zwei Mal im Mittelpunkt: zunächst verfehlte er mit einem strammen Schuss aus 25 Metern den Torwinkel nur knapp, wenig später wurde er herrlich freigespielt, schoss das Spielgerät aber aus hervorragender Position drüber.

Für Waldstein versuchte es Popp aus 30 Metern und Seuß traf von halblinks nur das Fangnetz. Für das letzte Highlight, eine Slapstick-Einlage, sorgte A.Meister in der Schlussphase: er konnte binnen weniger Sekunden drei Mal abschließen, traf dabei aber zwei Mal die Querlatte und zu guter Letzt den Pfosten. Die Waldsteiner hätten an diesem Tage wohl noch drei Stunden spielen können und hätten keinen eigenen Treffer erzielt.

SR Unglaub hatte dann genug gesehen und beendete die Partie nach einem harmlosen Foul von Sturm, das er mit Freistoß und der einzigen gelben Karte des Spiels ahndete, 90 Sekunden zu früh. Die SG Ahornberg/Leupoldsgrün landete gegen ersatzgeschwächte Waldsteiner einen verdienten Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung ist. Das Spiel hätte aber durchaus auch 10:3 enden können.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein II – FSV Naila 4:2 (2:1)

(am Sonntag, 18.08.2019, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 P.Seidel, 4, P.Seiler, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 8 M.Sinnig, 9 C.Sturm, 10 S.Stumpf, 11 A.Seuß, 14 J.Schüder;
7 J.Schlegel (ab 24. für 11), 12 A.Müller (ab 64. für 7), 13 P.Bergmann (ab 76. für 8)

Schiedsrichter: Michael Barnert (SC Kreuz Bayreuth) war ein souveräner Leiter der fairen Partie

Zuschauer: 45

Tore: 2. Min. Maier 0:1, 29. Min. Schlegel 1:1, 40. Min. Schlegel 2:1, 53. Min. Feist 3:1, 64. Min. Jallow 3:2, 67. Min. Müller 4:2

 

Der erste Saisonsieg! Ein hartes Stück Arbeit war es trotzdem. Dabei hätten beide Mannschaften in der ersten Viertelstunde die Partie bereits vorentscheiden können. Es boten sich mehrere Hochkaräter auf beiden Seiten, aber nur ein abgefälschter Freistoß der Gäste fand den Weg ins Tor. Doch von vorne...

Gleich die erste Gelegenheit nach einem schnell ausgeführten Freistoß hätte das 1:0 für Waldstein bringen können. Schüder legte von links in die Mitte, wo Seidel ein korrektes Tor hätte erzielen können, doch Seuß, der aus dem Abseits kam, war schneller am Ball und drückte die Kugel mit der Hacke über die Linie. Nach 47 Sekunden hatten die Gastgeber den Torschrei erstmals auf den Lippen, der aber durch den Pfiff des Unparteiischen rasch verstummte.

Auf der Gegenseite beging Feist etwa 25 Meter vor dem eigenen Tor ein unnötiges Foul, das tatsächlich zum 0:1 führte. Maier schoss stramm und traf einen Spieler in der Mauer. Der Ball wurde zur Bogenlampe abgefälscht, die genau in den Torwinkel fiel. Nach nicht einmal 120 Sekunden lief der FCW wieder einem Rückstand hinterher, doch die Koller-Schützlinge reagierten nicht geschockt.

Zunächst musste jedoch Tögel gegen Senyer parieren, ehe Schüder eine gute Chance hatte, aber ebenfalls am Torhüter scheiterte. Im direkten Gegenzug zwang Spielertrainer Köcher TW Tögel mit einem guten Schuss aus der Distanz zur nächsten Glanztat. Feists Flachschuss streifte um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei und Seuß war nach gutem Sololauf zu eigensinnig und traf nur das Außennetz. Zwischen diesen beiden Gelegenheiten musste Sturm auf der Linie retten.

Nach der turbulenten Anfangsviertelstunde glätteten sich die Wogen etwas und die Chancenflut nahm ab. Die Granitler hatten in der Folge mehr Ballbesitz, aber agierten in der Vorwärtsbewegung nun zu ideenlos. Zudem musste Mittelstürmer Seuß mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden – gute Besserung und schnelle Genesung, Andi!

Doch die Einwechslung von Schlegel erwies sich als Glücksgriff, denn er war keine fünf Minuten auf dem Feld, als er für den Ausgleich sorgte. Ein strammer, leicht abgefälschter Schuss von Stumpf ließ TW Schrottenbaum nicht unbedingt gut aussehen. Die Abwehr erfolgte halb zur Seite und halb nach vorne, wo Schlegel am schnellsten reagierte und die Kugel von halbrechts kommend eiskalt versenkte.

Gut zehn Minuten später leitete Schlegel seinen zweiten Treffer selbst ein. In der Zwei-gegen-zwei-Situation bei einem Konter legte er den Ball auf links in die Spitze zu Seidel, der vor dem Torhüter wieder quer spielte, wo Schlegel vor seinem Gegenspieler an das Spielgerät kam und es ins Netz beförderte.

Mit dem Halbzeitpfiff musste TW Tögel nach einem Freistoß noch einmal sein Können beweisen, aber mit der knappen Führung für die Waldsteiner wurden die Seiten gewechselt. Auch wenn es Chancen auf beiden Seiten gab, so hatten die Platzherren insgesamt mehr vom Spiel und führten nicht unverdient.

72 Sekunden nach Wiederanpfiff setzten die Granitler wieder zum Jubel an, als Feist nach Querpass von Stumpf aus 30 Metern abzog. Doch der Ball krachte an den linken Pfosten und sprang zurück ins Feld. Glück hatte Waldstein wenig später bei einer der wenigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, als Jallow, der vermeintlich nicht strafbar postiert war, wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Feist bekam dann eine zweite Chance und führte einen Freistoß aus, ziemlich genau an derselben Stelle wie kurz zuvor der Schuss aus dem Spiel heraus. Der Ball nahm eine ähnliche Flugbahn, aber ging diesmal etwa 30 Zentimeter weiter nach rechts – der herrliche Freistoß landete direkt verwandelt im Torwinkel.

Schlegel verfehlte dann nach guter Vorarbeit von Stumpf und Seiler den zweiten Pfosten knapp. Waldstein schien das Spiel im Griff zu haben, doch ein Konter der Gäste machte es noch einmal spannend. Diesmal befand sich ein Nailaer vermutlich im Abseits, aber das Spiel lief weiter. Über die rechte Angriffsseite gelangte die Kugel zu Jallow, der am zweiten Pfosten lauerte und zum Anschlusstreffer einschieben konnte.

Trainer Koller brachte mit Müller den nächsten Joker, der ebenfalls schnell stechen sollte. Nur drei Minuten auf dem Feld konnte er nach starkem Solo von Schüder, der vor dem Tor quer legte, den alten Abstand wiederherstellen. Das 4:2 bedeutete schon eine Vorentscheidung. Die ersatzgeschwächten Gäste steckten zwar nie auf, aber es fehlte die Kraft noch einmal zurückzukommen.

Ein lang getretener Freistoß von der rechten Seite des FSV landete auf dem Waldsteiner Tor und Sturm prüfte mit einer missglückten Abwehraktion seinen eigenen Keeper, während Müller auf der Gegenseite nach erneut toller Vorarbeit von Schüder einen Schritt zu spät kam und das 5:2 verpasste.

Die Partie plätscherte nun dem Ende entgegen. Fünf Minuten vor dem Ende war TW Tögel noch einmal auf der Hut und zeigte gegen Senyer eine gute Fußabwehr, aber ansonsten passierte nicht mehr viel. Waldstein hatte insgesamt mehr vom Spiel und im zweiten Abschnitt auch die besseren Möglichkeiten, weshalb der erste Saisonsieg der Heimelf vollkommen in Ordnung geht. Darauf gilt es nun aufzubauen.

 

 

Kreisliga Nord, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein I – TuS Schauenstein 1:1 (0:1)

(am Mittwoch, 21.08.2019, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 6 J.Schüder, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 14 J.Weiß, 17 D.Kraus;
ETW F.Tögel, 3 T.Hofmann, 5 S.Seidel, 12 M.Heinritz, 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Gerhard Rödel (ATS Hof/West, Assistenten: Thomas Geiser und Harald Lippert) hätte durchaus die ein oder andere Verwarnung mehr aussprechen können. Die Gäste profitierten beim Führungstreffer von einem fehlenden Pfiff bzw. möglicherweise mangelnder Regelkenntnis.

Zuschauer: 180

Tore: 28. Min. Drechsel 0:1, 70. Min. Schüder 1:1

Gelb-Rote Karte: Weber (TuS, 84., wdh. Foulspiel)

 

Die Gäste begannen aktiver und aggressiver und hatten im ersten Abschnitt mehr vom Spiel. Schauenstein kam bereits in der Anfangsphase drei Mal zum Abschluss. TW Seiler parierte gegen Celen problemlos, Wunderlich schoss vorbei und Kil, der die dickste der drei Möglichkeiten hatten, semmelte aus aussichtsreicher Position weit drüber.

Nach einer Viertelstunde bot sich Schaller die erste Chance für die Heimelf und gleich einer sehr gute, doch er schoss von halbrechts kommend genau auf TW Nüssel. Dieser konnte den Ball zwar nur ablenken, aber ein Verteidiger kratzte die Kugel gar von der Linie. Vogel setzte einen Schlenzer wenig später von der linken Seite knapp neben den rechten Pfosten. Ansonsten blieben die Waldsteiner in der Offensive zunächst weitgehend harmlos.

Schauenstein hatte mehr vom Spiel, konnte immer wieder bis in die Gefahrenzone vordringen und kam nach knapp einer halben Stunde auch zum Führungstreffer. Bei den ersten Versuchen hatte noch das Zielwasser gefehlt, aber als Drechsel nach einer Hereingabe von links im Zentrum frei zum Schuss kam, war das 0:1 fällig. Sein Flachschuss landete platziert neben dem Pfosten, allerdings hatte der Schiedsrichter den Ball vorher berührt und hätte nach der neuen Regel abpfeifen müssen.

Die Gäste wirkten frischer und aggressiver, waren oft den entscheidenden Schritt schneller am Ball. Mit der durchaus verdienten Führung für den TuS ging es in die Halbzeitpause. Die Waldsteiner hatten nach dem Rückstand nur eine Gelegenheit durch Kraus, der aus 25 Metern abzog, aber nur das Fangnetz traf.

Kraus war es auch, der den ersten Schuss nach Wiederanpfiff losließ. Er zielte aber zu hoch – da waren gerade einmal 14 Sekunden gespielt. Nur eine Zeigerumdrehung später kam Ullmann zum Abschluss in guter Position, aber ein Gästespieler rettete in höchster Not.

In der Defensive agierten die Waldsteiner teilweise zu sorglos, was beinahe bestraft worden wäre. Nach einem Missverständnis zwischen P.Seiler und Weiß konnte der Abschluss der Gäste noch abgeblockt werden und als Wunderlich von einem schlechten Querpass in den Waldsteiner Reihen profitierte, konnte TW M.Seiler mit einer Fußparade gerade noch den zweiten Gegentreffer verhindern.

Nach knapp einer Stunde schlug Ullmann einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner, aber Schratt und Kraus verpassten knapp per Kopf. Während sich die Heimelf nach und nach ins Spiel kämpfte, gingen die Gäste immer ruppiger zu Werke und wussten sich oft nur noch durch Fouls zu helfen. Obwohl es schon mehrfach gekracht hatte, zückte der Unparteiische erst in der 62. Minute erstmals den gelben Karton.

Als nach einem Handspiel der Schauensteiner ein Freistoß schnell ausgeführt wurde, semmelte Schallter die Kugel in die Wolken. Wenig später verfehlte Kil auf der anderen Seite knapp den Torwinkel. Als sich Ullmann nach einem rüden Foulspiel, das nicht einmal geahndet wurde, beschwerte, bekam er sofort die gelbe Karte unter die Nase gehalten. Sehr giftig wurden die Zweikämpfe inzwischen von der Gastmannschaft geführt.

Zwanzig Minuten vor dem Ende setzte sich Jacob Seiler im Mittelfeld gut durch, obwohl der eingewechselte Tag sein Trikot nicht loslassen wollte und auch nach dem Waldsteiner Spielmacher trat. Der tolle Pass in die Gasse erreichte Schüder, der aufs Tor zulief und den Gästeschlussmann mit einem Flachschuss überwinden konnte.

In der Folge war Waldstein am Drücker und kam zu weiteren Gelegenheiten, doch die Versuche von Ullmann und Kraus wurden wiederum auf der Linie geklärt. Dem Abschluss der Hausherren fehlte an diesem Tage oft die letzte Konsequenz.

Gästespieler Weber erlaubte sich dann ein durchaus verwarnenswertes Foul im Mittelfeld und, da er schon Gelb gesehen hatte, durfte er zum Duschen gehen. Allerdings nahm er auf der Bank Platz – auch etwas, das das erfahrene Schiedsrichtergespann hätte unterbinden müssen.

Waldstein setzte alles auf eine Karte und warf alles nach vorne. Auch TW Seiler hielt sich etwas weit vor seinem Tor auf und als Herrmann aus gut 30 Metern abzog, hatten die Granitler Glück, dass der Ball nur an die Querlatte klatschte.

Bei einem Freistoß von J.Seiler musste TW Nüssel noch einmal abtauchen, aber ansonsten gab es keine aufregenden Torszenen mehr. Dafür hätte sich Tag einen Platzverweis verdient gehabt, als er in der Nachspielzeit mit offener Sohle auf Weiß zugrätschte und keine Chance auf den Ball hatte. Es gab nur Gelb. Auch ein TuSler auf der Bank, vermutlich der Coach (im offiziellen Spielbericht wurde sie nicht vermerkt), bekam im Anschluss an diese Szene den gelben Karton gezeigt.

Ein Erfolgserlebnis gab es nicht mehr zu feiern und so blieb es am Ende in der interessanten Partie vor ordentlicher Kulisse beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden. 1:1 scheint in dieser Saison vor allem zu Hause das Standardergebnis der Waldsteiner zu sein.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 7. Spieltag:

(SG) 1.FC Gefrees/TSV Streitau – 1.FC Waldstein II 5:0 (2:0)

(am Sonntag, 25.08.2019, in Streitau)

 

1 F.Tögel, 2 M.Kefes, 3 J.Schneider, 4 M.Sinnig, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 J.Schlegel, 8 M.Sachs, 9 A.Müller, 11 P.Seidel, 13 P.Bergmann;
10 M.Kruppa (ab 46. für 11), 12 F.Reichel (ab 46. für 4), 14 N.Oberländer

Schiedsrichter: Herbert Kubitza (ASV Wunsiedel)

Zuschauer: 60

Tore: 9. Min. Becher 1:0, 24. Min. Fischer 2:0, 72. Min. Huber 3:0, 82. Min. Becher 4:0, 84. Min. Huber 5:0

 

Die zweite Waldsteiner Mannschaft musste am Sonntag eine bittere 5:0-Niederlage in Streitau hinnehmen. Die SG Gefrees/Streitau konnte insbesondere durch ihre sehr gefährlichen Standardsituationen einen nie gefährdeten Sieg einfahren.

Bereits in der 9. Minute erzielte T.Becher nach einem Eckball das 1:0 für die Hausherren. Mit dem 2:0 in der 24. Spielminute wurde es für Granit II nun nochmals schwerer, die eigenen Reihen auf die Siegerstraße zu bringen. Die Routiniers der Spielgemeinschaft ließen den Gästen sehr wenig Spielraum, um gefährlich vor das Tor der Gastgeber zu kommen, und zogen ihrerseits ein druckvolles und aggressives Spiel auf.

Nach weiteren Standards und gefährlichen Situationen, bei denen etwas das Zielwasser fehlte oder TW Tögel mit guten Paraden zunächst weitere Gegentreffer verhinderte, war es Huber, der einen Eckball zum 3:0 einköpfen konnte. Durch einen Doppelschlag in der Schlussphase gelang es der kopfballstarken Heimmannschaft, den Spielstand auf 5:0 zu erhöhen.

Das SG-Team glänzte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Spielmacher Wolfgang Fischer noch herausragte. Er setzte seine Mitspieler hervorragend in Szene und trug sich selbst auch in die Torschützenliste ein. Neben Torsten Becher avancierte auch Tobias Huber zum zweifachen Torschützen.

 

 

Kreisliga Nord, 7. Spieltag:

(SG) TSV Enchenreuth / TSV Presseck – 1.FC Waldstein I 1:3 (0:1)

(am Sonntag, 25.08.2019, in Enchenreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß;
3 S.Pahlen (ab 81. für 10), 6 M.Heinritz (ab 63. für 7), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Ali Ekber Duman (TSV Weißenbrunn); Assistenten: Ben Trinkwalter und Rene Schirmer

Zuschauer: 100

Tore: 15. Min. Schaller 0:1, 51. Min. Ullmann 0:2, 79. Min. Burger (HE) 1:2, 90. Min. J.Seiler 1:3

Gelb-rote Karte: M. Engelhardt (SG, 89., wdh. Foulspiel)

 

Am Sonntag konnte unsere Erste Mannschaft, die inzwischen sieben Ausfälle verkraften musste, drei sehr wichtige Punkte im "Aufstiegsrennen" einfahren. In Enchenreuth musste sich der Gastgeber mit 1:3 geschlagen geben.

Von Beginn an machten die Schützlinge von Thomas Klier viel Druck auf die Defensive der Hausherren und zeigten, wie Fußball geht: ständig in Bewegung, Passsicherheit und ein klares taktisches Konzept. Da war es relativ unerheblich, dass der Führungstreffer durch Sebastian Schaller einem gravierenden individuellen Fehler in der SG-Abwehr entsprang. Im weiteren Verlauf konnte die spielerische Überlegenheit der Waldsteiner leider nicht in weitere Tore umgemünzt werden und somit lautete der Pausenstand 0:1. Zumeist fehlte, wie so oft, das tödliche Zuspiel, um zum Torerfolg zu kommen.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Granitler prompt auf 0:2 durch Tobias Ullmann. Vorbereiter in seinem ersten Spiel für Waldstein war hierbei Patrick Rüger. Die Gastgeber gaben sich dennoch nie auf und versuchten weiterhin meist mit weiten Bällen vor das Tor von Michael Seiler zu kommen. In der 78. Minute gab der Schiedsrichter plötzlich einen sehr fragwürdigen Handelfmeter, den der Spielertrainer der Enchenreuther, Michael Burger, souverän verwandelte.

Doch der Anschlusstreffer sollte nur kurze Zeit für Spannung sorgen, denn die Heimmannschaft schien nicht mehr genügend Kräfte für eine Schlussoffensive zu haben. Die Granitler spielten das Spiel abgeklärt zu Ende und konnten in der 90. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von Jacob Seiler, bei dessen Entstehung Maximilian Engelhardt mit gelb-rot den Platz verlassen musste, den Endstand markieren.

Insgesamt geht der Sieg der Granitler vollkommen in Ordnung. Den Gästen konnte man nur vorwerfen, dass diese den Sack nicht früher zumachten. Zum einen parierte SG-Keeper Schuster mehrfach hervorragend, zum anderen spielte der FCW den letzten Pass oft zu schlampig. Bei besserer Chancenverwertung hätte die Partie auch bereits nach 60 Minuten oder früher entschieden sein können, dennoch waren die Gastgeber den Waldsteinern kämpferisch ebenbürtig.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 8. Spieltag:

1.FC Waldstein II – FC Frankenwald II 0:1 (0:0)

(am Sonntag, 01.09.2019, in Sparneck)

 

1 F.Seuß, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 5 M.Heinritz, 6 M.Feist, 7 J.Schlegel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 10 S.Pahlen, 11 P.Seidel, 12 M.Kefes;
4 M.Sinnig (ab 66. für 12), 13 P.Bergmann (ab 80. für 6), 14 A.Müller (ab 59. für 11), 15 M.Kruppa

Schiedsrichter: Jürgen Rötihg (1.FC Schönwald) leitete ordentlich. Ein paar seltsame Entscheidungen auf beiden Seiten waren dabei, aber nichts Spielentscheidendes.

Zuschauer: 50

Tor: 77. Min. B.Weiß 0:1

 

Das Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf war nichts für Feinschmecker. Im Spiel „Not gegen Elend“ entführten die Gäste die drei Punkte am Ende nicht unverdient, auch wenn das Match eigentlich keinen Sieger verdient hatte.

Im Vorfeld der beiden Partien zeigte sich Frankenwald leider recht unkooperativ, was das Mitteilen der eingesetzten Trikots (Farben) betrifft, was wieder einmal für Probleme bzw. vermehrten Aufwand bei der Spielvorbereitung sorgte.

Die Anfangsphase war im Großen und Ganzen ausgeglichen, auch wenn die Platzherren den Gegner etwas mehr unter Druck setzten, aber mehr als zwei ungefährliche Abschlüsse von Pahlen sprangen nicht dabei heraus.

Nach ordentlichem Beginn überließ die Heimelf den Gästen mehr und mehr das Feld und ließ sich noch vor der Trinkpause bereits etwas hinten rein drängen. Bei einem abgefälschten Freistoß und bei einem Kopfball von Ivic musste Waldsteins Aushilfskeeper Seuß eingreifen, aber zwingend waren auch die Chancen der Gäste zunächst nicht. Weiß hatte dann die bis dahin beste Gelegenheit nach 38 Minuten, schloss aber zu eigensinnig ab und verfehlte das Tor knapp.

Als Ivic wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde, hatte der FCW wohl Glück, denn der Angreifer wäre alleine durch gewesen und ob er wirklich im Abseits stand, könnte wohl nur der VAR beweisen. Seuß parierte noch einen Versuch von Civak, bevor es torlos in die Halbzeitpause ging.

Auch nach Wiederanpfiff blieb es eine schwache Partie, in der eher die Gäste aus dem Frankenwald Gefahr entwickelten, doch F.Seuß vereitelte die guten Gelegenheiten von Fießmann und Rafo glänzend. Waldsteins ersten Torschuss nach der Pause lieferte Feist mit einem direkt getretenen Freistoß in Minute 69, den TW Schmökel aber im Nachfassen fing.

Als der schnelle Weiß über links zum Solo ansetzte und von den Gastgebern nicht angegriffen wurde, war das goldene Tor fällig. Er lief fast unbedrängt mit etwas Begleitschutz Richtung Tor und versenkte die Kugel in den Maschen. Dabei hatte es in den Minuten zuvor ausgesehen, als würden die Gäste vom „Effzeh“ kräftemäßig abbauen.

Waldstein warf zwar nun etwas mehr in die offensive Waagschale, vernachlässigte dabei aber zunehmend die Abwehrarbeit, so dass Frankenwald sogar noch erhöhen hätte können. Nach guter Vorarbeit von Rafo vergab Ivic eine Riesengelegenheit und schoss das Leder um Haaresbreite am Ziel vorbei; wenig später kam der eingewechselte Goller in zentraler Position ungestört zum Abschluss, semmelte aber das Spielgerät in die Wolken.

In der Schlussphase hatte Sachs Glück, dass ihm der Unparteiische für sein hartes Einsteigen gegen Weiß nur den gelben Karton zeigte. Auch rot wäre vertretbar gewesen. Zwar beendete der Referee die Partie einige Sekunden zu früh, aber man hatte nicht das Gefühl, dass die Waldsteiner an diesem Tage jemals ein Tor erzielt hätten.

Aufgrund der Chancenverteilung geht der Auswärtserfolg für Frankenwald II in Ordnung, auch wenn die Gäste spielerisch nicht besser waren als die Gastgeber. Bei den Waldsteinern, zumindest bei einigen, mangelt es wohl an der Einstellung und zwar nicht nur am Spieltag selbst. Um im Abstiegskampf etwas zu reißen, ist eine Steigerung unumgänglich.

 

 

Kreisliga Nord, 8. Spieltag:

1.FC Waldstein I – FC Frankenwald I 0:0

(am Sonntag, 01.09.2019, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 6 J.Schüder, 7 S.Schaller, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst;
3 H.Bergmann, 5 S.Seidel (ab 82. für 6), 13 F.Bergmann (ab 75. für 7), 17 D.Kraus

Schiedsrichter: Andre Schönefeld (TSV Ebensfeld, Assistenten: Franz-Josef Leicht und Robin Bulisch) – das Gespann leitete hervorragend. Der Unparteiische war stets präsent und souverän.

Zuschauer: 150

Tore: Fehlanzeige

 

...erneut bleibt der FCW zu Hause ohne dreifachen Punktgewinn. Vier Unentschieden in den ersten vier Heimspielen sind auch etwas Besonderes, aber mal ein Sieg auf heimischen Gefilden wäre nicht zu verachten.

Beinahe wäre Waldstein früh in Rückstand geraten, doch S.Wirth traf per Kopf nach einer Freistoßflanke nur den Pfosten – 97 Sekunden waren da erst gespielt. In der sehr hektischen Anfangsphase mit vielen Zweikämpfen und Fouls zeichnete sich schon ab, dass es ein intensives Match werden sollte. Frankenwald ging von Beginn an gewohnt hart in die Duelle, Waldsteins Gegenwehr in dieser Disziplin war dagegen oft etwas zu zaghaft.

Dafür übernahmen die Platzherren nach und nach die Kontrolle über das Spiel, ohne jedoch viel Gefahr zu entwickeln. Die vielbeinige Abwehr des „Effzeh“ konnten die Waldsteiner kaum durchdringen. Die Gäste dagegen kamen nach knapp einer halben Stunde zur zweiten guten Gelegenheit: Titus hatte dabei M.Seiler schon umkurvt, zögerte aber dann einen Moment zu lange und als sowohl der Waldsteiner Schlussmann und ein Verteidiger vor ihm standen, visierte er erneut das Aluminium an.

Ansonsten neutralisierten sich die beiden Teams größtenteils im Mittelfeld. Und so ging es auch in diesem Match ohne Tore in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Waldstein mehr vom Spiel, ohne sich wirklich zwingende Gelegenheiten zu erspielen. Ullmann kam in Minute 52 nach guter Vorarbeit von Rüger zu einer Chance, doch TW Friedrich tauchte ab und parierte den Schlenzer.

N.Hagen kam nach knapp einer Stunde nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum Abschluss, aber TW Seiler hielt sicher. Auch bei einem Kopfball des Einwechselspielers fünf Minuten später war Seiler auf der Hut. Im Gegenzug hatte Schaller eine sehr gute Möglichkeit, doch der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Waldstein bester Spielzug folgte in der 67. Minute, als Rüger, Schaller und Stumpf schön kombinierten und Ullmann den Gästekeeper prüfte, der bei der Abwehr Probleme hatte, aber da kein FCWler spekulierte oder lauerte, blieb die Unsicherheit ohne Folgen.

Die Granitler hatten weiterhin ein leichtes optisches Übergewicht und Trainer Klier brachte mit F.Bergmann und wenig später S.Seidel noch einmal frisches Personal. Doch die nennenswerten Szenen fanden wieder im Waldsteiner Strafraum statt. Zunächst war Titus plötzlich durchgebrochen, nachdem sich Weiß bei einem Aufsetzer verschätzt hatte, doch der Frankenwald-Angreifer fand in TW M.Seiler seinen Meister, der stark und sicher im Eins-gegen-eins parierte.

Fünf Minuten vor dem Ende brachte Brandhorst Ph.Körbe im Strafraum zu Fall. Es gab kaum Proteste gegen den Pfiff. S.Wirth trat an und schoss das Spielgerät etwa einen Meter über das Tor. Als auch der Elfmeter nicht zum Erfolg führte, war klar, dass an diesem Tage kein Treffer mehr fallen würde. Ein typisches 0:0, das am Ende leistungsgerecht war, aber keiner Mannschaft so recht weiterhilft. Dennoch werden sich im Nachhinein die Gäste mehr ärgern, da sie die besseren Chancen hatten.

Auf Waldsteiner Seite entsprang aus dem geplanten Sechs-Punkte-Sonntag somit nur ein einziger Zähler.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 9. Spieltag:

ATSV Münchberg-Schlegel – 1.FC Waldstein II 7:3 (3:1)

(am Sonntag, 08.09.2019, in Münchberg)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Sinnig, 7 J.Schlegel, 8 A.Müller, 9 C.Sturm, 10 F.Reichel, 11 P.Seidel;
12 M.Kruppa (ab 27. für 10), 13 P.Bergmann (ab 46. für 8), 14 N.Oberländer (ab 87. für 7)

Schiedsrichter: Kenan Gülmen (TSV Thiersheim) leitete teilweise etwas kleinlich, aber zog seine Linie durch und hatte stets alles im Griff

Zuschauer: 70

Tore: 7. Min. Sinnig 0:1, 27. Min. Sellak 1:1, 31. Min. Peetz 2:1, 45.+1 Min. Sellak 3:1, 51. Min. Sellak 4:1, 58. Min. A.Frisch 5:1, 64. Min. Sinnig 5:2, 79. Min. A.Frisch 6:2, 89. Min. Bauer 7:2, 90. Min. Schneider 7:3

Gelb-rote Karte: Weniger (88., ATSV, Meckern)

 

Am Eisteich hingen die Trauben für Waldstein II sehr hoch und nach 90 Minuten fiel die Ernte auch überschaubar aus. Immerhin standen nach dem Derby drei eigene Treffer auf der Habenseite – drei mehr als beim letzten Aufeinandertreffen, aber da man insgesamt wieder sieben Tore kassierte, mussten die Gäste die Heimreise mit null Punkten antreten.

Mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der zunächst eher harmlos wirkte, dann aber an den Pfosten sprang, hatte Winters bereits nach 90 Sekunden die erste Gelegenheit für die Heimelf. Doch das erste Tor erzielte die Mannschaft von Oliver Koller: nach einem Einwurf legte Popp den Ball von der Grundlinie zurück. Sinnig legte sich das Spielgerät noch zurecht und versenkte es dann mit einem schönen Schlenzer aus etwa 13 Metern im langen Eck.

Der ATSV reagierte mit wütenden Angriffen: Hübner traf das Außennetz, Sellak und Winters zwangen TW Tögel zu einer Doppelparade. Erneut wurde dann Winters in Position gebracht, doch nach Baiers Pass zielte dieser etwas zu hoch. Wieder stand anschließend Tögel im Mittelpunkt, als er zunächst einen scharfen Schuss von A.Frisch zur Ecke lenkte und kurz darauf erneut eine Gelegenheit von Winters vereitelte.

Der Ausgleich für den ATSV lag in der Luft und in der 27. Minute war es dann auch so weit: Nachdem Sturm einen Freistoß aus dem Mittelkreis durch die Mitte genau zu TW Zanirato spielte, drosch der Münchberger Schlussmann den Ball in die Spitze. Sellak konnte sich gegen Kefes durchsetzen und schoss wuchtig zum 1:1 ein.

Vier Minuten später hatte Münchberg-Schlegel die Partie gedreht. Nach einer abgewehrten Ecke landete der Ball bei Peetz, der aus 30 Metern einfach mal abzog. Der Strahl schlug neben dem Pfosten ein, TW Tögel blieb ohne Abwehrchance.

Die Gastgeber nahmen ein wenig Tempo raus und kamen in der Folge nicht mehr so häufig in die Gefahrenzone, blieben aber das überlegene Team. Sellak, der in Minute 45 bei einer Hundertprozentigen noch verzog, machte es in der Nachspielzeit besser und stellte auf 3:1. Nach einer guten Einzelleistung schlug der Stürmer im Strafraum einen Haken und lupfte die Kugel zwischen Torwart und Abwehrspieler hindurch ins kurze Eck.

Im Großen und Ganzen zeigte sich Waldstein II gegenüber der Vorwoche verbessert, was das Zusammenspiel und die Kommunikation sowie das allgemeine Auftreten betraf, doch in der Defensive war man oft einen Schritt zu langsam und so lag man gegen einen starken Gegner zur Pause 1:3 zurück.

Für das erste Highlight nach dem Wechsel sorgten die Gäste vom Waldstein mit einem sehenswerten Spielzug über Sinnig, Schneider und Schlegel, doch Sturm hatte zu viel Zeit zum Überlegen und setzte den Schlenzer zu hoch an. In der Folgezeit jedoch drückte wieder der ATSV und machte bis zur 58. Minute den Deckel drauf. Sellak, der sich um Kefes herumdrehte und zunächst an Tögel scheiterte, hatte keine Mühe den Nachschuss zu versenken und A.Frisch veredelte eine tolle Kombination über Sellak und Baier mit einem Tänzchen gegen Tögel und einem Heber in die Maschen.

Bei den Münchbergern schlich sich aufgrund der beruhigenden Führung etwas der Schlendrian ein und Abwehrchef Hübner schlug gut fünf Minuten nach dem 5:1 ungewohnterweise über den Ball. Sinnig profitierte davon, nahm die Kugel auf und schoss sie aus über 20 Metern platziert und sehenswert in den Winkel zum 5:2.

Die Konsequenz war bei den Platzherren etwas verloren gegangen, dennoch boten sich der Heimelf weitere gute Gelegenheiten. Doch TW Tögel und schlampiges Passspiel in der Gefahrenzone verhinderten Tore u.a. durch A.Frisch, Bauer und Hübner. Erst elf Minuten vor dem Ende machte A.Frisch das halbe Dutzend voll. Nach langem Ball von Peetz landete sein strammer Schuss von halbrechts im langen Eck.

Waldstein blieb bis zum Schluss bemüht, doch fehlte es in der Offensive meist an den Mitteln und Ideen, während der ATSV immer wieder gefährliche Akzente setzen konnte.

M.Weniger hatte nur wenige Sekunden nach seiner Einwechselung eine Verwarnung für Ballwegschlagen erhalten und konnte gut zehn Minuten später den Platz wieder verlassen. Ein Foul mit anschließender Beschwerde über den Pfiff brachte ihm die Ampelkarte ein.

In der Schlussphase waren beide Teams noch je einmal erfolgreich: Bauer stellte zunächst mit einem Flachschuss von der Strafraumkante auf 7:2, ehe Schneider den Endstand herstellte. Nach einer Hereingabe von Bergmann verpassten Reichel und Sinnig im Zentrum, doch der Ball rollte weiter zu Schneider, der diesen ins lange Eck beförderte.

 

 

Kreisliga Nord, 9. Spieltag:

VfB Wölbattendorf – 1.FC Waldstein 1:4 (0:3)

(am Sonntag, 08.09.2019, in Hof/Wölbattendorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst;
3 H.Bergmann, 5 S.Seidel (ab 68. für 12), 6 M.Heinritz (ab 77. für 15), 13 F.Bergmann (ab 68. für 2)

Schiedsrichter: Sebastian Küffner (1.FC Nagel), Assistenten: Christian Kuhbandner und Daniel Feindt

Zuschauer: 75

Tore: 21. Min. Brandhorst 0:1, 29. Min. P.Seiler 0:2, 40. Min. J.Seiler 0:3, 57. Min. Thiel 1:3, 68. Min. Ullmann 1:4

 

Mit dem 1.FC Waldstein präsentierte sich eine spielfreudige, starke Mannschaft, so sah es auch der Neuling aus Wölbattendorf. Vom Anstoß weg waren die Granitler die Spiel bestimmende Mannschaft und kamen zu vielen Einschussmöglichkeiten.

Nach guter Kombination von Rüger, P.Seiler und Ullmann scheiterte letztgenannter aus 5 Metern an TW Zettlmeißl und vergab den ersten Hochkaräter. Wieder war Zettlmeißl zur Stelle, als Stumpf wenig später nach gutem Zuspiel von Rüger abzog. Erneut bereitete Rüger kurz darauf vor und diesmal scheiterte Schaller am VfB-Schlussmann.

Die Waldsteiner Überlegenheit spiegelte sich dann nach 21 Minuten auch endlich im Spielstand wider, als Brandhorst eine Freistoßflanke von Ullmann am kurzen Eck des Fünfmeterraums per Kopf in die Maschen verlängerte.

In der Folge belagerte der FCW die Hälfte der Gastgeber und kam quasi zu Chancen im Minutentakt. Schaller, der den Spielstand in der ersten Hälfte alleine in die Höhe hätte schrauben müssen, vergab dabei die beste Gelegenheit und schoss aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbei. Besser machte es da P.Seiler nach knapp einer halben Stunde, als er die Kugel aus etwa 13 Metern ins Tor schlenzte, nachdem Ullmann präzise zurückgelegt hatte.

Kurz darauf zappelte das Leder erneut im Netz, aber Vogels Treffer wurde zu Recht wegen einer Abseitsstellung nicht gewertet. Weiterhin war die Gästeelf in allen Belangen überlegen, versäumte es aber eine höhere Führung herauszuschießen. Der Abschluss war des Öfteren zu schwach und so wurde das Tor verfehlt oder auch der Keeper angeschossen.

Dennoch fiel vor dem Pausentee noch ein dritter regulärer Treffer, als der starke Rüger einen Gegenspieler stehen ließ und scharf in die Mitte gab, wo J.Seiler mit der Hacke zum 0:3 verwandelte. Wölbattendorf war im ersten Abschnitt völlig überfordert und konnte sich glücklich schätzen, dass Waldstein nach 45 Minuten mit nur drei Toren Vorsprung führte.

Zwar fiel kurz nach Wiederanpfiff das nächste Tor für den Gast, doch diesmal hielt sich Brandhorst im strafbaren Abseits auf und wiederum wurde dem Treffer die Anerkennung verweigert. Ansonsten ließen die Waldsteiner ihre Spielfreude zunächst in der Kabine. Der VfB agierte nun etwas engagierter und kam nach 57 Minuten zum 1:3. Nachdem Thiel, der von Winkler geschickt wurde, den Anschlusstreffer erzielt hatte, keimte sogar noch einmal Hoffnung auf. Doch nur gut zehn Minuten später machte Ullmann alles klar. Nach einem Eckball setzte er sich gut durch und schloss aus zentraler Position elf Meter vor dem Kasten erfolgreich ab.

Minuten zuvor hatte derselbe Spieler bereits den Pfosten anvisiert. Waldstein hatte nach schläfrigem Wiederbeginn und dem Gegentreffer noch einmal eine Schippe drauf gelegt, doch mit vorentscheidenden 1:4 war die Luft raus. Das Match plätscherte dem Ende entgegen und außer einem weiteren nicht gegebenen Treffer für den FCW – diesmal stand wohl Rüger knapp im Abseits – passierte nicht mehr viel.

Die Klier-Truppe siegte am Pirker Weg hoch verdient und um ein paar Tore zu niedrig, aber so oder so gibt es für Auswärtserfolg nicht mehr als drei Punkte.

 

 

Freundschaftsspiel zum Kerwa-Auftakt:

1.FC Waldstein III/AH – FC Eintracht Münchberg 2:2 (0:1)

(am Freitag, 13.09.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Seuß, 2 F.Meister, 3 A.Becher, 4 S.Sturm, 5 A.Meister, 6 P.Schneider, 7 N.Oberländer, 9 A.Müller, 11 T.Irrgang, 12 T.Seiler, 14 U.Zeh;
10 M.Kruppa (ab 46. für 9), 15 R.Pflug (ab 46. für 12)

Schiedsrichter: Hubert Popp

Zuschauer: 25

Tore: 16. Min. 0:1, 58. Min. Schiele 0:2, 68. Min. Irrgang 1:2, 80. Min. A.Meister

 

Am Freitagabend sorgten unsere „Alten Herren“ zusammen mit ein paar wenigen jüngeren Spielern, die dem Kader der ehemaligen Dritten Mannschaft angehören, für den Start ins Kerwa-Wochenende! Nach gutem Kampf sprang am Ende ein verdientes Unentschieden gegen den Nachbarn aus Münchberg heraus.

Die Gäste begannen forsch und kamen früh zu ersten Möglichkeiten. So traf Grimm nach einer Viertelstunde aus der zweiten Reihe nur den Außenpfosten, ehe ein Stochertor kurz darauf die Führung für Münchberg bedeutete.

Becher setzte einige Minuten später aus 25 Metern zum Schuss an, doch der Ball senkte sich nur auf die Querlatte. Im Gegenzug parierte TW Seuß gut per Fußabwehr. Waldstein konnte die Partie nun ausgeglichener gestalten und kam durch Müller zum nächsten Lattentreffer.

Je länger das Match dauerte, desto besser kam Waldstein in die Partie, doch mit 0:1 wurden nach gut 40 Minuten die Seiten gewechselt. Wieder traf die Eintracht kurz nach Wiederanpfiff Aluminium, doch der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld.

Münchberg kam zu einigen weiteren Gelegenheiten, aber die beste Chance hatte Irrgang für den FCW. Er fing einen Abschlag ab, trieb den Ball in den Strafraum, verzog dann aber knapp. Das Tor machte dann wieder der Gast, als Schiele im Anschluss an einen Freistoß die Kugel aus kurzer Distanz ins Netz bugsieren konnte.

Doch die Waldsteiner gaben nicht auf und hätten nach Foul an Becher wenig später einen Elfmeter bekommen müssen, doch SR H.Popp verlegte den Tatort nach Außerhalb. Den Nachschuss parierte ein Münchberger Feldspieler mit den Armen, was wieder Strafstoß hätte bedeuten müssen. Doch das Match lief weiter und der FCW musste aus dem Spiel heraus Tore erzielen, was wenig später auch gelang. Irrgang schweißte die Kugel sehenswert zum Anschlusstreffer in die Maschen.

Die Emotionen kochten etwas hoch, die Gäste waren mit der Welt und sich selbst unzufrieden. Waldstein drückte auf den Ausgleich, aber eine sehr gute Doppelchance wurde durch Pflug und Müller noch liegen gelassen. A.Meister machte es in der Schlussminute aber besser, tankte sich durch die FCE-Defensive und markierte den Treffer zum verdienten 2:2.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 10. Spieltag:

1.FC Waldstein II – TV Kleinschwarzenbach  1:0 (0:0)

(am Samstag, 14.09.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 J.Schlegel, 8 M.Sinnig, 9 C.Sturm, 10 M.Kruppa, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann;
4 M.Heinritz (ab 66. für 10), 12 A.Müller (ab 68. für 7), 14 P.Seidel, 15 L.Bergmann, 16 S.Pahlen (ab 25. für 8)

Schiedsrichter: Bernhard Kutschenreuther (SV Wackersberg-Arzbach) leitete ordentlich

Zuschauer: 50

Tor: 50. Min. Kruppa 1:0

 

Das war kein fußballerischer Leckerbissen, den die beiden Teams auf den Rasen zauberten. Am Ende siegte Waldstein II durch das goldene Kerwa-Tor des Tages von Matthias Kruppa dennoch verdient und hielt den Kontrahenten auf Distanz.

Nach guter Flanke von Feist bot sich die erste Möglichkeit für die Gastgeber, aber Popp erwischte den Ball nicht voll und so ging der Versuch vorbei. Auf der anderen Seite hatte Köhler nach einem Freistoß eine gute Chance, doch er schoss weit vorbei. Seuß‘ Schuss wurde abgefälscht und dann war es wieder Köhler, der verzog.

Nach ausgeglichenem Beginn übernahm mit zunehmender Spieldauer die Heimelf immer mehr die Kontrolle in der schwachen Partie und versäumte es jedoch, in Führung zu gehen. Feists Flachschuss wurde Beute von TW Möckel und auch bei Pahlens Heber war der Keeper zur Stelle. Nach Vorarbeit von Bergmann und Pahlen ergab sich eine Hundertprozentige, doch Feist verpasste die Kugel knapp und Schlegel ballerte anschließend ins Fangnetz.

Nach einem Freistoß von Pahlen hatte der aufgerückte Sturm die nächste Gelegenheit, aber wieder was es nichts mit dem Torerfolg. Ein Weitschuss von Kruppa ging wenig später in die zweite Etage.

Kurz vor der Pause nahmen sich die Granitler eine kleine Auszeit und plötzlich hatte Gästespieler Hohenberger zwei gute Möglichkeiten. Zunächst rettete aber Zeh aber auf der Linie und kurz darauf schob Hohenberger den Ball am Tor vorbei. Mit dem Pausenpfiff zog noch einmal Schlegel ab, aber wieder ging das Leder vorbei.

Ein Freistoß von Heß landete in den Armen von TW Tögel und im Gegenzug klingelte es endlich im Kasten des TVK. Pahlen, Bergmann und Popp kombinierten sich durch die Hälfte der Gäste. Die Kugel fand den Weg zu Schneider, der sich durch den Strafraum tankte und dabei zu Fall gebracht wurde. Er schaffte es aber noch, den Ball zu Kruppa zu spielen, der keine Mühe hatte einzunetzen.

Auch wenn das Spiel nicht schön anzuschauen war, boten sich dennoch Chancen. Pahlen verzog aber und Ezer zielte auf der Gegenseite zu hoch, ebenso Heß. Als Sturm per Abstauber das vermeintliche 2:0 markierte, ertönte ein Abseitspfiff und der Treffer zählte nicht. Pahlen hatte noch zwei Schussversuche, aber der Keeper parierte beide. Schlegels Nachschuss nach einer Parade Möckels war die beste Chance in dieser Phase, aber auch diese Gelegenheit vereitelte der Kleinschwarzenbacher Schlussmann.

In der Schlussphase entwickelte sich das Match zum Fehlpassfestival. Waldstein II ließ insgesamt zwar hinten recht wenig zu und kam vorne zu nicht wenigen Gelegenheiten, aber es fehlten über weite Strecken Bewegung und Passgenauigkeit. Doch dank der kämpferischen Leistung feierte der FCW II einen sehr wichtigen und verdienten Kerwa-Sieg im Abstiegskampf.

 

 

Kreisliga Nord, 10. Spieltag:

1.FC Waldstein – SG Regnitzlosau  1:2 (0:2)

(am Samstag, 14.09.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 14 J.Weiß;
3 H.Bergmann, 5 S.Seidel (ab 71. für 10), 15 L.Brandhorst (ab 75. für 7), 17 D.Kraus (ab 63. für 11)

Schiedsrichter: Stefan Schnapp (1.FC Altenkunstadt, Assistenten: Dieter Weid und Marco Weid) begann sehr kleinlich, ließ später viel laufen, machte sich bei den Waldsteinern aber keine Freunde

Zuschauer: 180

Tore: 14. Min. Mähner 0:1, 45. Min. Gutmann 0:2, 76. Min. Seidel 1:2

 

Auch der FC Waldstein konnte den „FC Bayern der Kreisliga“ nicht stoppen, war aber nah dran. Beide Teams boten eine gutklassige Partie, in der F.Bergmann den Gastgeber früh in Führung hätte bringen müssen. In der 7. Minute steckte J.Seiler zu Bergmann durch, aber dieser kam nicht an TW Eyiol vorbei.

Wenig später setzte Schaller aus 17 Metern zum Schuss an, aber dieser verfehlte den Winkel knapp. Im Gegenzug musste TW Seiler erstmals eingreifen und parierte einen Schuss aus der zweiten Reihe.

Bei der anschließenden Ecke waren die Waldsteiner nicht gut sortiert und Mähner fiel der Ball am langen Pfosten vor die Füße. Er hatte keine Mühe, das Spielgerät in die Maschen zu schießen.

Erneut tauchte dann F.Bergmann vor dem gegnerischen Tor auf, doch diesmal ging der Schuss aus recht spitzem Winkel am Ziel vorbei. Auf der anderen Seite hatte Simacek eine gute Gelegenheit, aber auch er zielte daneben.

In der Folge spielte sich immer mehr im Mittelfeld ab und Torraumszenen wurden Mangelware. In Minute 37 prüfte J.Seiler TW Eyiol mit einem Freistoß, der aber per Faustabwehr klären konnte.

Kurz vor der Pause traf die SGR erneut nach einem Eckball, den es aber aufgrund eines vorangegangenen Stürmerfouls nicht hätte geben dürfen: diesmal war Gutmann zur Stelle. Er stand am zweiten Pfosten blank und konnte unbedrängt einköpfen. So ging es in der zweikampfbetonten Partie mit 0:2 in die Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt verwaltete der Gast das Ergebnis nur noch und kam zu keiner Torgelegenheit mehr. Auch die Waldsteiner kamen zunächst bis in die Gefahrenzone, rissen das Spiel aber nach und nach an sich. Ullmann fand sich in aussichtsreicher Position wieder, verpasste aber einen schnellen Abschluss und kam dann ins Stolpern. Er konnte den Ball noch zurücklegen, aber Vogel verzog. Rügers guter Schuss wurde von Mähner geklärt.

Als der eingewechselte Seidel eine Viertelstunde vor Schluss den Anschlusstreffer markierte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Die SG konnte den Ball nicht klären und Seidel konnte aus zentraler Position einnetzen.

Die Granitler blieben am Drücker, aber viele Chancen konnte sich auch die Heimelf nicht mehr erarbeiten. Ein guter Schuss von Kraus aus der Drehung strich knapp über das Gehäuse. Ansonsten wurde es für das Gästetor nicht mehr gefährlich.

Die zweite Halbzeit gehörte klar der Heimelf, aber ein Treffer war zu wenig. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber so gewann mit Regnitzlosau die effektivere und glücklichere Mannschaft.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 11. Spieltag:

(SG) SV Froschbachtal II / TSV Bad Steben – 1.FC Waldstein II  3:0 (0:0)

(am Samstag, 21.09.2019, in Bobengrün)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 M.Kruppa, 6 M.Heinritz, 8 A.Müller, 9 C.Sturm, 10 S.Pahlen, 11 P.Seidel, 12 F.Reichel, 13 P.Bergmann;
5 N.Oberländer (ab 77. für 6), 7 H.Bergmann (ab 46. für 12), 14 U.Zeh

Schiedsrichter: Martin Reichardt (ZV Feilitzsch)

Zuschauer: 95

Tore: 49.Min. Ernst 1:0, 58.Min. M.Oelschlegel 2:0, 68.Min. D.Schmidt 3:0

 

Vor allem in der ersten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf unterem Kreisklassen-Niveau. Die erneut stark ersatzgeschwächten Gäste kamen im gesamten Duell zu wenigen nennenswerten Torchancen – und die Heimelf vergab mehrere Möglichkeiten vor dem Gästetor, auch dank des starken FCW-Torhüters Fabian Tögel.

Waldstein II hielt über weite Strecken der ersten Halbzeit gut dagegen. Die Platzherren fanden in der Schlussphase der ersten Hälfte etwas besser ins Spiel, nachdem die erste halbe Stunde ausgeglichen und ohne Höhepunkte dahingeplätschert war. Doch TW Tögel rettete binnen weniger Minuten zwei Mal gut und klärte kurz vor der Pause auch aus einem Tumult heraus zur Ecke. Waldsteins beste Offensivszene war ein Kopfball von Reichel nach knapp 40 Minuten. So wurden bei torlosem Spielstand die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber weiter und kamen durch die agilen Offensivkräfte Ernst und Oelschlegel zu schnellen Toren. Dazwischen hatte Schneider nach einer Chance der Frösche und einem sehenswerten Solo im Gegenzug den Ausgleich auf dem Schlappen, aber sein strammer Schuss strich knapp übers Gebälk. So sorgte der Zwei-Tore-Rückstand wieder einmal für hängende Köpfe.

Für das Highlight des Spiels sorgte der Oldie Daniel Schmidt, der nach traumhafter Flanke von S.Götz sehenswert per Seitfallzieher zur endgültigen Entscheidung traf.

Der Waldsteiner Keeper Tögel verhinderte in der Folge mit guten Aktionen weitere Gegentreffer und bewahrte seine Elf vor einer höheren Niederlage. Für seine Vorderleute war ein Zurückkommen kaum mehr möglich, denn es fehlte an Kraft, Kondition und Konzentration. Außerdem wird ein echter Knipser schmerzlich vermisst, der einfach mal eine Kiste macht.

Die Frösche verdienten sich den Sieg aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt redlich.

 

 

Kreisliga Nord, 11. Spieltag:

FC Wüstenselbitz – 1.FC Waldstein I  2:4 (2:1)

(am Sonntag, 22.09.2019, in Wüstenselbitz)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
5 S.Seidel (ab 62. für 11), 6 M.Heinritz (ab 90. für 9), 10 T.Ullmann (ab 62. für 7), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Reiner Rauh (Zedtwitz), Assistenten: Max Maier und Lucas Müller

Zuschauer: 120

Tore: 25.Min C.Horn 1:0, 26.Min. Lindner 2:0, 41.Min. P.Seiler 2:1, 51.Min. Kraus (FE) 2:2, 72.Min. Kraus 2:3, 78.Min. J.Seiler 2:4

 

Trotz eines Zwei-Tore-Vorsprungs musste der FC Wüstenselbitz die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Die Granitler drehten die Partie und entführten alle drei Punkte aus dem Kriegswald. Wieder einmal lief es für Waldstein auswärts besser als zu Hause.

Zunächst tasteten sich die beiden Mannschaften ab und kamen durch T.Seuss und Stumpf zur jeweils ersten Gelegenheit. Die Heimelf setzte dabei auf lange Bälle und suchte immer wieder Angreifer C.Horn.

Nachdem Schaller eine Doppelchance vergeben hatte, glänzte die etwas bissigere Heimelf mit Effektivität. C.Horn und Lindner brachten ihre Farben Mitte der ersten Hälfte mit einem Doppelschlag in Front, während die Gästeabwehr in dieser Phase unsortiert war und vogelwild agierte. Wäre wenig später Horns Schuss auch noch im Netz gelandet, hätte das 3:0 vielleicht sogar schon eine Vorentscheidung bedeuten können. Doch der Pfosten rettete für den geschlagenen TW M.Seiler.

Auf der Gegenseite fiel Peter Seiler das Leder glücklich vor die Füße... und Waldstein war noch vor dem Seitenwechsel wieder zurück in der Partie. Der Anschlusstreffer vor dem Halbzeitpfiff war enorm wichtig. Die Waldsteiner schworen sich in der Pause noch einmal ein und setzten alles daran, das Match zu ihren Gunsten zu entscheiden. Ein berechtigter Strafstoß nach gutem Einsatz von Kraus spielte dem FCW dabei natürlich in die Karten. Der gefoulte Kraus trat selbst an und verwandelte aus elf Metern souverän. Damit kippte die Partie endgültig.

Während die Gelb-Schwarzen weiter mit dem Schicksal haderten, als Siemon erneut am Aluminium - diesmal war es die Latte - scheiterte, erzielte Kraus im Gegenzug per Flachschuss das 2:3 für "Granit".

Jacob Seiler bewies anschließend seine ganze Cleverness und überrumpelte die unaufmerksamen Wüstenselbitzer mit dem 2:4 nach einem schnell ausgeführten Freistoß. Die Entscheidung war somit gefallen und die spielerisch überlegene Klier-Truppe brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. Dabei hätte man durchaus noch den ein oder anderen Treffer markieren können.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 12. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) SpVgg Selbitz II / TSV Lippertsgrün  3:5 (2:1)

(am Freitag, 27.09.2019, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 M.Kruppa, 4 S.Sturm, 5 A.Meister, 6 M.Sinnig, 8 A.Müller, 9 C.Sturm, 10 L.Bergmann, 11 P.Seidel, 13 P.Bergmann, 14 M.Heinritz;
3 M.Kefes, 7 J.Schlegel (ab 46. für 10), 12 F.Reichel, 15 H.Bergmann (ab 85. für 4)

Schiedsrichter: Dieter Sagolla (SV Leutendorf) urteilte wie so oft mit zweierlei Maß, gerade was die Verwarnungen (4 für Waldstein, 0 für die SG, obwohl die Fouls ähnliche Härte hatten) anging, kann aber sicherlich nicht für die Niederlage verantwortlich gemacht werden.

Zuschauer: 30

Tore: 8. Min. S.Sturm 1:0, 23. Min. Vuckov 1:1, 36. Min. Kruppa 2:1 (Foulelfmeter), 46. Min. Al-Luhaibi 2:2, 56. Min. Ibrahim Kotob 2:3, 67. Min. Fiebiger 2:4, 73. Min. C.Sturm 3:4, 77. Min. Fiebiger 3:5

 

Die Waldsteiner Zweite bot nur im ersten Abschnitt eine konzentrierte und disziplinierte Leistung gegen die Spielgemeinschaft aus Selbitz und Lippertsgrün. In Halbzeit Zwei war die Gästemannschaft Spiel bestimmend und verdiente sich den Erfolg. Wie in der Vorwoche baute die ersatzgeschwächte Koller-Elf nach dem Seitenwechsel ab und musste die nächste bittere Niederlage einstecken.

Das erste Ausrufezeichen setzte Pascal Vuckov mit einem guten Schuss aus der zweiten Reihe, der nach 80 gespielten Sekunden um gut einen Meter den Winkel verfehlte. Kurz darauf war TW Tögel erstmals gefordert und parierte gegen Fiebiger. In der Folge stand Waldstein in der Defensive besser und konnte mehrfach rechtzeitig eingreifen.

Auf der Gegenseite wurde es nur selten richtig gefährlich, aber die erste Chance für die Heimelf brachte gleich den Führungstreffer. Nach Müllers Flanke machte TW Kiylioglu nicht die beste Figur und S.Sturm traf aus der Drehung und aus dem Gewühl heraus zum 1:0.

Die Heimelf hielt gegen optisch leicht überlegene Gäste kampfstark dagegen, allerdings war gegen Wirbelwind Vuckov kaum ein Kraut gewachsen. Der Erste-Mannschaft-Spieler tauchte Mitte der ersten Hälfte plötzlich frei vor TW Tögel auf und schob die Kugel überlegt zum Ausgleich in die Maschen.

Als L.Bergmann an der Strafraumkante gefoult wurde, zeigte SR Sagolla auf den Punkt. Die Gäste protestierten und hätten gerne nur einen Freistoß gesehen, aber die Entscheidung stand. Aushilfskapitän Kruppa trat an und verwandelte aus elf Metern sicher zur erneuten Führung.

Umlauf setzte fünf Minuten vor der Halbzeit zum Solo an und ließ die FCW-Defensive wie Schulbuben aussehen, aber bei TW Tögel war Endstation. Fiebiger verzog noch einmal aus aussichtsreicher Position, ehe der Unparteiische zum Pausentee lud. Dank der guten Leistung war der Spielstand zum Seitenwechsel nicht unverdient. Allen voran putzte Heinritz so ziemlich alles weg und war bester Spieler der Heimelf. Die Offensive krankte jedoch schon in Halbzeit Eins etwas, da es außer den beiden Toren nur wenig Nennenswertes gab. Vor allem die beiden Flügel lahmten.

Sofort nach Wiederanpfiff kam Selbitz/Lippertsgrün zum erneuten Ausgleich, als die Gastgeber gedanklich noch in der Kabine waren. 37 Sekunden waren gespielt, als Al-Luhaibi das 2:2 markierte. Die Waldsteiner reagierten geschockt, während die SG durch den Treffer die nötige Sicherheit erlangte.

Spätestens als der kleinste Mann auf dem Feld eine Ecke am kurzen Pfosten beinahe unbedrängt zum 2:3 einköpfte, übernahm die SG vollends das Kommando und bestimmte in der Folge das Match. Das 2:4 durch Fiebiger, der einen strammen Flachschuss versenkte, war nur die logische Konsequenz.

Als Tögel gegen Fiebiger und Vuckov mit einer starken Doppelparade den nächsten Gegentreffer verhinderte, schalteten die Gastgeber wie aus dem Nichts wieder einen Gang hoch. Kruppa verzeichnete in Minute 71 den ersten Abschluss der Heimelf in der zweiten Halbzeit. Nur eine Minute später zwang Seidel TW Kiylioglu mit einem Fernschuss zu einer Parade und wieder eine Zeigerumdrehung später schöpften die Granitler noch einmal Hoffnung. Aus einer undurchsichtigen Situation heraus trudelte die Murmel ins Eck, C.Sturm war wohl zuletzt am Ball.

Doch wer mit einer Aufholjagd rechnete, wurde jäh enttäuscht. Denn nur vier Minuten nach dem 3:4 stellte Fiebiger den alten Abstand wieder. Ein krasser Abwehrfehler begünstigte die Vorentscheidung und der Selbitzer bedankte sich artig mit seinem zweiten Treffer.

Zwar gab sich der FCW nicht auf und war weiterhin um Ergebniskosmetik bemüht, doch die besseren Chancen hatte weiterhin der Gast. Einige Abseitsentscheidungen und mehrere Paraden des Waldsteiner Schlussmannes verhinderten eine höhere Niederlage.

Die SG Selbitz II / Lippertsgrün behielt im Sechs-Punkte-Spiel am Ende verdient die Oberhand und zog in der Tabelle davon.

 

 

Kreisliga Nord, 12. Spieltag:

1.FC Waldstein I - FSV Viktoria Hof  0:2 (0:1)

(am Sonntag, 29.09.2019, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
5 S.Seidel (ab 63. für 7), 6 M.Heinritz, 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Robert Stich (SG Fuchsmühl; Assistenten: Simon Bächer und Maximilian Roth) leitete souverän und erstickte Nickligkeiten im Keim

Zuschauer: 70

Tore: 8. Min Golabeck 0:1, 85. Min. Güven 0:2

 

Ein Nachmittag zum Vergessen für den FC Waldstein. Zwar begann man forsch, ein vielversprechender Pass von J. Seiler auf Rüger wurde - zumindest zweifelhaft - Abseits gegeben. Doch schon in der 8. Minute die kalte Dusche: ein Fehlpass von Brandhorst im Spielaufbau ermöglichte den Gästen einen Konter über mehrere Stationen, den Golabeck zentral zum 0:1 abschloss.

Anschließend waren die Hausherren zwar klar feldüberlegen und erarbeiteten sich Abschlüsse im Minutentakt, aber richtige Gefahr für das Tor von Svoboda wollte nicht aufkommen. Entweder zielten die Hausherren zu schlecht oder die Bälle wurden eine sichere Beute des Torwarts. Die Gäste konnten nur gelegentlich mit vereinzelten Gegenangriffen für etwas Entlastung sorgen.

Nach der Pause gleich eine gute Chance für Waldstein, über links kam der Ball nach einer schönen Kombination zu Vogel, doch dieser brachte den Ball aus wenigen Metern nicht an Svoboda vorbei. Zwei Minuten später dasselbe Bild auf der anderen Strafraumseite, doch auch Stumpf fand im Torhüter seinen Meister.

Auch im Weiteren kombinierte sich der FCW zwar schön durch das Mittelfeld, war aber am Strafraum mit seinem Latein am Ende. Die wenigen Konter der Gäste resultierten meist aus Unkonzentriertheiten der Hausherren. In der 85. Minute brachte jedoch ein solcher die endgültige Entscheidung durch Güven zum 0:2. Auch ein Freistoß von Kraus (90.+2) brachte keine Ergebniskorrektur mehr und ging knapp über den Kasten.

Die Hausherren hätten wohl noch Stunden spielen können ohne ein Tor zu erzielen. So gewann am Ende sicher nicht die bessere, aber effektivere Mannschaft.

(von Klaus Schneider)

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 13. Spieltag:

TuS Schauenstein II – 1.FC Waldstein II  4:0 (3:0)

(am Samstag, 05.10.2019, in Schauenstein)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 7 J.Schlegel, 8 A.Müller, 9 C.Sturm, 10 M.Kruppa, 11 P.Seidel, 13 P.Bergmann;
12 S.Pahlen (ab 46. für 7)

Schiedsrichter: Günter Heisinger (SV Hutschdorf) leitete anfangs sehr kleinlich und bewies keine klare Linie (nicht mal für ein absichtliches Handspiel von Ronge gab es Gelb), machte aber keine spielentscheidenden Fehler – insgesamt eine befriedigende Leistung in einer fairen Partie

Zuschauer: 30

Tore: 4. Min. Obermeier 1:0, 15. Min. Hellinger 2:0, 34. Min. Kil 3:0, 77. Min. Weber 4:0

 

Waldsteins Zweite reiste erneut ersatzgeschwächt – diesmal standen nur 12 Spieler auf dem Spielberichtsbogen – zum Aufsteiger aus Schauenstein, der sich etwas überraschend, aber wohl nicht unverdient in der Spitzengruppe der Kreisklasse festgesetzt hat. Mit dem Tabellendritten, der die beste Angriffsreihe der Liga stellt, erwartete die Koller-Truppe also ein harter Brocken. Erschwerend kam hinzu, dass die gute U19-Mannschaft der Schauensteiner (2. in der BOL) an diesem Wochenende spielfrei war.

Die junge, durchtrainierte TuS-Mannschaft zeigte sich entsprechend spielfreudig wie laufstark und konnte nach bereits knapp vier Minuten in Führung gehen. Bei der ersten Chance durch Schott klärte Sturm den Ball, der wahrscheinlich am zweiten Pfosten vorbei gerollt wäre, sicherheitshalber zur Ecke. Beim Standard konnten die Waldsteiner den Ball aber nicht klären und der aufgerückte Obermeier staubte zum frühen 1:0 ab.

Im Gegenzug zeigten Popp und Schlegel die erste Torannäherung. Die Granitler steckten trotz des frühen Rückstandes die Köpfe nicht in den Sand und hielten engagiert dagegen. Es gab auch gute Szenen im Mittelfeld, aber bis in die Gefahrenzone konnten die Gäste nur selten vordringen und wirklich gefährlich wurde es für TW Pesterov kaum.

Nach einer Viertelstunde agierte die Heimelf wieder sehr effektiv. Eine Situation 30 Meter vor dem Waldsteiner Tor war eigentlich schon bereinigt, aber von einem Missverständnis der Granitler profitierte Hellinger, der die Kugel aufnahm, aufs Tor zulief und clever einschob.

Auch in der Folge steckte die Gastmannschaft nicht auf, aber die Platzherren hatten weiterhin die gefährlicheren Aktionen. TW Tögel zeigte eine starke Parade gegen Tag nach dessen Sololauf und auch bei einer missglückten Rettungsaktion von Sturm, einem Rückpassheber aus 25 Metern, war der FC-Schlussmann auf der Hut.

Auf der Gegenseite schlug Schlegel eine gute Flanke, aber Popp blieb im Kopfballduell nur zweiter Sieger. Die Gastgeber waren in der Offensive ideenreicher und profitierten dann erneut von einem Fehler der Waldsteiner. Nach einem Ballverlust ging es schnell: die Kugel kam über Ronge und Hellinger durch direktes Spiel zu Kil, der aus 23 Metern flach und platziert abzog und Tögel keine Chance ließ.

Ein weiterer Treffer von Kil im Anschluss an einen Freistoß wurde zu Recht wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt und Tögel parierte eine Freistoßflanke von Tag sehenswert. Mit dem Spielstand von 3:0 wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach der Pause zunächst das gleiche Bild: die Ballbesitzanteile waren beinahe gleich verteilt, aber der TuS agierte gedankenschneller, kam jedoch in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff nur zu vier Fernschüssen, die allesamt mehr oder weniger weit vorbei gingen. Nach knapp einer Stunde wurde Hellinger gut freigespielt und dieser hatte das 4:0 auf dem Fuß. Doch seinen Schuss aus kurzer Distanz parierte TW Tögel sensationell und lenkte die Kugel noch an den Pfosten.

Schauenstein schaltete danach einen Gang zurück und lauerte noch mehr auf Fehler der Gäste. Diese waren weiterhin bemüht, aber es fehlte die Durchschlagskraft. Flanken in die Mitte fanden keinen Abnehmer und spielerisch fand Waldstein kaum ein Durchkommen gegen die kompakte TuS-Defensive.

Hellinger hatte dann erneut eine Riesenchance, doch diesmal wollte er es mit einem überheblichen Lupfer ("Chipball") versuchen, der weit übers Tor ging. Wenig später war es dann doch so weit: Weber lief von links kommend entlang der Sechzehnmeterlinie und konnte im Fallen die Kugel flach entgegen der Laufrichtung absetzen. Wieder schlug das Leder sehr platziert neben dem Pfosten ein.

In der Schlussphase gab es dann doch leichte Auflösungserscheinungen in der Abwehr der Granitler. So kam Schauenstein noch zu drei guten Gelegenheiten. Kefes klärte einen von Tögel nicht ganz entschärften Schuss auf der Linie und sowohl Isikoglu als auch Schuh vergaben in vielversprechender Position kläglich.

So blieb es beim 4:0. Der Unparteiische beendete beide Halbzeiten knapp 60 Sekunden zu früh. Das Ergebnis ist am Ende verdient, da die Gastmannschaft vom Waldstein über 88 Minuten ziemlich harmlos blieb und TW Pesterov einen ruhigen Nachmittag verleben durfte. Die Platzherren dagegen kamen zu mehreren guten Möglichkeiten und nutzten die Fehler des Gegners kaltschnäuzig aus.

 

 

Kreisliga Nord, 13. Spieltag:

SpVgg Faßmannsreuth – 1.FC Waldstein I  0:11 (0:7)

(am Samstag, 05.10.2019, in Rehau/Faßmannsreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
4 P.Schratt, 6 M.Heinritz (ab 80. für 14), 7 S.Schaller (ab 73. für 11), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Wolfgang Klose (ASV Wunsiedel), Assistenten: Thorsten Rockel und Jürgen Becher

Zuschauer: 40

Tore: 10. Min. Ullmann 0:1, 12. Min. Kraus 0:2, 20. Min. Kraus 0:3, 32. Min. Kraus (FE) 0:4, 38. Min. Seidel 0:5, 42. Min. Kraus 0:6, 45. Min. Ullmann 0:7, 57. Min. Kraus 0:8, 73. Min. Vogel 0:9, 83. Min. J.Seiler (FE) 0:10, 88. Min. Seidel 0:11

Gelb-rote Karte: Mbakop (62., SVF, wdh. Foulspiel)

 

Beim Tabellenvorletzten, der sich zuletzt etwas im Aufwind befand, schoss sich die Waldsteiner Erste Mannschaft in einer einseitigen Partie den Frust von der Seele und gewann mit 11:0. Allein Dominic Kraus, bester Mann auf dem Platz und an vielen Offensivaktionen beteiligt, trug sich fünf Mal in die Torschützenliste ein.

Waldstein brauchte nicht lange, um ins Spiel zu finden und nach nicht einmal zehn Minuten gelang die Führung. Nach schnellem Spielzug brachte Vogel den Ball scharf nach innen und Ullmann lenkte ihn mit dem Knie in die Maschen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später ging es wieder schnell über die Außen. Diesmal war Kraus der Abnehmer, der den Pass von Stumpf über die Linie bugsierte.

Nach einer ersten Gelegenheit für die Gastgeber – Ünal prüfte TW M.Seiler aus 20 Metern – legte Kraus den dritten FC-Treffer nach. Von Seidel per langem Ball eingesetzt hatte Kraus viel Zeit und hämmerte das Spielgerät aus elf Metern durch die Hosenträger von TW Merz ins Netz.

Weitere Chancen, u.a. durch Stumpf, wurden liegen gelassen, ehe der Unparteiische nach gut einer halben Stunde auf den Punkt zeigte. War es ein Handspiel oder doch ein Foul an Seiler…? Kraus war es egal, er verwandelte den Strafstoß mit einem humorlosen Strahl unter die Latte.

Gündüz verlangte TW Seiler noch einmal alles ab, ehe Seidel im Gegenzug von Ullmann gut eingesetzt wurde, aber sein Kopfball strich knapp am zweiten Pfosten vorbei. Besser machte es Seidel nur wenig später, als er nach gutem Pass von J.Seiler seinem Gegenspieler davonlief und überlegt ins linke Eck einschieben konnte.

Es ging Schlag auf Schlag. Die nächste gute Kombination führte zu einer Flanke von Seidel, der damit Kraus bediente. Dieser traf die Kugel aus 16 Metern satt und das Leder schlug wieder unter der Latte ein. Und noch vor der Pause erhöhte Ullmann auf 0:7. Seine ehemaligen Mitspieler ließ er bei seinem Sololauf wie Slalomstangen stehen und konnte anschließend auch noch TW Merz tunneln.

Auch nach Wiederanpfiff ließ Waldstein nicht nach, ließ Ball und Gegner laufen. Nahtlos ging es weiter und erneut musste SR Klose auf Strafstoß entscheiden. Doch Rüger scheiterte aus elf Metern an TW Merz, der etwas Glück hatte, dass der Ball, den er an den Pfosten lenken konnte, von dort zurück in seine Arme sprang. Gündüz hatte dann den Ehrentreffer auf dem Fuß. Gut freigespielt kam er vor dem herauseilenden TW Seiler an den Ball, aber der Heber kullerte am leeren Tor vorbei.

In Minute 57 fiel Treffer Nummer 8. Rüger setzte sich gut durch und bediente Ullmann, der unter Bedrängnis für Kraus ablegen konnte. Erneut nagelte der Granitstürmer die Kugel kompromisslos in die Maschen.

Nach gut einer Stunde dezimierten sich die Gastgeber selbst, als Mbakop J.Seiler im Mittelkreis niederstreckte und mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt wurde. Auch gegen zehn Mann zeigten die Waldsteiner ein ums andre Mal schöne Kombinationen, so auch beim 0:9. Der Ball landete bei Kraus und dieser flankte quer zu Vogel, der von der Fünfmeterkante trocken einnetzte.

Der danach eingewechselte Schaller hatte kurz darauf das zehnte Tor auf dem Schlappen, brachte aber das Kunststück fertig, aus kurzer Distanz über die Latte zu schießen. Es gab Chancen im Minutentakt, ehe Stumpf im Strafraum gelegt wurde und es zum dritten Mal Elfmeter gab. Diesmal trat Jacob Seiler an und verwandelte sicher.

Den Schlusspunkt setzte Seidel mit einem leicht abgefälschten Schuss aus etwa 25 Metern. Zum elften Mal musste Marcel Merz den Ball aus dem Tor holen. Kurz darauf war Schluss. Die Granitler feierten einen hoch verdienten Sieg gegen überforderte Faßmannsreuther, der bei besserer Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können. Aber elf Tore muss man erst einmal schießen. Auswärts läuft es für Waldstein I zurzeit eben doch besser als zu Hause.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 14. Spieltag:

1.FC Waldstein II – FCR Geroldsgrün  1:3 (0:1)

(am Samstag, 12.10.2019, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 S.Pahlen, 5 M.Kefes, 6 M.Sinnig, 8 A.Müller, 9 C.Sturm, 10 M.Kruppa, 11 P.Seidel, 13 P.Bergmann;
7 J.Schlegel (ab 58. für 8), 15 H.Bergmann (ab 72. für 3)

Schiedsrichter: Bernd Renner (FC Eintracht Münchberg) – seine Art und Weise, ein Spiel zu pfeifen, ist hinlänglich bekannt. Er zückte für Meckern oft Gelb, zog diese Linie aber nicht konsequent durch, denn sonst hätten die Gäste (auch aufgrund von Schiedsrichterbeleidigungen) das Spiel mit maximal acht Spielern beendet. Durch das ständige Gemecker und Geschrei der Gästespieler und –zuschauer zogen die Geroldsgrüner die Sympathien des Unparteiischen natürlich nicht unbedingt auf ihre Seite.

Zuschauer: 45

Tore: 39. Min. Munzert 0:1, 55. Min. Kruppa (FE) 1:1, 58. Min. K.Thüroff (FE) 1:2, 74. Min. Haas 1:3

Gelb-rote Karten: Sturm (76., FCW, wdh. Foulspiel), Schieberle (76., FCR, Meckern)

 

Auch gegen den FCR Geroldsgrün gelang dem FCW II kein Punktgewinn. Dabei wäre mindestens ein Remis machbar gewesen. Doch erneut hatte die ersatzgeschwächte Koller-Elf trotz guter kämpferischer und auch spielerisch ordentlicher Leistung kein Glück, während der Gegner wieder einmal fast jeden Fehler der Granitler sofort bestrafte.

Die Partie hätte eigentlich in Geroldsgrün stattfinden sollen, doch da der FCR seinen Sportplatz für das bevorstehende Jubiläum aufbereitet, äußerte der Gegner den Wunsch, das Heimrecht zu tauschen, welchem die Waldsteiner auch nachkamen.

K.Thüroff setzte in der anfänglichen Abtastphase den ersten Torschuss ab, sein flacher Versuch aus der Distanz ging jedoch knapp vorbei. Wenig später eine ähnliche Situation auf der Gegenseite, als es Sinnig aus der zweiten Reihe versuchte, doch auch dieser Schuss verfehlte das Ziel. Die beste Gelegenheit der Anfangsphase bot sich ebenfalls Sinnig, dessen Kopfball nach einer weiten Flanke um Haaresbreite vorbeiging – das hätte das 1:0 sein müssen.

TW Tögel hatte bei einem Freistoß von J.Thüroff kaum Probleme bei der Abwehr, ehe Seidel die nächste sehr gute Chance für Waldstein hatte. P.Bergmann brachte den Ball wieder ins Zentrum, nachdem die erste Flanke zu lang geschlagen war. Seidel konnte in zentraler Position abschließen, brachte aber keinen Druck hinter den Ball und die Gästedefensive klärte. Das hätte schon der zweite Treffer sein können wenn nicht müssen.

Nur wenig später steckte Zahn zu Haas durch, der von rechts auf das Waldsteiner Tor zulief. Er hätte einen seiner beiden mitgelaufenen Kameraden anspielen können, versuchte es jedoch selbst und Tögel wehrte den Schuss zur Ecke ab. In deren Anschluss war Pahlen zur Stelle und klärte Sümers Kopfball.

J.Thüroff setzte wenig später Zahn mit einem guten Heber ein, der sich allerdings vermeintlich im Abseits befand, doch der Pfiff blieb aus, Tögel war vor dem Geroldsgrüner am Ball und bereinigte die Situation. Im Gegenzug versuchte Seidel eine Müller-Flanke in vielversprechender Position direkt zu nehmen, aber er traf den Ball nicht richtig – die nächste Chance war vertan.

Kefes konnte Schieberle dann nach verlorenem Zweikampf nur durch ein Foul stoppen. Auf der linken Defensivseite der Waldsteiner gab es Freistoß an der Strafraumgrenze. Doch nicht nur die Gäste, auch einige Anhänger der Platzherren sahen das Foul „innerhalb“, weshalb es eigentlich Strafstoß hätte geben müssen. Aus dem Freistoß entsprang keine Gefahr.

Doch kurz darauf kam Munzert nach einer missglückten Abwehraktion am Elfmeterpunkt freistehend zum Abschluss. TW Tögel war mit einer Hand noch am Ball, konnte ihm aber nicht mehr die entscheidende Richtungsveränderung verleihen und das Spielgerät zappelte im Netz.

Die Spielanteile in Halbzeit Eins wogen hin und her und auch die Torgelegenheiten waren in etwa gleich verteilt - "Granit" hatte sogar die besseren - nur auf der Anzeigentafel hatte der Gast zur Pause einen Vorteil. Mit 0:1 wurden die Seiten getauscht.

Mit etwas Slapstick sollte die zweite Hälfte beginnen. SR Renner kam als Letzter zurück auf den Platz und wollte den Ball hoch zum Anstoßpunkt spielen. Die Kugel rutschte ihm etwas ab und traf Munzert am Kopf. Freilich war der Gästespieler überrascht, allerdings fiel er wie vom Blitz getroffen zu Boden, hielt sich den Kopf, als hätte er einen Klitschko- (oder Hecker-)Haken verpasst bekommen und brauchte auch gut zwei Minuten, um sich zu erholen. Dass von draußen ein paar Mal das Wort „Schauspieler“ fiel, war nicht verwunderlich. Das Gemecker und Geschrei der Gäste, sowohl der Spieler als auch der Zuschauer, bereits im ersten Abschnitt vorhanden, kannte von nun an keine Grenzen mehr.

TW Tögel konnte die erste Gästechance nach Wiederanpfiff glücklicherweise parieren. 48 Sekunden waren gespielt, als er gegen J.Thüroff stark hielt.

In Minute 54 wurde Sinnig von seinem Gegenspieler Engelhardt zu Fall gebracht, als der Ball bereits gespielt war. Ein sogenannter „Kann-Elfmeter“, aber Renner zögerte nicht und zeigte auf den Punkt. Kruppa trat an und verlud TW Horn – 1:1 und der FCW war wieder im Spiel. Währenddessen wurden die Rufe der Geroldsgrüner Betreuer und Fans immer abenteuerlicher. In dieser Phase fielen die ersten Beleidigungen in Richtung des Unparteiischen, die jedoch nicht geahndet wurden.

Es ging heiß her und Waldstein hätte die Möglichkeit gehabt, mit dem ausgeglichenen Spielstand wieder neu ins Match zu starten. Doch man wollte den Ausgleich wohl nicht einfach annehmen und tat alles dafür, schnell wieder in Rückstand zu geraten. Zunächst streckte Kefes seinen Gegenspieler im Strafraum nieder – hier drückte Renner alle Hühneraugen zu und ließ noch weiterspielen, doch als nur Sekunden später auch Pahlen zum Foul ansetzte und Menger umtrat, hatte der Referee keine andere Wahl mehr und entschied auch hier auf Strafstoß. K.Thüroff trat an und hämmerte den Ball, zwar nicht platziert, aber wuchtig in die Maschen.

In den folgenden Minuten wurde mehr diskutiert als Fußball gespielt. Erst knapp eine Viertelstunde später stand wieder das runde Leder im Mittelpunkt. Und zwar als Geroldsgrün zu einer kurzen Drangphase alles in die Waagschale warf. TW Tögel reagierte stark und lenkte Merbachs Schuss per Fußabwehr ins Aus. Haas legte wenig später zurück auf K.Thüroff, der in aussichtsreicher Position völlig verzog. Und als der anschließende Abschlag etwas misslang, war es dann doch geschehen. Haas erhielt wiederum die Kugel und markierte diesmal das 1:3.

Groß war das Geschrei knapp zwei Minuten später, als sich Sturm mit einem harten Foul die Ampelkarte verdiente. Schieberle, der für Nachtreten zuvor nur Gelb gesehen hatte, wollte sich gar nicht beruhigen und folgte dem Waldsteiner ebenfalls mit Gelb-Rot – er wurde für Kartenfordern und Meckern bestraft. Der Weg Schieberles in die Kabine wurde begleitet von einem lautstarken Disput, als er sich mit seinen eigenen Fans und sogar seinem Vorstand, der wiederum den eigenen Spieler beleidigte, anlegte.

Doch die Gemüter beruhigten sich wieder. Von den Gästen war fußballerisch in der letzten Viertelstunde nichts mehr zu sehen, außer dass sich ein direkter Freistoß von Sümer auf die Querlatte senkte. Ansonsten waren nur noch die Waldsteiner aktiv und bemüht, das Ergebnis freundlicher zu gestalten; sie drückten auf das 2:3.

Doch sowohl bei der Gelegenheit durch Schlegel als auch bei Pahlens Freistoß war TW Horn auf der Hut. Und richtig zwingend wurde es nicht mehr. So unterlag der FCW II dem FCR Geroldsgrün in der teils hitzigen Partie mit 1:3. Nach dem Spielverlauf wäre ein Remis leistungsgerecht gewesen, das Duell hatte keinen Sieger verdient. Doch der FCR agierte vor dem Tor effektiver und entführte etwas glücklich alle drei Punkte aus Sparneck. Somit steckt die Mannschaft von Oliver Koller weiter tief im Schlamassel und wartet sehnsüchtig auf den nächsten Erfolg.

 

 

Kreisliga Nord, 14. Spieltag:

FC Ort/Oberweißenbach – 1.FC Waldstein I 0:3 (0:2)

(am Sonntag, 13.10.2019, in Oberweißenbach)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
5 S.Seidel (ab 78. für 10) , 11 L.Vogel (ab 70. für 7), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Sebastian Ehrlicher (FC Haarbrücken, Assistenten: Sebastian Voigt und Dietmar Schillig) – das Gespann aus dem Coburger Raum (einfache Anfahrt > 1 Stunde) hatte ein leichtes Amt und erfüllte dieses sehr ordentlich. In der fairen Partie gab es nur wenige strittige Situationen.

Zuschauer: 110

Tore: 31. Min. Kraus 0:1, 43. Min. J.Seiler 0:2, 47. Min. J.Seiler 0:3

 

Die Klier-Schützlinge ließen es in Oberweißenbach langsam angehen, erlangten aber nach und nach die volle Kontrolle über das Spiel und feierten schlussendlich einen nie gefährdeten und verdienten Auswärtserfolg. Die Heimelf blieb über die gesamte Spielzeit ohne Torchance und kam nur zu drei Schüssen, die allesamt ihr Ziel weit verfehlten.

Die erste nennenswerte Chance hatte Ullmann in Minute 8, als er nach einer Ecke aus der Drehung den Abschluss suchte, aber leicht verzog. Nach guter Vorarbeit von Rüger und Schaller versuchte es Kraus fünf Minuten später aus aussichtsreicher Position, doch er traf den Ball nicht voll, so dass dieser knapp am Tor vorbeitrudelte.

Nachdem sich Schaller auf rechts gut gegen zwei Mann durchgesetzt hatte, war es nach der Hereingabe des Kapitäns wieder Ullmann, der etwas zu hoch zielte. Die Gäste vom Waldstein hatten längst das Heft in die Hand genommen und hatten deutlich mehr Ballbesitz als der Kontrahent, was sich bis zum Schlusspfiff nicht mehr ändern sollte.

In mehreren Situationen versuchten die Granitler schnelles Direktspiel aufzuziehen, aber der letzte Pass war oft zu steil bzw. ungenau. Doch nach einer halben Stunde klappte es besser. Bei einem rasanten Spielzug durch die Mitte legte Schaller den Ball in die Gasse. Kraus wurde damit gut in Szene gesetzt und umkurvte TW Kaufmann. Ein Abwehrspieler versuchte noch einzugreifen und den Waldsteiner Stürmer zu stören, doch Kraus schüttelte diesen ab und schob anschließend ins leere Tor ein.

Im weiteren Verlauf ließ der FCW den Zug zum Tor größtenteils vermissen und verzettelte sich gegen tief stehende Orter und Oberweißenbacher mehrfach in der Offensive. Erst kurz vor der Pause fiel das 0:2 durch ein „Gurkentor“. Peetz spielte einen schlampigen Rückpass in Richtung seines Torhüters. J.Seiler ging spritzig dazwischen und versenkte die Kugel von halblinks in den Maschen.

Die Waldsteiner gingen mit einer beruhigenden 0:2-Führung in die Pause. Die Anhänger hatten nicht das Gefühl, dass hier etwas anbrennen könnte. Spätestens als kurz nach Wiederanpfiff das 0:3 fiel, war die Vorentscheidung gefallen.

Im Anschluss an einen Eckball brachte die Heimelf die Kugel hinten nicht raus. Über Brandhorst und P.Seiler kam das Spielgerät zu Rüger, der an zwei Gegenspielern hängen blieb. Der Ball sprang zu Jacob Seiler, der ihn sich zurechtlegte und platziert neben dem rechten Pfosten versenkte.

Auch in der Folge war der FCW klar Spiel bestimmend und kam zu weiteren Gelegenheiten, die jedoch teils fahrlässig liegen gelassen wurden. Rüger ging auf der rechten Seite auf und davon und wurde vom herauseilenden Keeper ins Stolpern gebracht. Doch anstatt sich fallen zu lassen (und damit für mindestens die gelbe Karte für Kaufmann zu sorgen) lief der junge Wirbelwind weiter. Mit Übersicht versuchte er Kraus einzusetzen, doch die Granitler vertändelten die Chance, weil sie zu lange brauchten, den Abschluss zu suchen.

Nach einer Stunde steckte J.Seiler stark durch zu Schaller, der sich zwischen Torschuss und Querpass nicht entscheiden konnte. Das Zwischending brachte jedenfalls keine Gefahr für das Tor der Gastgeber. Als es Peter Seiler zwei Minuten später mit einer Direktabnahme fast von der Mittellinie versuchte, hatte der FCOO Glück, denn der Ball sprang vor der verwaisten Kiste auf, ging aber knapp einen Meter daneben.

Ullmann und vor allem der beim Abschluss glücklos agierende Rüger vergaben weitere Möglichkeiten. In der letzten Viertelstunde schraubte Waldstein das Tempo etwas herunter und spielte die Partie souverän zu Ende. Mit dem 0:3 baute der FCW die beinahe makellose Auswärtsbilanz weiter aus.

 

 

Kreisliga Nord, 15. Spieltag:

1.FC Waldstein – ATS Hof/West 5:0 (5:0)

(am Samstag, 19.10.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 17 D.Kraus;
5 S.Seidel (ab 70. für 11), 6 S.Pahlen (ab 83. für 17), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Sebastian Küffner (Nagel) leitete die faire Partie tadellos, Assistenten: Christian Kuhbandner und Thorsten Rockel

Zuschauer: 75

Tore: 1. Min. Schaller 1:0, 4. Min. Kraus 2:0, 22. Min. Rüger 3:0, 37. Min. J.Seiler 4:0, 44. Min. Ullmann 5:0

 

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und bereits nach 48 Sekunden hämmerte Schaller die Kugel von halbrechts in den Winkel. Der Kapitän revanchierte sich bei Vorlagengeber Kraus nur drei Minuten später und legte diesem das 2:0 auf. Mit einem schönen Flachschuss ebenfalls von halbrechts überwand Kraus den Hofer Torhüter Bode.

In der Folge spielte Waldstein hervorragenden Fußball und war den Westlern in allen Belangen überlegen. Bei einer Dreifachchance scheiterten zunächst Schaller und Kraus, doch dann sprang Rüger der Ball vor die Füße. Er ließ noch einen Gegenspieler ins Leere laufen und schlenzte das Spielgerät anschließend in den Winkel – endlich sein erstes Tor für den FCW!

Waldstein hatte Partie und Gegner im Griff, TW M.Seiler verlebte einen ruhigen Nachmittag und musste zunächst nur einmal eingreifen.

Jacob Seiler erhöhte nach 37 Minuten mit einem präzisen Schuss an den Innenpfosten und veredelte so die gut getimte Flanke seines Bruders Peter. Ullmann legte noch vor der Pause per Kopf den fünften sehenswerten Treffer nach. Erneut kam die Flanke von P.Seiler und Vogel köpfte den Ball vors Tor, wo Ullmann das 5:0 markierte. Kurz vor dem 4:0 hatte Ullmann das Leder schon einmal über die Linie befördert, aber dem Treffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert.

Auch wenn die Waldsteiner recht effizient vor dem Hofer Tor agierten, gab es noch weitere Gelegenheiten. Weiß vergab eine Kopfballchance und Kraus‘ Direktabnahme wurde zur Ecke abgefälscht. Die Hintermannschaft der Westler war gut beschäftigt und schickte die Waldsteiner Angreifer zudem einige Male ins Abseits. Mit dem verdienten Spielstand von 5:0 wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach Wiederanpfiff kontrollierten die Granitler das Match, schalteten aber tempomäßig zwei Gänge herunter. Obwohl die Heimelf nun nicht mehr ganz so viel investierte, steigerte sie ihre Ballbesitzquote sogar noch auf gefühlte 90%.

Immer wieder blieb Waldstein nun an der vielbeinigen Hofer Abwehr hängen, kam aber vereinzelt zu weiteren Hochkarätern. So hatte Kraus aus elf Metern die Chance, das halbe Dutzend voll zu machen, nachdem Yobas ihn von den Beinen geholt hatte. Doch Kraus setzte den Ball wuchtig an die Querlatte. Die Partie plätscherte vor sich hin, ehe die Heimelf in der Schlussphase noch einmal ein wenig auf die Tube drückte.

Ullmann umkurvte nach tollem Pass von J.Seiler zehn Minuten vor dem Ende TW Bode, traf dann aber aus spitzer werdendem Winkel das leere Tor nicht. Noch einmal vergab Ullmann aus aussichtsreicher Position. Zwischen den beiden Situationen war der ATS Hof/West zur ersten Ecke und zur einzigen nennenswerten Torchance des zweiten Abschnitts gekommen, aber Hornfischer zielte zu hoch.

In der Schlussminute setzte sich Rüger noch einmal klasse durch und gab scharf nach innen. Vogel hätte die Kugel am zweiten Pfosten nur über die Linie drücken müssen, traf den Ball aber nicht richtig und auch hier wollte das 6:0 nicht fallen.

In der einseitigen Partie sollte dennoch nichts mehr anbrennen und die Klier-Schützlinge feierten zum Abschluss der Hinrunde endlich den ersten Heimsieg der Saison. Der ATS kämpfte nach Kräften, hatte der überlegenen Heimmannschaft aber wenig entgegenzusetzen und blieb offensiv harmlos.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 15. Spieltag:

1.FC Waldstein II - 1.FC Stammbach 1:2 (0:1)

(am Sontag, 20.10.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 J.Schlegel, 8 M.Sinnig, 9 A.Meister, 10 M.Kruppa, 11 S.Pahlen;
12 A.Müller (ab 69. für 3), 13 P.Bergmann (ab 62. für 10), 14 H.Bergmann

Schiedsrichter: Christian Szczepanski (FT Hof) leitete hervorragend

Zuschauer: 75

Tore: 21. Min. Hubrich 0:1, 54. Min. Patzschke 0:2, 73. Min. Meister 1:2

 

Der Tabellenführer wankte, aber fiel nicht. Die Waldsteiner Zweite schlug sich tapfer und erkämpfte sich beinahe einen Punkt gegen den haushohen Favoriten. Stammbach hatte durchaus die Mehrzahl an Chancen und siegte sicherlich verdient, blieb aber einiges schuldig.

Nach flottem, ausgeglichenem Beginn zog der Gast das Tempo etwas an und kam zu ersten Torannäherungen. Von den vier Fernschüssen ging einer vorbei und einer wurde abgeblockt, während die anderen beiden sichere Beute von TW Tögel wurden. Als K.Sachs nach guter Flanke von Rauh das Leder einköpfte, ertönte ein Pfiff. Der Stammbacher hatte sich aufgestützt und der Treffer zählte aufgrund des Offensivfouls nicht.

Wenig später hatte Sinnig das 1:0 für die Platzherren auf dem Fuß. Nach dem Ballgewinn durch Popp spielte Meister einen guten Pass in die Gasse, aber Sinnig vergab etwas überhastet und scheiterte an TW Greim.

Drei Minuten später klingelte es auf der anderen Seite. M.Otzdorf eroberte den Ball im Mittelfeld und setzte Hubrich ein. Mit einem Doppelpass mit Stastny hebelte der Spielertrainer die FCW-Abwehr aus und markierte per Flachschuss das 1:0.

Wenig später hatte Hubrich wieder zu viel Platz, aber Schneider konnte per Grätsche noch rechtzeitig eingreifen. Als Stastny kurz darauf über die linke Seite vorbereitete, kam Fojtik im Zentrum zum Abschluss in vielversprechender Position, semmelte die Kugel aber drüber.

Hubrich leistete nach 33 Minuten die Vorarbeit für Sachs, der die Hereingabe aber knapp verpasste. Erneut war es wenig später Sachs, der das 2:0 auf dem Fuß hatte, aber links vorbeischoss. Die Gäste von der Grabenraod hatten also die besseren Offensivaktionen und führten verdient. Sinnig setzte einen Schuss aus der zweiten Reihe ins Fangnetz, ehe der gute Referee zum Pausentee lud.

Kurz nach Wiederanpfiff hatte der quirlige Patzschke die erste Gelegenheit, setzte seinen Schuss aber neben den Pfosten. In Minute 54 machte er es besser, als er Stastnys schöne Flanke am zweiten Pfosten beinahe unbedrängt einnicken konnte.

In der Folge plätscherte das Match ein wenig vor sich hin. Nach gut einer Stunde prüfte Pahlen TW Greim per Freistoß und auch im Nachgang sprang nichts Zählbares für die Granitler heraus. Anders zehn Minuten später: erneut legte sich Pahlen den Ball für einen Freistoß zurecht. Von links gab er scharf in die Mitte, wo drei Waldsteiner zunächst verpassten, aber Meister lauerte am zweiten Pfosten und konnte die Kugel im Netz versenken. Es keimte noch einmal Hoffnung auf.

In den folgenden Minuten hielt TW Tögel mit drei Paraden bei Weitschüssen seine Elf im Spiel. Nach einer davon konterten die Waldsteiner schnell über Feist und Schlegel, doch die Chance wurde vertändelt.

Zwei Minuten vor dem Ende leitete Feist einen guten Spielzug über mehrere Stationen selbst ein und schloss anschließend aus gut 20 Metern ab, doch Greim ließ sich nicht überwinden und hielt. In der spannenden Schlussphase reichte es für den FCW II nicht mehr für den Ausgleich. Trotz der guten Leistung, auf die man aufbauen kann, stand die Koller-Elf am Ende wieder mit leeren Händen da.

 

 

Kreisliga Nord, 16. Spieltag:

1.FC Waldstein – FC Eintracht Münchberg II  3:1 (0:1)

(am Samstag, 26.10.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß;
3 F.Zeh, 6 S.Pahlen (ab 80. für 10), 13 H.Bergmann, 15 L.Brandhorst (ab 70. für 5)

Schiedsrichter: Tobias Leicht (SV Borussia Siedlung Lichtenfels) leitete durchschnittlich, Assistenten: Werner Kolenda und Franz-Josef Leicht

Zuschauer: 70

Tore: 37. Min. Paprocki 0:1, 48. Min. Ullmann 1:1, 63. Min. Schaller 2:1, 90.+2 Min. Seidel 3:1

 

Die Heimelf zeigte nach zuletzt drei Siegen und 19:0 Toren aus drei Spielen ungewohnte spielerische Mängel und konnte erst in der zweiten Halbzeit phasenweise Normalform bieten.

Im Derby standen die Männer um Gästecoach Fichtner mit zwei Viererketten defensiv sehr stabil und strahlten auch nach vorne teilweise Torgefahr aus. So gingen die Gäste durch B.Paprocki in der 37. Min. nach einem Kopfball am zweiten Pfosten im Anschluss an eine Ecke, die es nicht hätte geben dürfen, nicht unverdient in Führung. Stumpf foulte kurz vor dem Pausenpfiff und F.Jakob sah nach klarer Tätlichkeit an diesem, zur Verwunderung aller, nicht rot – Fehlentscheidung.

Kurz nach der Pause war es Ullmann, der zunächst noch aus aussichtsreicher Position scheiterte, jedoch eine Zeigerumdrehung später aus 12 m ins lange Eck traf.

Nach Chancen auf beiden Seiten, ging Vogel stark einem fast schon aussichtslosen Ball hinterher; Schaller, der an den Ball kam, traf vom Strafraumeck, als TW Fiebiger der Ball durch die Hände glitt - 2:1. Im Anschluss daran hätte die Heimelf die Vorentscheidung herbeiführen können, scheiterte jedoch mehrmals und u.a. 2x freistehend vor dem Gästetorhüter.

Als Brandhorst in der 76. Min. sich den Ball wohl im 16er an die eigene Hand schoss, forderten die Gäste vehement Elfmeter - vergeblich.

Mit der letzten Chance in der Nachspielzeit machte Seidel in einer „drei zu zwei – Aktion“ das 3:1 und dem gleichbedeutend - aufgrund der zweiten Spielhälfte - verdienten Endstand.

(von Thomas Roßner)

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 16. Spieltag:

1.FC Waldstein II – TSV Köditz 2:2 (0:0)

(am Sonntag, 27. Oktober 2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 4 M.Kefes, 5 M.Kruppa, 6 M.Feist, 8 M.Sinnig, 9 S.Popp, 10 S.Pahlen, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann;
7 J.Schlegel (ab 46. für 2), 12 A.Müller (ab 62. für 11), 14 P.Körbe (ab 30. für 13)

Schiedsrichter: Günter Mielsch (FC Lorenzreuth) traf wohl nicht immer die richtige Entscheidung und konnte es nicht jedem auf dem Platz recht machen (aber wer kann das schon?), leitete aber souverän und hatte stets alles im Griff

Zuschauer: 40

Tore: 52. Min. Sinnig 1:0, 64. Min. Blaschke 1:1, 68. Min. Feist 2:1, 86. Min. Dragomir

 

Drittletzter gegen Vorletzter - Abstiegskampf pur und kein Sieger im Sechs-Punkte-Spiel!

Über die gesamte Spielzeit gesehen war das Ergebnis in dieser kampfbetonten Partie leistungsgerecht, hilft aber niemandem weiter. Fußballerisch kein Leckerbissen, aber es wurde um jeden Ball gefightet. Dennoch konnte die Waldsteiner Zweite nur bedingt an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und den Abstand auf den Konkurrenten nicht vergrößern.

Während Köditz vom Anstoß weg aggressiv agierte, waren die Waldsteiner anfangs nervös und verunsichert. Die Gäste kamen durch Blaschke (in die Wolken) und Köstner (Fangnetz) zu zwei Fernschüssen, aber entwickelten ansonsten zunächst auch keine Gefahr.

Nach gut zehn Minuten fand die Heimelf langsam ins Match und kam ihrerseits zu zwei guten Gelegenheiten. Seuß bereitete mit gutem Einsatz die erste vor und Feist schickte Sinnig, aber TW Geisser war knapp vor ihm am Ball. Kurz darauf setzte Feist Seuß in Szene, aber dieser war zu unentschlossen und wenig kaltschnäuzig, blieb auf dem alleinigen Weg zum 1:0 am Gästekeeper hängen. Die erste Hundertprozentige war vergeben.

Ein Diagonalball auf Bergmann leitete die nächste gute Szene ein. Dem Flügelspieler gelang per Direktabnahme der Flankenwechsel. Seuß nahm den Ball auf, drang in den Strafraum ein und schloss stramm ab, doch das Leder strich knapp übers Tor hinweg.

Vereinzelte leichtsinnige Fehlpässe sorgten dafür, dass die FCW-Defensive selten zur Ruhe kam, aber die Platzherren zeigten in dieser Phase mehr Zug zum Tor. Doch es haperte am letzten Pass oder spätestens am Abschluss. Ein gut gedachter Freistoßheber von Pahlen in die Gefahrenzone fand keinen Abnehmer, denn die Mitspieler gingen nicht drauf ein und TW Geisser hatte keine Mühe, den Ball aufzunehmen.

Im Gegenzug kam Blaschke plötzlich in vielversprechender Position zum Abschluss, aber TW Tögel zeigte eine Glanzparade. Der TSV-Stürmer hatte sich jedoch wohl im Abseits aufgehalten, doch der Treffer hätte gezählt. Nach einem Ellbogencheck von Hahn, der nicht einmal die gelbe Karte nach sich zog, musste Bergmann wenig später mit blutiger Lippe und Nase ausgewechselt werden. Die Strafe des Fußballgottes sollte später folgen.

Auch in der Folge stellten beide Teams ihre eklatante Abschlussschwäche unter Beweis. So spielte Popp einen starken Pass in die Schnittstelle auf Seuß, der sich die Ecke hätte aussuchen können und wuchtig aber unplatziert abschloss... der Schlussmann der Köditzer konnte den Ball mit einem Reflex an die Latte lenke und wieder war eine Riesenchance dahin.

Nach einer guten Möglichkeit für Sinnig, der ebenfalls an Geisser scheiterte, ging eine gefährliche Flanke auf der Gegenseite an Freund und Feind vorbei, da hätte Blaschke einnetzen können, wenn nicht müssen. Kurz darauf musste Tögel die nächste Glanztat auspacken, um seine Elf vor dem Rückstand zu bewahren. Und nach starkem Pass von Honermeier verpasste Hosseini in der Gefahrenzone knapp.

Kurz vor der Pause streifte ein direkter Freistoß von Köstner noch den Außenpfosten. Torlos ging es also in die Halbzeitpause.

Keine fünf Minuten waren gespielt, da tauchte Seuß nach langem Abschlag von Tögel eher zufällig im Strafraum der Köditzer auf, aber wieder war der Waldsteiner Stürmer zu zögerlich und die TSV-Defensive konnte zur Ecke klären. Diese brachte Körbe ins Zentrum, Sinnig verlängerte per Kopf und Kruppa gab den Ball wieder in die Mitte. Seuß zog ab und von der Unterkante der Latte wäre der Ball in die Maschen gesprungen, aber ein Verteidiger der Gäste stand goldrichtig und klärte auf der Linie.

Keine Minute später durften die Gastgeber aber doch jubeln, als nach gutem Einsatz von Schlegel und einem eher misslungenen Schuss von Sinnig Gästespieler Hahn (der Ellbogenchecker) die Kugel ins eigene Netz beförderte. Update: der Unparteiische schrieb das Tor dennoch Marcel Sinnig zu.

Zwei Minuten später hätte Seuß erhöhen können, doch auch sein Kopfballaufsetzer nach einem Freistoß war zu unplatziert und wurde sichere Beute des Gästekeepers. Bei einer Flanke von Schlegel wenig später verpasste Sinnig den Ball per Kopf um Haaresbreite und der Versuch des hineinrutschenden Seuß verfehlte erneut sein Ziel.

Aus dem Nichts fiel nach 64 Minuten der Ausgleich, denn eigentlich hatte Waldstein die Partie im Griff. Blaschke konnte von der linken Angriffsseite aus spitzem Winkel abziehen. Sowohl Schneider als auch Tögel sahen nicht gut aus, als der Ball im kurzen Eck einschlug.

Doch die Granitler schlugen nur wenig später zurück und gingen erneut in Front. Einen Freistoß aus der eigenen Hälfte verlängerte Sinnig per Kopf zu Feist, dem viel Platz gelassen wurde. Somit war er samt Ball frei vor TW Geisser und überwand diesen mit einem überlegten Schuss ins kurze Eck.

Es war kein schönes Fußballspiel und in der Schlussphase war es Abstiegskampf pur. Beide Teams wussten, worum es geht. Die Waldsteiner gaben den Ton an, verfielen aber immer mehr in die Defensive. Seuß hatte inzwischen auf der Bank Platz genommen und Entlastungsangriffe wurden nun immer seltener, während die nimmermüden Köditzer in der Schlussviertelstunde alles in die Waagschale warfen.

Die Gäste hatten plötzlich mehr Ballbesitz und mehr vom Spiel, aber Chancen blieben zunächst Mangelware. Fünf Minuten vor dem Ende hätte Popp bei einem der nun nur noch wenigen Waldsteiner Angriffe beinahe für die Entscheidung gesorgt, doch seinen sehenswerten Schuss aus der Distanz fischte Geisser ebenso stark aus dem Winkel.

Nur eine Zeigerumdrehung später waren die Köditzer zum zweiten Mal erfolgreich. In Hälfte Eins hatten sie ihre Chancen noch allesamt vergeben, im zweiten Abschnitt waren 100% der beiden Torschüsse drin. Die Waldsteiner brachten die Kugel zunächst hinten nicht raus. Kruppa wollte klären und schlug den Ball nach vorne, doch er traf einen Köditzer am Kopf, der das Spielgerät wohl eher zufällig genau zum freistehenden Dragomir brachte. Der Gästestürmer ließ sich nicht zwei Mal bitten und schoss wuchtig ein.

In der Schlussphase wollte sich keines der beiden Teams mit dem Remis zufrieden geben, aber nach der kräftezehrenden Partie wollte auch niemand mehr zu viel riskieren. Somit gab es keine Torchancen mehr zu bewundern und der Spielstand von 2:2 stellte auch das Endergebnis dar.

 

 

Kreisliga Nord, 17. Spieltag:

1.FC Martinsreuth I – 1.FC Waldstein I  1:1 (0:0)

(am Sonntag, 03.11.2019, in Martinsreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
5 P.Körbe, 6 S.Pahlen, 10 T.Ullmann (ab 63. für 17), 13 H.Bergmann

Schiedsrichter: Torsten Werner (ASV Wunsiedel), Assistenten Martin Hoffmann und Ömür Türk

Zuschauer: 150

Tore: 49. Min. Weiß 0:1, 81. Gebhardt 1:1

 

Aufgrund der nassen Witterung und den daraus resultierenden Platzverhältnissen wurde das Kreisligamatch in Martinsreuth auf dem Trainingsplatz ausgetragen. Das Vorspiel der Zweiten Mannschaften wurde vorab komplett abgesagt und wird voraussichtlich erst 2020 nachgeholt.

Auf tiefem Geläuf entwickelte sich in der ersten Halbzeit das erwartet umkämpfte Spiel. Zwei Teams auf Augenhöhe, bei denen beide Abwehrreihen meist alles fest im Griff hatten. Beide Teams kamen zu kleineren Chancen, aber Hochkaräter blieben auf beiden Seiten Mangelware. Nur Schaller bot sich nach knapp einer halben Stunde eine sehr gute Möglichkeit, doch er scheiterte an TW Fritz.

Nachdem Waldstein zunächst besser ins Spiel gekommen war, wurden die Platzherren zum Ende des ersten Durchgangs etwas dominanter. In einer durchaus ansprechenden Kreisligapartie war das 0:0 zur Pause jedoch das folgerichtige Zwischenergebnis.

Nach dem Wechsel dauerte es nicht lange und die Gäste kamen zum Führungstreffer. Nach einer einstudierten Eckballvariante konnte Weiß den Ball, der über Kraus, P.Seiler und Rüger zu ihm gekommen war, über die Linie bugsieren. Jetzt übernahm der FCM mehr die Initiative, die Gäste verlagerten sich aufs Kontern und blieben über ihre schnellen Außenspieler sowie durch gutes Umschaltspiel stets gefährlich.

Zwar hatte die Heimelf etwas mehr Ballbesitz, doch abgesehen von ein paar Standards kamen die Martinsreuther zu keinen klaren Torchancen. Auch die Waldsteiner, die sich einige Male stark durch die Reihen der Gastgeber kombinieren konnten, waren beim Abschluss nicht erfolgreich. Das Spiel lebte von der Spannung und die Granitler versäumten es, die durchaus mögliche Vorentscheidung herbeizuführen.

Durch eine Einzelleistung von FCM-Kapitän Gebhardt kamen die Einheimischen knapp zehn Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Zunächst schüttelte er am FCW-Strafraum zwei Gegenspieler ab und drosch dann den Ball aus guten 16 Metern unhaltbar ins lange Eck.

In den letzten zehn Minuten sahen die zahlreichen Zuschauer einen komplett offenen Schlagabtausch, doch es sollte keine gute Gelegenheit mehr geben. In der Schlussminute wurde Schaller elfmeterreif gefoult, doch weder der Unparteiische noch sein besser postierter Assistent nahmen das Vergehen wahr und der Pfiff blieb aus.

Ein sehr intensives, aber stets faires Spiel endete also mit einem insgesamt wohl leistungsgerechten Unentschieden. Der Spielverlauf ähnelte dem der Hinrundenpartie.

 

 

Kreisliga Nord, 18. Spieltag:

1.FC Waldstein – 1.FC Höllental  6:0 (3:0)

(am Samstag, 09.11.2019, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 9 S.Stumpf, 10 T.Ullmann, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 14 J.Weiß, 17 D.Kraus;
5 S.Seidel (ab 66. für 10), 13 F.Bergmann (ab 72. für 11), 15 L.Brandhorst (ab 79. für 7)

Schiedsrichter: Manfred Opitz (BSC Tauperlitz), Assistenten: Felix Plenk und Domenic Bareuther – das unerfahrene Gespann leitete nicht völlig souverän, bot aber dennoch eine ordentliche Leistung

Zuschauer: 60

Tore: 24. Min. Rüger 1:0, 40. Min. Rüger 2:0, 42. Min. Kraus 3:0, 62. Min. Kraus (Foulelfmeter) 4:0, 68. Min. Kraus 5:0, 88. Min. Kraus 6:0

 

Nach hektischen ersten Minuten übernahm Waldstein schnell die Kontrolle und hatte den größeren Ballbesitzanteil. Die Gäste aus dem Höllental hielten anfangs bissig dagegen und ließen zunächst nichts zu.

Den ersten Torschuss verzeichnete Jacob Seiler, der TW Lindner aus 18 Metern prüfte und erste Unsicherheiten beim Gästekeeper aufzeigte. Auch eine Freistoßflanke kam von J.Seiler – diese flog Richtung langer Pfosten durch Freund und Feind hindurch und Lindner parierte in letzter Sekunde.

Nach einer Flanke von Kraus setzte J.Seiler einen Kopfball aus kurzer Distanz an den linken Pfosten. Im Anschluss kam der Ball zu Stumpf, der von Strafraumkante stramm abzog. Lindner lenkte den Gewaltschuss an den anderen Pfosten.

Keine Chance hatte der Höllentaler Torhüter zwei Minuten später, als Rüger ihn scheinbar mühelos überwinden konnte. J.Seiler spielte einen flachen Pass aus der eigenen Hälfte durch die Mitte, Kraus verlängerte per Hacke und Rüger tauchte so frei vor Lindner auf und erzielte das 1:0.

Nach einer halben Stunde belagerten die Waldsteiner handballartig die Hälfte der Gäste und brachten die Höllentaler in Bedrängnis, die nun etwas ruppiger in die Zweikämpfe gingen. Vogel verzog leicht und setzte seinen Schuss rechts oben neben des Gehäuse. Rügers Pass vors Tor war etwas zu ungenau und Ullmann verpasste knapp.

Nach Schallers Pfostenkracher aus der zweiten Reihe kam die Kugel zu Rüger, der mutterseelenallein vor Lindner stand und erneut unbedrängt einschießen konnte. Die Gästespieler und –betreuer reklamierten Abseits, aber sogar Zuschauer des FCH bestätigten, dass das Tor regulär war.

Nur zwei Minuten später legte Kraus mit einem leicht abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze sogleich nach. Spätestens mit dem Doppelschlag hatte Waldstein den „Teufeln“ den Zahn gezogen – eine Vorentscheidung war gefallen.

Nur in der Viertelstunde nach Wiederbeginn ließ der FCW die Zügel etwas schleifen und agierte nicht so konsequent. Schaller hatte in dieser Phase die einzige nennenswerte Szene, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Nach einem unnötigen Foul von Brack an J.Seiler und dem sicher verwandelten Strafstoß durch Kraus fanden die Waldsteiner wieder in die Spur und beherrschten die Partie nach Belieben. Schratt vergab eine Doppelchance und auch Kraus scheiterte an der vielbeinigen Abwehr, ehe TW Lindner mit einem Fehlpass das 5:0 einleitete. Kraus bedankte sich artig und schoss die Kugel aus halblinker Position in die Maschen.

In der Folge spielte die Heimelf ihre Angriffe etwas schlampig zu Ende, sonst wäre das halbe Dutzend früher voll geworden. Die beiden gefährlichsten Szenen für die Gäste ergaben sich jeweils bei Ausflügen von TW M.Seiler, der aber von seinen Abwehrkollegen unterstützt wurde, welche beide Situationen bereinigten. Ein Kopfball von Brack und ein Schuss von Maier, die beide das Ziel um mehrere Meter verfehlten, waren die beiden einzigen erwähnenswerten Abschlüsse der Höllentaler. Die Gäste blieben in der Offensive also harmlos.

Zwei Minuten vor dem Ende legte Kraus nach verzögertem Doppelpass mit Peter Seiler seinen vierten Treffer nach und markierte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck das Tor zum 6:0-Endstand – ein deutlicher Sieg für Waldstein, der auch in Höhe völlig verdient ist.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 18. Spieltag:

1.FC Waldstein II – ATS Selbitz  2:4 (0:2)

(am Samstag, 09.11.2019, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 J.Schneider, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 M.Kruppa, 8 M.Sinnig, 9 A.Meister, 10 S.Pahlen, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann;
4 M.Heinritz (ab 62. für 7), 12 A.Müller (ab 71. für 13), 14 P.Seidel (ab 71. für 11)

Schiedsrichter: Philipp Gerg (SG Fuchsmühl) passte seine Leistung dem Niveau der Partie an

Zuschauer: 50

Tore: 20. Min. F.Hohberger 0:1, 43. Min. F.Hohberger 0:2, 46. Min. Fraaß 0:3, 52. Min. Seuß 1:3, 53. Min. Seuß 2:3, 60. Min. Fraaß 2:4

 

In einer müden ersten Hälfte zeigten sich die Gäste effektiv und Torjäger Florian Hohberger nutzte zwei der wenigen sich bietenden Chancen zur 0:2-Pausenführung. Waldstein II stand von Beginn an tief und agierte nervös und unsicher. Viele Fehlpässe prägten das Spiel der Hausherren.

Nach 20 Minuten kamen die Gäste erstmals gefährlich vors Waldsteiner Tor, doch Schübels Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Bei dieser waren die Granitler aber unsortiert und der Toptorjäger der Kreisklasse Frankenwald konnte die Führung erzielen.

In Minute 26 verzeichnete Seuß den ersten Abschluss für den FCW, TW Bartel hatte aber keine Mühe den Schuss abzuwehren. Im Gegenzug strich ein Schuss von S.Seel knapp über die Latte. Pahlen rettete wenig später für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie.

Kurz vor der Halbzeit tankte sich S.Wachter durch die Defensive der Gastgeber und spitzelte den Ball zu Fraaß. Dieser legte zurück zu F.Hohberger, der überlegt abschließen konnte.

Die Platzherren waren gedanklich noch in der Kabine, als sich die Selbitzer sehenswert durch die FCW-Defensive kombinierten und Fraaß 33 Sekunden nach Wiederanpfiff das 0:3 markierte. Weiß, Fraaß selbst und F.Hohberger waren an der Entstehung beteiligt.

Andreas Seuß ließ seine Elf mit einem Doppelpack binnen einer Minute noch einmal hoffen. Nach einer Parade von Tögel kamen die Waldsteiner im Gegenzug zu zwei Ecken in Folge. Meister scheiterte dabei an TW Bartel. Im Anschluss an den zweiten Standard ließen die Waldsteiner nicht locker und spielten sich wieder in den Strafraum. Der Ball kam zu Seuß, der ihn ins Tor stochern konnte. Und nur eine Minute später wurde wieder Seuß freigespielt und dieser netzte im Fallen aus halbrechter Position zum Anschlusstreffer ein.

Doch wenig später war die Waldsteiner Abwehr wieder zu nachlässig und Fraaß erzielte per Flachschuss das 2:4. Kurz darauf zeigte Bartel bei einem Pahlen-Freistoß Unsicherheiten, aber Seuß knallte den Nachschuss in die Wolken.

Die zweite Halbzeit wurde von beiden Seiten engagierter angegangen, es war nun ein Fußballspiel mit mehr Biss und ordentlichen Zweikämpfen, aber weiterhin auf mäßigem Niveau. Die Waldsteiner konnten jedoch ihre hohe Fehlpassquote nicht abstellen, während sich die Selbitzer etwas zurückzogen und auf Konter setzten. In der Schlussphase hatten die Gäste noch drei Riesenchancen, doch Ackermann und Fraaß vergaben kläglich. H.Meister traf per Kopf immerhin den Pfosten.

Es blieb also beim 2:4, einem nach dem Spielverlauf verdienten Endstand. Die Granitler nahmen sich einfach zu viele Auszeiten, die leichte Steigerung nach der Pause war zu wenig.

 

 

Kreisklasse Frankenwald, 19. Spieltag:

VfB Helmbrechts – 1.FC Waldstein II 4:2 (2:0)

(am Samstag, 16.11.2019, in Helmbrechts)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 M.Kruppa, 4 P.Schratt, 5 S.Popp, 6 S.Seidel, 8 P.Seidel, 9 S.Stumpf, 10 P.Körbe, 11 F.Bergmann, 13 P.Bergmann;
7 J.Schlegel (ab 46. für 7), 12 A.Müller (ab 46. für 2), 14 H.Bergmann

Schiedsrichter: Uwe Dietrich (1.FC Lauenstein) war stets auf Ballhöhe und leitete die faire Partie hervorragend, nur ein paar sehr knappe Abseitsentscheidungen auf beiden Seiten waren etwas strittig.

Zuschauer: 60

Tore: 18. Min. Scherer 1:0, 42. Min. Horn 2:0, 48. Min. Simsek 3:0, 68. Min. Mehrad 4:0, 73. Min. S.Seidel 4:1, 83. Min. Schratt (FE) 4:2

 

Trotz einer sehr ansprechenden Leistung in Helmbrechts beim Tabellenzweiten stand die Waldsteiner Zweite Mannschaft nach 90 Minuten erneut mit leeren Händen da. Trainer Oliver Koller hatte in den Tagen vor dem Match eine Flut von Absagen erhalten, die meist krankheitsbedingter Natur waren, und profitierte vom Ausfall der Kreisliga-Partie SV Froschbachtal vs. 1.FC Waldstein I. So konnte er einige Akteure aus dem Kader der Ersten Mannschaft mit aufs Feld schicken.

Vorsichtig begannen beide Mannschaften, die Abtastphase dauerte mehrere Minuten. Helmbrechts war auf Sicherheit und Ballbesitz bedacht und fand zunächst keine Mittel gegen die tief und kompakt stehenden Granitler. Waldstein ließ nichts zu und entwickelte nach und nach auch erste Offensivbemühungen.

Doch als Zeh einen eigentlich schon eroberten Ball im Zweikampf gegen Scherer wieder verlor, krönte der Helmbrechtser seine Einzelleistung mit einem guten Schuss ins lange Eck und somit dem Führungstreffer für die Rothosen – der erste Torschuss war drin.

Die Partie wurde offener, doch wirklich gefährlich wurde es selten. Nach knapp einer halben Stunde tauchte plötzlich wieder Scherer in der Gefahrenzone auf, doch diesmal parierte TW Tögel stark und verhinderte einen zweiten Gegentreffer. Einige Minuten später setzte S.Seidel bei einem Konter zum Solo an, wurde aber von Fröhlich rechtzeitig gestellt und fair gestoppt.

Bei einem Eckball bot sich P.Seidel kurz darauf eine gute Kopfballchance: nach P.Bergmanns Ecke brachte Seidel die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo aber ein VfB-Spieler auf der Linie klären konnte. Quasi im Gegenzug erhöhte Horn auf 2:0. Nach einem langen Ball brach er in der Mitte durch und versenkte einen schönen Schuss in den Maschen. Von drei Torchancen hatte Helmbrechts zwei verwertet – eine bewundernswerte Effektivität.

In der Nachspielzeit legte sich S.Seidel etwa 26 Meter vor der Kiste den Ball zurecht und trat den Freistoß scharf Richtung Tor. Doch das Spielgerät strich knapp über das Gehäuse und der Unparteiische bat zum Pausentee. Der Favorit führte nicht völlig unverdient, aber wenn dann um ein Tor zu hoch. Spielerisch war es ein Match auf Augenhöhe, die Waldsteiner boten gut Paroli.

Wieder einmal jedoch wurden in der Phase nach Wiederanpfiff alle guten Vorsätze für die zweite Halbzeit über den Haufen geworfen, denn erneut fiel ein weiterer Gegentreffer in den Anfangsminuten des zweiten Abschnitts. Zwar kombinierten sich die Helmbrechtser gut durch die Waldsteiner Hälfte, aber bis in den Strafraum konnten sie damit nicht vordringen. Der Ball wurde zurückgespielt auf Simsek, der die Kugel hoch in den 16er spielte. Seine verunglückte Bogenlampe wurde lang und länger und fiel genau unter der Latte ins Netz. TW Tögel war mit den Fingerspitzen noch am Ball, sah aber beim Gegentreffer nicht gut aus.

Im Anschluss waren die Spielanteile weiterhin relativ ausgeglichen, doch die Luft war irgendwie raus. Torchancen waren Mangelware, das Spiel plätscherte vor sich hin und es dauerte 20 Minuten, bis die Partie wieder Fahrt aufnahm. Ausschlaggebend war der Treffer zum 4:0. Mehrad zog einen Freistoß aus halblinker Position und etwa 25 Metern Torentfernung direkt aufs lange Eck. Durchaus gut geschossen, aber unhaltbar sah der Freistoß nicht aus.

Die letzten 20 Minuten gehörten größtenteils den Gästen, wohl auch weil sich der VfB auf dem Vier-Tore-Vorsprung etwas zu sorglos ausruhte. Drei Minuten nach dem 4:0 setzte F.Bergmann zum Solo an und bediente Schlegel, dessen Schuss aus 18 Metern nur ein paar Zentimeter zu hoch angesetzt war.

Weitere zwei Zeigerumdrehungen später kam Waldstein über links und durch einen Helmbrechtser Abwehrversuch kam der Ball zu S.Seidel. Dieser versuchte es aus 20 Metern und versenkte das Leder sehenswert im Tor von TW Edelmann. Weit rechts und fast im Winkel schlug der Ball ein.

Die Granitler investierten in der Schlussphase etwas mehr und waren um weitere Ergebniskosmetik bemüht. Verdientermaßen kam die Elf von Oliver Koller auch noch zu einem zweiten Tor. S.Seidel bereitete den Spielzug durch die Mitte vor und erhielt den Ball von Müller per Hackendoppelpass zurück. Körbe wurde eingesetzt und von seinem Gegenspieler im Strafraum gelegt, weshalb der Referee berechtigterweise auf den Punkt zeigte. Schratt trat aus elf Metern an und verwandelte den Strafstoß sicher.

Doch die Aufholjagd begann etwas zu spät bzw. war der Rückstand einfach schon zu hoch. Das Spiel endete 4:2 für den VfB, der sich in dieser Partie über weite Strecken laufstark und passsicher präsentierte und deshalb zu Recht so weit oben in der Tabelle steht. Scherer und Horn, mit Abstrichen noch Shtop, waren die besten Akteure bei der Heimelf. Doch die verstärkte Waldsteiner Mannschaft war dem VfB größtenteils ebenbürtig und verlor insgesamt unglücklich. In der Offensive waren Sandro Seidel und Freddy Bergmann am auffälligsten, defensiv ragten Schratt und vor allem Stumpf heraus.

 

 

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Donnerstag, 21. November 2019

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