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Saison 2022/23

Saison 2022/2023:

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 1. Spieltag:

VfR Katschenreuth – 1.FC Waldstein  2:0 (1:0)

(am Samstag, 23.07.2022, in Katschenreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller, 9 C.Sturm (ab 74. für 10), 11 L.Vogel (ab 85. für 16), 13 A.Pilz (ab 46. für 2), 14 F.Reichel

Schiedsrichter: Sebastian Küffner (1.FC Nagel; unterstützt von Tina Benker und Marco Spörl) hatte das Spiel unter Kontrolle

Zuschauer: 200

Tore: 33. Min. Angermann 1:0, 83. Min. Wettermann 2:0

 

Am Samstag war es so weit: Auftakt in das Abenteuer Bezirksliga! Die Waldsteiner mussten nach Katschenreuth zum letztjährigen Zweiten und verkauften sich teuer. Am Ende kassierte der Aufsteiger jedoch eine verdiente 0:2-Niederlage.

Munter ging es los und zunächst war es eine ausgeglichene Partie ohne Höhepunkte. Doch nach und nach verschärften die Gastgeber den Druck und rissen das Spiel an sich. Erstmals gefährlich wurde es nach gut einer Viertelstunde, als Limmer aus dem Halbfeld ins Zentrum flankte und Angermann zum Kopfball ansetzte, doch TW Seiler lenkte die Kugel gekonnt über die Latte.

Die Granitler standen defensiv kompakt und ließen relativ wenig zu – die wenigen Abschlüsse der Katschenreuther flogen übers Fangnetz oder gingen weit vorbei – doch in der Offensive haperte es etwas, denn die Bälle gingen zu schnell verloren und so verpufften die Entlastungsangriffe.

Nach 28 Minuten fiel der aus Neudrossenfeld gekommene Löhrlein erstmals auf, setzte seinen Schlenzer nach gutem Solo jedoch neben den Kasten. Kurz darauf war TW Seiler wieder zur Stelle, lenkte einen Eckball unter starker Bedrängnis weg vom Tor und hielt auch den Nachschuss. Doch nach der anschließenden Ecke kriegten die Waldsteiner den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Angermann versenkte das Spielgerät mit einem sehenswerten Seitfallzieher unhaltbar im langen Eck.

Die Granitler waren kurz von der Rolle und hätten beinahe nur Sekunden nach dem Anstoß noch einen Treffer kassiert, doch der Schlenzer ging am langen Pfosten vorbei. Und wieder war es Angermann, der kurz vor der Pause nach guter Ballmitnahme stramm abzog, doch der Waldsteiner Schlussmann Seiler tauchte ab und parierte stark.

Mit Ablauf der regulären Spielzeit kam der unermüdlich rackernde Ullmann im Strafraum zu Fall. Der VfR hätte sich nicht beschweren können, wenn es Elfmeter gegeben hätte – der Unparteiische zögerte auch kurz, lud dann aber doch zum Pausentee.

Die zweite Hälfte begann intensiver als die erste – es gab mehr Zweikämpfe, mehr Fouls, einige Situationen, in denen diskutiert werden musste. Auch wenn es ein wenig hektisch wurde und die Katschenreuther teilweise recht hart in die Zweikämpfe gingen, wurde es nie wirklich unfair. Dennoch hätte SR Küffner vielleicht die ein oder andere gelbe Karte mehr zücken können.

Zehn Minuten nach der Pause blieb M.Seiler im Privatduell mit Angermann erneut Sieger und entschärfte eine Direktabnahme nach Ecke glänzend. Ein Freistoß von Beszczynski war zwar kraftvoll getreten, aber einen halben Meter zu hoch angesetzt.

Ansonsten waren Strafraumszenen erst einmal rar gesät. Die Granilter bissen sich in die Partie und boten dem Aufstiegsaspiranten ordentlich Paroli. In der Vorwärtsbewegung ging jedoch der Ball oftmals zu schnell verloren. Man merkte den Sener-Schützlingen doch an, dass es manchmal ein wenig zu schnell ging. Tempo, Spritzigkeit und Erfahrung – in diesen Bereichen können die Granitler sicher noch zulegen.

Doch durch F.Sturm und Moreth kamen die Gäste durchaus zu Abschlüssen und hätte Walter nach 73 Minuten den Kopf genommen, wäre vielleicht sogar der Ausgleich fällig gewesen, doch der Versuch mit dem Bein landete in den Wolken. Spannend war es bis fast zum Schluss und Brandhorst fälschte einen gefährlichen Schuss leicht, aber entscheidend ab zur Ecke.

Wenig später fiel doch die Vorentscheidung, als der kurz zuvor eingewechselte Wettermann an den Ball kam, nach Doppelpass mit Löhrlein perfekt in Szene gesetzt wurde und Seiler mit einem platzierten Flachschuss überwinden konnte. Die Granit-Defensive war in dieser Situation ausnahmsweise mal nicht auf der Höhe.

Der überragende Gästeschlussmann Seiler brachte Wettermann wenig später nach einem Eckball mit einer Doppelparade zur Verzweiflung. In den letzten Minuten passierte dann nicht mehr viel und die Partie ging zu Ende. Katschenreuth feierte einen verdienten 2:0-Erfolg gegen gut kämpfende Waldsteiner, die noch nicht ganz in der Liga angekommen sind, aber sich wacker schlugen und gut verkauft haben.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 1. Spieltag:

(SG) 1.FC Ahornberg / ASV Leupoldsgrün II – 1.FC Waldstein II  1:1 (0:1)

(am Sonntag, 24.07.2022, in Ahornberg)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 M.Heinritz, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 F.Reinisch, 16 L.Bergmann;
3 A.Rickenthäler (ab 46. für 7), 4 M.Kefes (ab 76. für 2), 6 P.Körbe (ab 46. für 15), 10 A.Müller (ab 63. für 13), 14 T.Zahn (ab 63. für 3)

Schiedsrichter: Dieter Becher (SV Sauerhof) wurde kurzfristig eingeteilt, da der ursprüngliche Referee Ulrich Thümling (Froschbachtal) aufgrund eines positiven Corona-Tests nicht kommen konnte. Er hatte ein leichtes Amt, verweigerte den Gästen in der Schlussphase einen Kann-Elfmeter und einen klaren Strafstoß.

Zuschauer: 45

Tore: 8. Min. Seuß 0:1, 63. Min. Greim 1:1

 

Die Granitler kamen im ersten Saisonspiel bei der zweiten Garde der SG Ahornberg/Leupoldsgrün nicht über ein Remis hinaus, obwohl man sich mehr vorgenommen hatte. Die Gäste begannen gut und gingen auch verdient in Führung, doch mit zunehmender Spieldauer ging nicht nur die Ordnung verloren.

Von Beginn an hatten die Waldsteiner mehr vom Spiel und konnten mit der ersten gefährlichen Aktion gleich den Führungstreffer erzielen. Seidel flanke aus dem Halbfeld in die Spitze, Seuß nahm die Kugel gekonnt an und schob sie am Torhüter vorbei ins Netz.

Auch in der Folge waren die Granitler tonangebend, aber wirklich Torchancen blieben Mangelware. Zwar spielten die Bergmann-Schützlinge oftmals gut zusammen, aber je näher das gegnerische Tor kam, desto ungenauer wurden die Pässe. Oder man trennte sich zu spät vom Ball und lief sich fest.

Popp war dann doch einmal durchgebrochen und blieb nach einem Zweikampf etwas glücklich im Ballbesitz, blieb dann aber an TW Kießling hängen. Wenig später lupfte Sachs das Leder auf Seuß, dieser ließ seinen Gegenspieler aussteigen und zog stramm ab, doch der Ball klatschte an den Pfosten und sprang von diesem zurück ins Feld.

Die Partie plätscherte dann gen Halbzeit und der Schlendrian begann sich bereits einzuschleichen bei den Granitlern, die aber mit einer verdienten Führung in die Pause gingen. Auch nach dem Wechsel gab es nur wenige Highlights zu bestaunen. Waldstein versuchte den Gegner früh unter Druck zu setzen, was aber immer seltener gelang. Ein Befreiungsschlag von Zeh landete bei Seuß, der den Ball herunterstoppte und ein wenig unfreiwillig für Leupold auflegte, doch dieser verzog in aussichtsreicher Position.

In Minute 63 gelang den Gastgebern aus heiterem Himmel der Ausgleich. Rank steckte den Ball perfekt in die Spitze durch und Greim tunnelte TW Tögel. Nun schwammen die Waldsteiner kurzzeitig und nur zwei Zeigerumdrehungen später hätte Greim die Partie vollends drehen können, doch diesmal war Tögel per Fußabwehr zur Stelle. Die Trinkpause kam zur rechten Zeit, so dass sich die Gäste wieder etwas fangen konnten. Doch die Partie war im Anschluss offener und es wurde hektischer.

Körbe hatte nach 73 Minute eine Möglichkeit, doch der Versuch ging am kurzen Pfosten vorbei. In der Schlussphase prallte Seuß dann mit Gegenspieler Jahn böse zusammen und beide blieben zunächst auf dem Rasen liegen. Während der FCW-Angreifer nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte, musste der SG-Verteidiger vom Feld getragen werden. Er hat sich wohl schwerer am Knie verletzt. Gute Besserung an dieser Stelle!

Kurz danach senkte sich eine Bananenflanke von Zahn aufs Tor – TW Kießling parierte mit Glück und unter Zuhilfenahme der Querlatte. Kurz darauf kam Seuß nach einem Kontakt im Strafraum zu Fall – es hätte Elfmeter geben können, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Als dann in der Nachspielzeit ein SG-Spieler klar mit dem ausgetreckten Arm den Ball spielte, hätte es zwingend Strafstoß geben müssen, aber SR Becher brachte es nicht übers Herz, zu pfeifen und auf den Punkt u zeigen.

Dann war Schluss. Die Waldsteiner hätten durchaus das Match für sich entscheiden können, auch wenn die Leistung insgesamt nicht überzeugend war. Nach gutem Beginn ließen die Granitler nach. Die Heimelf jedoch hatte auch nur gute fünf Minuten und kam eher schmeichelhaft zu einem Zähler.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SpVgg Oberkotzau  1:0 (0:0)

(am Mittwoch, 27.07.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller, 9 C.Sturm (ab 90.+3 für 20), 11 L.Vogel, 13 A.Pilz (ab 89. für 18), 16 K.Sachs (ab 74. für 19), 17 D.Kraus (ab 77. für 10)

Schiedsrichter: Maximilian Dadder (TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf; assistiert von Carina Opel und Lucas Hauschild) leitete nicht schlecht, traf ein paar merkwürdige Entscheidungen und hatte gerade bezüglich der Kartenvergabe keine klare Linie

Zuschauer: 270

Tor: 81. Min. J.Seiler 1:0

 

Im ersten Bezirksliga-Heimspiel gelang den Granitlern in Sparneck vor ordentlicher Zuschauerkulisse gegen die SpVgg Oberkotzau ein knapper, aber durchaus verdienter 1:0-Erfolg. Nachdem sich die beiden Mannschaften im ersten Abschnitt noch neutralisiert hatten, waren die Gastgeber nach dem Seitenwechsel die tonangebende Mannschaft und Jacob Seiler erzielte nach dem schönsten Spielzug der Partie den goldenen Siegtreffer.

F.Sturm und Lein prüften in der Anfangsphase jeweils den gegnerischen Torwart mit einem Fernschuss, aber beide Keeper bestanden den Test tadellos. Ansonsten boten die beiden Mannschaften abwartenden Fußball ohne wirkliche Highlights – keiner wollte sich einen frühen Fehler leisten.

In der ereignisarmen ersten Hälfte bot sich Lein nach Flanke von Schneider eine gute Möglichkeit, doch er traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Auf der Gegenseite war ein Kopfballversuch Brandhorsts die „dickste“ Möglichkeit. Ansonsten kamen beide Mannschaften der gegnerischen Gefahrenzone nur selten nahe. Je näher das Tor kam, umso ungenauer wurden die Pässe, gerade auf Seiten der Heimelf. So plätscherte das Spiel in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff übernahmen die Waldsteiner mehr und mehr die Initiative, doch Torchancen waren weiterhin rar gesät. Aus dem Spiel heraus ging nicht viel, da der entscheidende Pass meist zu schlampig gespielt war. Nach einer Stunde hätte Bächer eine Walter-Ecke per Kopf veredeln können, konnte das Spielgerät aber nicht in die richtige Richtung drücken. Der etwas überraschte Ullmann verfehlte mit dem anschließenden Kopfball das Ziel knapp.

Die Gäste igelten sich in ihrer Hälfte ein und zeigten über weite Strecken der zweiten Halbzeit kaum Offensivdrang. Nach einem Befreiungsschlag von Brandhorst zögerten TW Schnabel und ein SVO-Verteidiger etwas, so dass Ullmann gut 16 Metern vor dem Tor an den Ball kam, aber der Kopfball sprang am Ziel vorbei. Auch die Gäste konnten dann mit einem weiten Befreiungsschlag für Unruhe sorgen, da der kurz zuvor eingewechselte Sachs ebenfalls ein wenig zögerlich agierte, aber Gegenspieler Lein stolperte im Laufduell und TW Becher bereinigte die Situation.

Kraus gab dann nach längerer Verletzungspause sein Comeback und war am Treffer zum 1:0 entscheidend beteiligt. Ullmann setzte Verteidiger Specht gut unter Druck und dieser konnte den Ball nicht kontrolliert klären. Seidel leitete das Leder per Kopf zu J.Seiler, dieser artistisch weiter zu Ullmann. Der Angreifer spielte direkt zu Kraus, welcher die Kugel wiederum aus einer fließenden Bewegung heraus in leichtem Bogen in die Spitze spielte. J.Seiler hatte sich davongestohlen und schoss scheinbar mühelos an TW Schnabel vorbei ins lange Eck zum viel umjubelten ersten Bezirksligatreffer.

Die Granitler schalteten nun in den Verwaltungsmodus um, während Oberkotzau doch noch einmal versuchte, offensiv tätig zu werden. Doch viel Konstruktives sprang dabei nicht heraus und die Sener-Schützlinge konnten alles wegverteidigen. Die noch beste Gelegenheit hatte Cavelius per direktem Freistoß, aber Becher musste bei diesem Fehlschuss nicht eingreifen. Selbst in der mehr als fünfminütigen Nachspielzeit geriet sein Kasten nicht nennenswert in Gefahr und so feierten die Waldsteiner den ersten Bezirksliga-Dreier der noch jungen Vereinsgeschichte.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) ASV Stockenroth / FC Zell  2:1 (0:0)

(am Samstag, 30.07.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 3 A.Rickenthäler, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 F.Bergmann, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 71. für 11), 14 T.Zahn (ab 69. für 3), 15 L.Bergmann (ab 56. für 12), 16 J.Schlegel (ab 60. für 5)

Schiedsrichter: Gunter Ernst (FC Saaletal Berg) hatte alles im Griff

Zuschauer: 60

Tore: 56. Min. Feist 1:0, 69. Min. Feist 2:0, 81. Min. Kind 2:1

 

Die Granitler begannen ganz ordentlich und die meisten Aktionen fanden in der Anfangsphase in der Hälfte der Gäste statt. Seuß prüfte TW F.Rickenthäler und F.Bergmann setzte einen Schuss aus der zweiten Reihe zu hoch an. Als Seuß dann im Strafraum zu Boden ging, forderten die Waldsteiner Elfmeter, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

In der Folge nahm die Überlegenheit der Gastgeber immer mehr ab und auch das Niveau der Partie sank merklich ab. Bis zur Pause plätscherte die Partie vor sich hin und bereitete der überschaubaren Anzahl an Zuschauern keine Freude. Noch einmal zog F.Bergmann nach Zusammenspiel mit seinem Bruder aus 20 Metern ab, hätte aber besser zu Seuß abgespielt.

Die Waldsteiner agierten über weite Strecken behäbig und ideenlos. Die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Doch glücklicherweise brachten auch die Gästespieler nichts Konstruktives zu Stande. So wurden beim Spielstand von 0:0 die Seiten getauscht.

Auch nach Wiederanpfiff boten beide Mannschaften keinen fußballerischen Leckerbissen und es ergab sich zunächst das gleiche Bild. Doch in Minute 56 führte eine gute Aktion zur Führung. P.Bergmann trieb den Ball auf der linken Seite bis zur Torauslinie und flankte nach innen. Feist stand ungedeckt am Fünfmeterraum und konnte den Ball in die Maschen befördern.

Der Treffer weckte die Waldsteiner auf und kurz darauf vergaben Sachs und Seuß gute Möglichkeiten. Beide Male rollte der Ball am linken Pfosten vorbei. Der schönste Spielzug führte dann zum Tor zum 2:0. Seuß spielte zu Sachs, dieser zurück zu Seuß. Die direkte Weiterleitung auf Feist folgte, dieser nahm die Kugel mit der Brust mit und netzte gekonnt von halblinks ein. Der Ball landete platziert neben dem rechten Pfosten im Netz.

Der eingewechselte und etwas übermotivierte Schlegel kassierte in Minute 78 die erste Zehn-Minuten-Strafe für wiederholtes Foulspiel. In Überzahl kamen die Gäste zu ihrer einzigen nennenswerten Chance, die zum Anschlusstreffer führte. Kind tauchte plötzlich vor TW Tögel auf und vollendete mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:1.

D.Seibel sorgte kurz darauf dafür, dass bei der Anzahl der Spieler auf dem Feld wieder Ausgeglichenheit herrschte, denn auch er wurde für zehn Minuten des Feldes verwiesen. Sachs setzte einen Kopfball nach einer Müller-Ecke an die Latte und verpasste die endgültige Entscheidung. Somit blieb es in den restlichen Minuten noch spannend, doch die SGler konnten nicht mehr zulegen und keine Gefahr mehr erzeugen. Die Waldsteiner feierten nach einem schwachen Spiel einen verdienten 2:1-Derbysieg.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 3. Spieltag:

SG Regnitzlosau – 1.FC Waldstein I  2:0 (2:0)

(am Sonntag, 31.07.2022, in Regnitzlosau)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 9 C.Sturm (ab 62. für 10), 11 L.Vogel (ab 62. für 5), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus (ab 62. für 20)

Schiedsrichter: Johannes Fröba (TSV Neukenroth, Assistenten: Thomas Mattes und Klaus Schubert) leitete souverän und mit Übersicht

Zuschauer: 150

Tore: 15. Min. Binder 1:0, 30. Min. Tac 2:0

 

Auch in Regnitzlosau verkaufte sich die Granit-Elf teuer und kämpfte in der Defensive gut, nach vorne ging allerdings wenig. In Abwesenheit des Trainers Ali Sener (Urlaub) coachte Dieter Rußler die Waldsteiner Mannschaft und musste den verletzungsbedingten Ausfall von Sebastian Schaller verkraften.

Nach anfänglichem Abtasten erlangte die SG ein optisches Übergewicht und kam zu zwei ersten Kopfballmöglichkeiten, die ihr Ziel aber noch verfehlten. Die dritte Chance führte dann aber zum Treffer, als Binder bei einer Freistoßflanke von Krannich ziemlich ungedeckt blieb und zum 1:0 einnicken konnte. Kurz zuvor hatte F.Sturm TW Knobloch erstmals aus der Distanz geprüft.

In einer hektischer werdenden Partie setzten die aggressiven Regnitzlosauer die Gästeelf früh unter Druck. Entlastungsangriffe für Waldstein gab es kaum, denn die Bälle wurden in der Vorwärtsbewegung zu schnell verloren. Die Stadelmann-Schützlinge hatten auch das nötige Quäntchen Glück, denn der zweite Ball sprang fast immer ihnen vor die Füße und nicht den Granitlern.

Zudem packte Tac nach einer halben Stunde auch noch einen Sonntagsschuss aus und hämmerte das Leder aus gut 20 Metern an die Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball unhaltbar für M.Seiler in die Maschen.

J.Seilers Abschluss wenig später war zu unplatziert und stellte für den SG-Schlussmann keine Herausforderung dar. Gutmann setzte mit dem Pausenpfiff einen Schuss Richtung Kreuzeck ab, verfehlte dieses aber.

Auch in Hälfte Zwei war die SGR die tonangebende Mannschaft. Torraumszenen blieben allerdings Mangelware. Die Waldsteiner verteidigten gut, konnten aber weiterhin kaum offensive Akzente setzen. Auch die drei frischen Kräfte von der Bank, die nach gut einer Stunde eingewechselt wurden, änderten daran nur wenig.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr schaltete Regnitzlosau in den Modus der Ergebnisverwaltung. Doch eine gute Gelegenheit ergab sich noch: eine Viertelstunde vor Schluss setzte Stadelmann zum Solo über links an und bediente Binder, der jedoch am zweiten Pfosten verpasste. Die beste Chance auf den Anschlusstreffer hatte Brandhorst fünf Minuten vor dem Ende, doch sein Kopfballaufsetzer nach einem Freistoß von J.Seiler ging links am Tor vorbei.

Es blieb am Ende beim verdienten Sieg für die bessere Mannschaft, die den Waldsteinern die Grenzen aufzeigte. Die Trauben hingen an diesem Wochenende zu hoch.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 3. Spieltag:

(SG) 1.FC Gefrees / TSV Streitau II - 1.FC Waldstein II  7:1 (4:0)

(am Sonntag, 07.08.2022, in Streitau)

 

1 F.Tögel, 3 A.Rickenthäler, 4 F.Reichel, 5 K.Sachs, 8 M.Sachs, 9 S.Dittmar, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 F.Reinisch, 16 J.Schlegel;
7 J.El Fallaki (ab für), 10 A.Müller (ab für), 14 T.Zahn (ab 12. für 3)

Schiedsrichter: Udo Siegfried Hahn (TDC Lindau) entpuppte sich an diesem Tag als Heimschiedsrichter

Zuschauer: 50

Tore: 29. Min. Kodisch 1:0, 35. Min. Haupt (FE) 2:0, 38. Min. Raubbach 3:0, 42. Min. P.Sachs 4:0, 58. Min. M.Sachs 4:1, 64. Min. Kodisch 5:1, 74. Min. Nisio 6:1, 82. Min. Kolb 7:1

 

Viel hatten sich die Granitler vorgenommen und mussten am Ende mit einer richtigen Packung die Heimreise antreten. Die Zweite Mannschaft der SG Gefrees/Streitau nahm die Waldsteiner auseinander und feierte einen Kantersieg, der durchaus verdient war, aber ein wenig hoch ausfiel. Coach Bergmann musste mehrere Ausfälle verkraften, konnte aber dennoch eine gute Mannschaft ins Rennen schicken.

Bereits nach 28 Sekunden hätte Seuß die Partie in die richtige Richtung lenken können, scheiterte jedoch mit seinem strammen aber etwas zu unplatzierten Schuss an TW Seiferth. In der Folge ging es hin und her und beide Mannschaften hätten ihre Tore erzielen können, wenn nicht müssen, doch Kodisch und T.Becher sowie Schlegel und Leupold vergaben. TW Tögel parierte gegen Raubbach und Kodisch; und auch Seuß verfehlte das Ziel.

Tögel war noch einmal zur Stelle und hielt stark gegen Kolb, ehe es ein wenig ruhiger wurde. Doch nach der Trinkpause waren die Granitler gedanklich noch nicht wieder auf dem Feld. Auf den Einwurf der Heimelf folgte ein leicht abgefälschter Abschluss aus der zweiten Reihe, den Tögel nicht festhalten konnte, und Kodisch staubte ab.

P.Bergmann klärte die Situation nach einem Solo Raubbachs mit einem sauberen Tackling, doch der Referee gab zum Entsetzen der Gäste einen Elfmeter, welchen Haupt sicher verwandeln konnte. Die Waldsteiner waren nun von der Rolle und ließen kurz darauf den dritten Treffer zu: Beck setzte sich energisch gegen M.Sachs durch, der den schnellen Raubbach auf die Reise schickte. Dieser war auf und davon und schob die Kugel clever am machtlosen Tögel vorbei ins Netz.

Nach gutem Pass von Leupold hätte Seuß selbst verkürzen können, legte aber vor dem Tor uneigennützig quer und bediente Dittmar, der als Last-Minute-Neuzugang sein Debüt für Waldstein gab. Allerdings versemmelte er die Hundertprozentige und setzte den Ball aus kurzer Distanz über die Latte.

Postwendend schlug das Leder auf der anderen Seite wieder ein, als ein abgefälschter Schuss von P.Sachs aus gut 16 Metern in den Maschen landete. Somit führte die SG zur Pause verdient, aber zu hoch, gegen die Waldsteiner, die wieder gut begonnen hatten, aber mit zunehmender Spieldauer immer schläfriger in der Defensive agierten.

Eher gemächlich begann die zweite Halbzeit, denn die Gastgeber ruhten sich auf dem komfortablen Vorsprung aus und die Waldsteiner benötigten etwas Zeit, um wieder in die Partie zu finden. Doch als M.Sachs nach einer Freistoßflanke von Leupold zum 4:1 einnetzte, waren die Bergmann-Schützlinge am Drücker. Allerdings nahmen die Gefreeser und Streitauer den Gäste den Wind kurz darauf wieder aus den Segeln, denn Kodisch traf nach einem Konter aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position zum 5:1.

Nachdem TW Tögel gegen Kreuzer und Beck weitere Gegentreffer verhindert hatte, war er beim 6:1 wieder chancenlos. Während die Waldsteiner noch dabei waren, sich anzumeckern, erreichte Nisio ein weiter Abschlag seines Keepers. Er lief aufs Tor zu und machte das halbe Dutzend voll.

Zwar waren die Granitler nach vorne noch ein wenig um Ergebniskosmetik bemüht, zerfielen aber in der Defensive und ließen noch das 7:1 durch Kolb zu. Ein weiterer Treffer der SG zählte aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht. Nicht das erste Mal, dass der Unparteiische bei einer Abseitsposition falsch lag, aber meist pfiff er nicht, obwohl sich ein SG-Spieler in der verbotenen Zone aufhielt. Diesmal gab er den regulären Treffer nicht.

Waldsteins Zweite verlor gegen gute aber bei Weitem nicht überragende Gefreeser und Streitauer mit 1:7. Auch wenn man gegen 12 Mann spielte, muss sich jeder Spieler an die eigene Nase fassen, denn mit der gebotenen Leistung ist es einfach schwer, ein Spiel zu gewinnen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein I - FSV Bayreuth  1:4 (1:0)

(am Sonntag, 07.08.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher (ab 46. für 1), 9 C.Sturm (ab 90.+1 für 17), 13 A.Pilz (ab 63. für 5), 14 F.Reichel, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus (ab 70. für 20)

Schiedsrichter: Christian Stapf (ASV Naisa; Assistenten Jan-Luca Kabitz und Jürgen Waßmann) leitetet konsequent mit einer erkennbaren Linie, übersah aber wohl ein vermeintliches Handspiel beim Treffer zum 1:2

Zuschauer: 165

Tore: 26. Min. Ullmann 1:0, 52. Min. Lunk 1:1, 61. Min. Heim 1:2, 65. Min. Lunk 1:3, 89. Min. Heumann 1:4

Gelb-rote Karten: Heim (FSV, 69., Halten), F.Sturm (FCW, 79., Foulspiel)

 

Gegen den makellos in die Saison gestarteten Mitaufsteiger reichte dem FCW eine gute erste Halbzeit nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Match jedoch bereits zur Halbzeit vorentschieden sein können.

Zu Beginn tasteten sich die beiden Mannschaften ab und riskierten zunächst kaum etwas. Anschließend übernahmen aber die Granitler die Initiative. Nach guter Vorarbeit von Seidel und Bächer verpasste Moreth die Hereingabe knapp. Erneut war Bächer beteiligt, als im Zusammenspiel mit Moreth eine Chance für Walter erarbeitet wurde, doch dieser vergab am zweiten Pfosten.

Besser klappte es in Minute 26, als Vogel einen Ball in den Strafraum verlängerte und Ullmann das Spielgerät an TW Anton vorbeischieben konnte. Nur knapp hatte das Leder die Linie überquert, ehe es der Keeper wieder herauskratzte, aber SR-Assistent Kabitz zeigte sofort den Treffer an. Vogel hätte anschließend erhöhen müssen, aber seine stramme Abnahme am zweiten Pfosten nach erneuter Vorlage von Bächer sauste knapp am Ziel vorbei.

In den Minuten vor der Pause kamen die Wagnerstädter wieder etwas mehr auf, ohne jedoch eine nennenswerte Torchance zu generieren. Mit dem verdienten Spielstand von 1:0 wurden die Seiten gewechselt.

In Urlaubsvertretung für Ali Sener coachte erneut Dieter Rußler die Waldsteiner und musste zum zweiten Abschnitt auf der Torhüterposition verletzungsbedingt wechseln: Jo Becher ging für Michael Seiler zwischen die Pfosten. Dieser musste nach gut sechs Minuten hinter sich greifen, als der FSV mustergültig konterte und der schnelle Lunk mit einem halbhohen Heber einnetzte.

Nun war Feuer in der Partie. Walter setzte einen Kopfball neben das Tor und im Gegenzug hätte Lunk die Partie bereits drehen können, aber auch er schoss vorbei. Die Bayreuther gingen sehr robust in die Zweikämpfe und holten sich binnen weniger Minuten einige gelbe Karten ab.

Nachdem bei einer Ecke drei Waldsteiner nicht klären konnten, verwandelte Heim aus wenigen Metern zum 1:2. Allerdings war er bei der Annahme wohl mit der Hand am Ball. Nur vier Minuten später setzte Lunk noch einen drauf, als es wieder schnell über halblinks ging.

Die Granitler konnten zunächst nicht an die gute Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen, während die Mannen von der Prellmühle nun ihr Potential ausschöpften und mit den ersten vier Torschüssen der Partie innerhalb von 13 Minuten drei Mal trafen. Als Assistent Waßmann den Hauptschiedsrichter zu sich rief und dieser Verteidiger Heim für ein Halten im 16er mit der Ampelkarte vom Feld schickte sowie auf den Punkt zeigte, bot sich die Möglichkeit, noch einmal heranzukommen. Doch Walter scheiterte mit einem schwach geschossenen Strafstoß an TW Anton. Die Chance, es wieder spannend zu machen, war vertan und der FSV konzentrierte sich von nun an auf die Defensive.

Spätestens als auch Fabian Sturm zum Duschen geschickt wurde, war die Partie entschieden. Waldstein bestimmte zwar das Spiel in der Schlussphase wieder und hatte mehr Ballbesitz, konnte aber keine Einschussmöglichkeiten mehr herausspielen. Beinahe hätte es sogar noch einmal hinter Becher eingeschlagen, aber Tekelioglus Versuch in der Nachspielzeit knallte an den Pfosten.

Zu allem Überfluss verletzte sich der eingewechselte Kraus am Knöchel und musste wieder ersetzt werden. Vermutet wird eine Bänderverletzung und eine längere Ausfallzeit, während es sich bei M.Seiler um eine Zehenverletzung handelt, die ihn nicht sehr lange außer Gefecht setzen sollte. Gute Besserung, Domi & Michl!

Bayreuth entführte dank einer aggressiven Phase zu Beginn der zweiten Hälfte die drei Punkte, der Erfolg ist insgesamt jedoch mehr als schmeichelhaft. Waldstein belohnte sich nicht und kassierte eine unglückliche wie unnötige Niederlage.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 5. Spieltag:

SV Bavaria Waischenfeld – 1.FC Waldstein I  3:0 (1:0)

(am Mittwoch, 10.08.2022, in Waischenfeld)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
9 C.Sturm (ab 6. für 19), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel (ab 75. für 10), 16 K.Sachs

Schiedsrichter: Vincenz Dippold (FC Wiesla Hof; Assistenten: Daniel Derr und Jonas Müller) traf einige seltsame Entscheidungen, machte aber keine spielentscheidenden Fehler

Zuschauer: 100

Tore: 38. Min. Schrüfer 1:0, 73. Min. Schrüfer 2:0, 79. Min. Keller 3:0

 

Auch vor der längsten Auswärtsfahrt, die unglücklicherweise unter der Woche anstand, rechneten sich die Waldsteiner etwas aus. Doch nach einem enttäuschenden Auftritt stand die Elf von Dieter Rußler, der ein drittes und vorerst letztes Mal den urlaubenden Ali Sener vertrat, erneut mit leeren Händen da.

Früh ergab sich die für lange Zeit beste Chance, doch Dinkel traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig und der Nachschuss wurde zur Ecke geklärt. In der folgenden Aktion verletzte sich Moreth ohne Einwirkung eines Gegenspielers am Oberschenkel und musste bereits nach fünf Minuten ausgewechselt werden. Gute Besserung, Marvin!

Doch auch der FCW hatte in der Anfangsphase eine ähnlich gute Doppelchance, aber Ullmann nahm es etwas zu genau und setzte den Ball an die Latte, C.Sturms Direktabnahme im Anschluss ging vorbei. Leider war dies nicht der erhoffte Weckruf für die Granitler, denn auch in der Folge war Bavaria die druckvollere und aktivere Mannschaft, die meist einen Schritt schneller war und mehr Zug zum Tor hatte, auch wenn sich nur wenige gute Möglichkeiten ergaben.

Waldstein hingegen war oft zu behäbig, verlor viele Bälle und Zweikämpfe und brachte einfach zu wenig auf den Platz. Zu allem Überfluss führte dann ein Missverständnis in der Defensive zum Gegentreffer, als Schrüfer in einen Rückpass von J.Seiler sprintete, aufs Tor zuging und TW Becher keine Abwehrchance ließ. Bis zur Pause ließ es die Heimelf nun gemächlich angehen und überließ den Gästen etwas mehr Raum.

Waldstein versuchte, in die Partie zu finden und zeigte sich nach Wiederanpfiff etwas verbessert und optisch leicht überlegen, ohne jedoch Gefahr zu entwickeln. Die mitgereisten Fans hofften auf eine weitere Steigerung, doch Knackpunkt im Spiel war ausgerechnet eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe für den bereits verwarnten Dinkel nach einer Stunde. Denn gerade in Unterzahl biss sich Waischenfeld wieder ins Match und übernahm die Kontrolle.

So führte ein Konter über die rechte Angriffsseite, kurz nachdem Waischenfeld wieder auf 11 Spieler auffüllen durfte, zum 2:0, als Brandhorst Gegenspieler Keller zunächst fair stoppen konnte. Im weiteren Verlauf foulte er den Waischenfelder und es hätte wohl Elfmeter gegeben, wenn nicht SR Dippold den Vorteil abgewartet hätte. Denn Schrüfer kam an den Ball und versenkte ihn aus 15 Metern platziert rechts unten.

Die Vorentscheidung war gefallen, doch eine gute Gelegenheit ergab sich noch für Waldstein. Schratts Hereingabe nach einem Freistoß von J.Seiler verpasste Ullmann am zweiten Pfosten knapp. Als kurz darauf Keller mutterseelenallein nach einem Eckball hochstieg und zum 3:0 einköpfte, war die Messe endgültig gelesen. Genügend Waldsteiner standen drum herum, hielten jedoch gehörig Sicherheitsabstand.

Sekunden später wurde F.Sturm für ein Foul für zehn Minuten des Feldes verwiesen und in Überzahl erspielte sich die Bavaria noch die ein oder andere Chance und hätte das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben können. Es blieb aber beim verdienten 3:0-Erfolg für Waischenfeld gegen den FCW, der nur eine schwache Vorstellung aufs Parkett brachte und sich im Abstiegskampfduell gegen Rehau in allen Belangen steigern muss.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein - FC Rehau   0:1 (0:1)

(am Sonntag, 14.08.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 F.Bergmann, 20 T.Ullmann;
6 J.Schüder (ab 56. für 12), 9 C.Sturm (ab 70. für 10), 11 L.Vogel (ab 79. für 5), 12 J.Schrepfer (ab 18. für 20), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel, 16 K.Sachs

Schiedsrichter: Lukas Höhn (TSV Mistelbach, Assistenten: Thomas Heinlein und Lucas Hauschild) hatte keine klare Linie und machte sich vor allem im Waldsteiner Fanlager keine Freunde, kann aber keineswegs für die Niederlage verantwortlich gemacht werden

Zuschauer: 160

Tor: 40. Min. Winter 0:1

Gelb-rote Karte: Schuller (FCR, 90.+1, wdh. Foulspiel)

 

In der hektischen Partie wollte zunächst keine der beiden Mannschaften zu viel riskieren. Nach dem ersten Abschluss der Gäste durch Schönwälder, der vorbeiging, tauchte Walter im Rehauer Strafraum auf und hätte die Flanke von P.Seiler per Kopf zum 1:0 veredeln können, aber der Ball rutschte ihm über den Scheitel.

Die Heimelf konnte etwas mehr Ballbesitz verzeichnen, aber das Tabellenschlusslicht hielt aggressiv dagegen. Mehrfach krachte es in den Zweikämpfen und Ullmann, der sich bei einem dieser Fouls an der Schulter verletzte hatte, musste früh ersetzt werden. Aydinli, der ansonsten bei Brandhorst gut aufgehoben war, hatte nach einer Freistoßflanke von Ries ebenfalls eine Kopfballgelegenheit, aber er setzte das Leder neben das Tor.

Auch die Granitler kamen bei zwei Standards in die Gefahrenzone, aber Seidels direkter Freistoß ging über den Querbalken und nach J.Seilers Flanke verpassten Bächer und Brandhorst. Als Schrepfer im Strafraum zu Fall kam, forderten die Waldsteiner Elfmeter, aber das SR-Trio ließ weiterlaufen.

Es zeichnete sich ein leistungsgerechtes Unentschieden zur Pause ab, doch als TW Becher einen Ball unterschätzte und den Aufsetzer nicht kontrollieren konnte, überlupfte Winter den Granit-Schlussmann per Kopf. Wieder einmal wurde ein Fehler des FCW gnadenlos bestraft und die Sener-Schützlinge mussten erneut einem Rückstand hinterher laufen.

Das ohnehin überschaubare Niveau sank nach Wiederanpfiff noch weiter ab und den Zuschauern wurde Abstiegskampf pur geboten. Die Nickeligkeiten in der intensiven Partie nahmen zu. Rehau rührte Beton an, schlug alle Bälle hinten raus und setzte auf vereinzelte Konter, während die Granitler die aktivere Elf waren und weiterhin mehr Ballbesitz hatten. Obwohl die Waldsteiner mit zunehmender Spieldauer alles nach vorne warfen, konnten sie keinerlei Gefahr mehr für das von Karnitzschky gehütete Gästetor entwickeln. Die Gastgeber fanden keine Mittel, das Abwehrbollwerk der Rehauer zu durchdringen und blieben in der Offensiv schlichtweg harmlos.

Der FCR hingegen kam zu einigen Kontermöglichkeiten, doch Schönwälder verfehlte das Ziel und Amri scheiterte an TW Becher. Die beste Chance hatte Winter, der beinahe einen schnellen Gegenstoß zum 0:2 genutzt hätte, aber der Ball sprang vom Pfosten zurück ins Feld. In der Nachspielzeit wurde Schuller für wiederholtes Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Im Großen und Ganzen hatte das Duell keinen Sieger verdient, aber die effektiven Gäste entführten die drei Punkte aus Sparneck und feierten den erhofften Befreiungsschlag. Die Waldsteiner verpassten die Chance, ihrerseits für ein Erfolgserlebnis zu sorgen und treten weiterhin auf der Stelle.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) SV Sauerhof / 1.FC Stammbach II  5:0 (3:0)

(am Sonntag, 14.08.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 6 P.Körbe, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 K.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn, 17 F.Reichel;
3 A.Rickenthäler, 4 J. El Fallaki (ab 58. für 9), 5 A.Meister (ab 68. für 17), 10 A.Müller (ab 58. für 11), 15 L.Bergmann (ab 46. für 14), 16 J.Schlegel (ab 58. für 6)

Schiedsrichter: Sascha Krügel (TV Selb-Plößberg)

Zuschauer: 80

Tore: 19. Min. Seuß 1:0, 25. Min. K.Sachs 2:0, 35. Min. Seuß 3:0, 52. Min. Seuß (FE) 4:0, 81. Min. Seidel 5:0

 

Gegen die Zweite der SG aus Sauerhof und Stammbach zeigte die Waldsteiner Zweite die mit Abstand beste Saisonleistung und feierte dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen überzeugenden 5:0-Erfolg. Allerdings offenbarte die Gästemannschaft auch, warum sie sich ohne Punkt und eigenes Tor eher am Tabellenende der AK Frankenwald Süd einreiht.

Von Beginn an waren die Gastgeber tonangebend und drängten die Haberzettl-Elf in dessen Abwesenheit (Urlaub) in deren Hälfte. Nach und nach wurden die Einschussmöglichkeiten besser und Seuß hätte nach starkem Pass in die Gasse von Reichel auf 1:0 stellen können, doch der Ball versprang im entscheidenden Moment. Besser gelang es in Minute 19, als Seuß und K.Sachs über halbrechts schön kombinierten und Seuß mit einem strammen Schuss traf. TW Greim war zwar am Ball, aber dieser sprang unter seinem Körper hindurch in die Maschen.

Nach einer Flanke von P.Bergmann spielten wieder Seuß und K.Sachs gut zusammen und diesmal tauschten sie die Rollen: Seuß legte für Sachs auf, der aus spitzem Winkel durch die Beine von Greim ins Netz traf.

Einen klaren Handelfmeter für Granit II gab es nicht, aber die Treffer fielen auch so: erneut bereitete K.Sachs vor und Seuß erhöhte mit einem platzierten Flachschuss auf 3:0. Die Granitler Offensivabteilung beschäftigte die SG-Defensive über weite Strecken gut und hätte durchaus noch den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können.

Kurz nach der Pause hätte wiederum K.Sachs ein Tor erzielen können, verpasste jedoch eine Hereingabe von Körbe knapp. Nach toller Kombination von Kevin und Martin Sachs sowie Leupold wurde Letzterer im Strafraum gefoult und diesmal gab es den Strafstoß. Seuß trat an und ließ TW Greim mit seinem Flachschuss keine Abwehrchance.

Durch die Spielerwechsel – Trainer H.Bergmann schöpfte alles aus – ging bei den Hausherren ein wenig die Dominanz verloren, dennoch blieben sie weiterhin spielbestimmend und kamen immer wieder zu Einschussmöglichkeiten. Währenddessen verlebte TW Tögel einen ruhigen Nachmittag. Die einzige nennenswerte Torchance der SG hatte Weniger, der in der 71. Spielminute das Spielgerät aus 16 Metern an den rechten Pfosten setzte.

Der Schlusspunkt war gleichzeitig der schönste Treffer der Partie: Pascal Seidel hämmerte einen Ball aus über 30 Metern sensationell in den Winkel. TW Greim konnte nur hinterher schauen.

Waldsteins Zweitvertretung siegte dank einer starken Verbesserung zur Vorwoche nie gefährdet und hoch verdient mit 5:0 gegen die SG Sauerhof/Stammbach II, die verzweifelt versuchte, dagegen zu halten, aber keine Mittel fand, um die Graniter zu stoppen, jedoch stets fair blieb.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 5. Spieltag:

(SG) FC Saaletal Berg / 1.FC Höllental II – 1.FC Waldstein II  2:2 (0:1)

(am Sonntag, 21.08.2022, bei Berg, zwischen Schnarchenreuth und Tiefengrün)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 M.Kefes, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 10 A.Müller, 11 J.Schlegel, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn;
3 A.Rickenthäler (ab 57. für 10), 5 S.Popp (ab 49. für 14)

Schiedsrichter: Christian Szczepanski (FT Hof) leitete ordentlich

Zuschauer: 40

Tore: 33. Min. Feist 0:1, 49. Min. Jordan 1:1, 50. Min. Yurt 2:1, 84. Min. Seidel

 

Waldsteins Zweite versäumte es bei der Zweiten Mannschaft der vor der Saison neu gegründeten Spielgemeinschaft, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden und war am Ende glücklich, noch einen Punkt gerettet zu haben. Nach der ersten Chance für Schlegel rückte der Fußball aber zunächst in den Hintergrund, da sich M.Schmidt ohne Einwirkung eines Gegenspielers schwer am Knöchel verletzte. Der SG-Akteur wurde vom Krankenwagen abgeholt und die Partie war für 37 Minuten unterbrochen. Die Diagnose ergab glücklicherweise nicht die zunächst befürchtete Fraktur, sondern „nur“ ein ausgekugeltes Sprunggelenk ohne Bänderverletzung. Gute Besserung an dieser Stelle!

Beide Mannschaften brauchten nach der Spielfortsetzung etwas, um wieder in die Partie zu finden. Das Match plätscherte vor sich hin, aber die Gäste vom Waldstein erarbeiteten sich eine optische Überlegenheit und kamen nach gut 25 Minuten durch Sachs zu einer guten Chance, doch nach der Flanke von Seidel kullerte Sachs‘ Versuch knapp am Pfosten vorbei. Erneut war es Sachs, der nach einem Leupold-Freistoß an den Ball kam, aber auch sein Versuch mit dem Kopf verfehlte das Ziel.

In Minute 33 fiel der verdiente Führungstreffer für die Waldsteiner: Feist leitete den Spielzug ein, Leupold flankte vors Tor, wo Feist sich die notwendige Zeit nahm und dann links unten einnetzte. Wenig später hätte derselbe Spieler erhöhen können, doch nach guter Kombination war der Abschluss zu überhastet.

Die Gäste waren nun spielbestimmend und kamen durch Leupold, Schlegel und Sachs zu weiteren Torschüssen, doch es blieb bis zur Pause beim 0:1. Dies sollte sich rächen, denn die Gastgeber kamen viel wacher aus der Kabine, während die Waldsteiner die ersten Minuten der zweiten Halbzeit völlig verpennten.

Nach zwei schlecht ausgespielten Angriffen der SG kratzte Yurt den Ball von der Torauslinie und setzte Jordan ein, der direkt abzog und aus 15 Metern einnetzte. Keine 60 Sekunden später war das Match gedreht, denn diesmal schoss Yurt von halbrechts flach ein. Langsam wachten die Waldsteiner nun wieder auf, während sich die SGler auf der Führung ausruhten. Doch vor dem Tor agierten die Gäste zu unkonzentriert und trafen immer wieder die falsche Entscheidung, weshalb es für das Tor von TW Beyer zunächst kaum gefährlich wurde.

Erst in der Schlussphase konnte Sachs mit einem Kopfballaufsetzer ein wenig für Gefahr sorgen und dann erlöste Seidel seine Kameraden mit dem Ausgleichstreffer. Rickenthäler setzte Sachs in Szene, diese spielte von rechts in die Mitte, wo Seidel den Ball annehmen und anschließend flach einschießen konnte.

El Hailoufi hätte beinahe für den Lucky Punch für die Heimelf gesorgt, doch sein Heber ging vorbei und so trennten sich die beiden Teams 2:2 unentschieden. Zwar war Waldstein über die 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, war aber vor dem Tor zu uneffektiv und ließ sich durch energische fünf Minuten der SG beinahe aus dem Konzept bringen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 7. Spieltag:

1.FC Trogen – 1.FC Waldstein I  3:0 (2:0)

(am Sonntag, 21.08.2022, in Trogen)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 18 F.Sturm;
ETW J.Becher, 7 S.Schaller (ab 78. für 15), 9 C.Sturm (ab 31. für 12), 11 L.Vogel, 13 F.Bergmann (ab 55. für 16), 14 F.Reichel (ab 79. für 10)

Schiedsrichter: Oliver Barnert (SC Kreuz Bayreuth), Assistenten: Felix Egelkraut und Frederik Weingärtner

Zuschauer: 130

Tore: 5. Min. Hellinger 1:0, 38. Min. Hellinger 2:0, 77. Min. Wülfert 3:0

 

Die Partie hätte für die Granitler kaum schlechter beginnen können, denn nach einer kurzen Verletzungspause, nachdem Bächer und Brehm mit den Köpfen zusammengerauscht waren – beide konnten glücklicherweise weiterspielen – stellte Hellinger umgehend auf 1:0. Waldsteiner konnte den Ball nicht klären, eine Flanke segelte in den Strafraum und Hellinger vollendete im Zentrum gekonnt.

Wiederum rannten die Sener-Schützlinge einem Rückstand hinterher. Dies machten sie zunächst gut und boten der Gahn-Elf Paroli. Doch erneut zeigte sich die Harmlosigkeit in der Offensive, denn Torchancen blieben Mangelware. Auch Trogen blieb nach dem Führungstreffer vorübergehend ungefährlich, kam aber mit zunehmender Spieldauer etwas besser in die Partie. Aus einer sicheren Defensive heraus verlegten sich die Hausherren aufs Kontern und hätten nach einer halben Stunde das 2:0 markieren können, doch TW Seiler hielt seine Elf mit einer sensationellen Parade gegen Wülfert im Spiel.

Waldstein blieb bissig und versuchte, auf den Ausgleich zu drängen. Doch der dritte Torschuss der Gastgeber brachte den zweiten Treffer, als Hellinger aus 25 Metern abzog und mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss in den Winkel das Ergebnis verdoppelte. Somit war bereits vor der Halbzeitpause eine Art Vorentscheidung gefallen.

Nach dem Seitenwechsel war Trogen optisch überlegen, während die Partie vor sich hin plätscherte. Die Granitler steckten zwar nie auf, aber weiterhin fehlte es an Tormöglichkeiten. Wülfert sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung zugunsten der Kicker vom Bühl, als er das Laufduell gegen P.Seiler gewann und anschließend M.Seiler umkurven konnte.

Die beste Gelegenheit auf den Ehrentreffer hatte J.Seiler nach einem indirekten Freistoß aus der Distanz, aber TW Rupprecht fischte die Kugel aus dem Winkel. So feierte der 1.FC Trogen nach zuletzt zwei Heimpleiten in Folge einen 3:0-Erfolg gegen den FCW, der am Ende in Ordnung geht.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein II – ATSV Münchberg-Schlegel II  5:2 (5:1)

(am Samstag, 27.08.2022, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 A.Rickenthäler, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Körbe, 8 M.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 58. für 7), 14 T.Zahn (ab 71. für 3)

Schiedsrichter: Florian Spitzu (FC Frankenwald)

Zuschauer: 50

Tore: 6. Min. Leupold 1:0, 23. Min. Seuß (HE) 2:0, 34. Min. Schmitz (FE) 2:1, 35. Min. Seuß 3:1, 39. Min. Seuß 4:1, 45.+2 Min. Feist 5:1, 68. Min. Schmitz (FE) 5:2

 

Im Derby gegen die Zweite Mannschaft des ATSV Münchberg-Schlegel siegte die Waldsteiner Zweite verdient mit 5:2. Den Grundstein für den Erfolg legten die Bergmann-Schützlinge in einer guten ersten Halbzeit und hätten das Ergebnis durchaus höher gestalten können. Nach dem Wechsel sank das Niveau der Partie ab, aber die Vorentscheidung war bereits gefallen.

In der Anfangsphase waren die Spielanteile noch ausgeglichen, aber die Gastgeber bewiesen mehr Zug zum Tor. Nachdem Leupold zu hoch gezielt hatte, zwang Popp TW Zapf zur ersten Parade. Machtlos war der Gästeschlussmann in Spielminute 6, als Seuß mit einem weiten Heber die ATSV-Abwehr überspielte und Leupold in Szene setzte. Dieser startete mit dem Ball durch, blieb vor dem Tor cool und schob flach in die Maschen ein.

Für die Münchberger hatte Glass nach zwölf Minuten die beste und vorerst einzige Gelegenheit, aber sein Schuss verfehlte den Winkel um gut einen Meter. Währenddessen kamen die Waldsteiner häufiger zum Abschluss, hatten das Visier aber meist falsch eingestellt. Mehr und mehr kontroliierten die Granitler die Partie und die beste Möglichkeit aufs 2:0 hatte Körbe, der nach tollem Steckpass von Sachs sehenswert durch den Gästestrafraum tänzelte, aber ein wenig zu hoch zielte.

Also bedurfte es eines Strafstoßes, um auf 2:0 zu stellen. Nach einer Leupold-Ecke spielte P.Jodl den Ball unnötig, aber klar mit dem Arm und so zeigte SR Spitzu auf den Punkt. Seuß versenkte die Kugel humorlos links oben im Winkel.

Eine fragwürdige Elfmeterentscheidung brachte den Gästen den Anschlusstreffer: Glass wurde lang geschickt und kam vor dem etwas spät aus seinem Tor eilenden Tögel an den Ball. Der Heber verfehlte das Ziel, Glass prallte mit dem Granit-Keeper zusammen und Spitzu zeigte erneut auf den Punkt. Schmitz nahm das Geschenk dankend an und verwandelte sicher. Doch die Waldsteiner stellten durch Goalgetter Seuß nur 60 Sekunden den alten Abstand wieder her. Ein Schuss von Sachs im Strafraum wurde abgeblockt und das Leder landete bei Seuß, der aus 15 Metern abzog und per sattem Flachschuss zum 3:1 traf.

Seuß war es auch, der wenig später nach guter Vorarbeit von Popp über die linke Seite aus kurzer Distanz erneut traf und auf 4:1 stellte. Wenig später hatte der Ball nach einer Leupold-Ecke und einem Kopfball von Glass aufs eigene Tor, bevor geklärt werden konnte, die Linie wohl wieder überschritten, aber der Unparteiische verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Szewzyk hatte dann das 4:2 auf dem Fuß, scheiterte aber am überragend reagierenden TW Tögel.

Körbe trieb den Ball nach Doppelpass mit Seuß in der Nachspielzeit durchs Zentrum bis in die Gefahrenzone und spielte im perfekten Moment quer: Feist hatte keine Mühe einzunetzen und markierte das 5:1. Der FCW führte nach dem ersten Abschnitt auch in der Höhe verdient. Doch nach dem Seitenwechsel schlich sich noch mehr der Schlendrian ein und die Partie wurde zunehmend unansehnlicher.

Hätte Seuß gut zwei Minuten nach Wiederanpfiff das Tor getroffen, wäre das Match sicher anders verlaufen, aber nach Einwurf von Feist und guter Vorarbeit von Leupold machte der Waldsteiner Sturmführer nur fast alles richtig und setzte den Schuss knapp über die Latte. Auf der Gegenseite streifte ein Freistoß von Langer den Außenpfosten. Ansonsten blieben die Gäste auch im zweiten Abschnitt offensiv blass.

Die Partie plätscherte nun vor sich hin. Dennoch boten sich für Waldstein, vor allem für Seuß, Gelegenheiten auf weitere Tore. Doch er schoss in aussichtsreicher Position zunächst drüber und wenig später knapp links vorbei.

Als Kefes Gegenspieler P.Jodl dann im 16er zu Fall brachte, entschied der Referee zum insgesamt dritten Mal auf Strafstoß, zum zweiten Mal berechtigt. Erneut zeigte sich Schmitz als sicherer Schütze und stellte bereits gut zwanzig Minuten vor dem Ende den finalen Spielstand her. Waldstein war dem sechsten Treffer näher als Münchberg dem dritten, aber die Menge der Chancen wie auch deren Verwertung konnte in Hälfte zwei nicht mit der ersten Halbzeit mithalten.

Zudem wurde der Spielfluss durch viele Zweikämpfe und kleine Fouls, die man nicht unbedingt alle hätte abpfeifen müssen, oftmals unterbrochen. Pünktlich bereitete SR Spitzu dem Treiben ein Ende. So feierten die Granitler einen verdienten Derbysieg und überholten durch das 5:2 den Kontrahenten in der Tabelle.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 8. Spieltag:

1.FC Waldstein - SpVgg Selbitz   2:0 (0:0)

(am Sonntag, 28.08.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus;
ETW J.Becher, 8 J.Seiler (ab 90. für 17), 9 C.Sturm (ab 74. für 12), 14 F.Reichel (ab 85. für 16), 19 M.Moreth (ab 88. für 7)

Schiedsrichter: André Denzlein (Hochstadt am Main; Assistenten: Jonas Kremling und Nick Wirth) ließ relativ viel laufen, leitete souverän und mit Übersicht

Zuschauer: 170

Tore: 1:0 Walter (63.), 2:0 Bächer (72.)

Gelb-rote Karte: Paprocki (63., SpVgg, Foulspiel)

Zehn-Minuten-Strafe: Findeiß (90.+2, SpVgg, Foulspiel)

 

Im Frühschoppenspiel anlässlich des Weißdorfer Dorffestes rangen die Waldsteiner die Gäste aus Selbitz nieder und gewannen aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient. Dabei standen die Vorzeichen aufgrund zahlreicher Ausfälle für Granit alles andere als gut. Kurzfristig mussten die angeschlagenen F.Sturm und J.Seiler passen, für sie rückten S.Schaller und K.Sachs in die Startelf.

Im ersten Abschnitt spielte sich sehr viel im Mittelfeld ab und trotz des flotten Beginns suchte man Höhepunkte bis zur Pause beinahe vergeblich. Selbitz erarbeitete sich eine optische Überlegenheit, aber fand kaum Mittel gegen die Granit-Abwehr. Die wenigen Schüsse, die aufs Tor kamen wurden sichere Beute von Torhüter Seiler. Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Bächer in letzter Sekunde geblockt und Schallers Versuch landete in den Armen des Gästeschlussmannes Heger.

Mitte der ersten Halbzeit bissen sich die Waldsteiner ein wenig mehr in die Partie, doch weiterhin blieben Hochkaräter Mangelware. Schrepfers Schuss bereitete Heger kaum Mühe. Der Selbitzer Werner schlug in aussichtsreicher Position über den Ball. Kurz vor der Halbzeit rettete zunächst Brandhorst vor Werner und kurz darauf störte Pilz Strootmann entscheidend, so dass dieser zu hoch zielte. Somit ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel rissen die Gastgeber das Spiel an sich und Kraus hatte früh eine Doppelchance. Schaller hatte Buschner den Ball stibitzt, die Flanke Bächers erreichte Schrepfer, dessen abgeblockter Schuss in hohem Bogen bei Kraus landete. Seinen Kopfball wehrte der Keeper ab und auch beim Nachschuss konnte Kraus Heger nicht überwinden.

Die Waldsteiner waren nun die bessere Mannschaft, auch wenn in der Defensive immer wieder ein wenig die Ordnung fehlte und das Stellungsspiel verbesserungswürdig war. Dennoch sollten die Gäste im zweiten Abschnitt keinen nennenswerten Torschuss mehr verzeichnen.

In die Karten spielte den Granitlern ein hartes Einsteigen von Paprocki gegen Schrepfer, der nach einem Foul in der ersten Halbzeit bereits verwarnt war. Der regionalligaerfahrene Schiedsrichter zögerte keine Sekunden und schickte Paprocki mit Gelb-Rot zum Duschen. Den fälligen Freistoß vom rechten Strafstoßeck zirkelte Walter in den linken Torwinkel zur 1:0-Führung.

Ein Schlenzer von Kraus nach Doppelpass mit Schrepfer ging neben das Tor und Pilz hätte sein Solo mit einem Tor krönen können, verfehlte das Ziel aber ebenfalls. Nachdem Schaller im Mittelfeld den Ball erobert hatte, erneut gegen Buschner, spielte Kraus den perfekten Diagonalpass in die Gasse, Bächer enteilte seinem Gegenspieler und schob flach zum 2:0 ein.

Zwar versuchte die SpVgg nun anzurennen, während sich die Heimelf ein wenig zurückzog, jedoch hatte nur noch der FCW einige weitere Gelegenheiten und war dem dritten Treffer näher als Selbitz dem ersten. Die Elf von Coach Narr-Drechsel blieb in der Offensive recht blass, während die Sener-Schützlinge endlich einmal Torgefahr entwickeln und am Ende einen Dreier feiern konnten, der ihnen nach der gezeigten Leistung zusteht.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 9. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SV Mistelgau  1:1 (0:0)

(am Freitag, 02.09.2022, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
ETW J.Becher, 5 S.Seidel (ab 72. für 17), 6 F.Bergmann (ab 25. für 4), 9 C.Sturm (ab 86. für 8), 14 F.Reichel, 16 K.Sachs (ab 89. für 3), 19 M.Moreth (ab 55. für 7)

Schiedsrichter: Robin Bulisch (Bad Staffelstein; Assistenten Niklas Wich und Stefan Klerner) leitete die faire Partie hervorragend und mit stets klaren Ansagen

Zuschauer: 150

Tore: 64. Min. Bächer 1:0, 79. Min. Schuster 1:1

 

Im Sechs-Punkte-Spiel trennten sich die beiden Mannschaften im Endeffekt leistungsgerecht 1:1 unentschieden – ein Ergebnis, das beiden Teams nicht unbedingt weiterhilft.

In der hektischen Anfangsphase tasteten sich die Akteure noch ab, doch nach und nach erlangte die Heimelf ein optisches Übergewicht. Zum ersten Mal strecken musste sich Gästetorhüter Kellner bei einem Freistoß von J.Seiler von der linken Seite, der auf den zweiten Pfosten gezogen wurde. Der Ball wäre wohl im Winkel gelandet, doch Kellner lenkte das Spielgerät im letzten Moment über die Querlatte. Wenig später wurde Bächer gut freigespielt, der Ball war zwar schwer zu nehmen, dennoch war der Abschluss zu überhastet und ging in die Wolken.

Nach 25 Minuten zog sich Innenverteidiger Schratt eine Oberschenkelverletzung zu – wohl ein Muskelfaserriss – und musste ersetzt werden. Gute Besserung, Schreddo! Dennoch stand die Waldsteiner Defensive kompakt und sicher und ließ kaum etwas zu. Beim einzig nennenswerten guten Angriff der Gäste in der ersten Halbzeit wurde rechtzeitig geklärt; ein Fernschuss von K.Boog war deutlich zu hoch angesetzt.

Auf der Gegenseite bot sich Brandhorst eine Kopfballgelegenheit, doch wiederum wurde das Ziel nicht unbedingt knapp verfehlt. Die Partie verlor anschließend etwas an Tempo und Qualität. Erst in der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig im Gästestrafraum, doch P.Seiler und Brandhorst segelten an Walters Ecke mehr oder weniger vorbei. So ging es torlos in die Pause.

Die Gäste kamen schwungvoller aus der Kabine und in den Minuten nach Wiederanpfiff spielte sich mehr in der Waldsteiner Spielhälfte ab, doch Torchancen boten sich keine. Spätestens am 16er waren die Mistelgauer mit ihren Latein am Ende.

So kam der Führungstreffer für die Granitler ein wenig aus dem Nichts. Ein sensationeller Steckpass von Kraus setzte Bächer in Szene, der seinem Gegenspieler wieder einmal davonlief und überlegt von halbrechts ins lange Eck abschloss.

Doch auch im Anschluss waren die Mistelgauer etwas besser im Spiel. Bernreuther kam nach einem Freistoß zu einer Kopfballchance, doch sein Aufsetzer bereitete TW M.Seiler keinerlei Probleme. Die Gäste investierten weiter mehr fürs Spiel, ohne jedoch wirklich Gefahr zu entwickeln.

Dies änderte sich in Minute 79, als Heißenstein den perfekten Pass auf Schuster spielte. Dieser hatte zu viel Raum und schloss von halbrechts stramm ab. Der Ball prallte vom linken Innenpfosten ins Netz zum Ausgleich.

Walter prüfte TW Kellner dann mit einem Freistoß aus mehr als 40 Metern, aber der Gästeschlussmann konnte zur Ecke klären. In den Schlussminuten spielten beide Teams mit offenem Visier und wollten sich die drei Punkte sichern, doch wirkliche Torgelegenheiten gab es nicht mehr zu bewundern. So endete die Partie mit einem Remis, was über 90 Minuten gesehen in Ordnung ist. Auch wenn es nicht viele ganz große Möglichkeiten gab, werden sich beide Teams ärgern, sich nicht den Dreier geangelt zu haben.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 7. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) FC Konradsreuth / VfB Wölbattendorf II  15:1 (4:0)

(am Sonntag, 04.09.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 F.Reichel, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
9 L.Bergmann (ab 41. für 13), 10 A.Müller (ab 41. für 12), 15 M.Bauer (ab 51. für 7)

Schiedsrichter: Ulrich Thümling (SV Froschbachtal) hatte ein leichtes Amt, welches er tadellos ausfüllte

Zuschauer: 35

Tore: 21. Min. Seuß 1:0, 28. Min. Leupold 2:0, 30. Min. Sachs 3:0, 34. Min. Reichel 4:0, 44. Min. Seuß 5:0, 52. Min. Müller 6:0, 58. Min. Seuß 7:0, 63. Min. Feist 8:0, 64. Min. Seuß 9:0, 66. Min. Bauer 10:0, 74. Min. Seuß 11:0, 75. Min. Leupold 12:0, 76. Min. Hühn 12:1, 77. Min. Seuß 13:1, 79. Min. Leupold 14:1, 80.+1 Min. Bauer 15:1

 

In einer einseitigen Partie feierten die Granitler nach etwas holprigem Beginn einen nie gefährdeten Kantersieg. Die Gäste der SG hatten ihre Zweite Mannschaft erst kürzlich zur 9er-Mannschaft umgemeldet und so wurde 2x 40 Minuten lang 9 gegen 9 gespielt.

Mit dieser ungewohnten Situation mussten die Gastgeber erst einmal zurechtkommen und fanden etwas beschwerlich in die Partie. Dennoch zeichnete sich von Beginn an ab, dass Waldstein die Partie bestimmen würde und warum die Konradsreuther und Wölbattendorfer im Tabellenkeller feststecken.

Es dauert gut zehn Minuten, bis die Granitler durch Seuß den ersten Abschluss verzeichnen konnten, doch dessen Schuss aus 15 Metern war zu unplatziert und wurde von TW Weiß, einem Abwehrspieler im Tormannkostüm, ebenso abgewehrt wie wenig später ein Versuch von Seidel aus 25 Metern.

Den Torreigen eröffnete Seuß nach gut 20 Minuten, als er eine Leupold-Flanke im Zentrum direkt nahm und unter der Latte versenkte. Der Bann schien gebrochen, doch Feist ließ zwei sehr gute Möglichkeiten ungenutzt und Sachs traf nur den Außenpfosten. Auch Reichel vergab eine Hundertprozentige, ehe Leupold einen abgewehrten Schuss aufnahm und den Ball von der Strafraumkante rechts unten versenkte. Nur zwei Minuten später landete wieder ein Abpraller diesmal bei Sachs und auch er netzte ein - aus etwa zehn Metern schlug es links unten ein.

Der aufgerückte Abwehrchef Reichel köopfte anschließend einen Eckball von P.Bergmann unhaltbar in den Winkel. Die Waldsteiner ließen noch ein paar Gelegenheiten liegen und spielten ihre Überlegenheit manchmal einfach zu schlecht aus und so hätte der Spielstand zur Halbzeit durchaus höher als 4:0 lauten können.

Es schien auch im zweiten Abschnitt so weiterzugehen, denn keine 20 Sekunden nach Wiederanpfiff vergab Seuß die nächste gute Möglichkeit. Doch drei Minuten später machte er es besser, als ein bereits abgewehrter Ball von Müller wieder vors Tor gebracht wurde und der Goalgetter wieder einmal richtig stand.

Die SG kam dann durch Leipolds direkten Freistoß zum ersten nennenswerten Torschuss, doch TW Tögel parierte mühelos. Auf der Gegenseite schossen Sachs und Seuß den Gästeschlussmann an und versäumten es, das halbe Dutzend voll zu machen. Dies übernahm dann Müller nach gutem Steckpass von Feist. Sachs legte wenig später einen Ball gut in die Gasse und Seuß erhöhte per Flachschuss auf 7:0.

Die Tore fielen in der Folge wie reife Früchte. Die Granitler spielten sich in einen Rausch und ließen dabei noch einige Chancen aus, während die Gäste nun heillos überfordert waren, aber stets fair blieben und das Debakel über sich ergehen ließen. Feist nahm TW Weiß den Ball ab und schoss zwischen zwei Verteidigern hindurch in die Maschen. Seuß wurde kurz darauf wieder gut in die Tiefe geschickt und legte den Ball überlegt am Torhüter vorbei. Bauer, der nach langer Krankheitspause sein Comeback gab, ließ dann einen Verteidiger gekonnt aussteigen und verwandelte von links aus spitzem Winkel – das Ergebnis war nun bereits zweistellig, aber der Torhunger der Waldsteiner war noch nicht gestillt.

Einen Treffer von Seidel nach gutem Querpass von Seuß gab der Unparteiische aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht, doch wenig später tauschten beide die Rollen und Seuß traf nach Vorarbeit von Seidel. Leupold traf keine 60 Sekunden später zum 12:0. Doch nach einem Fehler in der Granit-Defensive nur eine Zeigerumdrehung später war der Weg für Hühn frei, um den Ehrentreffer zu markieren. Doch wiederum dauerte es nur rund eine Minute, bis Seuß den alten Abstand wieder herstellte.

Leupold hämmerte den Ball dann nach starkem Müller-Pass von halbrechts an den linken Innenpfosten, von wo aus das Spielgerät in die Maschen sprang und den Schlusspunkt setzte Bauer mit einem herrlichen Distanzkracher. Am Ende hieß es sage und schreibe 15:1 – und bei besserer Chancenverwertung wäre sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Dass der Dreier verdient war, steht außer Frage.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 10. Spieltag:

SV Poppenreuth – 1.FC Waldstein I  4:1 (2:1)

(am Sonntag, 11.09.2022, in Waldershof-Poppenreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 6 F.Bergmann, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
ETW J.Becher, 7 S.Schaller (ab 74. für 13), 9 C.Sturm (ab 80. für 10), 14 F.Reichel (ab 80. für 15), 16 K.Sachs (ab 86. für 12), 20 T.Ullmann (ab 76. für 8)

Schiedsrichter: Halil Ibrahim Nacak (ATS Kulmbach; Assistenten: Mirko Mergener und Andreas Reitz) traf viele seltsame Entscheidungen und brachte vor allem die Gäste gegen sich auf

Zuschauer: 60 (davon gut zwei Drittel vom Gastverein)

Tore: 2. Min. Dockal 1:0, 36. Min. Schrepfer 1:1, 39. Min. Levyha 2:1, 70. Min. Mlika 3:1, 82. Min. Mlika 4:1

Zehn-Minuten-Strafen: Semenov (SVP, 23., Foul), Bächer (FCW, 39., Unsportlichkeit)

 

Beim SV Poppenreuth, dessen Mannschaft größtenteils aus Spielern aus dem tschechischen Nachbarland besteht, zeigten die Waldsteiner eine ansprechende Leistung, entwickelten aber in der Offensive nicht genügend Gefahr und mussten am Ende eine unglückliche wie unnötige Niederlage verdauen.

Bereits mit der ersten Aktion konnten die Gastgeber in Führung gehen: bei einem Eckball stimmte die Zuordnung bei den Granitlern nicht und Dockal brachte den Ball nach 92 gespielten Sekunden unbedrängt im Tor unter. TW M.Seiler war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Trotz des frühen Rückstandes ließen die Waldsteiner die Köpfe nicht hängen und bissen sich in die Partie. Die Spielanteile wogten zunächst hin und her, ehe die Gäste vom Waldstein nach und nach mehr das Kommando übernahmen. Als Kraus nach einer Viertelstunde zu Boden gerissen wurde, hätte es Elfmeter geben können, wenn nicht müssen, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Als Semenov wenig später überhart gegen Walter einstieg, hätte man auch über einen Platzverweis nachdenken können, aber der Referee entschied sich für die Zeitstrafe. In temporärer Überzahl bestimmten die Sener-Schützlinge das Match, wurden aber zu selten gefährlich. J.Seiler scheiterte aus spitzem Winkel an TW Fiala und wurde kurz darauf nach gutem Pass zurückgepfiffen – eine strittige Abseitsentscheidung.

Poppenreuths Dvali versuchte es dann mit einem Aufsetzer aus der zweiten Reihe, doch Keeper Seiler war zur Stelle. In der 36. Spielminute gelang dem FCW endlich der verdiente Ausgleich, als ein bereits geklärter Ball wieder in den Reihen der Granitler landete. J.Seiler spielte scharf in die Spitze und Schrepfer nutzte den sich bietenden Raum, um die Kugel unter Kontrolle zu bringen. Etwas Glück hatte er beim nicht unbedingt platzierten Abschluss, aber TW Fiala konnte das 1:1 nicht unterbinden.

Allerdings dauerte es wieder nur drei Minuten, bis die Heimelf erneut in Führung ging. Wieder herrschte Unordnung bei einem Eckball, ein Kopfball klatschte an die Latte, die Waldsteiner konnten nicht klären und Levyha vollstreckte aus kurzer Distanz. Während die Granitler zuvor mehrfach den Ball ins Aus gespielt hatten, wenn ein Spieler angeschlagen auf dem Rasen lag, spielten die Gastgeber vor der Ecke aber ungeniert weiter, während sich J.Seiler vor Schmerzen auf dem Rasen krümmte. Noch dazu ging dem Tor vermeintlich ein Handspiel voraus. Bächer erlaubte sich eine Bemerkung in Richtung des Schiri-Trios und wurde für zehn Minuten des Feldes verwiesen.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff nahm TW Fiala einen Rückpass auf und es gab zurecht indirekten Freistoß. Doch Kraus hämmerte den Ball in die Mauer. Poppenreuth ruhte sich, wie bereits im ersten Durchgang über weite Strecken, auf dem knappen Vorsprung aus und überließ den Waldsteinern das Feld. Dennoch kam Semenov zu einem guten Abschluss, aber wiederum parierte TW Seiler gut. Im Gegenzug behauptete Kraus das Spielgerät und passte nach innen, aber Schrepfer verpasste die Hereingabe knapp.

Poppenreuth wurde in der Folge etwas stärker und erhöhte nach 70 Minuten durch Mlika auf 3:1. Der Spieler wurde nicht entscheidend gestört und konnte von halbrechts abschließen – sein Schuss landete links oben unhaltbar im Winkel. In der Folge erlaubten sich Semenov ein weiteres hartes Foul gegen Pilz und Dvali eine Tätlichkeit gegen F.Sturm, doch beide Spieler durften auf dem Feld verbleiben. Für Semenov gab es eine Ermahnung, Dvali sah nur den gelben Karton.

Trainer Sener wechselte nun mehrfach und wollte noch einmal alles nach vorne werfen. Doch dies führte dazu, dass Waldstein hinten offen war und auch das 4:1 nicht verhindern konnte. Bei einem schnellen Angriff über die rechte Seite gelangte eine Flanke zu Mlika, der blank im Zentrum lauerte. Sein erster Abschluss wurde noch von Seiler abgewehrt, allerdings versenkte Mlika den Nachschuss flach in den Maschen.

Damit war die Partie endgültig entschieden. Dvali setzte wenig später einen Freistoß an den Querbalken. Kurz darauf hätte C.Sturm Ergebniskosmetik betreiben können, scheitere aber am SV-Schlussmann.

Das Match endete mit 4:1 schmeichelhaft für Poppenreuth. Zwar hatte die Heimmannschaft sicherlich die besseren Torchancen und agierte vor dem Kasten auch kaltschnäuzig, doch Waldstein zeigte eine ordentliche Leistung und hätte sich dafür mindestens mit einem Punkt belohnen müssen. Der Endstand spiegelt den Spielverlauf nicht wider, jedoch zeigte sich erneut, dass in der Bezirksliga beinahe jeder Fehler eiskalt bestraft wird.

 

Granits Zweite Mannschaft war an diesem Wochenende spielfrei.

 

 

Kerwa-Spiel der Alten Herren:

1.FC Waldstein AH – FSV Bayreuth AH  3:5 (0:3)

(am Freitag, 16.09.2022, in Weißdorf)

 

1 S.Renner, 2 N.Oberländer, 3 R.Pflug, 4 S.Sturm, 6 S.Thuy, 7 U.Strietzel, 9 A.Müller, 10 T.Roßner, 11 A.Seuß, 12 M.Klos, 14 U.Zeh;
5 A.Schreiner (ab 41. für 2), 8 (ab 41. für 10), 13 H.Popp (ab 58. für 6), 15 H.Bergmann (ab 72. für 11)

Schiedsrichter: Harald Bergmann & Nr. 14 des FSV

Zuschauer: 20

Tore: 20. Min. Nr. 5 0:1, 27. Min. Nr. 9 0:2, 36. Min. Nr. 10 0:3, 42. Min. Sener 1:3, 44. Min. Seuß 2:3, 56. Min. Nr. 9 2:4, 76. Min. Nr. 9 2:5, 78. Min. Sener 3:5

 

Am Freitagabend zum Kerwa-Auftakt gaben sich die Alten Granit-Herren die Ehre und liefen in Weißdorf gegen den FSV Bayreuth auf. Nach vielen Absagen auf der Suche nach einem Unparteiischen nahm Harry Bergmann die Pfeife in die Hand und führte die beiden Mannschaften aufs Feld. Jedoch sollte er nicht über die vollen 80 (2x 40) Minuten das Spiel leiten.

Vom Anstoß weg bestimmten die spielstarken Gäste die Partie und viele Aktionen spielten sich in der Hälfte der Granitler ab. Doch ihre Feldvorteile konnten die Wagnerstädter zunächst nicht in Torchancen ummünzen. Wenn es in der Anfangsphase doch mal zu einem Torabschluss kam, ging dieser entweder vorbei oder TW Renner hatte keine Mühe zu halten.

Die Waldsteiner hingegen sorgten immer wieder für entlastenden Konter und vor allem der schnelle Strietzel wurde in der Offensive gesucht. Doch seine vier Gelegenheiten, die sich in ihrer Qualität nach und nach steigerten, ließ er ungenutzt liegen. Auch als die Granitler sehenswert über rechts kombinierten, fiel der Treffer nicht, denn Seuß‘ Versuch strich zwischen dem lauernden Müller und dem Pfosten hindurch.

Aus einem Einwurf der Waldsteiner entstand der erste Treffer, jedoch konnten die Gäste diesen verbuchen, von denen leider keine Aufstellung vorlag. Es entwickelte sich ein Angriff der Bayreuther und nach der Flanke ins Zentrum legte Strietzel unfreiwillig für die Nr. 5 auf, der zuerst an TW Renner scheiterte, aber den Nachschuss versenken konnte.

Bayreuth war weiterhin tonangebend, doch wieder leitete ein Standard der Gastgeber ein Tor ein: ein Freistoß wurde abgewehrt und der mustergültig ausgespielte Konter führte zum 0:2. Wenig später entschied der Unparteiische Bergmann zurecht auf Handelfmeter für Waldstein. Bereits hier kochten die Emotionen zum ersten Mal hoch und die neunmalkluge Nr. 14 konnte sich kaum beruhigen. Dennoch lag der Ball auf dem Punkt. Müller jedoch konnte den Gästeschlussmann nicht überwinden.

Drei Minuten später rutschte TW Renner ein strammer Schuss der Gäste durch die Finger und fiel ins Tor. Zwar war die Führung für die eingespielten Gäste verdient, dennoch waren die Granitler nicht chancenlos und hätten für den ein oder anderen Treffer sorgen können.

Das 1:3 fiel dann kurz nach Wiederanpfiff, als die beiden Joker sofort stachen. Schreiner eroberte etwas rustikal, aber fair den Ball und setzte Sener ein, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und das Leder stramm unter die Latte hämmerte. Nur zwei Minuten später fiel bereits der Anschlusstreffer. Klos köpfte den Ball in der Defensive aus der Gefahrenzone und leitete den Konter ein. Seuß trieb den Ball und schickte dann Sener lang. Hier reklamierten die Bayreuther Abseits, fühlten sich benachteiligt und stellten größtenteils das Fußballspielen ein, doch die Partie lief weiter. Sener ging aufs Tor und legte im richtigen Moment quer zum mitgelaufenen Seuß, der den Ball links unten im Kasten unterbrachte.

Einige FSVler konnten sich gar nicht beruhigen, allen voran wieder die Nr. 14. SR Bergmann bot dem Spieler an, dass er das Spiel fortan leiten könne, was er überraschenderweise auch annahm. Er pfiff ebenfalls nicht schlecht, rüffelte manchmal seine eigenen Kollegen, sah aber sicherlich auch nicht alles korrekt. Dennoch rückte in den folgenden Minuten der Fußball in den Hintergrund, denn nun wurde es richtig wild auf dem Feld. Über jede Aktion wurde gemeckert und die Nickeligkeiten nahmen zu. Auch wenn die Hektik von den Gästen ausging, ließen sich die Waldsteiner davon anstecken und der Spielfluss geriet ins Stocken. Einige Spieler waren kurz davor, das Spielfeld zu verlassen.

Nach dem 2:4 beruhigten sich die Gemüter nach und nach, doch die Luft war ein wenig raus aus der Partie. Vermutlich hatten die Kindergartenaktionen zu viel Kraft gekostet. Als Sener nach guter Vorlage von Seuß den Keeper umkurvte und einnetzte, entschied der neue Referee auf Abseits – wieder eine fragwürdige Entscheidung. Müllers Pass wenig später erreichte Sener, der in aussichtsreicher Position noch entscheidend gestört werden konnte und nach der anschließenden Ecke den Außenpfosten traf.

Dem 2:5 ging ebenfalls eine vermeintliche Abseitsposition voraus, aber der Schuss des Neuners von halbrechts sprang vom Innenpfosten in die Maschen und der Treffer zählte. Kurz darauf eroberte Strietzel energisch den Ball und tankte sich durch drei Mann durch. Er setzte Sener in Szene, der mit dem Gästetorhüter Tango tanzte und anschließend zum 3:5 einschob. Direkt danach – zwei Minuten zu früh – war Schluss und alle vertrugen sich wieder. Einige Gästespieler entschuldigten sich auch für die Vorfälle. Der FSV Bayreuth siegte aufgrund der besseren Spielanlage und der größeren Anzahl an Torabschlüssen nicht unverdient. Die Granitler wehrten sich aber gut und konnten erhobenen Hauptes die Kerwa-Feierlichkeiten einläuten.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 9. Spieltag:

1.FC Waldstein II – VfB Moschendort III  1:1 (0:1)

(am Kerwa-Samstag, 17.09.2022, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 F.Reichel, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 K.Sachs, 8 M.Sachs, 9 M.Bauer, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 74. für 9), 14 T.Zahn (ab 64. für 5)

Schiedsrichter: Kenan Gülmen (TSV Thiersheim) hatte ein leichtes Amt, welches er zufriedenstellend ausfüllte

Zuschauer: 35

Tore: 14. Min. Hofgräf 0:1, 59. Min. Bauer 1:1

10-Minuten-Strafe: Feist (FCW, 83., Unsportlichkeit), Camara (VfB, 83., Unsportlichkeit)

 

Die Graniter legten gegen den Tabellenvorletzten gut los und sorgten in den ersten vier Minuten bereits drei Mal für Gefahr im Gästestrafraum. Seuß prüfte TW Kiling mit einem Schuss aus 18 Metern, bei Leupolds Schuss musste sich der Torhüter schon mehr strecken und auch bei Seuß‘ Versuch kurz darauf war er zur Stelle und lenkte den Ball an den Pfosten. Erneut Seuß und auch Bauer kamen dann zu Torabschlüssen, aber wiederum war Kiling nicht zu überwinden.

Anders auf der Gegenseite: Camara gelang ein guter Pass in die Schnittstelle und so war Hofgräf durchgebrochen. Mit dem ersten Torschuss des VfB markierte er nach knapp einer Viertelstunde das 0:1 und stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Auch in der Folge waren die Waldsteiner klar überlegen, nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Reichels Versuch wurde abgeblockt, Feist schoss einen indirekten Freistoß nach Rückpass in die Mauer und bei der besten Gelegenheit dieser Phase behinderten sich Feist und Sachs gegenseitig.

Nach einer halben Stunde verzeichnete Hofgräf den zweiten Torschuss der Gäste und hätte beinahe wieder getroffen, doch der Ball ging am kurzen Eck ans Außennetz. Im Gegenzug lenkte TW Kiling Leupolds guten Versuch gerade so über die Querlatte.

Die Heimelf verlor nun etwas den Faden, kam aber vor der Pause wieder stärker auf. Leupold wurde im 16er niedergestreckt – der Unparteiische traf hier seine einzige klare Fehlentscheidung und ließ weiterspielen. In der Nachspielzeit setzte M.Sachs einen Kopfball Richtung Winkel ab, aber der Gästeschlussmann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ans Gebälk.

Auch nach der Pause bestimmte Waldstein II das Spiel und kam zu Gelegenheiten, doch es war wie verhext. Seuß wurde bei einer guten Chance entscheidend gestört und so ging der Ball vorbei. Erst nach knapp einer Stunde erlöste Bauer seine Elf, als er das Spielgerät von der Strafraumkante ins lange Eck schlenzte.

Feist hätte unmittelbar nachlegen können, doch er ließ zwei sehr gute Gelegenheit ungenutzt. Auch einige Minuten später war es wieder Feist, der den Ball nicht im Tor unterbrachte. Ein Freistoß von Reichel aus 20 Metern strich knapp am Tor vorbei.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr schwand die Hoffnung, dass der Siegtreffer noch fallen könnte. Die Gastgeber waren zwar bemüht, spielerisch klar besser, aber hatten ihr Pulver wohl in der Partie zuvor verschossen. Als nach einem Foul von Camara an Feist beide aneinander gerieten und sich ein wenig schubsten, schickte der Unparteiische beide für zehn Minuten vom Feld.

In der verbleibenden Zeit schafften es die Waldsteiner nicht, doch noch das 2:1 zu erzielen, das hoch verdient gewesen wäre. Den Gästen aus Moschendorf möchte man die Kampfbereitschaft gar nicht absprechen, aber nur dank der Abschlussschwäche der Bergmann-Truppe war es möglich, dass die klar unterlegene Mannschaft einen Punkt aus Weißdorf mitnehmen konnte.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 11. Spieltag:

1.FC Waldstein – FC Lorenzreuth  1:2 (0:1)

(am Kerwa-Samstag, 17.09.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
ETW F.Tögel, 9 C.Sturm (ab 90.+1 für 19), 11 L.Vogel, 19 M.Moreth (ab 46. für 7), 20 T.Ullmann (ab 67. für 5)

Schiedsrichter: Stefan Mildenberger (SC Maroldsweisach, Assistenten: Steffen Rießmann und Jonas Meusel) hatte wahrlich nicht seinen besten Tag und entschied vor allem in strittigen Szenen immer pro Auswärtsmannschaft

Zuschauer: 120

Tore: 13. Min. Fux 0:1, 62. Min. Özdemir 0:2, 90.+1 Min. Schrepfer 1:2

Gelb-rote Karte: Walter (FCW, 80., Meckern)

Zehn-Minuten-Strafen: Schneider (FCL, 32., Foul), Kraus (FCW, 79., Meckern), Walter (FCW, 80. Foul)

 

Gegen das Tabellenschlusslicht versäumten es die Granitler den dringend benötigten Kerwa-Sieg einzufahren. Dabei begann die Heimelf offensiv und sehr aktiv. Bereits nach einer Minute hatte Kraus die Führung auf dem Fuß, aber zielte nach Vorlage von Schrepfer zu hoch. Kurz darauf verpasste Schrepfer eine Hereingabe von Kraus um Haaresbreite.

Die Waldsteiner waren die bessere Mannschaft und kamen zu mehreren guten bis sehr guten Gelegenheiten, aber entweder fehlte das Zielwasser oder der Gästeschlussmann Seikert wuchs über sich hinaus. So fischte er je einen gut platzierten Kopfball sowohl von Brandhorst als auch von Kraus noch von der Linie.

Seidel rutschte ein Versuch in aussichtsreicher Position über den Schlappen und Walter schloss zu zentral ab, so dass TW Seikert diesmal keine Mühe hatte. Walter traf wenig später mit einer Freistoßflanke nur den Pfosten. Da stand es aber bereits 0:1, nachdem Fux einen Freistoß aus 17 Metern direkt versenkte hatte. Der erste und lange Zeit einzige Torschuss der Lorenzreuther brachte die Führung und stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Die Gästespieler Schneider und Hoheisel waren dann nach hartem Einsteigen bzw. Nachtreten gegen F.Sturm mit Zeitstrafe und Verwarnung noch gut bedient. Die Sener-Schützlinge hatten auch im weiteren Verlauf gute Möglichkeiten, trafen aber das Tor nicht.

Nach der Pause beteiligte sich Lorenzreuth zwar mehr am Spiel und die Spielanteile waren etwas ausgeglichener verteilt, aber die Torannäherungen und Halbchancen waren zunächst weiterhin nur den Gastgebern vorbehalten.

Wieder war es ein Freistoß, der zum Tor für den FCL führte: Fux setzte den Ball aus über 30 Metern an die Latte, Özdemir reagierte schneller als die Granit-Defensive und staubte zum 0:2 ab. Die Gäste bissen sich immer mehr in die Partie und hielten nun aggressiv dagegen, während das Duell immer zerfahrener wurde. Fouls an Kraus und Schrepfer im Strafraum wurden nicht geahndet.

Kraus (Zeitstrafe) und Walter (Ampelkarte) erwiesen ihrer Mannschaft einen Bärendienst und verfolgten die Schlussphase des Spiels wegen Meckerns von draußen. Walter brachte sogar das Kunststück fertig, innerhalb weniger Sekunden erst die Zeitstrafe zu kassieren und dann Gelb-Rot zu sehen. So spielte Waldstein zwischen der 80. und 90. Minute in doppelter Unterzahl. Ein Konter der Gäste hätte beinahe das 0:3 gebracht, doch Aksel vergab aus stark abseitsverdächtiger Position kläglich und traf nur den Pfosten.

Der Anschlusstreffer durch Schrepfer nach guter Kombination über mehrere Stationen und Vorlage von Bächer kam zu spät. So entführte Lorenzreuth schmeichelhaft drei Punkte aus Weißdorf und feierte den ersten Saisonsieg, während der FCW weiterhin auf der Stelle tritt und trotz guter Leistung mit leeren Händen da steht.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 10. Spieltag:

(SG) TV Kleinschwarzenbach / VfB Helmbrechts II – 1.FC Waldstein II  0:5 (0:0)

(am Samstag, 24.09.2022, in Helmbrechts)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 L.Bergmann, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 15 M.Bauer, 16 K.Sachs;
3 A.Rickenthäler (ab 70. für 2), 4 P.Körbe (ab 28. für 15), 10 A.Müller (ab 70. für 12), 14 T.Zahn (ab 63. für 9)

Schiedsrichter: Müfit Bölükbasi (TuS Schauenstein) leitete die eigentlich faire Partie sehr kleinlich und unterband zu oft den Spielfluss. Einige Entscheidungen waren in keinster Weise nachvollziehbar. Aber heutzutage muss man ja froh sein, dass man überhaupt noch Schiedsrichter in der A-Klasse hat.

Zuschauer: 40

Tore: 50. Min. Seuß 0:1, 58. Min. Feist 0:2, 66. Min. K.Sachs 0:3, 70. Min. Seuß 0:4, 78. Min. Popp 0:5

 

Die Waldsteiner waren nach dem Remis vor einer Woche auf Wiedergutmachung aus und waren vom Anstoß weg die engagiertere Mannschaft. Sie setzten den Gegner unter Druck und in der ersten Viertelstunde spielten sich beinahe alle Aktionen in der Hälfte der SG ab. Torannäherungen gab es durchaus, aber wirkliche Möglichkeiten zunächst nicht. K.Sachs ließ den ersten Torschuss nach 14 Minuten los und dieser ging rechts vorbei.

Die defensiv gut gestaffelte Heimelf kam dann für ein paar Minuten besser auf und kam durch Grimm, Özdemir, Kaufmann und Wagner zu Torabschlüssen, doch TW Tögel, der auch ansonsten einen ruhigen Nachmittag verlebte, musste nicht eingreifen. Auf der Gegenseite hätte M.Sachs, der sich über links gut durchsetzte, drei Anspielstationen gehabt, versuchte es jedoch selbst und setzte den Schlenzer neben den zweiten Pfosten.

Als Feist fair den Ball ergrätschte und so eine gute Gelegenheit einleitete, entschied der Referee auf Freistoß für die Gastgeber und zückte zum Unverständnis aller den gelben Karton. Wenig später setzte Seuß den ersten guten Torschuss ab, aber TW Leupold parierte. Der Schlussmann war es auch, der einen schönen Schuss von Popp aus der Distanz auf die Querlatte lenkte. Kurz darauf musste der Keeper aber ersetzt werden, nachdem er umgeknickt war. Feldspieler Stögbauer streifte sich die Handschuhe über.

Feist setzte einen Eckball direkt an den Pfosten und wenig später war es derselbe Spieler, der nach gutem Solo den Winkel knapp verfehlte. Seuß hatte im Anschluss zwei gute Gelegenheiten, zielte aber erst zu hoch und scheiterte dann am Aushilfstorhüter. Trotz offensichtlicher Überlegenheit und Chancenplus führten die Waldsteiner zur Halbzeit nicht – es ging torlos in die Pause. Bei der SG wurde nun Feldspieler Frieß zum Torwart ernannt.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste vom Anstoß weg aktiver und wollten nun den Treffer erzwingen. An der ersten sehenswerten Aktion über links waren Popp, M.Sachs und Körbe beteiligte. Doch Körbes Flanke vors Tor setzte Goalgetter Seuß 60 Sekunden nach Wiederanpfiff aus kurzer Distanz übers leere Tor.

Nach einem Eckball behauptete Körbe den Ball und brachte ihn wieder von links vors Tor, diesmal halbhoch, und Seuß machte es besser – 0:1! Und auch beim zweiten Treffer ging es wieder über die linke Seite: M.Sachs, Popp und Körbe leiteten den Treffer ein. Feist nahm den Ball im Zentrum direkt und er schlug rechts oben im Winkel ein.

Waldstein war in der Folge drückend überlegen, während bei den Gastgebern die Kräfte zusehends schwanden. So kam das 0:3 nicht überraschend, war dennoch kurios. Denn Körbes dritte Vorlage rutschte K.Sachs eigentlich über den Schlappen und sowohl der Schütze als auch Trainer Bergmann und weitere Spieler drehten sich vom Spielgeschehen ab. Der Ball jedoch suchte in hohem Bogen den Weg gen Winkel, der SG-Torhüter versuchte noch ihn herauszufischen, lenkte das Leder aber über den Pfosten in die eigenen Maschen.

Nach Vorarbeit von Martin und Kevin Sachs erhöhte Seuß per strammem Schuss auf 0:4. Den fünften Treffer legte Popp nach – gut eingesetzt von Müller lief er aufs Tor zu und schob den Ball platziert am Torwächter vorbei an den Innenpfosten. In der Schlussphase ergaben sich für die Waldsteiner Gelegenheiten beinahe im Minutentakt gegen eine SG-Elf, die zwar stehend K.O. war, sich aber dennoch nicht aufgab. Der Auswärtssieg hätte also durchaus höher ausfallen können, aber Bergmanns Team verschonte die Krähen und Rothosen, so dass es beim 0:5 blieb. Der FCW feierte einen hoch verdienten Dreier und meldete sich im Kampf um die vorderen Plätze zurück.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 12. Spieltag:

SSV Kasendorf – 1.FC Waldstein I  4:2 (2:0)

(am Sonntag, 25.09.2022, in Kasendorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller (ab 83. für 13), 9 C.Sturm (ab 79. für 12), 10 A.Walter (ab 68. für 20), 11 L.Vogel (ab 87. für 18), 14 F.Reichel (ab 81. für 5)

Schiedsrichter: Dominik Fuchs (ASV Sassanfahrt; Assistenten: Elmar Seeberger und Nils Roelle) ließ viel laufen und schaffte sich beim Publikum der Gastmannschaft nicht unbedingt Freunde

Zuschauer: 105

Tore: 5. Min. Sollecito 1:0, 15. Min. N.Müller 2:0, 52. Min. Bächer 2:1, 71. Min. N.Müller 3:1, 79. Min. Schorn 4:1, 81. Min. Bächer 4:2

 

Für das Match in Kasendorf rechneten sich die Waldsteiner durchaus wieder etwas aus, aber in einer schwachen ersten Halbzeit gerieten die Gäste schnell mit 0:2 in Rückstand und konnten diese Hypothek trotz einer Steigerung nach dem Seitenwechsel nicht mehr aufholen. Bei anfangs strömendem Regen entwickelte sich eine hektische Partie, in der J.Seiler nach gut einer Minute den ersten Torschuss abgab – dieser war jedoch zu hoch angesetzt. Kasendorf hingegen konnte mit dem ersten Torabschluss in Führung gehen: Sollecito schoss nach Doppelpass mit Ziegler flach zum 1:0 ein – eine kalte Dusche für den FCW.

Zwar waren die Spielanteile in der Anfangsphase noch recht ausgeglichen verteilt, doch die Gastgeber agierter aggressiver und spritziger sowie zielstrebiger. Nach einer Viertelstunde spielten die Kasendorfer flott durchs Zentrum und Müller, der kurz zuvor noch den Winkel verfehlt hatte, verwandelte einen Steckpass mit einem weiteren Flachschuss zum 2:0. Die Waldsteiner ließen nun schon ein wenig die Köpfe hängen und die Heimelf bestimmte in der Folge die Partie. Die Mannschaft von Trainer Wächter dosierte das Tempo nach Belieben. Die Granitler hingegen kamen stets einen Schritt zu spät und konnten auch kaum für wirkliche Entlastungsangriffe sorgen, da es auch an der Passgenauigkeit haperte. Der FCW blieb im ersten Abschnitt ideen- und harmlos.

Als M.Seiler bei einem Ausflug aus seinem Tor auf dem rutschigen Boden den Ball nicht gut an den Mann brachte, hätte Sollecito das 3:0 nachlegen können, wurde aber etwas abgedrängt und traf von dort das leere Tor nicht. Nach und nach schaltete Kasendorf einen Gang zurück und verwaltete das Ergebnis bis zur Pause.

Wie ausgewechselt kamen die Granitler aus der Kabine und boten der Heimelf nun mehr als Paroli. Zwar hatte der SSV durch Sollecito die erste Chance nach Wiederanpfiff, aber Bächer sorgte kurz darauf für den Anschlusstreffer. F.Sturm schlug von links außen eine weite Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Bächer einlief, die Kugel direkt nahm und im langen Eck versenkte.

Waldstein trat nun aggressiver auf und gestaltete die temporeiche, aber weiterhin hektische Partie in dieser Phase mehr als ausgeglichen. Zwar wähnten sich die Gäste nun am Drücker, erspielten sich aber kaum Torchancen. Und gerade in die beste Phase hinein setzte Müller mit dem 3:1 einen Wirkungstreffer. Eine Flanke von der rechten Seite rutschte durch bis ganz nach links. Von der Torauslinie legte Schorn zurück, Müller kam umringt von mehreren Waldsteinern frei zum Abschluss und ließ TW Seiler keine Chance.

Die Sener-Schützlinge gaben sich keineswegs auf, doch die Kasendorfer kamen nun wieder etwas besser in die Parte. Ein mustergültig ausgespielter Konter acht Minuten später brachte dann auch die Entscheidung zu Gunsten der Heimmannschaft. Diesmal bediente Müller Schorn, der keine Mühe hatte einzuschieben.

Wenig später gelang Bächer noch ein wenig Ergebniskosmetik, als er einen Heber von P.Seiler direkt nahm und am herauseilenden TW Cukaric vorbei in die Maschen bugsierte. Der SSV-Schlussmann konnte sich bei einem Freistoß von J.Seiler, den er aus dem Winkel fischte, kurz vor Schluss noch einmal auszeichnen.

Hätten die Waldsteiner ihre Leistung über 90 Minuten abgerufen, wäre am Erlengrund sicher etwas zu holen gewesen. So feierte Kasendorf einen insgesamt gesehen verdienten 4:2-Kerwa-Erfolg. Da Mistelgau das Kellerduell in Lorenzreuth gewann, rutschte der FCW auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 13. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SpVgg Bayreuth U21  2:2 (1:1)

(am Samstag, 01.10.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 20 T.Ullmann;
ETW M.Seiler (ab 46. für 1), 6 F.Leupold, 7 S.Schaller (ab 78. für 20), 9 C.Sturm (ab 80. für 17), 16 K.Sachs (ab 90. für 12)

Schiedsrichter: Jonas Kux (SC Germania Stöppach-Haarth; Assistenten: Reiner Goldschmidt und Jonas Meusel) – leider wurde wieder einmal der Gegner des Bezirksliga-Neulings bevorzugt

Zuschauer: 40

Tore: 11. Min. Farkasovsky 0:1, 36. Min. Schrepfer 1:1, 47. Min. Vogel 2:1, 90.+1 Min. Farkasovsky 2:2

Gelb-rote Karte: Vogel (FCW, 74., Foulspiel)

 

Vor rekordverdächtiger Minuskulisse schnupperten die Granitler lange an der großen Überraschung. Ein Dreier gegen die U21 der SpVgg Bayreuth lag durchaus im Bereich des Möglichen und bei besserer Chancenverwertung hätte die Partie auch beizeiten (vor)entschieden sein können, aber die Gäste aus der Wagnerstadt hatten im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel und kamen in der Nachspielzeit zum verdienten Ausgleich. Vor der Partie hätte man beim FCW das 2:2 sicherlich unterschrieben, aber nach dem Spielverlauf fühlt es sich wie eine Niederlage an.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Schrepfer war früh auf dem Weg Richtung Tor, wurde aber zu Boden gedrückt und bekam keinen Freistoß zugesprochen. Ein schlecht ausgeführter Freistoß der Heimelf nach einer Abseitsentscheidung führte zu einem unnötigen Eckball, in dessen Folge die Waldsteiner den Ball nicht gut klären konnten und Farkasovsky aus 18 Metern flach einnetzen konnte.

Doch die Waldsteiner blieben dran und hätten in der Folge zum Ausgleich kommen müssen. Vogel brachte jedoch zu wenig Druck hinter den Ball und Brandhorsts Kopfballaufsetzer ging ebenso drüber wie Ullmanns Schuss aus kurzer Distanz. Dazwischen hatte TW Becher einen Schuss von Landgraf gut entschärft. Der schnelle Landgraf prüfte in der Folge Becher noch zwei Mal, aber stellte den Granit-Keeper vor keine schwierigen Aufgaben. Auf der Gegenseite pflückte TW Dressel Kraus den Ball vom Kopf.

Als nach einem schlampigen Pass in der Bayreuther Defensive Schrepfer Kraus einsetzte, hatten die Granitler den Torschrei bereits auf den Lippen. Kraus legte den Ball an Torhüter Dressel vorbei und hätte nur noch einschieben müssen. Der Gästeschlussmann zog ohne Chance auf den Ball die Notbremse und kam zum Unverständnis aller mit der gelben Karte davon. Beim fälligen Strafstoß scheiterte der Gefoulte am Verursacher.

Doch wenig später spielte Kraus den entscheidenden Pass in die Tiefe gegen in dieser Situation sehr hoch stehende Wagnerstädter und Schrepfer lief mutterseelenallein aufs Tor zu. Beinahe hätte er die Kugel noch vertändelt, konnte aber Torhüter Dressel doch zum Ausgleich tunneln. Waldstein war im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft mit den hochkarätigeren Gelegenheiten, aber mit dem Spielstand von 1:1 wurden die Seiten gewechselt.

Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff markierte Vogel den Führungstreffer für die Granitler, als er eine Hereingabe von Kraus im zweiten Versuch über die Linie bugsierte. Zunächst hatten Torhüter und Pfosten den Einschlag noch verhindert. Kurz darauf boten sich noch zwei Abschlussmöglichkeiten, aber die Heimelf belieb hier zu ungefährlich.

In der Folge tat die Drittligareserve mehr fürs Spiel, doch die Gastgeber hielten aggressiv und kämpferisch dagegen. Waldstein spielte die sich bietenden Kontermöglichkeiten selten gut aus, Vogels gute Direktabnahme parierte Torwart Dressel stark. Auf der Gegenseite vergab Menzel in aussichtsreicher Position und auch FCW-Torhüter Seiler, der zur Pause für den angeschlagenen Becher zwischen die Pfosten gegangen war, konnte sich zwei, drei Mal auszeichnen. Kraus wurde eine gute Chance geraubt, da Assistent Meusel fälschlicherweise die Fahne hob.

Auch nach der Ampelkarte gegen Vogel – die zweite Gelbe kann man geben, die erste war jedoch überzogen – kämpften die Waldsteiner in der spannenden Partie leidenschaftlich um jeden Meter und schienen auch endlich einmal das Spielglück auf ihrer Seite zu haben, als Nickels Fernschuss zwei Minuten vor dem Ende vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Doch in der Nachspielzeit landete ein langer Ball, per Kopf verlängert, bei Farkasovsky, der erneut flach einschießen konnte.

Insgesamt gesehen geht das Remis sicherlich in Ordnung, aber die Sener-Elf war nah dran am Überraschungserfolg. Der Bock wackelte, konnte aber noch nicht umgestoßen werden.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 11. Spieltag:

1.FC Waldstein II – FC Eintracht Münchberg III  5:1 (3:0)

(am Sonntag, 02.10.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Bergmann, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn, 15 M.Bauer;
3 A.Rickenthäler (ab 65. für 13), 4 M.Kefes (ab 73. für 13), 10 A.Müller (ab 46. für 15)

Schiedsrichter: Masen Chouman (SG Regnitzlosau) leitete das faire Derby sicher

Zuschauer: 45

Tore: 13. Min. Seuß 1:0, 38. Min. Schatz (Eigentor) 2:0, 41. Min. Feist 3:0, 69. Min. Sturm 4:0, 73. Min. Seidel 5:0, 80. Min. Atik 5:1

 

Zwar hatten die Waldsteiner bereits in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel, aber außer eines Versuchs von Zahn aus der zweiten Reihe ließen gute Torchancen zunächst auf sich warten. Es dauerte bis zur 13. Minute, aber dann klingelte es auch schon im Kasten von TW Walter. Seidel schlug eine Freistoßflanke fast von der Mittellinie in den Sechzehner, wo Seuß die Kugel gekonnt annahm und von halbrechts unhaltbar in die Maschen hämmerte.

In der Folge bestimmten die Gastgeber die Partie und zeigten immer wieder gute Ansätze in der Offensive, aber am letzten oder vorletzten Pass haperte es zu oft, so dass sich kaum Einschussmöglichkeiten ergaben. Immer wieder endete eine Kombination der Granitler an der vielbeinigen Gästeabwehr. Die beste Gelegenheit auf den zweiten Treffer hatte Popp nach knapp einer halben Stunde nach Doppelpass mit Seuß, aber der Abschluss war zu unplatziert und TW Walter konnte parieren. Im Gegenzug gelang A.Gebhardt der erste gute Schuss für Münchberg, doch TW Tögel war ebenfalls zur Stelle und klärte im Nachfausten.

Die Partie plätscherte dann ein wenig vor sich hin, ehe die Bergmänner noch einmal einen Zahn zulegten. Schatz drückte einen Eckball von Leupold am zweiten Pfosten über die Linie ins eigene Netz. Seuß verfehlte kurz darauf den Winkel knapp. Und Feist stellte noch vor der Pause auf 3:0, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Sturm und Doppelpass mit Seuß wenig Mühe hatte einzuschieben.

Mit der verdienten wie beruhigenden Führung im Rücken kamen die Waldsteiner zu sorglos und behäbig aus der Kabine. In der niveauarmen Viertelstunde nach Wiederbeginn lief bei Waldstein nur wenig zusammen. Die Gäste aus Münchberg waren in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit die aktivere Mannschaft, aber brenzlig wurde es für Tögels Kasten nicht. Münchberg konnte kein Kapital schlagen aus der schwächeren Phase der Platzherren.

Erst ein schöner Schuss von Seuß aus 20 Metern, den TW Walter gerade so über die Latte lenken konnte, rüttelte die Akteure wieder ein wenig auf. Auf der Gegenseite kam I.Altuntas im Zweikampf mit Tögel zu Fall und die Eintrachtler forderten Elfmeter, doch der Unparteiische ließ weiterspielen. Die Granitler hatten sich nun gefangen und taten wieder mehr fürs Spiel.

Nach einem Ballgewinn schickte Seidel Goalgetter Seuß in die Spur, dieser wurde aber durch das faire Tackling von U.Altuntas im letzten Moment gestoppt. Sturm ließ dann etwa 20 Meter vor dem Tor einige Gegenspieler stehen und versuchte es aus der Distanz. Der gute Schuss senkte sich in leichtem Bogen hinter dem Gästeschlussmann genau unter der Latte ins Netz. Kurz darauf schickte F.Bergmann, der an diesem Tag der Fels in der Brandung war und die Defensive hervorragend anführte, Seuß mit einem langen Ball, doch dessen Abschluss war ein wenig zu überhastet und Walter konnte die Chance vereiteln.

Machtlos war der FCE-Keeper dann aber bei einem Eckball von Leupold, den Seidel am zweiten Pfosten platziert an den selbigen setzte, von wo das Spielgerät ins Netz sprang. Damit war die Partie endgültig entschieden. Walter wurde weiter beschäftigt und konnte sich bei den Schüssen von Seuß und Müller auszeichnen.

Durch einen Stellungsfehler des eingewechselten Rickenthäler konnte Atik zehn Minuten vor dem Ende freigespielt werden und traf zum 5:1-Ehrentreffer sehenswert in den Winkel. Müller hätte daraufhin das halbe Dutzend voll machen können, scheiterte jedoch zunächst an TW Walter und mit dem anschließenden Außenristheber an der Latte. Kurz vor Schluss kombinierten Seuß und Popp noch einmal sehenswert über die rechte Seite, Sturm grätschte in die Hereingabe, verfehlte das Tor jedoch.

So blieb es beim Spielstand von 5:1. Die Granitler feierten einen verdienten, kaum gefährdeten Heimerfolg gegen faire und bemühte, aber größtenteils harmlose Gäste aus Münchberg.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 14. Spieltag:

SpVgg Selb 13 – 1.FC Waldstein I  0:2 (0:2)

(am Samstag, 08.10.2022, in Selb)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
4 P.Schratt (ab 90. für 20), 5 S.Seidel (ab 75. für 17), 6 F.Bergmann (ab 35. für 12), 7 S.Schaller (ab 84. für 3)

Schiedsrichter: Elia Schneider (TSV Küps) hatte keine Linie, legte aber viele Situationen pro Heimmannschaft aus und schaffte sich bei den Gästen keine Freunde. Assistent 1 Hamad Mada traf keine eigene Entscheidung und verteidigte dies mit der Aussage, er müsse immer auf die Vorgabe des Hauptschiedsrichters warten, ehe er die Fahne heben und etwas anzeigen kann. Einzig Assistent 2 Daniel Sesselmann machte der Aufgabe „Unparteiischer“ alle Ehre.

Zuschauer: 120

Tore: 10. Min. Bächer 0:1, 15. Min. Bächer 0:2

Zehn-Minuten-Strafe: Söllner (SVS, 87., Meckern)

 

Mit einer disziplinierten und kämpferisch starken Vorstellung erbeuteten die Granitler in Selb einen verdienten Dreier und belohnten sich endlich einmal selbst für die gezeigte Leistung. Zudem machte die Defensive kaum Fehler, ließ wenig zu und in der Offensive führten die ersten beiden Gelegenheiten bereits zu Toren – einfach (und) effizient.

Selb 13, Mitaufsteiger und als Vierter weit besser platziert als die Waldsteiner, agierte in der Anfangsphase etwas aktiver und hatte leichte optische Vorteile. Nach fünf Minuten tauchte Fischer in Folge eines Einwurfs frei im Sechzehner auf, schob die Kugel aber am kurzen Eck vorbei.

Waldsteins erste Möglichkeit hingegen führte gleich zum Treffer. Fabian Sturms herrlicher Pass in die Tiefe erreichte Bächer, der an der Strafraumkante auf den herausgeeilten TW Rudorf traf. Der Torhüter traf nicht den Ball, sondern nur den Waldsteiner und Bächer hätte sich fallen lassen können, blieb aber stehen sowie im Ballbesitz und schob aus der Drehung flach ein.

Nur fünf Minuten später flankte Jacob Seiler den Ball nach einer Ecke ein zweites Mal in die Mitte, wo Bächer am höchsten stieg und das Spielgerät beinahe unbedrängt in die Maschen köpfen konnte. Nach einer Viertelstunde führten die Gäste in Selb mit zwei Toren!

In der Folge entwickelte sich ein nickeliges Spiel mit vielen Zweikämpfen, die vom Referee teilweise kurios bewertet wurden. Ein Nachschlagen von D.Nendza wurde nicht geahndet. Fußballerisch gesehen fand viel im Mittelfeld statt und Torraumszenen gab es nur selten zu bewundern. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Sener-Schützlinge das Spiel immer besser in den Griff.

Doch nach einer guten Gelegenheit durch Sedlacek nach Vorarbeit von Fischer, die TW Seiler vereiteln konnte (38.), war Selb am Drücker und hatte in den Minuten vor der Pause wieder mehr vom Spiel. Aber die Dreizehner entwickelten keine Gefahr für Seilers Kasten. So hatte Ullmann in der Nachspielzeit mit einem Schuss aus der Drehung, der den langen Winkel verfehlte, die beste Möglichkeit in dieser Phase. Kurz darauf bat SR Schneider zum Pausentee, der den Gästen nicht ungelegen kam.

Selb 13 tat in der Anfangsphase der zweiten Hälfte erneut etwas mehr fürs Spiel, was auch dem geschuldet war, dass sich die Kicker vom Waldstein aufs Verteidigen konzentrierten. Diese standen gut und ließen in der Defensive kaum etwas zu. Wenn doch mal ein Ball durchkam, war Seiler stets zur Stelle. Einige Male sorgten die Granitler für Entlastung, aber wirkliche Hochkaräter suchte man auf beiden Seiten vergebens.

Keles schubste nach einem Zweikampf Walter zu Boden und war mit der gelben Karte gut bedient. Ansonsten war das Spiel recht ereignislos, nur bei Zweikämpfen kochten die Emotionen immer wieder hoch, wofür auch der Schiedsrichter mit manch seltsamer Entscheidung sorgte.

Zwölf Minuten vor dem Ende drang Fischer in den Strafraum ein, rannte in P.Seiler hinein und beide kamen zu Fall. SR Schneider zögerte nicht und zeigte auf den Punkt – den Elfmeter konnte man wohl geben. Hätte Keles den Ball versenkt, wäre die Schlussphase wohl noch aufreibender geworden, doch er wollte es zu gut machen und setzte das Leder über die Querlatte.

Fünf Minuten später parierte Michael Seiler im Anschluss an einen Freistoß im Getümmel und sein Bruder Jacob klärte auf der Linie – die Null stand. Mehr nennenswerte Gelegenheiten erspielte sich die Mannschaft von Mo Tamo in der spannenden Schlussphase nicht. Söllner meckerte lautstark und sorgte dafür, dass die Heimmannschaft das Match in Unterzahl beendete. Die Granitler, bei denen Schratt kurz vor Schluss nach seinem Muskelfaserriss sein Comeback gab, blieben ohne Gegentor und feierten nach geschlossener, guter Mannschaftsleistung einen wichtigen Auswärtserfolg.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 12. Spieltag:

FC Wüstenselbitz II – 1.FC Waldstein II  0:2 (0:2)

(am Sonntag, 09.10.2022, in Wüstenselbitz)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 7 P.Seidel, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn, 16 K.Sachs;
3 A.Meister (ab 46. für 12), 10 A.Müller (ab 77. für 16), 15 M.Bauer (ab 57. für 14)

Schiedsrichter: Möfit Bölükbasi (TuS Schauenstein) lieferte eine gewohnt konfuse Leistung ab

Zuschauer: 42

Tore: 39. Min. Popp 0:1, 42. Min. Seuß 0:2

 

In einer niveauarmen Partie nahmen die Waldsteiner zwar verdient die drei Punkte mit, allerdings schöpften die Bergmänner ihr Potential bei Weitem nicht aus. Der Erfolg kann höchstens unter der Rubrik „Arbeitssieg“ verbucht werden. Ein Doppelschlag Ende der ersten Halbzeit legte den Grundstein für den Dreier.

Die Waldsteiner begannen eigentlich nicht schlecht und kamen durch Sturm zum ersten Abschluss nach etwas mehr als einer Minute, der aber auf dem Tor landete. Die Gäste hatten viel Ballbesitz und schienen die Partie zu bestimmen, doch sie konnten zu wenig draus machen. Die Gastgeber kamen nach zehn Minuten etwas besser ins Match – einen 40-Meter-Schuss hielt TW Tögel sicher und auch im Eins-gegen-eins gegen Lex war der Gästeschlussmann ein sicherer Rückhalt.

Kurz darauf versuchte es Zeh per Direktabnahme nach einer Ecke, aber danach wurden die Höhepunkte immer seltener und das Niveau der Partie sackte ab. Zwar hatten die Waldsteiner die besseren Ansätze, aber hatten keine Struktur im Spiel nach vorne und liefen sich immer wieder fest. Wenn man hätte schießen können, wurde noch ein Pass versucht; wenn ein Steckpass die bessere Option gewesen wäre, wurde geschossen. TW Möller im Wüstenselbitzer Kasten musste lange Zeit keinen richtigen Schuss halten.

Tatsächlich gab es erst in Minute 39 den ersten nennenswerten Abschluss aufs Tor, aber dann durften die Waldsteiner auch gleich jubeln. Sachs flankte von rechts vors Tor, Popp lauerte allein gelassen am zweiten Pfosten und köpfte den Ball in die Maschen. Kurz darauf zog Bötsch auf der Gegenseite ab, doch seinen guten Schuss wehrte TW Tögel stark ab.

Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer konnten die Granitler erhöhen: Tögels Abschlag verlängerte Sachs per Kopf in den Lauf von Seuß. Dieser lief samt Ball auf und davon, umkurvte TW Möller und schob das Spielgerät ins leere Tor. Wenig später zeigte der Unparteiische nach Foul an Popp auf den Punkt. Doch Sturm scheiterte mit einem schlecht geschossenen Strafstoß am Wüstenselbitzer Torhüter Möller. Dieser musste zur Pause seinen Posten räumen, da die Arbeit rief – für ihn stellte sich Kahrer zwischen die Pfosten.

Auch im zweiten Abschnitt zeigten beide Mannschaften ein ziemliches Gegurke. Die schwache Partie bot kaum Highlights. Ein Freistoß von Lindner aus der Ferne strich über das Tor und auf der Gegenseite scheiterte Meister in aussichtsreicher Position, nachdem den Gästen endlich mal ein Spielzug gelungen war.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Waldstein war zwar bemüht, fand aber nie richtig ins Spiel und glänzte durch viele Fehlpässe und zu zaghaftes Zweikampfverhalten. Wüstenselbitz war dennoch unterlegen, stemmte sich aber bis zum Schluss – trotz merklich nachlassender Kräfte – stets fair gegen die drohende Niederlage. Zumindest Waldsteins Defensive um Kefes und Zeh stand gut und ließ keine einzige herausgespielte Torchance zu. Wenn es für Tögels Tor gefährlich wurde, waren es Fernschüsse oder Standardsituationen.

Trotz der ungewohnt schwächeren Leistung feierten die Granitler im Kriegswald einen verdienten Sieg. Die drei Punkte wurden eingepackt und bald fragt niemand mehr nach dem Wie.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 15. Spieltag:

1.FC Waldstein – 1.FC Creußen  5:1 (3:1)

(am Samstag, 15.10.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 6 F.Bergmann, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 13 A.Pilz, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 4 P.Schratt (ab 81. für 8), 5 S.Seidel (ab 60. für 20), 7 S.Schaller (ab 74. für 3), 12 J.Schrepfer (ab 53. für 11), 16 J.Schüder (ab 74. für 10)

Schiedsrichter: Maximilian Zenk (Zapfendorf, Assistenten: Alexander Kobelt und Philipp Runge) war ein guter Leiter, hätte aber durchaus einmal auf Elfmeter für die Gastgeber entscheiden können

Zuschauer: 100

Tore: 12. Min. F.Bergmann 1:0, 15. Min. Bächer 2:0, 17. Min. Oberheidtmann (Eigentor) 3:0, 19. Min. Freisinger 3:1, 47. Min. J.Seiler 4:1, 78. Min. Kraus 5:1

 

Im Abstiegskampfduell zeigten die Waldsteiner gegen Creußen erneut eine gute Leistung und siegten im Sechs-Punkte-Spiel verdient mit 5:1. Dabei hatten die Gäste gut angefangen und liefen die Platzherren früh aggressiv an, doch echte Torchancen entstanden zunächst keine. B.Koch zog bereits in der ersten Minute aus spitzem Winkel ab, zielte aber deutlich zu hoch. Ansonsten wirkten die Gäste zwar aktiver, aber brenzlig wurde es nicht. Die Anfangsminuten sahen schon sehr nach Abstiegskampf aus.

Ein wenig aus dem Nichts fiel der Führungstreffer für den FCW in der 12. Spielminute, den Pilz in der eigenen Hälfte mit einem Ballgewinn einleitete. Kraus steckte perfekt zu F.Bergmann durch, der Gästetorhüter Heinrich zum 1:0 tunnelte. Wenig später war es wieder Kraus, der stark in die Spitze spielte, wo er diesmal Bächer fand, welcher überlegt zum 2:0 einschob.

Beim dritten Treffer binnen fünf Minuten half die Gästedefensive ordentlich mit, denn Jacob Seilers Ecke führte zu einem Eigentor. Nach einem Missverständnis zwischen TW Heinrich sowie Oberheidtmann und Engelbrecht trudelte die Kugel ins Netz des FCC. Ullmann wäre aber auch bereit gestanden einzuschieben. Die Heimelf bewies Effizienz und machte aus den ersten drei Chancen drei Tore.

Doch beinahe im Gegenzug leisteten sich die Waldsteiner einen Stellungsfehler, den Freisinger mit einem wuchtigen Schuss in die Maschen ebenfalls sofort ausnutzte. Creußen rannte nun an, brachte aber die Abwehr der Gastgeber nur selten in Verlegenheit. B.Koch war der auffälligste Gästespieler mit zwei, drei Abschlüssen. Und M.Seiler zeigte eine gute Fußabwehr gegen Freisinger. Als Trainer Sener in der Defensive umstellte, war die Stabilität bei Waldstein wiederhergestellt.

Kraus nach guter, etwas zu uneigennütziger Vorabreit von Ullmann und Bächer verpassten es, das Ergebnis bereits vor der Pause in die Höhe zu schrauben. Letzterer wurde dabei auch zu Boden gezogen und man hätte zumindest über einen Strafstoß nachdenken können, aber das Spiel lief weiter.

Creußen wollte vermutlich mit Wiederanpfiff noch einmal alles in die Waagschale werfen, doch Jacob Seiler nahm den Gästen den Wind umgehend aus den Segeln, als er sich nach einer Ecke durch den Strafraum spielte und mit einem abgefälschten Schuss das 4:1 markierte. Der Ball sprang vom Innenpfosten in die Maschen.

Kurz darauf wurde Ullmann gefoult und diesmal wäre Elfmeter die einzige Option gewesen, doch erneut ertönte kein Pfiff. Kraus setzte wenig später zu einer schönen Direktabnahme an, aber ein Creußener stand goldrichtig und blockte den strammen Schuss.

Den Granitlern gelang es in der Folge gut, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten und selbst zu einigen weiteren Gelegenheiten zu kommen. Allerdings kamen nur selten Hochkaräter dabei zu Stande. Einer davon bot sich Walter, nachdem sich Bächer auf rechts durchgesetzt hatte und in die Mitte spielte. Aus etwas sechs Metern traf Walter jedoch nur die Querlatte.

Kraus beendete dann seine Torflaute und machte zwölf Minuten vor dem Ende endgültig den Deckel drauf. Seidel setzte sich sehenswert an der Grundlinie gegen zwei Gegenspieler durch und spielte den Golagetter an, der aus zehn Metern zentraler Position wuchtig einnetzte.

Zum Abschluss der Hinrunde feierten die Waldsteiner einen verdienten wie wichtigen Sieg und verkürzten den Abstand auf den Nichtabstiegsplatz auf einen Zähler. Die Anfälligkeit der Creußener in der Defensive nutzten die Sener-Schützlinge gut aus und schossen erstmals in dieser Saison fünf Tore in einem Spiel.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 13. Spieltag:

1.FC Waldstein II – TSV Presseck-Enchenreuth II  5:1 (2:1)

(am Samstag, 15.10.2022, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 F.Reichel, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn, 16 K.Sachs;
3 A.Meister (ab 58. für 14), 10 A.Müller (ab 68. für 16), 12 F.Leupold, 15 M.Bauer (ab 58. für 6)

Schiedsrichter: Siegfried Rausch (FC Wiesla Hof) hatte mit der fairen Partie keinerlei Probleme und leitete sehr gut

Zuschauer: 40

Tore: 16. Min. Seidel 1:0, 18. Min. Dogru 1:1, 22. Min. Seuß 2:1, 48. Min. Sturm 3:1, 82. Min. Meister 4:1, 86. Min. Sturm 5:1

 

Gegen den Tabellensechsten gelang den Granitlern ein glanzloser, aber verdienter 5:1-Heimerfolg. Die Waldsteiner belegen zur Halbzeit den zweiten Tabellenplatz, allerdings steht für Gefrees/Streitau II (Dritter mit zwei Punkten Rückstand) noch ein Nachholspiel aus.

Die erste Gelegenheit nach gut fünf Minuten hätte bereits die Führung bringen können, doch Feist setzte eine scharfe Hereingabe von Seuß vor dem leeren Tor in die Wolken. Wenig später scheiterten Seuß und Sturm an TW Kusch. Die Granitler hatten zwar mehr vom Spiel, aber es gelang bei weitem nicht alles. Von den Gästen war offensiv zunächst sehr wenig zu sehen.

Nach einer Viertelstunde gelang doch das 1:0, als ein Eckball von K.Sachs durch Reichel per Kopf verlängert wurde, Sturms Versuch abgeblockt wurde und Seidel aus 12 Metern flach und platziert abzog. Doch die Führung hielt keine zwei Minuten. Ein Ball rutschte zu Dogru durch, der sich allerdings klar im Abseits befand – die einzige Fehlentscheidung des Referees hier weiterlaufen zu lassen – und der Angreifer ließ sich nicht zwei Mal bitten. Sein wuchtiger Abschluss landete in den Maschen.

Doch weitere vier Zeigerumdrehungen später durften die Gastgeber erneut jubeln, nachdem TW Kusch einen schönen Schuss von Feist zunächst um den Pfosten gelenkt hatte. Die versuchte Kopfballabwehr nach der anschließenden Ecke landete bei Seuß, der aus der Drehung einschoss.

Seuß wurde wenig später nach schönem Spielzug beim Abschluss entscheidend gestört und Gästeschlussmann Kusch war bei den Schüssen aus der zweiten Reihe von Feist und Seuß auf der Hut. Auch Bergmanns Versuch von halblinks parierte erneut Kusch. Die Gäste waren nach vorne nur selten aktiv, doch wenn, dann standen die Waldsteiner hinten nicht unbedingt sattelfest. Ein Versuch von Machulka aus der zweiten Reihe verfehlte das Ziel nur knapp. Seuß hatte den dritten Treffer auf dem Schlappen, wollte es aber zu schön machen und konnte dem Ball per Hacke nicht die entscheidende Richtungsänderung verleihen.

Kurz nach dem Seitenwechsel fiel endlich der dritte Treffer für die Bergmänner, als Feist einen Befreiungsschlag von Kusch aufnahm und auf rechts verlagerte. K.Sachs flankte nach innen, Seuß ließ durch und Sturms Schuss wurde unhaltbar abgefälscht. Das Spiel plätscherte in der Folge vor sich hin, nur vereinzelt ergaben sich weitere Gelegenheiten für die Platzherren. So scheiterte K.Sachs am Keeper und Kopatsch blockte Seuß‘ Versuch mit dem Gesicht. Waldstein ließ den Ball nur teilweise gut laufen und überließ auch den Gästen etwas mehr Raum. Doch die schafften es auch kaum, bis in Gefahrenzone vorzudringen.

Acht Minuten vor dem Ende erzielte Meister einen kuriosen Treffer, als er sich irgendwie selbst anschoss und den Ball in einem Bogen im Winkel unterbrachte. Den Endstand markierte Sturm mit seinem zweiten Treffer: nach Zahns Flanke spitzelte Seuß den Ball am Keeper vorbei und Sturm musste nur noch ins leere Tor einschieben.

Gegen einen insgesamt schwachen und harmlosen Gegner, der sich lange nach Kräften gegen die Niederlage wehrte und stets fair blieb, feierten die Waldsteiner den nächsten Heimdreier und machten das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Es war zwar erneut keine Glanzleistung, aber die drei Punkte blieben verdient in Weißdorf.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 14. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) FC Ahornberg / ASV Leupoldsgrün II  2:0 (0:0)

(am Sonntag, 23.10.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 K.Sachs;
6 M.Feist (ab 59. für 12), 10 J.Schlegel (ab 58. für 13), 14 T.Zahn (ab 69. für 4)

Schiedsrichter: Peter Kempf (SpVgg Wurlitz) hatte keinerlei Probleme mit der fairen Partie

Zuschauer: 40

Tore: 52. Min. Leupold 1:0, 66. Min. Schlegel 2:0

 

Nach einer zerfahrenen und ausgeglichenen ersten Halbzeit steigerten sich die Waldstein im zweiten Abschnitt und siegten verdient gegen die Spielgemeinschaft, gegen die man zum Saisonauftakt zwei Punkte hatte liegen lassen.

In den ersten Minuten hatten zunächst die Platzherren etwas mehr vom Spiel, danach die Gäste. Gottschalch kam nach knapp acht Minuten eher zufällig zu einem Pfostentreffer. Kremer scheiterte wenig später an TW Tögel. Auf der Gegenseite setzte Leupold Seuß in Szene, doch dessen erster Abschluss ging rechts oben vorbei.

In der Folge war viel Mittelfeldgeplänkel geboten und keine der beiden Mannschaften konnte offensiv Akzente setzen. Die Spielanteile waren ausgeglichen, die Fehlpassquote relativ hoch und die Granitler waren im Zweikampfverhalten zu zaghaft. Das "Highlight" dieser Phase war ein Schüsschen von K.Sachs, welches TW Kießling mühelos parierte.

In den Minuten vor der Pause legten die Granitler einen kleinen Zahn zu, aber wirklich brenzlig wurde es für das Gästetor kaum. Bergmanns Schuss, der rechts vorbei strich, war noch der gefährlichste. So wurden bei torlosem Spielstand die Seiten gewechselt.

Seuß hatte die erste Gelegenheit nach Wiederanpfiff für die Gastgeber, die nun engagierter aus der Kabine kamen, konnte TW Kießling aber nicht überwinden. Leupold konnte es dann wenige Minuten später besser machen, als nach guter Vorarbeit über die rechte Seite der Ball vors Tor kam. Leupold zog flach ab und vom Innenpfosten sprang der Ball in die Maschen.

Waldstein war nun besser in der Partie, doch beinahe hätte man den Ausgleich kassiert, als TW Tögel bei einem Kropf-Freistoß ungewohnte Unsicherheiten zeigte. Doch alles ging gut und nur eine Zeigerumdrehung später fiel das 2:0. M.Sachs speilte einen starken Pass in die Gasse, der eingewechselte Schelgel lief seinem Gegenspieler davon, umkurvte den Gästekeeper und schob ein.

Wenig später war es erneut M.Sachs, der gut vorbereitete, doch Seuß scheiterte zunächst an Kießling und setzte den Nachschuss in die Wolken. Es boten sich einige weitere Gelegenheiten für den FCW, doch je näher es Richtung Tor ging, desto schlampiger wurden die Pässe. Für die SG verzeichnete Rank einen Torschuss, der aber zu hoch angesetzt war.

Waldstein brachte die Führung sicher über die Zeit und feierte den nächsten Heimdreier. Das Match war wenig spektakulär, doch erneut behielten die Bergmänner in einem eher schwachen Spiel die Oberhand. Da das Match der SG Stockenroth/Zell bei Saaletal/Höllental II ausgefallen ist, erklomm Waldstein II vorübergehend die Tabellenführung in der A-Klasse Frankenwald Süd.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 16. Spieltag:

1.FC Waldstein – VfR Katschenreuth  0:4 (0:2)

(am Sonntag, 23.10.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW F.Tögel, 4 P.Schratt (ab 46. für 11), 5 S.Seidel (ab 67. für 20), 7 S.Schaller (ab 73. für 17), 15 L.Brandhorst (ab 46. für 13)

Schiedsrichter: Andreas Göller (TSV Hirschaid; Assistenten: Philipp Runge und Magnus Geus) leitete mit Übersicht, entschied jedoch in strittigen Situationen immer pro VfR, trägt aber keinerlei Schuld an der Niederlage

Zuschauer: 200

Tore: 14. Min. Angermann 0:1, 15. Min. Weggel 0:2, 48. Min. Kolb 0:3, 77. Min. Weggel 0:4

 

Zum Auftakt der Rückrunde empfing Waldstein in Sparneck den Herbstmeister aus Katschenreuth. In Abwesenheit des urlaubenden Ali Sener nahm vertretungsweise Thomas Klier auf der Trainerbank Platz.

Vom Anstoß weg war der Spitzenreiter die aktivere Mannschaft und bewies mehr Zug zum Tor. Die ersten Abschlüssen verfehlten jedoch das Ziel weit und so hatte Bächer für die Hausherren die erste gute Gelegenheit, als er plötzlich frei vor TW Weith auftauchte, aber zu hoch zielte. Kurz darauf leitete ein schlampiger Pass der FCW-Defensive den ersten echten Gäste-Torschuss durch Löhrlein ein, doch TW Becher war zur Stelle.

Wenig später hatte Konrad auf der rechten Seite zu viel Platz und bereitete Löhrleins nächsten Abschluss mit vor. Becher lenkte den Ball zur Ecke, doch dann stimmte die Zuordnung nicht: Angermann lief zielstrebig ein und köpfte das Leder in die Maschen. Nur gut eine Minute später machte Weggel den Doppelschlag perfekt, als er nach tollem Solo von Löhrlein aus kurzer Distanz einschieben konnte.

Zunächst blieb der Herbstmeister Ton angebend, ohne jedoch für weitere Torgefahr zu sorgen. Nach und nach schaltete Katschenreuth einen Gang zurück und so kamen die Waldsteiner ein wenig besser in die Partie, doch der gute Kampfgeist der letzten Wochen wurde vermisst. Kraus kam nach knapp einer halben Stunde im Zweikampf mit Beszczynski im Strafraum zu Fall, doch der Unparteiische ließ weiterlaufen. Das Tempo war vor ordentlicher Zuschauerkulisse weiterhin recht hoch, aber Torchancen blieben bis zur Halbzeitpause Mangelware.

Kurz nach Wiederanpfiff verpasste zunächst Weggel eine scharfe Hereingabe von Konrad knapp. Kurz darauf stieg Kolb nach einem Eckball am höchsten, seinen Kopfballaufsetzer schien F.Sturm auf der Linie zu klären, doch der Assistent zeigte etwas zweifelhaft ein Tor an.

Auch in der Folge bestimmten die robusten Katschenreuther die Partie und wollten nichts anbrennen lassen. Wirklich viele Einschussmöglichkeiten gab es auch im zweiten Abschnitt nicht, aber der Gäste bewiesen schon, dass sie zurecht den Platz an der Sonne einnehmen.

TW Becher wurde in Minute 77 von zwei Gegenspielern im Fünfmeterraum angegangen und konnte so den Ball nicht sichern. Das Spiel lief weiter und Weggel schoss das Spielgerät aus kurzer Distanz unter die Latte. Kurz vor dem Ende kam Schrepfer im 16er zu Fall, aber erneut gab es keinen Strafstoß.

Mit einer disziplinierten Leistung siegten die sympathischen Katschenreuther in Sparneck auch in der Höhe verdient und verteidigten souverän die Tabellenführung. Für den FCW war der VfR an diesem Tage einfach eine Nummer zu groß.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 17. Spieltag:

SpVgg Oberkotzau – 1.FC Waldstein I  1:0 (0:0)

(am 29.10.2022, in Oberkotzau, Kunstrasen)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 6 F.Bergmann, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
5 S.Seidel (ab 77. für 20), 7 S.Schaller (ab 84. für 12), 11 L.Vogel (ab 77. für 18)

Schiedsrichter: Alexander Schultes (VfB Arzberg; Assistenten: Robert Stich und Benjamin Prudlo) war ein guter Leiter der Partie

Zuschauer: 120

Tor: 83. Min. Popp 1:0

 

Die Waldsteiner begannen aggressiv und setzten den Gegner früh unter Druck. Dennoch kam Oberkotzau, das das Match trotz guter Bedingungen kurzfristig auf den Kunstrasenplatz verlegt hatte, zum ersten Abschluss nach sieben Minuten durch Jung, doch TW Becher wehrte gekonnt ab. Die SpVgg hatte etwas mehr vom Spiel, aber die Granitler hielten gut dagegen und ließen wenig zu.

Bächer kam nach 18 Minuten zum ersten Torschuss für die Gäste, nachdem Ullmann und Schrepfer gute Vorarbeit geleistet hatten, doch sein Versuch von rechts aufs lange Eck stellte TW Künzel nicht vor Probleme. Besser machte es Bächer sieben Minuten später, nachdem sich F.Bergmann auf der linken Seite gut durchgesetzt hatte. Walters Schuss konnte Künzel nur nach vorne abwehren und Bächer staubte ab, doch die Fahne des Assistenten schnellte nach oben – der Torschütze hatte sich wohl knapp im Abseits befunden und der Treffer wurde nicht anerkannt.

Viel spielte sich im Mittelfeld ab, denn die Heimelf fand keine Mittel, die kompakte Granit-Defensive zu durchdringen. In der Offensive gelang auch den Sener-Schützlingen wenig, so dass die Partie zwar gutklassig war, aber wenig Höhepunkte bot. Kurz vor der Pause kamen die Platzherren etwas stärker auf, doch Becher hielt Wagners Schuss und F.Bergmann rettete zwei Mal in letzter Sekunde. Waldstein trat diszipliniert auf, verteidigte hinten alles weg und so ging es mit dem leistungsgerechten Spielstand von 0:0 in die Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff hatte die SVO etwas mehr vom Spiel, doch die erste Chance bot sich Peter Seiler. Er traf allerdings nur das Außennetz. Bächers Versuch wenig später war dann weder Schuss noch Flanke und flog zwischen Pfosten und Mitspielern hindurch ins Aus. Auf der Gegenseite war TW Becher zur Stelle, als Jung einen Freistoß per Kopf aufs Tor verlängerte.

Die beste Gelegenheit bot sich nach guter Kombination über rechts Walter, der in aussichtsreicher Position aber den Ball nicht richtig traf. Kurz darauf spielten die Granitler wieder gut zusammen, aber im letzten Moment konnte Oberkotzau klären. Die SpVgg hatte weiterhin mehr Ballbesitz, war aber meist am Sechzehner mit ihrem Latein am Ende. Deshalb zeichnete sich ein torloses Remis ab, welches auch verdient gewesen wäre.

Doch es zeigte sich einmal mehr, dass jeder kleine Fehler bestraft wird, und als Vogel und TW Becher den Ball nach einem Freistoß fast von der Mittellinie nicht klären konnten, bedankte sich der eingewechselte Lucas Popp mit dem Abstaubertor acht Minuten vor dem Ende.

Waldstein versuchte zwar noch, den Ausgleich zu erzielen, konnte sich aber keine Torgelegenheiten mehr erspielen und die Oberkotzauer brachten mit viel Zeitspiel den knappen Vorsprung über die Runden. Aufgrund der Spielanteile ist der Sieg nicht völlig unverdient, ein Unentschieden wäre aber gerechter gewesen.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 15. Spieltag:

(SG) ASV Stockenroth / FC Zell – 1.FC Waldstein II  2:1 (2:0)

(am Sonntag, 30.10.2022, in Stockenroth)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 K.Sachs, 4 F.Reichel, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold;
10 A.Müller (ab 79. für 3), 14 T.Zahn (ab 28. für 4), 15 M.Bauer (ab 20. für 9), 16 J.Schlegel (ab 61. für 12)

Schiedsrichter: Martin Reichardt (ZV Feilitzsch) leitete souverän und unaufgeregt, hatte das Derby jederzeit im Griff

Zuschauer: 130

Tore: 6. Min. Pahlen 1:0, 31. Min. Fazliu 2:0, 55. Min. Seuß 2:1 (FE)

Gelb-rote Karte: Seuß (FCW, 70., Foul)

Zehn-Minuten-Strafe: Leucht (SG, 90.+1, Foul)

 

Im Derby trafen auf der Stockenrother Alm die beiden bestplatzierten Mannschaften der A-Klasse Frankenwald Süd aufeinander. Die SG sollte sich dabei für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren und entschied das intensive Match mit demselben Ergebnis für sich.

Beide Mannschaften begannen aggressiv und kein Team konnte sich in den ersten Minuten Vorteile erspielen. Dies änderte sich jedoch nach gut fünf Minuten, als ein langer Ball Simon Müllers die FCW-Defensive vor Probleme stellte. Beide Innenverteidiger ließen den Ball passieren – Sascha Pahlen hatte einen Geschwindigkeitsvorsprung, lief aufs Tor zu und überwand den herauseilenden TW Tögel mit einem Heber aus über 20 Metern.

In der Folge waren die Granitler zunehmend von der Rolle, die Bälle gingen zu leicht und schnell verloren und auch das Zweikampfverhalten war mangelhaft. Die Platzherren hingegen behielten ihre Aggressivität bei und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle über die Partie. Hätte der Treffer durch Fazliu nach Pahlens uneigennütziger Vorlage zwei Minuten nach dem ersten Tor gezählt, wäre das Match wohl früh vorentschieden gewesen, aber der Unparteiische entschied zurecht auf Abseits.

Nur selten konnten die Granitler bis in die Gefahrenzone vordringen – zwei Kopfbälle von M.Sachs nach Standardsituationen waren zu hoch angesetzt. Auf der Gegenseite konnte Tögel zwei gute Gelegenheiten von Bloß zunichtemachen.

Nach einander musste Trainer Harry Bergmann dann die angeschlagenen C.Sturm (steifer Nacken) und F.Reichel (Oberschenkelverletzung) auswechseln. Außerdem holte sich Seuß die gelbe Karte wegen Meckerns ab, was sich später noch rächen sollte.

Die Heimelf war besser im Spiel, war bissiger und investierte mehr, doch nach einer halben Stunde kamen die Gäste zu zwei guten Möglichkeiten: Leupolds Flachschuss strich knapp links vorbei und Seidels Versuch entschärfte TW Rickenthäler. Kurz darauf gab es aber Elfmeter, als zunächst Pahlen strauchelte und anschießend Deubzer von Popp von den Beinen geholt wurde. Fazliu trat an und Tögel parierte. Doch nur der Schütze reagierte schnell und staubte im Nachschuss ab, während alle anderen zusahen.

Feist hatte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz am SG-Schlussmann. Tögel wehrte nochmals einen Schuss des gut aufspielenden Pahlen ab, ehe es in die Halbzeitpause ging. Die Führung war verdient und hätte auch unter Umständen ein wenig höher ausfallen können.

Auch nach Wiederanpfiff bot sich der SG die erste Gelegenheit, doch Tögel lenkte Leuchts tückischen Aufsetzer um den Pfosten. Die Waldsteiner kämpften sich aber in der Folge besser in die Partie, ohne zunächst für viel Torgefahr zu sorgen. Doch als K.Sachs mit einem schnell ausgeführten Einwurf die SG-Abwehr übertölpelte, wusste sich Pursch gegen Feist nur mit einem Foul zu helfen, welches mit einem Elfmeter geahndet wurde. Seuß trat an und verwandelte sicher zum 2:1-Anschluss.

Waldstein war nun am Drücker und gab den Ton an. Allerdings erspielten sich die Bergmann-Schützlinge nur wenige Torchancen, was auch daran lag, dass sie es immer wieder durch die Mitte versuchten und nicht wie vom Trainer gefordert auf die Außenbahnen verlagerten. In der 62. Minute hätte aber der Ausgleich fallen müssen, als Schlegel und M.Sachs über die rechte Seite vorbereiteten und Seuß im Zentrum abschließen konnte. Er beförderte das Leder aber aus kurzer Distanz unter Bedrängnis über das Fangnetz.

Schlegel war kurz zuvor eingewechselt worden, nachdem auch Leupold verletzt ausscheiden musste. Neben Fabian Reichel verabschiedet sich auch "Siggi" mit einer leichten Gehirnerschütterung und einer Nasenprellung frühzeitig in die Winterpause... gute Besserung!

In Minute 70 erwies Sturmführer Seuß seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er auf der Jagd nach dem Ball gegen TW Rickenthäler zu spät kam und diesen mit dem Bein heftig an der Brust traf – eine berechtigte gelbe Karte, die nach der unnötigen Verwarnung im ersten Abschnitt den Platzverweis nach sich zog. Auch in Unterzahl kämpften die Granitler und wollten den Ausgleich erzwingen, doch die vielbeinige Abwehr der Gastgeber konnten sie nur zu selten durchdringen.

Die Hausherren hingegen hätten in der ein oder anderen Situation für die Entscheidung sorgen können, denn es boten sich mehrere gute Kontergelegenheiten. Doch keine dieser Möglichkeiten spielten die Seibel-Schützlinge gut zu Ende, so dass die Partie bis zum Schluss spannend blieb. Waldstein II versuchte vieles, aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Die letzte Chance hatte Seidel, nachdem Leucht Feist niedergestreckt hatte und dafür eine Zeitstrafe erhielt. Doch Seidel setzte den Freistoß aus 23 Metern zu hoch an (siehe Video).

Somit blieb es beim knappen 2:1-Erfolg für die Gastgeber. Die Waldsteiner schafften es nicht, den Rückstand wettzumachen, der sich nach der verschlafenen ersten Halbzeit ergeben hatte. Die Niederlage war unnötig und nach der zweiten Hälfte wäre ein Punkt nicht unverdient gewesen, aber aufgrund der Chancenverteilung geht der Sieg für Stockenroth/Zell in Ordnung.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 16. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) 1.FC Gefrees / TSV Streitau II  1:1 (1:0)

(am Sonntag, 06.11.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 K.Sachs, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 P.Körbe, 14 T.Zahn;
10 A.Müller (ab 84. für 9), 13 L.Bergmann (ab 66. für 7), 16 J.Schlegel (ab 66. für 12)

Schiedsrichter: Harald Pohl (SpVgg Selb 13)

Zuschauer: 30

Tore: 42. Min. Feist 1:0, 62. Min. Tokac 1:1

 

In einer temporeichen und recht ausgeglichenen Anfangsphase konnten beide Mannschaften nur selten bis in die Gefahrenzone vordringen. Zwar zappelte der erste Torschuss der Heimelf bereits im Netz der Gäste, aber der Treffer wurde aufgrund eines Stürmerfouls des Schützen Seuß an TW Seiferth nicht anerkannt. Bereits 18 Minuten waren gespielt, als sich Feist auf rechts gut durchsetzte und nach innen flankte, aber Seuß verpasste die Hereingabe knapp.

Auf der Gegenseite strich ein Schuss aus der zweiten Reihe von Nisio am langen Pfosten vorbei und TW Tögel entschärfte Raubbachs Versuch nach dessen gutem Solo. Gästeschlussmann Seiferth war dann erneut auf der Hut, als wieder Feist und Seuß kombinierten, aber Letzterer vor dem Tor einen Schritt zu spät kam.

Nach Sturms abgeblocktem Versuch drehte sich der Nachschuss von Popp nur knapp am Gehäuse vorbei und anschließend war es wieder Seiferth, der aus seinem Tor herauseilte und gegen Feist abwehrte. Keine Chance hatte der Torhüter wenig später, als Popps Flanke von der linken Seite am zweiten Pfosten Feist erreichte und dieser unbedrängt einköpfen konnte.

Kurz vor der Pause bot sich M.Sachs die nächste Gelegenheit, aber sein Kopfball war nicht von Erfolg gekrönt. So gingen die Platzherren mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeit. Waldstein hatte mehr vom Spiel und hatte sich im ersten Abschnitt ein Chancenplus erarbeitet.

Auch nach Wiederanpfiff boten die Bergmann-Schützlinge zunächst ein ordentliches Spiel und wiederum waren Highlights zu Beginn rar gesät. Der erste Torschuss der Gäste in Hälfte Zwei brachte nach gut einer Stunde den Ausgleich. Der eingewechselte Tokac hatte zu viel Platz und nutzte diesen, um das 1:1 zu markieren.

Während die Hausherren in der Folge etwas den Faden verloren, waren die Gäste aus Gefrees und Streitau nun besser im Spiel und verdienten sich das Tor. Sie trafen durch Kodisch ein weiteres Mal, aber auch auf dieser Seite wurde ein Treffer nicht gewertet. Der Schütze hatte sich wohl im Abseits befunden.

Erst in der Schlussphase wurden die Granitler wieder gefährlich. Gut zehn Minuten vor dem Ende bot sich K.Sachs die hundertprozentige Chance aufs 2:1, aber er verfehlte den Kasten aus kurzer Distanz kläglich. Wenig später legte sich Sturm den Ball für einen Freistoß zurecht. TW Seiferth lenkte den guten Versuch an die Querlatte.

Die Partie endete somit 1:1 unentschieden. Auch wenn für die Granitler mehr drin war, blieben sie doch zu Hause ungeschlagen und das Resultat ist insgesamt gesehen leistungsgerecht.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 18. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SG Regnitzlosau  0:6 (0:5)

(am Sonntag, 06.11.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW F.Tögel, 6 P.Seidel (ab 75. für 7), 9 P.Körbe (ab 77. für 3), 15 L.Brandhorst (ab 46. für 10), 17 D.Kraus (ab 77. für 5)

Schiedsrichter: Daniel Seifert (Pfaffendorf, Assistenten: Jonas Meusel und Florian Forkel)

Zuschauer: 130

Tore: 6. Min. Tac 0:1, 27. Min. Krannich 0:2, 31 Min. N.Stadelmann 0:3, 34. Min. F.Sturm (Eigentor) 0:4, 37. Min. Tac 0:5, 71. Min. Denzler 0:6

 

Als die ersatzgeschwächte Heimelf gedanklich noch in der Kabine war, gingen die Gäste durch den ungedeckten Tac nach schnellem Spielzug über die linke Seite früh in Führung. Er hatte keine Mühe zum 0:1 einzuschieben. TW Becher lenkte einen Schuss wenig später zur Ecke, die nichts einbrachte, ehe die Gastgeber aufwachten.

Sie sollten sich nun mehrere sehr gute Möglichkeiten erspielen. Aber reihenweise vergab die Offensivreihe um Schrepfer und Ullmann beste Gelegenheiten. Auch Walter boten sich zwei Möglichkeiten, doch die Granitler zeigten allesamt zu wenig Entschlossenheit. Zudem fehlte das nötige Quäntchen Glück. Der Ausgleichstreffer wäre hochverdient gewesen, aber dann wurde es vogelwild.

In Minute 27 fiel aus dem Nichts das 0:2, als Krannich einen Freistoß von rechts außen direkt und flach im langen Eck versenkte. Im Gegenzug verfehlte Schrepfer das Ziel wiederum knapp.

Wenig später erzielte N.Stadelmann das 0:3 per direkt verwandeltem Eckball. Bei einem langen Ball der Gäste wollte Fabian Sturm zu Torwart Becher zurückköpfen, doch das Spielgerät ging über den herauseilenden Keeper unglücklich ins eigene Netz. Als Becher kurz darauf gut gegen Schödel parierte, stand Tac goldrichtig und staubte ab.

Das 0:5 zur Pause spiegelte den Spielverlauf nicht wider und auch nach Wiederanpfiff agierten die Granitler auf Augenhöhe mit der spielstarken SG. J.Seiler und Seidel zielten knapp zu hoch und Schrepfer scheiterte an Gästeschlussmann Knobloch.

Die effektiven und cleveren Regnitzlosauer machten dann durch Denzler das halbe Dutzend voll, der sich gut gegen drei Mann durchsetzte und lässig einschob. Von etwa acht, neun Torschüssen der Gäste fanden sechs Stück den Weg ins Tor, während die Waldsteiner noch stundenlang hätten spielen können und doch nicht getroffen hätten.

In der Schlussphase passierte nicht mehr viel – die Luft war raus und die Partie entschieden. Der Erfolg der SG war sicher nicht völlig unverdient, fiel aber um mehrere Tore zu hoch aus.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 19. Spieltag:

FSV Bayreuth – 1.FC Waldstein I  4:1 (1:1)

(am Sonntag, 13.11.2022, in Bayreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller (ab 75. für 5), 11 L.Vogel (ab 57. für 10), 15 L.Brandhorst (ab 46. für 4)

Schiedsrichter: Christopher Zier (SpVgg Oberkotzau), Assistenten: Lucas Müller und Nicole Köppel

Zuschauer: 110

Tore: 1. Min. Bächer 0:1, 42. Min. Lunk 1:1, 50. Min. Lunk 2:1, 75. Min. Lunk 3:1, 89. Min. Heumann 4:1

Gelb-rote Karte: N.Launay (86., FSV, Foulspiel)

Rote Karte: Brandhorst (88., FCW, Notbremse)

 

Das Match beim Tabellendritten begann mit einem Paukenschlag. Die Waldsteiner kamen hellwach aus der Kabine und überraschten die Hintermannschaft des FSV. Sie fingen den Anstoß der Heimelf früh ab, spielten schnell nach vorne, Schrepfer legte zurück an die Strafraumkante und Bächer versenkte das Leder überlegt und flach in den Maschen.

Nach diesem frühen Treffer entwickelte sich in der ersten Hälfte ein zähes Spiel auf schwer bespielbarem Rasen. Der FSV agierte zu pomadig und kam gegen die gut gestaffelte Abwehr der Gäste kaum zu Chancen. Die Waldsteiner hielten mit einer engagierten und konzentrierten Leistung dagegen.

Die Gastgeber erlangten jedoch, je länger die Partie dauerte, etwas mehr die Oberhand, während die Waldsteiner nun eher zurückgezogen agierten. So fiel der Ausgleich kurz vor der Pause nicht unverdient, auch wenn die Entstehung wieder einmal unglücklich war. Der Gegentreffer resultierte aus einem Freistoß an der Außenlinie, den Lunk im Fünfmeterraum über die Linie drücken konnte. Vorausgegangen war aber ein Knockout an Schratt, weshalb die Waldsteiner in dieser Situation in Unterzahl spielten.

Vom Anstoß weg griff zunächst Bayreuth noch einmal aggressiv an, aber die Gästeabwehr konnte klären und im direkten Gegenzug verhinderte FSV-Schlussmann Müller gegen den allein auf ihn zulaufenden Ullmann mit einer Glanzparade die erneute Waldsteiner Führung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FSV das Tempo und kam nun zu mehreren guten Gelegenheiten. Eine davon nutzte Lunk zum Treffer zum 2:1 aus kurzer Distanz.

Die Sener-Schützlinge bissen sich in der Folge wieder besser in die Partie und kämpften tapfer, ohne jedoch für Torgefahr sorgen zu können. Die Vorentscheidung fiel eine Viertelstunde vor Schluss, als der auffällige Lunk zum Alleingang ansetzte und anschließend auf 3:1 stellte – sein dritter Treffer an diesem Tage.

Die Granitler konnten nun nicht mehr zulegen. Am Ende verloren sie nicht nur das das Spiel, sondern auch noch Brandhorst, der nach einer Notbremse des Feldes verwiesen wurde. P.Seiler war mitgelaufen, hätte wahrscheinlich aber nicht mehr eingreifen können. Zu allem Überfluss versenkte Heumann den folgenden Freistoß zum 4:1-Endstand im Winkel.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 17. Spieltag:

(SG) SV Sauerhof / 1.FC Stammbach II  0:4 (0:2)

(am Sonntag, 13.11.2022, in Sauerhof)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 6 A.Meister, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 C.Sturm, 11 A.Seuß, 12 M.Heinritz, 14 T.Zahn, 16 K.Sachs;
4 S.Sturm (ab 65. für 6), 10 A.Müller (ab 65. für 11), 13 P.Bergmann (ab 46. für 5)

Schiedsrichter: Ali Ekber Duman (ATSV Thonberg) leitete sicher

Zuschauer: 60

Tore: 10. Min. Seuß 0:1, 20. Min. Meister 0:2, 47. Min. P.Bergmann 0:3, 61. Min. Seuß 0:4

 

In Sauerhof feierte Waldsteins Zweite einen ungefährdeten wie verdienten 4:0-Auswärtserfolg. Den ersten Schuss setzte Meister aus der Drehung noch über das Gehäuse. Aber die zweite Szene brachte bereits die Führung für den FCW. Nach einer Flanke von Seidel von der linken Seite setzte Meister TW Weigel unter Druck, so dass dieser den Ball nur nach vorne prallen lassen konnte direkt in die Füße von Andi Seuß. Der Goalgetter ließ sich nicht zwei Mal bitten und schob aus dem Rückraum flach ein.

Fünf Minuten später bot sich die erste Gelegenheit für die Gastgeber, aber Heinritz bereinigte die Situation in höchster Not. Im Gegenzug vergab Seidel nach Meisters Hereingabe. Besser klappte es in Minute 20, als C.Sturm im Mittelfeld einen Befreiungsschlag von TW Tögel gekonnt weiterleitete. Der Ball rutschte einem Verteidiger durch, Seuß war auf und davon, legte aber uneigennützig quer und Meister hatte keine Mühe einzunetzen.

Meister hatte nur wenig später die nächste Chance, schloss diesmal aber zu ungenau ab. Auf der Gegenseite hatte Leichauer einen Geistesblitz und steckte gut zu Spielertrainer Weniger durch, doch Zeh war rechtzeitig zur Stelle, um zu klären.

Im Anschluss spielten sich die meisten Aktionen in der Hälfte der SG ab und TW Weigel fischte zwei gute Versuche von Seidel von der Linie. Außerdem traf K.Sachs den Pfosten. Auch wenn die Waldsteiner die bessere Mannschaft waren und ein deutliches Chancenplus verzeichnen konnten, war es insgesamt eine zerfahrene Partie auf eher magerem Niveau. Dennoch ging die Pausenführung natürlich in Ordnung.

Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Urlaubsrückkehrer Philipp Bergmann stellte dann schnell auf 0:3 und sorgte bereits früh für die Vorentscheidung. K.Sachs steckte auf der rechten Seite gut durch zu Seuß, der in die Mitte spielte, wo Bergmann ungedeckt lauerte und lässig verwandelte.

Zahn ließ sich nach einer Stunde auch durch ein Foul von Haberzettl nicht stoppen und flankte aus dem Halbfeld ins Zentrum. Das Leder erreichte Seuß, der trocken aus 14 Metern abzog und das 0:4 markierte. Wenig später lieferten die Waldsteiner die beste Kombination der Partie. Erneut ging es über die rechte Seite: über Zahn und K.Sachs gelangte der Ball wieder zu Seuß. Dieser fand diesmal Meister im Zentrum und über M.Sachs kam der Ball zu Seidel, doch erneut sprang das Spielgerät vom Aluminium zurück ins Feld.

Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Die Granitler spielten das Match gegen harmlose aber faire Gegner sicher herunter. Es ergaben sich noch einige Möglichkeiten, aber beim letzten Pass oder spätestens beim Abschluss haperte es zu oft. So blieb es bis zum Ende beim Spielstand von 0:4.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 20. Spieltag:

1.FC Waldstein - SV Bavaria Waischenfeld 1:0 (0:0)

(am Sonntag, 19.03.2023, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 11 L.Vogel, 13 F.Bergmann, 16 J.Schrepfer, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
6 F.Zeh, 7 S.Schaller (ab 74. für 5), 9 C.Sturm (ab 90.+3 für 17), 12 P.Rüger (ab 56. für 16), 14 F.Leupold

Schiedsrichter: Alexander Schultes (VfB Arzberg) hatte ein leichtes Amt, verlor aber Mitte der zweiten Hälfte etwas seine Linie

Zuschauer: 120

Tor: 90.+1 Min. Schaller 1:0

Zehn-Minuten-Strafe: Seidel (FCW, 64., Foul)

 

In einer zähen Partie sicherte sich Waldstein einen wichtigen Dreier zum Auftakt ins neue Fußballjahr. Am späten Sonntagvormittag luden die Granitler zum Frühschoppen-Nachholspiel gegen Waischenfeld, welches Mitte November aufgrund des Wintereinbruchs ausgefallen war. Zum Bezirksliga-Match wurden leckere, frische Weißwürste gereicht.

Nach einer behäbigen Abtastphase übernahm die Heimelf nach und nach zumindest ein wenig die Initiative und hatte etwas mehr vom Spiel. Allerdings fanden die Granitler kaum Mittel gegen die dicht gestaffelte Defensive um Johannes Schatz. Ein Torschuss von J.Seiler, der links vorbeiging, war lange Zeit die einzig nennenswerte Szene.

Die recht ausgeglichene, ereignisarme Partie plätscherte vor sich hin. Waldstein hatte zwar leichte optische Vorteile, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Auch die Gäste konnten offensiv kaum Akzente setzen, wurden in den Minuten vor der Halbzeit zwar etwas aktiver, aber mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Pause.

Das Niveau blieb auf dem schwer bespielbaren Boden über 90 Minuten überschaubar, doch nach Wiederanpfiff investierten die Gastgeber wieder ein wenig mehr. Weiterhin blieben jedoch nennenswerte Torraumszenen Mangelware.

Nachdem Sandro Seidel in Minute 64 nach einem Foul eine überzogene Zeitstrafe erhalten hatte, überstanden die Sener-Schützlinge die zehnminütige Unterzahl unbeschadet, auch weil die Gäste offensiv weiterhin zögerlich agierten.

In der Schlussphase brachten zumindest zwei Freistöße ein wenig Gefahr: Jacob Seilers Versuch aus dem Halbfeld rutschte leicht abgefälscht bis zum Tor durch, doch Gästekeeper Rudrof, der den Ball spät sah, tauchte ab und bereinigte die Situation. Auf der Gegenseite parierte M.Seiler einen 30m-Freistoß von Dinkel sicher. Und so zeichnete sich ein torloses Remis ab.

Doch in der Nachspielzeit gelang den Gastgebern der Lucky Punch: Torhüter M.Seiler schlug den Ball lang nach vorne, Sturmtank Kraus verlängerte, der eingewechselte Schaller zündete die Rakete und ging auf und davon. Er trieb den Ball Richtung Tor und traf von halbrechts flach ins lange Eck zum viel umjubelten Siegtreffer.

Die Granitler brachten den Vorsprung über die Zeit, gewannen vielleicht ein wenig glücklich, aber sicher nicht unverdient, und feierten einen bedeutsamen Erfolg zum Start der "Mission Klassenerhalt".

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 21. Spieltag:

FC Rehau – 1.FC Waldstein I  0:2 (0:0)

(am Sonntag, 26.03.2023, in Rehau, VfB-Gelände, Nebenplatz)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
7 S.Schaller (ab 55. für 11), 9 C.Sturm (ab 88. für 9), 10 A.Walter (ab 63. für 17), 14 F.Leupold, 20 T.Ullmann (ab 71. für 3)

Schiedsrichter: Robin Bulisch (TSV Staffelstein), Assistenten: Maximilian Scheumann und Tobias Leicht

Zuschauer: 111

Tore: 81. Min. F.Sturm 0:1, 90.+4 Min. Ullmann 0:2

Zehn-Minuten-Strafe: Pescheck (FCR, 12., Foul)

 

Durch die große Menge an Niederschlägen der letzten Tage waren die Voraussetzungen (Platzbedingungen) für das Derby und Duell der Tabellennachbarn in Rehau entsprechend mies, obwohl oder gerade weil der Heimverein auf den Nebenplatz auswich. Dennoch mussten sich beide Mannschaften zurechtfinden. Dementsprechend waren fußballerische Leckerbissen nicht zu erwarten.

Die Heimelf rührte Beton an und versuchte es nach dem Motto „hoch und weit“, während die Granitler bemüht waren, spielerische Lösungen zu finden. Das erste „Highlight“ war jedoch ein hartes Einsteigen Peschecks gegen Schratt, der sich hierfür früh eine Zeitstrafe einfing. Außer einer mittelmäßigen Kopfballgelegenheit Bächers kamen die Waldsteiner jedoch nicht vor TW Karnitzschkys Tor und konnten die zehnminütige Überzahl nicht ausnutzen.

Dennoch hatte der FCW Mitte der ersten Hälfte mehr vom Spiel und kam durch Rüger zur nächsten Gelegenheit, der jedoch eine flache Hereingabe knapp verpasste. Die überlegenen Gäste versäumten es, die Führung zu erzielen. Die beste Möglichkeit bot sich Kraus in den Minuten vor der Pause, nachdem Rüger einen Eckball verlängert hatte, doch die Volleyabnahme verfehlte das Ziel knapp. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff nahmen nun auch die Platzherren am Spiel teil und kamen in Minute 49 zum ersten gefährlichen Abschluss, der ebenfalls knapp vorbeiging. Weiterhin waren die Waldsteiner bemüht, doch die Micklisch-Elf war in dieser Phase die aktivere Mannschaft. Torraumszenen blieben allerdings Mangelware und je länger das Match dauerte, umso mehr lebte es von der Spannung.

Waldstein konnte zehn Minuten vor dem Ende in Führung gehen, als ein Seidel-Freistoß zunächst Walter vor die Füße fiel. Dieser scheiterte am Rehauer Torwächter, aber F.Sturm konnte aus wenigen Metern zum umjubelten 0:1 abstauben. Die Mehrheit der gut 100 Zuschauer gehörte zur Waldstein-Fangemeinde und unterstütze die Sener-Truppe.

Die Gastgeber antworteten mit wütenden Angriffen und warfen in der Schlussphase alles in die Waagschale, während sich die Granilter zurückzogen und darauf aus waren, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Die Gäste wurden für ihre gute kämpferische Leistung belohnt und Joker Ullmann machte in der Nachspielzeit alles klar. Als TW Karnitzschky bei einem Rehauer Freistoß mit nach vorne gegangen war, nutzte Ullmann einen Rehauer Rückpass ins Leere und netzte ins verwaiste Tor ein.

Durch den 2:0-Erfolg gegen den FC Rehau überholte Waldstein den direkten Konkurrenten in der Tabelle und belegt nun den Relegationsplatz.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 23. Spieltag:

SpVgg Selbitz – 1. FC Waldstein  2:1 (1:0)

(am Karsamstag, 08.04.2023, in Selbitz)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
3 T.Bächer, 9 C.Sturm (ab 86. für 17), 10 A.Walter (ab 56. für 5), 14 F.Leupold (ab 86. für 13), 15 L.Brandhorst (ab 57. für 7), 20 T.Ullmann (ab 71. für 11)

Schiedsrichter: Tobias Blay (SV Mitterteich) und seine Assistenten Patrick Reigl und Kilian Diestler konnten im eigentlich fairen Derby nicht überzeugen. Die Entscheidungen wurden mit zweierlei Maß gemessen; Assistent 1 unterhielt sich lieber mit den Gästefans, anstatt sich aufs Spiel zu konzentrieren, und offenbarte dabei schwerwiegende Wissenslücken (Stichwort 10-Minuten-Strafe)

Zuschauer: 130

Tore: 41. Min. Wich 1:0, 79. Min. Djemai 2:0, 90.+2 Min. C.Sturm 2:1

Gelb-rote Karte: Schratt (54., FCW, Foulspiel)

 

Beim Derby am Karsamstag in Selbitz mussten die Waldsteiner eine bittere Niederlage einstecken. Das insgesamt ausgeglichene Match gab wenige Höhepunkte her und am Ende siegte die effektivere Mannschaft. Zwar konnten sich die Granitler nach sehr zerfahrenem Beginn ordentlich in die Partie kämpfen und hatten über weite Strecken des Spiels ein leichtes optisches Übergewicht sowie etwas mehr Ballbesitz, aber die gefährlicheren Aktionen hatte die Heimelf und diese bestrafte die Fehler der Gäste eiskalt.

Schratt wurde nach weniger als zwei Minuten fürs erste Foul mit einer gelben Karte bedacht – dies sollte später noch wichtig werden. Wenig später hatte Wich die erste Chance für die anfangs besseren Gastgeber, aber TW Seiler parierte gut. Danach wachten die Waldsteiner auf, doch Rügers Kopfball nach guter Vorarbeit von Vogel ging übers Tor.

Die Sener-Schützlinge hatten in der Folge etwas mehr vom Spiel, während sich die Platzherren auf Konter verlegten. Die beste Gelegenheit bot sich Wich, der aber von halbrechts verzog. Kurz vor der Pause spielte Selbitz wieder einen schnellen Gegenzug über die linke Seite. Vuckov konnte F.Bergmann überlisten und spielte zu Wich, anstatt selbst zu schießen. Dieser hatte am zweiten Pfosten genügend Zeit, den Ball zu stoppen und flach einzunetzen.

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Waldsteiner den nötigen Zug zum Tor vermissen. Die Gastgeber hatten durch Loris Vogel alsbald eine gute Kopfballchance, doch der Ball verfehlte den zweiten Pfosten knapp. Als Schratt wenig später an der Mittellinie den Ball zu ergrätschen versuchte, aber auch den Gegenspieler traf, zückte SR Blay die Ampelkarte. „Hart, aber vertretbar.“ Eine Zeitstrafe hätte es wohl auch getan, aber da mangelte es offensichtlich nicht nur beim Assistenten an Regelkenntnis.

Das Duell war auch in der Folge aufreibend und lebte von der Spannung. Viel spielte sich jedoch im Mittelfeld ab, so dass sich nur selten Highlights ergaben. Dass die Gastgeber fortan in Überzahl agierten, offenbarte sich nur selten.

Elf Minuten vor dem Ende konnte Selbitz mit einem ungefährdeten Kopfball aus der Defensive heraus einen Konter einleiten, den Djemai zur Vorentscheidung vollendete. Der Joker rannte samt Ball auf und davon, ließ sich von den FCW-Verteidigern nicht beirren und netzte sicher zum 2:0 ein.

Die Granitler gaben sich zwar auch in der Schlussphase nicht auf, wussten jedoch, dass ein Punktgewinn inzwischen in weite Ferne gerückt war. Es sollte nur noch zum Anschlusstreffer reichen, als der Unparteiische nach einem Foul an J.Seiler in der Nachspielzeit auf den Punkt zeigte. Der eingewechselte C.Sturm schnappte sich den Ball und verwandelte souverän zum 2:1. Doch kurz darauf war Schluss und die Waldsteiner standen mit leeren Händen da.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 19. Spieltag:

ATSV Münchberg-Schlegel II – 1.FC Waldstein II  3:2 (2:0)

(am Ostermontag, 10.04.2023, in Münchberg, am Eisteich, Nebenplatz)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 10 A.Müller, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 M.Heinritz, 15 M.Bauer;
3 P.Körbe (ab 46. für 14)

Schiedsrichter: Ilhan Kircioglu (ATS Selbitz) leitete gewohnt durchwachsen

Zuschauer: 40

Tore: 27. Min. Gütling 1:0, 39. Min. Sinnig 2:0, 57. Min. Leupold 2:1, 83. Min. F.Wolf 3:1, 87. Min. Müller 3:2

 

Eine völlig unnötige Niederlage kassierte die Waldsteiner Zweite im Derby am Eisteich. Über weite Strecken hatte die Elf von Harry Bergmann mehr vom Spiel und war die bessere Mannschaft, versäumte es aber, dies in Tore sowie einen Sieg umzumünzen.

Vom Anstoß weg waren die Gäste die aktivere Mannschaft und vieles spielte sich in der Münchberger Hälfte ab. Zwar konnten die Granitler einige Torannäherungen verbuchen, aber richtig gute Chancen gab es zunächst keine. Als eine Flanke aufs Münchberger Tor zusegelte, kam TW Khalili vor Müller an den Ball und bereinigte die Situation. Auch als der Keeper den Ball zunächst weder festhalten noch klären konnte, agierten die Waldsteiner zu zögerlich und letztlich hatte der Münchberger Schlussmann doch die Kugel sicher.

Als Feist nach knapp einer halben Stunde den Ball in der Vorwärtsbewegung verlor, versuchte es Spielertrainer Gütling einfach mal aus der Ferne und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Sein Versuch aus etwa 30 Metern suchte sich mit etwas Windunterstützung den Weg in den Winkel. TW Tögel war ein wenig zu weit vor seinem Tor postiert und konnte nicht mehr eingreifen.

Wenig später verletzte sich Heinritz am Oberschenkel (wohl eine Zerrung) und konnte nicht weitermachen - gute Genesung, Heino! Da der einzige Einwechselspieler Körbe erst vom Dienst kam, mussten die Waldsteiner bis zur Pause in Unterzahl agieren. Sie kamen zwar weiterhin auf dem schwer bespielbaren Nebenplatz besser mit den Gegebenheiten zurecht und agierten bis zum gegnerischen Strafraum sehr gefällig, aber wirklich gefährlich wurde es für Torhüter Khalili kaum.

Jodl schickte dann Sinnig auf die Reise, dieser setzte sich gegen seinen Gegenspieler im Laufduell durch und überwand den herauseilenden Tögel mit einem leichten Lupfer. Der zweite Torschuss der Platzherren führte zum 2:0 und mit diesem schmeichelhaften Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Waldsteiner mehr vom Spiel, doch erneut waren Torchancen zunächst Mangelware. Als die Münchberger den Ball durch die eigenen Reihen laufen ließen und etwas zu sorglos agierten, ging Leupold dazwischen und netzte zum Anschlusstreffer ein. Wenig später stolperte Feist im 16er und versiebte so eine gute Gelegenheit. Feist war es auch, der die nächste Szene einleitete, doch seine schöne Flanke setzte Sachs per Kopf an den Pfosten.

Waldstein war am Drücker und Feist verfehlte nach Leupold-Ecke per Kopf das Ziel erneut, ehe der eingewechselte F.Wolf für die Vorentscheidung sorgte. Jodl brachte die FCW-Defensive mit einem guten Pass in Bedrängnis und Wolf konnte sich 25 Meter vor dem Kasten irgendwie gegen zwei Waldsteiner, u.a. Torhüter Tögel, durchsetzen. Sein Holperball trudelte in die Maschen zum 3:1.

Zwar kam Waldstein noch einmal zurück, als TW Khalili nach einem Fernschuss von Florian Zeh patzte und Alex Müller abstauben konnte, doch der erneute Anschlusstreffer kam zu spät, auch weil der Unparteiische kaum Nachspielzeit gewährte. Die Waldsteiner mussten sich mit der knappen und unglücklichen wie unnötigen Niederlage begnügen. Die Meisterschaft in der AK Frankenwald Süd scheint damit endgültig außer Reichweite zu sein.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 22. Spieltag (Nachholspiel):

1.FC Waldstein - 1.FC Trogen  1:0 (0:0)

(am Ostermontag, 10.04.2023, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm;
6 F.Zeh, 9 C.Sturm (ab 82. für 15), 14 F.Leupold (ab 90.+3 für 3), 17 D.Kraus (ab 63. für 7), 20 T.Ullmann (ab 67. für 11)

Schiedsrichter: Mirko Morgener (Kulmbach), Assistenten: Halil Ibrahim Nacak und Moritz Schneider - das Trio konnte nicht unbedingt überzeugen, machte aber keine Spiel entscheidenden Fehler

Zuschauer: 140

Tor: 1:0 Walter (77.)

 

Die Waldsteiner begannen aggressiv und hätten bereits nach 60 Sekunden in Führung gehen können, als sowohl Schratt als auch Bächer einen Walter-Eckball knapp verfehlten. Wenig später lenkte Gästetorhüter Gärtner einen Freistoß von J.Seiler mit den Fingerspitzen an die Querlatte. Nach der anschließenden Ecke setzte Vogel seinen Schuss zu hoch an.

In der Folge machten die Platzherren das Spiel und versäumten es, die verdiente Führung zu erzielen. Walter setzte einen Seitfallzieher ins Fangnetz. Überschattet wurde die Partie von der Verletzung des Trogener Malliks, der sich Mitte der ersten Halbzeit ohne Einwirkung eines Gegenspielers das Sprunggelenk lädierte. Gute Besserung an dieser Stelle!

Weiterhin war Waldstein Ton angebend, doch Hochkaräter gab es in dieser Phase keine zu bestaunen. Für den FCT schoss M.Brehm übers Gehäuse und wenig später rettete Brandhorst. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergaben Bächer, der nach gutem Solo vergaß zu schießen, und Schaller, dessen Schuss zur Ecke geblockt wurde, gute Möglichkeiten für den FCW; Brandhorst knallte das Leder aus kurzer Distanz an die Latte. Und so blieb es beim torlosen Remis zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, ließen jedoch die Zügel in der Defensive etwas mehr schleifen. Schaller und Vogel hätten endlich das Tor machen müssen, aber vergaben wiederum. Bei der einzigen guten Möglichkeit der Gäste nach einer Stunde war Torwart M.Seiler zur Stelle und parierte stark. Walters Direktabnahme nach guter Verlagerung durch Kraus ging links vorbei.

Die Granitler blieben am Drücker und konnten nach energischer Vorarbeit von Kraus den hochverdienten Siegtreffer erzielen. Trogens Defensive konnte den Ball nach P.Seilers Flanke, die Rüger maximal mit den Haarspitzen berührt hatte, nicht klären und Walter staubte aus acht Metern ab.

Kraus hätte den Deckel drauf machen können, setzte das Leder aber links neben den Pfosten. So blieb es spannend bis zum Schluss, aber Waldstein brachte den knappsten aller Vorsprünge über die Ziellinie und feierte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Die Sener-Schützlinge belohnten sich für eine engagierte Leistung am Ostermontag mit drei Punkten gegen die Mannschaft von Trainer Gahn, die einiges schuldig blieb.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 20. Spieltag:

(SG) FC Konradsreuth / VfB Wölbattendorf II – 1.FC Waldstein II  1:2 (0:1)

(am Sonntag, 16.04.2023, in Wölbattendorf)

 

1 F.Tögel, 3 P.Körbe, 5 S.Popp, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 A.Meister, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 56. für 9), 16 J.Schlegel (ab 45. für 3)

Schiedsrichter: Patrick Strayle (VfB Moschendorf) war ein unmotivierter Leiter mit Ansätzen zum klassischen Heimschiedsrichter

Zuschauer: 25

Tore: 12. Min. Seuß 0:1, 58. Min. Leipold 1:1, 70. Min. Seuß 1:2

 

Beim Tabellenvorletzten, einer 9er-Mannschaft, bekleckerten sich die Granitler nicht mit Ruhm und erzitterten sich am Ende einen knappen, aber nicht unbedingt überzeugenden Sieg. Dabei bestimmten die Bergmänner die Partie über weite Strecken deutlich und vergaben vor allem in der ersten Halbzeit beste Gelegenheiten.

Auf dem bereits zu Beginn tiefen und holprigen Boden, der mit zunehmender Spieldauer immer schwerer zu bespielen war, übernahmen die Gäste vom Waldstein vom Anstoß weg die Initiative. Klar beherrschten die Granitler das Duell und gingen nach zwölf Minuten mit der ersten nennenswerten Gelegenheit in Führung, als Sachs das Leder in die Spitze durchsteckte und Seuß mit einem platzierten Flachschuss vollendete. Links unten trudelte das Spielgerät ins Netz.

In der Folge erspielten sich die Waldsteiner zwar nicht besonders viele, dafür aber stets hochkarätige Einschussmöglichkeiten, denn die SG rührte, so gut es ging, Beton an. Sachs visierte nach gut 20 Minuten den Pfosten an und TW Voigt hatte Glück, dass der Ball nicht in die Maschen sprang, sondern in einer Pfütze liegen blieb und er ihn aufnehmen konnte. Nach guter Vorarbeit von Leupold setzte Meister den Ball wenig später ebenfalls an den Pfosten; der Nachschuss von Seuß aus vielversprechender Position ging drüber.

Erneut war es dann Seuß, der über die rechte Seite in den Strafraum eindrang, zwei Gegenspieler gekonnt aussteigen ließ und den Ball mit links auf den langen Knick zwirbelte. Doch diesmal stand die Latte dem SG-Schlussmann zur Seite. So ging es mit der knappen wie hoch verdienten Führung für den FCW in die Pause. Während die Platzherren defensiv immer wieder ein Bein dazwischen brachten, hatten sie in der Offensive kaum Entlastung und blieben äußerst harmlos.

Auch nach Wiederanpfiff blieb Waldstein II zunächst am Drücker und kam durch den kurz zuvor eingewechselten Schlegel zu einem zweiten Treffer, der aber nicht anerkannt wurde. Seuß wurde zwar bei der Vorarbeit bedrängt, der Referee entschied aber zum Unverständnis der Gäste auf Stürmerfoul. Kurz darauf wurde Seuß im 16er regelwidrig zu Fall gebracht, wie es auch schon im ersten Abschnitt einmal passiert war, doch erneut blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Schlegel sorgte anschließend für den nächsten Aluminiumtreffer, setzte die Kugel diesmal an den Außenpfosten.

Hühn war es dann, der nach 55 Minuten für den ersten Torabschluss der Gastgeber sorgte und hätte mit seiner Bogenlampe beinahe auch Erfolg gehabt, denn die Latte und TW Tögels Kopf riefen Tomislav Piplica in Erinnerung, doch der Waldsteiner Keeper hatte mehr Glück als der Cottbus-Torwart damals und konnte den Ball im Nachfassen aufnehmen. Dennoch sahen die Platzherren nun ihre Chance und entwickelten einen gewissen Offensivdrang. Es kam wie es kommen musste: Leipold profitierte von einem Patzer Popps, tanzte Tögel aus und schob zum umjubelten Ausgleichstreffer ein. In dieser Phase waren die Granitler völlig von der Rolle und hätten um ein Haar einen zweiten Gegentreffer zugelassen, doch Wolf konnte Leipolds Vorarbeit nicht nutzen und schoss vorbei.

Im Gegenzug brachte Goalgetter Seuß seine Mannschaft wieder in Front, als er aus 20 Metern abzog und sein Aufsetzer auf dem nassen Boden für TW Voigt nicht zu halten war. Die Partie plätscherte vor sich hin und lebte von der Spannung. Viel früher hätte der FCW den Deckel drauf machen müssen. Und als dann die SG in der Schlussminute alles nach vorne warf, hätte Schlegel den weit aufgerückten SG-Schlussmann beinahe mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte überwunden, doch der Matsch am Boden sowie fehlende Windunterstützung in der Luft verhinderten das Traumtor. So blieb es beim verdienten und sehr knappen Erfolg für die Bergmann-Schützlinge, die das Spiel unnötig spannend machten.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 24. Spieltag:

SV Mistelgau – 1.FC Waldstein I   3:1 (1:0)

(am Sonntag, 16.04.2023, in Mistelgau, Kunstrasen)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
ETW J.Becher, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller (ab 49. für 12), 9 C.Sturm (ab 83. für 10), 11 L.Vogel (ab 71. für 2), 20 T.Ullmann (ab 62. für 5)

Schiedsrichter: Dominik Fuchs (ASV Sassanfahrt), Assistenten: Nils Rölle und Benjamin Krebs

Zuschauer: 180

Tore: 31. Min. Heißenstein 1:0, 69. Min. Schaller 1:1, 85. Min. Heißenstein 2:1, 90. Min. Rach 3:1

 

Kurzfristig rutschte Brandhorst in die Startelf, nachdem der angeschlagene Schratt nicht auflaufen konnte. Das Sechs-Punkte-Spiel begann mit einer Abtastphase, ehe zunächst die Hausherren das Kommando übernahmen. Heißenstein hätte die frühe Führung für seine Elf erzielen können, verstolperte aber in aussichtsreicher Position. Die Seiler-Brüder Michael und Peter konnten die Chance des jungen Herath wenig später gemeinsam vereiteln.

Nach und nach wurden die Gäste besser und bissen sich in die Partie. Ein Versuch von J.Seiler aus der zweiten Reihe verfehlte das Ziel knapp, ehe Kraus zu zwei guten Möglichkeiten kam. Doch mit Glück und Geschick verteidigten die Mistelgauer das eigene Tor und trafen ihrerseits genau in dieser Phase zum 1:0. Heißenstein veredelte die Vorarbeit von Boog, allerdings aus abseitsverdächtiger Position.

Die Waldsteiner ließen sich davon nicht schocken und blieben weiterhin am Drücker. Wenige Minuten vor der Pause entschied der Unparteiische zurecht auf Handelfmeter gegen die Heimmannschaft. Doch der anschließende Treffer vom Punkt erhielt keine Anerkennung. Bächers strammer Versuch sprang von der Unterkante der Latte ins Tor und von der hinteren Torstange wieder heraus. Doch weder der Hauptschiedsrichter noch der gut postierte Assistent wollten gesehen haben, dass der Ball klar und deutlich die Linie überschritten hatte. Bächer war es auch, der kurz danach bei der nächsten guten Möglichkeit an TW Friedrich scheiterte. So führte der SVM zur Pause etwas glücklich mit 1:0.

Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie deutlich an Niveau, beide Teams boten viel Kampf und nur wenige spielerische Höhepunkte. Mitte der zweiten Hälfte hätten die Einheimischen gerne einen Foulelfmeter zugesprochen bekommen, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Wenig später gelang dem eingewechselten Schaller der verdiente Ausgleich für die Gäste vom Waldstein. Nach einem tollen Heber von J.Seiler über die Abwehr war Schaller auf und davon und lupfte das Leder in die Maschen.

Zwei gute Freistöße von Seidel bedeuteten noch etwas Gefahr für das Tor von TW Friedrich. Auf der Gegenseite parierte Seiler stark. So zeichnete sich bereits ein Unentschieden ab, doch dann schlug die Heimelf eiskalt zu und das Fifty-fifty-Spiel kippte zu Gunsten der Hausherren. Herath bediente Heißenstein und dieser ließ M.Seiler keine Chance. Als Waldstein aufmachte und alles nach vorne warf, sorgte Rach mit dem 3:1 in der Schlussminute für die endgültige Entscheidung.

Trotz ansprechender Leistung standen die Sener-Schützlinge nach dieser Partie mit leeren Händen da, auch weil ihnen ein klarer Treffer aberkannt wurde. Dennoch heißt es Mund abputzen und weiter Gas geben, um den Klassenerhalt zu verwirklichen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 25. Spieltag:

1.FC Waldstein – SV Poppenreuth  3:1 (0:1)

(am Samstag, 22.04.2023, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 P.Rüger, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
5 S.Seidel (ab 78. für 7), 6 F.Leupold, 9 C:Sturm (ab 81. für 10), 16 J.Schrepfer (ab 56. für 3), 20 T.Ullmann (ab 31. für 17)

Schiedsrichter: Maximilian Zenk (SV Zapfendorf), Assistenten: Patrick Zahner und Manuel Haupt

Zuschauer: 100

Tore: 21. Min. Semenov 0:1, 82. Min. P.Seiler 1:1, 90. Min. Brandhorst 2:1, 90.+4 Schrepfer 3:1

 

Viel hatten sich die Granitler für das Heimspiel gegen Poppenreuth vorgenommen, boten jedoch lange Zeit nur fußballerische Magerkost. Dennoch führten ein Kraftakt und ein Aufbäumen in der Schlussphase zu einem 3:1-Erfolg. In den Anfangsminuten hatten die Gastgeber etwas mehr vom Spiel, konnten sich aber keinerlei Torchance erarbeiten und mit zunehmender Spieldauer wurde Poppenreuth etwas stärker.

Der Führungstreffer für den SV kam dennoch aus dem Nichts und hatte sich nicht angedeutet, als ein Flankenball von der linken Seite unberechenbar aufsprang, durch den 16er bis zum zweiten Pfosten gleiten konnte, wo Semenov unbedrängt zum Abschluss kam und den Ball im langen Eck versenkte.

In der Folge sahen die Zuschauer eine recht ausgeglichene, zerfahrene Partie auf sehr niedrigem Niveau ohne jegliche Höhepunkte. Vor allem bei den Hausherren fehlte die Abstimmung im letzten Drittel. Gästetorhüter Fiala verlebte zunächst eine ruhige Zeit, doch auch sein Gegenüber Seiler musste nur einen Fernschuss von Sedlacek halten. Das Geschehen fand hauptsächlich im Mittelfeld statt.

Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie in Sparneck nicht mehr als ein lauer Kick. Poppenreuth war die etwas aggressivere Mannschaft, verwaltete aber den knappen Vorsprung nur und so kamen weiterhin keine Highlights zu Stande.

Erst ein Standard, ein Freistoß, in der Schlussphase brachte die Granitler zurück in die Spur. F.Sturm flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo P.Seiler am höchsten stieg und den herausgeeilten Gästeschlussmann mit einer Kopfballbogenlampe überwinden konnte.

Eine weitere Standardsituation – diesmal war es ein Freistoß von Seidel – brachte in der Schlussminute das 2:1 für Waldstein. Als sich Torwart Fiala einen Patzer leistete und den Ball nicht festhielt, war Brandhorst zur Stelle und bugsierte den Ball mit dem Oberschenkel in die Maschen.

Mit energischem Einsatz eroberte Schrepfer den Ball wenig später, lief allein aufs Tor zu und schob das Leder zum 3:1-Endstand überlegt ein. Spät wachte Waldstein also auf und machte aus insgesamt drei Möglichkeiten auch drei Tore – eine eiskalte Chancenverwertung, die man zuletzt vermissen ließ. Eigentlich hatte die schwache Partie keinen Sieger verdient, aber die Granitler zeigten am Ende zumindest Moral und feierten einen wichtigen, wenn auch schmeichelhaften Dreier im Abstiegskampf.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 18. Spieltag (Nachholspiel):

1.FC Waldstein II – (SG) FC Saaletal Berg II / 1.FC Höllental II  6:1 (5:0)

(am Freitag, 28.04.2023, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 3 P.Körbe, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 A.Meister, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 63. für 4), 16 J.Schlegel (ab 46. für 3)

Schiedsrichter: Franz Klement (SpVgg Faßmannsreuth) leitete gut und hatte mit der Partie kaum Probleme

Zuschauer: 26

Tore: 10. Min. Sachs 1:0, 20. Min. C.Sturm 2:0, 24. Min. Seuß 3:0, 28. Min. Sachs 4:0, 40. Min. Sachs 5:0, 49. Min. Meister 6:0, 79. Min. Yurt 6:1

 

Bereits zwei Mal war die Partie witterungsbedingt ausgefallen und konnte nun endlich nachgeholt werden. Im Duell der Tabellennachbarn kochten die Waldsteiner die Gäste ab und gewannen am Ende deutlich. Den Grundstein hierfür legte die Heimelf in einer guten ersten Hälfte, in der sie vor dem Tor recht effektiv agierten.

Nach einer zerfahrenen, ausgeglichenen Anfangsphase eröffnete Sachs den Torreigen, als er SG-Torhüter mit einem Linksschuss überwinden konnte. In der Folge wirkten die Gäste geschockt und die Waldsteiner rissen das Spiel an sich. Seuß, Körbe und Meister vergaben gute Gelegenheiten, ehe Sturm auf 2:0 erhöhte. Einen Eckball von Leupold versenkte er per Kopfballaufsetzer, der TW Beyer nicht gut aussehen ließ, in den Maschen.

Mit gutem Einsatz kratzte Meister wenig später einen Ball von der Torauslinie, mit zwei schnellen Pässen ging es von rechts in den Strafraum. Leupolds strammen Schuss konnte Beyer zwar abwehren, doch das Leder fiel Seuß vor die Füße, der keine Mühe hatte abzustauben. Weitere vier Minuten später verwandelte Sachs eine weitere Leupold-Ecke zum 4:0. Von der Unterkante der Latte fiel der Ball ins Netz.

Der schönste Spielzug wurde kurz darauf durch einen Ballgewinn Kefes‘ eingeleitet. Über mehrere Stationen kombinierten sich die Granitler über die rechts Seite bis in den Gästestrafraum, doch Seuß setzte den Ball an die Querlatte. Sachs erzielte dann mit seinem dritten Treffer das 5:0, als er aus der zweiten Reihe abzog und sein Schuss unhaltbar zur Bogenlampe abgefälscht wurde.

Noch zwei weitere Male kombinierte die gastgebende Mannschaft fein – zunächst vergab Sachs. Mit dem Pausenpfiff machte Körbe das halbe Dutzend bereits voll, doch dieser Treffer fand aufgrund einer strittigen Abseitsentscheidung keine Anerkennung durch den Unparteiischen. Auch wenn nicht alles klappte, so zeigte sich Waldsteins Zweite im Gegensatz zu den Vorwochen verbessert und bot eine ansprechende Leistung. Kampfgeist und Einstellung stimmten. Bei den SG-Spielern aus Berg und dem Höllental lief so gut wie gar nichts zusammen. Sie blieben vieles schuldig.

Bevor irgendwelche Zweifel aufkamen, zog Meister den Gästen kurz nach Wiederanpfiff endgültig den Zahn. Nach gutem Einsatz von Sachs flankte Bergmann auf den zweiten Pfosten. Dort setzte Meister einen Kopfball clever gegen die Laufrichtung des Torhüters in die Maschen. Wenig später hätte K.Dost beinahe ein Eigentor erzielt, als ihm ein Klärungsversuch per Grätsche misslang, doch TW Beyer verhinderte den Einschlag mit einer sehenswerten Flugeinlage.

Im Anschluss kam der Partie der Schwung etwas abhanden. Nach und nach ließ die Konzentration bei den Gastgebern etwas nach, während die Elf von Dieter Frank doch anfing, sich gegen das drohende Debakel zu wehren. Dennoch gab es zunächst weiterhin nur Torabschlüsse nur auf den Kasten der SG. Seuß und seine Mitspieler hätten durchaus einen noch höheren Sieg herausschießen können.

Erst in der Schlussviertelstunde kamen auch die Gäste zu guten Möglichkeiten, doch TW Tögel parierte zwei Mal stark gegen J.Dost. Dass Saaletal/Höllental dann doch zum Ehrentreffer kam, war einem schlampigen Zusammenspiel zwischen Tögel und Sturm geschuldet – Yurt war zur Stelle und betrieb Ergebniskosmetik.

Waldsteins Schludrigkeit in dieser Phase wurde kein weiteres Mal bestraft und so blieb es beim Spielstand von 6:1. Die Granitler siegten verdient, denn über weite Strecken kontrollierten sie die Partie, von der man einen knapperen Ausgang erwartet hatte.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 26. Spieltag:

FC Lorenzreuth – 1.FC Waldstein I  2:1 (0:0)

(am Samstag, 29.04.2023, in Lorenzreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 18 F.Sturm, 10 T.Ullmann;
5 S.Seidel (ab 57. für 3), 11 L.Vogel (ab 76. für 2), 15 L.Brandhorst (ab 60. für 18), 16 J.Schrepfer (ab 70. für 20), 17 D.Kraus (ab 65. für 7)

Schiedsrichter: Andreas Frieser (SV Kohlberg-Röthenbach, Assistenten: Stephan Völkl und Konrad Hörl) hätte die taktischen "Tricks" (taktische Fouls im Mittelfeld, Ballwegschlagen, etc.) der Heimelf konsequenter unterbinden müssen, denn die Gastgeber konnten sich gefühlt alles erlauben. Auch bei der Bewertung von Unsportlichkeiten maß er mit zweierlei Maß und benachteiligte die Waldsteiner klar. Ebenso verwehrte er den Gästen einen klaren Handelfmeter. Dennoch müssen sich die Granitler die Niederlage selbst zuschreiben.

Zuschauer: 100

Tore: 66. Min. Ruß 1:0, 82. Min. Walberer 2:0, 90. Min. F.Bergmann 2:1

Rote Karten: Walter (63., FCW, „Tätlichkeit“), Schrepfer (90.+7, FCW, Tätlichkeit)

 

Erneut gab es für die Waldsteiner gegen den Angstgegner aus Lorenzreuth, der bereits als Absteiger feststand, nichts zu holen. Wichtige Punkte im Abstiegskampf fehlen nun. Aber die gebotene Leistung ist für die Bezirksliga eben nicht ausreichend.

Dabei hatten die Granitler ganz gut begonnen und den Gegner anfangs mehrfach gut unter Druck gesetzt und so Fehler erzwungen. Daraus konnten sie jedoch kein Kapital schlagen. Nach und nach nahm das Tempo der Partie ab, die Waldsteiner wurden immer fahriger in ihrem Spiel. Zwar hatte man zunächst noch eine gewisse optische Überlegenheit, aber es mangelte an Aggressivität und Passgenauigkeit sowie dem Zug zum Tor. Die Angriffsbemühungen waren wenig durchdacht. Rüger mit einem Versuch aus 18 Metern, der zu hoch angesetzt war, hatte zunächst die einzige nennenswerte Gelegenheit (28.).

Lorenzreuth beteiligte sich nach und nach mehr am Spiel, doch auch deren Angriffe verpufften zunächst. Torchancen blieben die Ausnahme. Waldstein gab die Partie aber immer mehr aus der Hand. In Minute 37 war das Glück auf Waldsteins Seite, als Fux nach einem langen Ball Walek einsetzte, dieser TW Seiler umkurvte und anschließend nur den linken Pfosten traf. Zwei Minuten später hätte es nach einem klaren Handspiel eines FCL-Verteidigers in kniender Position Strafstoß geben müssen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff ergab sich eine gute Chance für den FCW, doch Walter, der schießen oder den mitgelaufenen Schaller anspielen hätte können, vertändelte den Ball. Im direkten Gegenzug wurde Fux gut freigespielt, doch dieser verzog.

In der Folge passierte wenig, ehe es nach gut einer Stunde hektisch wurde. J.Seiler wurde an der Auslinie gefoult, Pinto trat ihm anschließend auf die Hand und noch einmal nach, Fux schubste Bergmann, doch es gab nicht einmal eine Ermahnung. Als bei der Ausführung des Freistoßes Walter im 16er von Özdemir umklammert wurde, wollte sich der Waldsteiner losreißen und touchierte den Lorenzreuther mit dem Arm am Hals. Özdemir protestierte, Walter sei ihm an die Gurgel gegangen und der Referee zückte zur Verwunderung aller den roten Karton.

Drei Minuten später konnte Lorenzreuth die Überzahl gleich ausnutzen und ging in Führung. Ruß wurde, nachdem er den Ball auf halbrechts erhalten, zu spät gestört und schoss flach aufs lange Eck, wo der Ball leicht abgefälscht auch einschlug. Auf der Gegenseite gelang Seidel wenig später aus 20 Metern ein guter Schuss, doch TW König fischte den Ball raus.

Die Heimelf bekam mit dem 1:0 im Rücken die zweite Luft und war nun die aktivere Mannschaft, während die Granitler in dieser Phase völlig von der Rolle waren. Walek scheiterte an TW Seiler und schlenzte wenig später am langen Eck vorbei. Walberer war es dann, der mit einem leicht abgefälschten Sonntagsschuss in den Winkel für das 2:0 sorgte.

Während die Beleidigungen durch die einheimischen Zuschauer und auch von der FCL-Bank zunahmen und teilweise unter die Gürtellinie gingen, wurde es auch auf dem Platz ruppiger. So streckte Walberer von hinten kommend ohne Chance auf den Ball J.Seiler an der Mittellinie gnadenlos nieder und kam mit der gelben Karte davon.

Aus dem Gestocher heraus erzielte F.Bergmann in der Schlussminute den Anschlusstreffer, der bei den Waldsteinern noch einmal Kräfte freisetzte. Die Sener-Schützlinge warfen alles nach vorne, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Doch wirklich gefährlich wurde es für das Lorenzreuther Tor nicht mehr. Als die Gastgeber nach einem abgewehrten Angriff zum letzten Konter in der bereits abgelaufenen Nachspielzeit ansetzten, ging Schrepfer Walberer hinterher und erwischte mit seiner Grätsche nach dem Ball die Beine des Gegenspielers. Schrepfer wurde daraufhin zu Boden geschubst und ließ sich in der sofort aufkommenden Rudelbildung zu einer Tätlichkeit hinreißen. Er traf einen Gegenspieler mit einem Schlag im Gesicht und wurde dafür mit dem Platzverweis bedacht. Da der Schiedsrichter die Partie umgehend beendete, blieben weitere Aktionen im Rahmen der Rudelbildung, gerade der Heimelf, ungeahndet.

Waldstein verlor durch die verdiente Niederlage ein wenig den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze sowie den Relegationsplatz. Noch ist nichts verloren, aber die Ausgangssituation für die letzten Spiele hat sich dadurch natürlich verschlechtert. Zudem werden die beiden gesperrten Spieler fehlen.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 22. Spieltag:

VfB Moschendorf III – 1.FC Waldstein II  0:17 (0:10)

(am Sonntag, 30.04.2023, in Moschendorf)

 

1 F.Tögel, 3 P.Körbe, 4 S.Sturm, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 S.Juchem, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 16 J.Schlegel;
5 S.Popp (ab 46. für 13), 10 A.Müller (ab 54. für 6)

Schiedsrichter: Norbert Meyer (1.FC Martinsreuth) hatte ein leichtes Amt, welcher er tadellos ausfüllte

Zuschauer: 25

Tore: 12. Min. Leupold 0:1, 14. Min. Schlegel 0:2, 16. Min. Seuß 0:3, 20. Min. Körbe 0:4, 26. Min. Leupold 0:5, 30. Min. P.Bergmann 0:6, 31. Min. Seuß 0:7, 34. Min. Schlegel 0:8, 37. Min. Leupold 0:9, 45.+1 Min. Sachs 0:10, 56. Min. Sachs 0:11, 65. Min. Müller 0:12, 70. Min. Seuß 0:13, 71. Min. Müller 0:14, 75. Min. Schlegel 0:15, 86. Min. Leupold 0:16, 90. Min. Müller 0:17

 

Mit einem Kantersieg machten die Waldsteiner das enttäuschende Unentschieden aus dem Hinspiel zur Kerwa (1:1) mehr als wett. In einer einseitigen Partie zeigten die Granitler schönen Kombinationsfußball und waren vor dem Tor recht effektiv gegen teilweise hoffnungslos überforderte Moschendorfer, die aber das Debakel im Großen und Ganzen fair über sich ergehen ließen. Beim FCW gab Jugendspieler Samuel Juchem, kürzlich 18 geworden, sein Debut bei den Herren und konnte sich nahtlos in die gute Mannschaftsleistung einfügen.

Die Anfangsphase war noch etwas behäbig. Zwar hatten die Waldstein von Beginn an optische Vorteile, aber bis zur ersten Kopfballchance durch Sachs, die knapp vorbeiging, vergingen etwa zehn Minuten. Kurz darauf eroberte Schlegel den Ball, der anschließend über zwei, drei Stationen zu Leupold gelangte und dieser schoss aus 15 Metern links unten ein. kurz darauf kratzte Seuß einen langen Ball von der Torauslinie und brachte ihn nach innen. Dort hatte Schlegel wenig Mühe, das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Seuß selbst stellte dann auf 0:3, als ein mehrfach abgefälschter Schussversuch von Leupold bei ihm landete. Der stramme Abschluss aus etwa sieben Metern war unhaltbar.

Einen Super-Spielzug über Leupold, Seuß und Juchem hätte Feist mit dem vierten Treffer krönen könne, verzog aber etwas. 0:4 stand es wenig später dann doch, als Körbe nach gutem Einsatz von Seuß aus zentraler Position erfolgreich abschließen konnte. Schlegel nahm Gegenspieler Naminat nach einem schlampigen Pass des VfB-Keepers Wilfert den Ball ab, spielte zu Sachs und dieser legte quer. Leupold markierte aus 12 Metern seinen zweiten Treffer.

Bergmann zündete nach einer halben Stunde, von Sachs per Doppelpass geschickt, auf der linken Seite den Turbo, drang in den Strafraum ein und schob überlegt mit dem schwächeren rechten Fuß zum 0:6 ein. Nur Sekunden später landete ein abgewehrter Versuch bei Seuß, der nicht lange fackelte und aus der zweiten Reihe abzog. Rechts unten landete das Leder in den Maschen, allerdings sah der Torhüter dabei nicht allzu gut aus.

Nach einem Einwurf auf der linken schlug Feist eine Bogenlampenflanke auf den zweiten Pfosten. Dort nahm Schlegel den Ball gekonnt an und versenkte ihn sehenswert rechts oben im Knick. Ebenso sehenswert war das 0:8, als Leupold nach doppeltem Doppelpass mit Sachs den Ball von halbrechts an den linken Innenpfosten setzte, von wo aus dieser ins Netz sprang. In den folgenden Minuten gingen die bislang ziemlich effektiven Waldsteiner ein wenig fahrlässig mit den Chancen um und vergaben drei, vier gute Gelegenheiten. In dieser Phase kamen die harmlosen Gastgeber bei einem Konter durch Camara zu ihrem ersten Torschuss, der allerdings über Tögels Gehäuse strich.

Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Sachs. Nach guter Kombination über Feist und Leupold spielte Schlegel vors Tor und Sachs schoss links oben ein - beinahe wäre der Ball noch drüber gegangen.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte ruhten sich die Gäste sehr auf dem komfortablen Vorsprung aus und ließen die VfBler besser ins Spiel kommen. Doch Moschendorf blieb größtenteils harmlos.

Seuß traf nach 54 Minuten das Außennetz und wenig später landete der Ball zum elften Mal im Tor: Sachs scheiterte nach einer Leupold-Ecke zunächst per Kopf, konnte den Nachschuss aber versenken. Naminat kam noch zu einem Weitschuss für den VfB, der knapp vorbeiging, ehe die Waldsteiner wieder mehr Gas gaben.

Aus einem weiten Abschlag von Tögel entsprang eigentlich keine Gefahr, doch ein zu kurz geratener Rückpass machte die Situation heiß. Der eingewechselte Müller ging dazwischen, tunnelte den herauseilenden Torhüter und schob den Ball ins leere Tor. Müller bereitete wenig später den nächsten Treffer mit einem guten Pass in die Tiefe vor. Körbe lief Richtung Tor und legte perfekt quer. Seuß musste nur noch den Fuß hinhalten. Keine 60 Sekunden später war wieder Müller zur Stelle, der nach guter Vorarbeit von Schlegel zum 0:14 einschoss.

In der letzten Viertelstunde nahmen die Nickeligkeiten auf Seiten der bis dahin sehr fairen Moschendorter etwas zu, aber es wurde nicht unfair. Schlegel schraubte das Ergebnis mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck auf 0:15, nachdem Juchem ihn gut eingesetzt hatte. Leupold bereitete seinen vierten Treffer mit einer Energieleistung selbst vor, eroberte den Ball und erhielt ihn nach Doppelpass mit Seuß zurück, um ihn dann perfekt einzuschlenzen.

In der Schlussminute zeigten die Waldsteiner noch einmal ein schönes Zusammenspiel. Über Feist, Leupold und Seuß kam der Ball zu Bergmann, der von links ins Zentrum flankte, wo Müller unbedrängt zum 0:17-Endstand einköpfen konnte. Harry Bergmanns Truppe feierte einen nie gefährdeten Kantersieg beim VfB Moschendorf III und festigte den dritten Tabellenplatz.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 23. Spieltag:

1.FC Waldstein II - (SG) TV Kleinschwarzenbach / VfB Helmbrechts II  x:0 (2:0)

 

Die Gäste aus Kleinschwarzenbach und Helmbrechts sagten die Partie aufgrund Spielermangels ab. Das Match wird am Grünen Tisch mit 2:0 zu Gunsten der Waldsteiner Zweiten gewertet.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 27. Spieltag:

1.FC Waldstein – SSV Kasendorf  1:1 (0:0)

(am Samstag, 06.05.2023, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 12 P.Rüger, 13 F.Bergmann, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 6 J.Meinel (ab 83. für 17), 7 S.Schaller (ab 57. für 3), 9 C.Sturm (ab 78. für 20), 11 L.Vogel (ab 64. für 2), 19 M.Moreth (ab 70. für 18)

Schiedsrichter: Johannes Fröba (TSV Neukenroth, Assistenten: Vedat Yalcin und Leon Christmann) leitete ordentlich, vergab aber gelbe Karten schneller für Waldstein und beließ es beim Gegner gerne bei einer Ermahnung. Er verweigerte der Heimelf außerdem einen klaren Handelfmeter.

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 J.Seiler (53.), 1:1 N.Müller (60.)

 

Zum erhofften Dreier reichte es für Waldstein nicht, aber zumindest einen verdienten Punkt ergatterten die Granitler gegen Kasendorf.

In der ersten Halbzeit der hektischen Partie wogten die Spielanteile hin und her. Beide Mannschaften hatten ihre besseren Phasen, aber Torchancen gab es nur selten zu bestaunen. Die Anfangsphase gehörte eher dem SSV. Die Führung auf dem Schlappen hatte Gästespieler Müller nach einem Fehlpass des FCW-Keepers M.Seiler, aber er traf nur den Querbalken.

Anschließend waren die Granitler besser im Spiel, aber es kam wenig bei rum. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit warn plötzlich wieder Kasendorf aktiver. In dieser Phase forderten die Gäste Elfmeter, aber F.Sturm hatte den Ball regelkonform mit der Brust geklärt und nicht mit dem Arm, auch wenn es etwas seltsam aussah. Schmeußer scheiterte wenig später an Granit-Schlussmann Seiler.

Auf der Gegenseite setzte sich F.Sturm an der Grundlinie gut durch und bediente Kraus. Dieser behauptete den Ball und legte zurück auf J.Seiler. Dessen Schuss war auf dem Weg in den Winkel, doch Torhüter Cukaric fischte ihn raus. Nach der anschließenden Ecke verzog F.Bergmann. So wurden beim Spielstand von 0:0 die Seiten gewechselt.

Der Führungstreffer für die Heimelf entsprang einer Standardsituation: Jacob Seiler schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, P.Seiler und Brandhorst verpassten den Kopfball und das Leder fiel an Freund und Feind vorbei im langen Eck in die Maschen.

Doch ein Patzer der FCW-Defensive wurde sofort bestraft, als Müller aus dem Nichts den Ausgleich erzielte. Einen aus dem Strafraum zurückgelegten Ball nahm der Kasendorfer Sturmführer an der Strafraumkante volley, traf ihn perfekt und der Ball schlug links unten, für Torwart Seiler unhaltbar, ein.

In der Folge investierten die Waldsteiner mehr und schafften sich ein optisches Übergewicht. Allerdings kamen die Gastgeber nur zu wenigen Torabschlüssen – es fehlte die Durchschlagskraft.

In Minute 70 hätte es nach klarem Handspiel Elfmeter für Waldstein geben müssen, aber die Pfeife des Referees blieb stumm. Beinahe hätte ein weiterer Freistoß von J.Seiler, diesmal aus etwa 40 Metern, den Siegtreffer gebracht, aber der Ball ging um Haaresbreite vorbei.

Die intensive Partie lebte bis zum Ende von der Spannung und endete Remis. Insgesamt gesehen eine leistungsgerechte Punkteteilung, auch wenn sich die Granitler ärgern, nicht mehr herausgeholt zu haben. Im Abstiegskampf ist der eine Punkt wahrscheinlich zu wenig.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 24. Spieltag:

FC Eintracht Münchberg III – 1.FC Waldstein II  2:3 (2:1)

(am Sonntag, 14.05.2023, in Münchberg)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 P.Körbe, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 9 S.Juchem, 10 A.Müller, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 16 J.Schlegel;
4 L.Hecker (ab 58. für 10), 7 J.Schüder (ab 36. für 16), 14 M.Klos

Schiedsrichter: Felix Plenk (SpVgg Oberkotzau) hatte keine Linie und traf viele merkwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten

Zuschauer: 30

Tore: 7. Min. Müller 0:1, 20. Min. Kowalczyk 1:1, 31. Min. Kurth 2:1, 72. Min. Schüder 2:2, 82. Min. Seuß 2:3

Gelb-rote Karte: Özkan (62., FCE, Meckern/Unsportlichkeit)

 

Einen am Ende verdienten Sieg erarbeiteten sich die Granitler im Derby recht mühsam. In der zerfahrenen Anfangsphase hatte der Tabellensiebte aus Münchberg sogar ein leichtes optisches Übergewicht, ehe die erste Torchance des Spiels zum 0:1 führte. Ein starker Pass von Schlegel in die Spitze setzte Müller ein – allerdings roch es stark nach Abseits und dies reklamierten die Einheimischen auch. Aber Müller wurde nicht zurückgepfiffen, lief auf TW Merdivan zu und netzte links unten ein.

Nach einer Viertelstunde hatte Müller nach tollem Solo von Körbe den zweiten Treffer auf dem Schlappen, scheiterte aber mit einem zu zaghaften Versuch am Münchberger Schlussmann. Auf der Gegenseite konnte TW Tögel einen Freistoß von Franke noch parieren, ehe er wenig später doch hinter sich greifen musste. Kowalczyk stieg bei einem Eckball am höchsten und platzierte den Kopfball neben dem zweiten Pfosten zum Ausgleich in den Maschen.

In Halbzeit Eins boten beide Mannschaften eine gute Partie und während die Waldsteiner spielerisch die besseren Akzente setzten, kam die Heimelf über Kampf und Aggressivität ins Spiel. Die Granitler zeigten immer wieder gute Ansätze, aber kamen nur selten zu echten Torchancen.

Kurth, der normalerweise im Tor zu Hause ist, brachte seinen Farben nach einer halben Stunde dann sogar in Führung: an seinem flachen Schuss aus 20 Metern war Tögel noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Fünf Minuten später schwamm die Granit-Defensive für kurze Zeit: ein Fehlpass brachte Özkan in eine gute Position, doch er vergab kläglich. Franzke scheiterte mit dem Nachschuss an Tögel und auch Atik war nicht erfolgreich, ehe der Ball endlich geklärt werden konnte.

In den Minuten vor der Pause hätte der Ausgleich fallen müssen, doch zunächst scheiterte Körbe an Merdivan. Schüder lief sich wenig später fest und Müller hätte selbst schießen müssen, spielte aber uneigennützig zu Seuß, was der Referee mit einem Abseitspfiff quittierte - Halbzeitstand 2:1.

Der zweite Abschnitt sollte vom Niveau her schwächer ausfallen, was sich bereits in den ersten Minuten abzeichnete. Waldstein hatte Vorteile, während sich die Gastgeber auf Ergebnisverwaltung mit gelegentlichen Kontern verlegten. Gut zehn Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Müller zunächst eine Hereingabe knapp verpasste und wenig später am Torhüter scheiterte. Auch Seuß brachte zu wenig Druck hinter den Ball und vergab eine gute Gelegenheit.

Nach gut einer Stunde schwächten sich die Hausherren selbst, als Özkan nach einem Foul an ihm, für das er auch einen Freistoß zugesprochen bekam, so lange meckerte, bis der Unparteiische die zweite Gelbe zückte. Die erste hatte Özkan nach etwa 25 Minuten gesehen, als er einen Abschlag von Tögel mit zwei ausgestreckten Armen blocken wollte und den Ball auch berührte.

Torwächter Merdivan leitete mit einem missglückten Abschlag den Ausgleich ein. Der Ball landete bei Seuß, der schnell schaltete und Schüder einsetzte. Dieser umkurvte den grätschenden Gegenspieler und schob anschließend aus halbrechter Position clever zum 2:2 ein. Beinahe hätte Kowalczyk seine Mannschaft wenig später wieder in Front gebracht, doch als er nach einem langen Ball alleine auf TW Tögel zulief, fand er in diesem seinen Meister. Doch im Großen und Ganzen waren die Waldsteiner nun am Drücker.

Der eingewechselte Hecker leitete anschließend das 2:3 für Waldstein ein, indem er einem Münchberger Verteidiger den Ball abknüpfte. Vor dem Tor spielte er dann quer zu Seuß, der sich die linke Ecke aussuchte und überlegt einschob.

Mit der Führung im Rücken und in Überzahl wollten die Granitler nun noch eine Schlussoffensive starten, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten, wurden jedoch jäh ausgebremst, denn der Schiedsrichter beendete die Partie mehrere Minuten zu früh. Er sagte, der Akku seiner Smartwatch wäre leer gewesen. Die Proteste der Münchberger, die bereits über die gesamte Spielzeit viel Redebedarf hatten, hielt sich überraschenderweise in Grenzen. So siegte Waldstein II knapp mit 3:2. Über "90 Minuten" gesehen geht der Erfolg für Bergmanns Truppe auf jeden Fall in Ordnung, aber die Waldsteiner taten sich etwas schwerer als erwartet.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 28. Spieltag:

SpVgg Bayreuth U21 – 1.FC Waldstein I  3:1 (1:0)

(am Sonntag, 14.05.2023, in Bayreuth, Jakobshöhe)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 11 L.Vogel, 12 P.Rüger, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
5 S.Seidel (ab 55. für 8), 6 J.Meinel (ab 81. für 3), 7 S.Schaller (ab 68. für 11), 9 C.Sturm (ab 85. für 15)

Schiedsrichter: Martin Götz (SV Steppach; Assistenten Paul Dippold und Philipp Voll) hatte ein souveränes Auftreten und leitete im Großen und Ganzen sehr korrekt – nur die gelben Karten saßen bei Entscheidungen gegen Waldstein um einiges lockerer als gegen Bayreuth

Zuschauer: 100

Tore: 20. Min. Menzel 1:0, 50. Min. Vogel 1:1, 59. Min. Nickel 2:1, 90.+6 Min. Landgraf 3:1

Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Landgraf (SpVgg, 45.+2, Meckern)

 

Die „Reserve“ des Drittliga-Absteigers begann druckvoll und den Bayreuthern gehörten die ersten Minuten. Doch es kamen nur zwei recht harmlose Schüsse zu Stande. Nach und nach biss sich Waldstein in die Partie und konnte diese nach einer Viertelstunde ausgeglichen gestalten. Doch genau in die gute Phase der Sener-Elf hinein traf die U21 der SpVgg: Menzel konnte einen strammen Flachschuss aus 20 Metern platziert in den Maschen versenken.

Auch in der Folge boten beide Mannschaften ein ansehnliches Spiel. Waldstein zeigte mehrere gute Vorstöße, kam aber zu selten gefährlich zum Abschluss. Bayreuth ruhte sich phasenweise ein wenig auf der Führung aus, um dann nadelstichartig das Tempo zu erhöhen. So blieben hochkarätige Torchancen im ersten Abschnitt Mangelware. Erst in der Schlussminute der ersten Hälfte ließ Hartmann einen schönen Schuss los, doch TW M.Seiler fischte den Ball aus dem Winkel.

Landgraf holte sich in der Nachspielzeit eine Zeitstrafe für Meckern ab, so dass die Heimelf die zweite Halbzeit in Unterzahl begann. Dies wollten die Granitler ausnutzen und kamen sehr schwungvoll aus der Kabine. Zunächst verpasste Rüger eine Hereingabe nur um Haaresbreite. Kurz darauf bereitete Rüger vor und legte quer zu Bächer, doch fehlende Entschlossenheit führte dazu, dass die Bayreuther Defensive in letzter Sekunde klären konnte.

Kraus schlug wenig später eine Flanke von links auf den zweiten Pfosten. Dort sprang Vogel in den Ball, nahm ihn direkt und markierte den Ausgleich. Doch kurz darauf blieb J.Seiler nahe der gegnerischen Torauslinie im Rasen hängen und verletzte sich. Es könnte sich um einen Bänderriss im Sprunggelenk handeln – die genaue Diagnose steht noch aus. In jedem Fall Gute Besserung, Jacob!

Dadurch erlitten die Waldsteiner kurzzeitig einen Bruch in ihrem Spiel und kassierten wenig später einen Gegentreffer. Der eingewechselte Nickel markierte von halbrechts per Flachschuss das 2:1, nachdem die Waldsteiner zuvor nicht klären konnte. Die Gäste reklamierten Abseits, aber der Treffer zählte.

Landgraf verpasste wenige Zeigerumdrehungen später eine Hereingabe knapp. Auf der Gegenseite brachten die Waldsteiner den Ball aus dem Gestocher heraus nicht im Tor unter. Die Granitler nahmen noch einmal ihren Mut zusammen und bissen sich wieder in die muntere Partie. Doch es ging oft zu kompliziert durch die Mitte, so dass Einschussmöglichkeiten weiterhin rar gesät waren.

P.Seiler klärte dann knapp vor Landgraf, Schratt rettete auf der Linie – beide verhinderten so eine Vorentscheidung. Je länger die Partie dauerte, desto mehr warfen die Gäste alles nach vorne. Waldstein fightete und wollte den Ausgleich erzwingen. Bei einem Konter der Bayreuther hielt M.Seiler mit der Parade gegen Nickel seine Elf im Spiel.

In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde Seidel im Strafraum gefoult und der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Peter Seiler trat an und schoss halbhoch in die Mitte. Doch TW Dressel, der bereits auf dem Weg in die linke Ecke war, konnte mit dem Fuß klären. Weiterhin warf Waldstein alles in die Waagschale. Bei der wohl letzten Aktion – einer Ecke – ging auch M.Seiler mit nach vorne. Doch Bayreuth konnte klären und schickte Landgraf auf die Reise. Dieser gewann das Laufduell gegen Schaller und schoss das Leder zur Entscheidung ins leere Netz.

Trotz ansehnlicher Leistung und gutem Kampf stehen die Waldsteiner nach diesem Spiel erneut mit leeren Händen da. Die Luft im Abstiegskampf wird immer dünner, aber noch ist nichts verloren.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 25. Spieltag:

1.FC Waldstein II - FC Wüstenselbitz II  x:0 (2:0)

 

Nach der SG Kleinschwarzenbach/Helmbrechts II trat auch der FC Wüstenselbitz II die Reise an den Waldstein nicht an. Aufgrund Personalmangels sagten die Gäste das Spiel kurzfristig ab. Die Partie wird am Grünen Tisch mit 2:0 für die Granitler gewertet, die somit die Saison zu Hause ungeschlagen beenden (10 Siege, davon 2 „geschenkt“, und 2 Unentschieden).

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 29. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SpVgg Selb 13  3:0 (2:0)

(am Sonntag, 21.05.2023, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 6 J.Meinel (ab 67. für 3), 9 C.Sturm (ab 72. für 11), 16 F.Zeh (ab 85. für 5)

Schiedsrichter: Vincenz Dippold (FC Wiesla Hof; Assistenten: Felix Egelkraut und Lucas Müller) leitete bis auf wenige Kleinigkeiten hervorragend

Zuschauer: 200

Tore: 17. Min. Brandhorst 1:0, 42. Min. Kraus (Foulelfmeter) 2:0, 50. Min. Brandhorst 3:0

Gelb-rote Karten: Künzel (87., SVS, wdh. Foulspiel), Tamo (89., SVS, Meckern)

Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Thumser (88., SVS, Unsportlichkeit)

 

Als Ali Sener im Winter seinen Kurzurlaub über das lange Wochenende buchte, ahnte noch niemand, welche Brisanz sich für die anstehende Partie entwickeln würde. Seners derzeitiger Verein trifft auf seinen zukünftigen und beide kämpfen noch gegen den Abstieg. Für den FCW zählte nur ein Sieg und durch den verdienten Heimerfolg der Granitler wurde die Entscheidung im Abstiegskampf auf den letzten Spieltag vertagt.

Ohne Abtasten sorgten beide Mannschaften von Beginn an für eine temporeiche, aber auch hektische Partie, in der sich zunächst viel im Mittelfeld abspielte. Beide Teams waren sich der Bedeutsamkeit des Spiels bewusst. Der erste Torschuss für die Heimelf nach einer Viertelstunde durch F.Sturm hätte im langen Eck eingeschlagen, wurde jedoch zur Ecke geklärt. Diese schlug Seidel perfekt ins Zentrum, wo Brandhorst den Ball per Kopf in die Maschen verlängerte.

In der Folge waren die Spielanteile zunächst recht ausgeglichen verteilt, doch zu mehr oder weniger vielversprechenden Abschlüssen kamen nur die Gastgeber und so wurde Waldstein mit zunehmender Spieldauer zur überlegenen Elf. P.Seiler, Bächer und zwei Mal Seidel vergaben jedoch die Möglichkeiten. Als Nendza Bächer im Strafraum foulte, zeigte der Unparteiische ohne zu zögern auf den Punkt. Kraus verlud Torhüter Rudorf und verwandelte sicher zum 2:0.

Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Selb zu zwei ersten Torschüssen, die mühelos geklärt bzw. geblockt werden konnten. Durch das klare Chancenplus und die bessere Spielanlage führten die Gastgeber zum Pausentee verdient mit 2:0.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff bediente erneut Seidel Brandhorst von der Eckfahne und der aufgerückte Innenverteidiger köpfte wuchtig und platziert zum zweiten Mal ein. Obwohl sich die Dreizehner nicht aufgaben, bedeutete der dritte Treffer eine Art Vorentscheidung. Die Gäste waren weiterhin bemüht, doch die Granit-Defensive ließ kaum etwas zu. Bächer setzte wenig später eine hohe Vorlage von P.Seiler per Kopf an die Querlatte und verpasste den vierten Treffer. Beim Nachschuss stand Schaller im Weg.

Die beste Chance für die harmlosen Gäste hatte der Waldsteiner F.Sturm, der bei einem missglückten Klärungsversuch mit einer Bogenlampe seinem Keeper M.Seiler alles abverlangte, doch dieser parierte glänzend. Auf der Gegenseite wurde Meinels Kopfball nach guter Vorarbeit von Kraus auf der Linie geklärt und auch weitere Abschlüsse waren nicht von Erfolg gekrönt.

Die Granitler hatten Partie und Gegner im Griff, während die Selber nach und nach die Aussichtslosigkeit der Situation erkannten. Zudem schwächten sich die Gäste kurz vor Schluss selbst. Zunächst holte sich Künzel für wiederholtes Foulspiel die Ampelkarte ab. Wenig später wurde Thumser für zehn Minuten vom Rasen geschickt, was Spielertrainer Tamo so in Rage brachte, dass er binnen kürzester Zeit Gelb und Gelb-Rot für Meckern sah.

Mit dem Abpfiff fischte Gästeschlussmann Rudorf, der kurz zuvor bereits gut gegen Zeh geklärt hatte, einen tollen Schuss von Schratt aus dem Winkel und verhinderte eine höhere Niederlage. So besiegte die ersatzgeschwächte Heimelf den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf dank einer guten kämpferischen und disziplinierten Leistung verdient mit 3:0. Die Vertretungstrainer Harald Bergmann und Jacob Seiler waren sehr zufrieden mit dem Auftritt und freuten sich über den souveränen Sieg.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 26. Spieltag:

TSV Presseck-Enchenreuth II – 1.FC Waldstein II  0:3 (0:1)

(am Samstag, 27.05.2023, in Presseck)

 

1 F.Tögel, 4 M.Kefes, 5 A.Meister, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 S.Juchem, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 M.Heinritz, 16 J.Schlegel;
10 A.Müller (ab 46. für 8), 14 U.Zeh (ab 77. für 5)

Schiedsrichter: Jürgen Seyrich (SV Steinwiesen) hatte ein leichtes Amt, wusste aber nicht zu überzeugen

Zuschauer: 20

Tore: 8. Min. Sachs 0:1, 71. Min. Leupold 0:2, 80. Min. Leupold 0:3

 

Zum letzten Saisonspiel reiste Waldsteins Zweite nach Presseck. Nachdem Waldstein II auf das Aufstiegsrecht verzichtet hatte, ging es nur noch darum, die Spielzeit ordentlich abzuschließen. Den Grundstein hierfür legte Sachs nach knapp acht Minuten, als er aus etwa 12 Metern halbrechter Position abzog und der Ball vom linken Innenpfosten in die Maschen sprang. Feists langer Ball hatte zuvor Schlegel in Szene gesetzt, der seinen Gegenspieler abschüttelte und Sachs bediente.

In der Folge kamen die Granitler zu zwei, drei weiteren guten Aktionen, doch blieben die Abschlüsse zu harmlos. Im Anschluss kippten die Spielanteile und der TSV übernahm das Kommando. So stand in den darauffolgenden Minuten mehrfach TW Tögel im Mittelpunkt, der zunächst per Doppelparade gegen Spindler und Ast die Null hielt und wenig später auch einen abgefälschten Fernschuss entschärfen konnte. Spindler setzte wenig später einen Kopfball zu hoch an.

Im Gegenzug hatte Meister das 0:2 auf dem Fuß, zielte aber ebenfalls zu hoch. Ein Fernschuss von Lehnung-Klöber, der den Winkel knapp verfehlte, war dann zunächst der letzte gefährliche Torschuss der Heimelf, denn in den Minuten vor der Pause spielte nur noch der FCW. Mehrere gute Gelegenheiten durch Sachs, Leupold, Feist, Seidel und Meister blieben ungenutzt. So wurden mit der knappen, aber inzwischen verdienten Führung Waldsteins die Seiten gewechselt.

Eher behäbig ließen es beide Teams im zweiten Abschnitt angehen. Nur ein Kopfball M.Müllers brachte Gefahr und Tögel parierte gut. Erst nach 65 Minuten gab es das nächste Highlight zu sehen, als Leupold einen Freistoß aus 30 Metern schnell ausführte und direkt abzog. Doch TW Kusch war auf der Hut und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. A.Müller vergab zwei gute Gelegenheiten, ehe endlich das 0:2 fiel.

Leupold setzte sich nach gutem Pass von Feist gegen einen Gegenspieler durch und konnte sich anschließend die Ecke aussuchen. Er wählte die rechte und schob überlegt ein. Neun Minuten später leistete wieder Feist die Vorarbeit. Leupold wurschtelte sich durch den Strafraum und markierte seinen zweiten Treffer.

Lehnung-Klöber hatte nach einem Solo den Ehrentreffer auf dem Fuß, doch erneut reagierte TW Tögel glänzend. Auf der Gegenseite scheiterten Leupold und Müller und somit blieb es beim 0:3. Waldstein spielte die Partie sicher zu Ende und ließ nichts mehr anbrennen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 30. Spieltag:

1.FC Creußen – 1.FC Waldstein I  1:2 (0:1)

(am Samstag, 27.05.2023, in Creußen)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
6 J.Meinel (ab 70. für 11), 9 C.Sturm (ab 89. für 17), 10 A.Walter (ab 75. für 3), 16 F.Zeh (ab 87. für 7)

Schiedsrichter: Hannes Kimmel (TV Ebern), Assistenten: Tobias Zucker und Christian Umlauft

Zuschauer: 79

Tore: 19. Min. Schratt 0:1, 34. Min. Kohler 1:1, 61. Min. Schaller 1:2

Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Kraus (FCW, 62., Foulspiel)

 

Zeitgleich mit der Zweiten trat auch die Erste Waldsteiner Mannschaft auswärts an. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften ab und vieles blieb noch Stückwerk. Zum ersten Abschluss kam Kraus nach 12 Minuten, doch sein Schuss wurde geblockt. Auf der Gegenseite kam wenig später auch Creußen zu einer Halbchance, doch TW Seiler war zur Stelle.

In Minute 19 führte wieder mal ein Eckball zum Führungstreffer der Granitler: Schratt stieg höher als alle anderen und köpfte die Seidel-Ecke in die Maschen. Direkt nach dem Anstoß hätte Schaller erhöhen können, doch sein Heber wurde nicht von Erfolg gekrönt.

Eine Viertelstunde später kam der bereits als Absteiger feststehende FCC zum Ausgleich: nach einem Fehler im Spielaufbau konnten die Waldsteiner noch zur Ecke klären. In deren Anschluss parierte M.Seiler zunächst einen Kopfball, war beim Nachschuss aber machtlos.

Nach Wiederanpfiff gaben die Gäste vom Waldstein den Ton an und kamen durch Vogel, Seidel und Bächer zu guten Einschussmöglichkeiten. Schaller und Vogel verpassten die Kugel wenig später nach guter Vorarbeit von Kraus und Bächer knapp. Nach einer Stunde prüfte Seidel den Creußener Schlussmann Baumann.

Nur 60 Sekunden später konnte Baumann aber nicht mehr eingreifen, als Schaller eine Flanke von P.Seiler mit dem Kopf zur erneuten Waldsteiner Führung verwandelte. Kurz darauf wurde Kraus für ein taktisches Foul für zehn Minuten vom Feld geschickt – eine fragwürdige Entscheidung.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr verlegten sich die Granitler aufs Verteidigen. Dies gelang meist gut und als Creußen doch zur einzigen guten Gelegenheit kam, war der stark reagierende Seiler im Tor zur Stelle. Ansonsten blieben die Gastgeber ideenlos und die Waldsteiner konnten in der Schlussphase noch vereinzelt Nadelstiche setzen. So verfehlte ein Versuch von Kraus das Kreuzeck nur knapp.

Am Ende blieb es beim verdienten Auswärtserfolg der Granitler, die dadurch sowie durch die gleichzeitige Niederlage der SpVgg Selb 13 (0:3 gegen Mistelgau) noch einen Platz in der Tabelle nach vorne rutschten. Waldstein belegt nun den Relegationsrang, während die Selber direkt absteigen.

 

 

Relegation zur Bezirksliga Oberfranken Ost, Runde 1:

1.FC Waldstein I – TuS Schauenstein  2:1 (1:0)

(am Freitag, 02.06.2023, auf dem Gelände des FC Eintracht Münchberg)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 6 J.Meinel (ab 85. für 2), 9 C.Sturm (ab 90.+5 für 7), 10 A.Walter (ab 70. für 11), 13 F.Bergmann (ab 46. für 15), 14 F.Leupold, 16 F.Zeh

Schiedsrichter: Oliver Barnert (SC Kreuz Bayreuth; Assistenten Marcel Pröhl und Jens Bastobbe) war kein würdiger Leiter für dieses Ausscheidungsspiels und zog mit zunehmender Spieldauer immer mehr den Unmut der Granitler auf sich

Zuschauer: ca. 1000 (911 zahlende)

Tore: 16. Min. Seidel 1:0, 67. Min. Wunderlich 1:1, 90.+2 Meyer (Eigentor) 2:1

Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Seidel (FCW, 88. Unsportlichkeit) und Benker (TuS, 88., Tätlichkeit)

 

Waldstein traf in Runde 1 der Relegation zur Bezirksliga in Münchberg auf den TuS Schauenstein, der in der Kreisliga Nord wieder den zweiten Platz belegt hatte. Vor stattlicher Kulisse entwickelte sich eine gute, muntere Partie - zumindest in Halbzeit Eins, die erst in der Nachspielzeit entschieden werden sollte.

Die Granitler setzten Schauenstein von Anfang an unter Druck und konnten sich so zunächst einen leichten optischen Vorteil erarbeiten. Torannäherungen blieben jedoch aus. Nach gut zehn Minuten kam der TuS zur ersten Gelegenheit, als Wunderlich durch einen Befreiungsschlag auf die Reise geschickt wurde, doch sein Querpass zu Meyer war zu schlampig. Noch zwei weitere Male kamen die Schauensteiner in den folgenden zwei Minuten über ihre rechte Seite, doch beide Abschlüsse Wunderlichs waren für TW M.Seiler keine Herausforderung.

Auf der Gegenseite legte sich dann Seidel nach einem Foul an Schaller den Ball 25 Meter vor dem Tor TW Pesterovs zurecht. Er verwandelte den Freistoß direkt und sehenswert zur umjubelten Führung. Über die Mauer hinweg flog das Spielgerät platziert in die Maschen. Direkt nach dem Anstoß kam Schaller zur nächsten guten Gelegenheit, doch der Schuss wurde abgeblockt.

Brandhorst bekam Mitte der ersten Halbzeit für ein Foul im Mittelfeld die gelbe Karte gezeigt, obwohl es auf der anderen Seite für ähnliche Vergehen zwei Ermahnungen gegeben hatte. Hier deutete sich bereits an, dass der Unparteiische mit zweierlei Maß messen würde. In dieser Phase nahm sich das Spielniveau eine kleine Auszeit.

Dies änderte sich, als Wilfert wieder über die Schauensteiner rechte Seite Richtung Waldsteiner Tor lief und Brandhorst die Situation mit einem starken Tackling bereinigte. In der Folge zogen beide Mannschaften das Tempo noch einmal an. Zunächst hätte Waldstein die Führung verdoppeln können, wenn nicht müssen: Kraus selbst sowie Bächer und Vogel bereiteten vor, Kraus‘ Flachschuss aus 17 Metern war unterwegs in die linke Ecke, doch Pesterov tauchte ab und lenkte den Ball um den Pfosten. Beim anschließenden Eckball durch Seidel verfehlte Bächers Kopfball das Tor nur um Haaresbreite. In den Minuten vor der Pause ging es temporeich hin und her – ein offener Schlagabtausch, wenn auch mit wenig Torraumszenen.

Fünf Minuten vor der Pause wurde der herauseilende TW M.Seiler von Wunderlich niedergecheckt. Der Waldsteiner Schlussmann konnte nach kurzer Behandlung weitermachen, während der Schauensteiner Sturmführer nicht mal eine Ermahnung erhielt. Auf der Gegenseite kam Kraus im Strafraum zu Fall, doch der von Waldstein geforderte Elfmeterpfiff blieb aus.

In der Nachspielzeit ergab sich die beste Chance für den Kreisliga-Zweiten und erneut war es Wunderlich, den die FCW-Defensive kaum in den Griff bekam. Er zog von der Strafraumkante ab, doch sein Schuss strich knapp übers Gehäuse.

Die zweite Hälfte konnte mit der ersten nicht mithalten, das Niveau sackte ab, dafür lebte die Partie von der Spannung. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Kampf und Krampf wurde geboten. Zusätzliche Hektik kam auch in die Partie, da der Referee immer mehr laufen ließ, vor allem wenn Waldsteiner Spieler zu Fall kamen.

Die Schauensteiner waren die etwas aktivere Mannschaft, während die Granitler sich auf die Defensive konzentrierten, dennoch fiel der Ausgleichstreffer aus dem Nichts. Ein Konter der Schauensteiner über Wilfert und Saalfrank brachte Wunderlich in eine gute Position. Er traf den Ball nicht richtig, doch genau das machte den Abschluss gefährlich, denn der Ball trudelte gegen die Laufrichtung Seilers ins Netz.

Auch in der Folge konnte sich keine der beiden Mannschaften gute Möglichkeiten erarbeiten. Auffälligster Spieler war weiterhin Wunderlich, der inzwsichen Narrenfreiheit genoss und sich von Fouls über Provokationen alles erlauben konnte. Dies gipfelte in Minute 88, als er im Mittelfeld Ullmann foulte und kein Pfiff ertönte: Rudelbildung war die Folge. Seidel und Benker wurden für zehn Minuten vom Feld geschickt.

Alle rechneten wohl schon mit einer Verlängerung, da gelang den Granitlern in der Nachspielzeit der Lucky Punch. F.Sturm setzte sich auf der linken Seite gut durch und flankte ins Zentrum. Am zweiten Pfosten kam Meyer nicht weg, vielleicht wurde er von seinem Torhüter irritiert, und beförderte das Leder unbedrängt ins eigene Netz.

Obwohl der Schiedsrichter die fünfminütige Nachspielzeit noch einmal um 50% verlängerte, kam Schauenstein nicht noch einmal zurück und musste sich am Ende geschlagen geben. Auch wenn der Siegtreffer für den FCW glücklich fiel, ist das Ergebnis über die gesamte Spielzeit gesehen nicht unverdient.

Der TuS Schauenstein bleibt dadurch Kreisligist, während die Waldsteiner eine Runde weiterkamen und nun auf den Sieger der Partie Waldershof – Altenplos treffen.

 

 

Relegation zur Bezirksliga Oberfranken Ost, Runde 2:

1.FC Waldstein I – SC Altenplos   3:0 (2:0)

(am Donnerstag, 08.06.2023, auf dem Gelände des TSV Streitau)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 13 F.Bergmann, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm, 20 T.Ullmann;
9 C.Sturm (ab 77. für 17), 12 P.Rüger (ab 61. für 7), 14 F.Leupold (ab 85. für 11), 15 L.Brandhorst (ab 85. für 10) 16 F.Zeh, 19 S.Juchem

Schiedsrichter: Niklas Wich (SV Rothenkirchen; Assistenten Vincenz Dippold und Christopher Zier) leitete die faire Partie souverän

Zuschauer: 840

Tore: 17. Min. Kraus 1:0, 31. Min. Ullmann 2:0, 74. Min. Vogel 3:0

 

Nachdem sich die Waldsteiner gegen Schauenstein und Altenplos gegen den TSV Waldershof (5:1) durchgesetzt hatten, trafen nun beide aufeinander. Ursprünglich war das Spiel für Mittwochabend geplant und die Verlegung sorgte im Vorfeld für eine Menge Unmut. Zudem fühlten sich die Altenploser durch den Einspruch, den Waldershof gegen die Spielwertung bzw. die frühe, vermeintlich unberechtigte, Rote Karte eingelegt hatte, in ihrer Konzentration gestört. Dennoch mussten beide Mannschaften dies am frühen Fronleichnam-Abend abschütteln.

Die Partie begann knapp zwanzig Minuten verspätet, da sich am Einlass ein Stau gebildet hatte. Zudem zog noch ein leichtes Gewitter auf, das den Platz noch einmal wässerte. Dann allerdings konnte die Partie beginnen und die Waldsteiner hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Kraus verpasste den Ball nach einer Ecke knapp, ansonsten wurde es zunächst nicht gefährlich. Eine weitere Ecke nach gut einer Viertelstunde brachte dann aber den Führungstreffer. Walter schlug den Ball vors Tor, den Kraus wohl über die Linie drückte. Ein Gegenspieler sowie der Torhüter waren auch in der Nähe und sorgten für eine gewisse Undurchsichtigkeit der Situation, aber der Waldsteiner Goalgetter wurde als Torschütze geführt.

In der Folge zogen sich die Granitler ein wenig zurück und agierten passiver. So kam Altenplos etwas besser ins Spiel und TW Seiler musste bei einem Freistoß auf den kurzen Pfosten erstmals eingreifen. Wenig später hielt er auch stark im Eins gegen eins gegen Schrör. Ansonsten blieben die „Bliesger“ harmlos, hatten jedoch in dieser Phase mehr Ballbesitz.

Das 2:0 fiel daher ein wenig überraschend, war aber umso sehenswerter. Ullmann zog aus halbrechter Position aus etwa 25 Metern ab. Der Ball schien Richtung Kreuzeck zu fliegen, senkte sich aber im richtigen Moment und schlug genau im linken Winkel ein – ein Traumtor. Danach war nun wieder Waldstein die bessere und aktivere Mannschaft und hatte bis zur Pause alles im Griff.

Auch nach Wiederanpfiff ließen die Sener-Schützlinge nichts anbrennen und hätten bereits in Minute 49 für die Vorentscheidung sorgen können. Schaller setzte den Innenverteidiger unter Druck, Seidel stürmte samt Ball Richtung Tor, schob das Spielgerät jedoch um Haaresbreite links vorbei. Wenig später schien Kraus im Zweikampf mit Schott den Ball bereits erobert zu haben, doch beim Abschluss warf sich der Altenploser in den Ball und klärte so die Situation.

Auch Mitte der zweiten Hälfte nahmen sich die Waldsteiner eine kleine spielerische Auszeit und überließen dem SCA das Feld. Doch der Zweite der Kreisliga BT/KU wusste nichts mit dem Ballbesitz anzufangen und fand keine Mittel gegen die gut verteidigende Granit-Defensive.

Die Entscheidung leitete Ullmann mit einem Ballgewinn im Mittelfeld ein. Er spielte zu Rüger und dieser steckte wunderbar in den Lauf von Vogel durch. Vogel rannte dem Gegenspieler davon und überwand TW Freiberger mit einem überlegten Flachschuss. Damit war die Messe gelesen.

Altenplos kam durch Schrör nach einer Unachtsamkeit in der Waldsteiner Defensive noch zu einem Pfostentreffer. Ansonsten spielten die Waldsteiner die Partie sicher herunter und siegten am Ende verdient mit 3:0. Dadurch sicherte sich der FCW den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Altenplos hingegen muss hoffen, dass sich die SpVgg Bayreuth U21 gegen Friesen durchsetzt und in die Landesliga aufsteigt.

 

 

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Dienstag, 27. Februar 2024

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