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Saison 2022/23

Saison 2022/2023:

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 1. Spieltag:

VfR Katschenreuth – 1.FC Waldstein  2:0 (1:0)

(am Samstag, 23.07.2022, in Katschenreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller, 9 C.Sturm (ab 74. für 10), 11 L.Vogel (ab 85. für 16), 13 A.Pilz (ab 46. für 2), 14 F.Reichel

Schiedsrichter: Sebastian Küffner (1.FC Nagel; unterstützt von Tina Benker und Marco Spörl) hatte das Spiel unter Kontrolle

Zuschauer: 200

Tore: 33. Min. Angermann 1:0, 83. Min. Wettermann 2:0

 

Am Samstag war es so weit: Auftakt in das Abenteuer Bezirksliga! Die Waldsteiner mussten nach Katschenreuth zum letztjährigen Zweiten und verkauften sich teuer. Am Ende kassierte der Aufsteiger jedoch eine verdiente 0:2-Niederlage.

Munter ging es los und zunächst war es eine ausgeglichene Partie ohne Höhepunkte. Doch nach und nach verschärften die Gastgeber den Druck und rissen das Spiel an sich. Erstmals gefährlich wurde es nach gut einer Viertelstunde, als Limmer aus dem Halbfeld ins Zentrum flankte und Angermann zum Kopfball ansetzte, doch TW Seiler lenkte die Kugel gekonnt über die Latte.

Die Granitler standen defensiv kompakt und ließen relativ wenig zu – die wenigen Abschlüsse der Katschenreuther flogen übers Fangnetz oder gingen weit vorbei – doch in der Offensive haperte es etwas, denn die Bälle gingen zu schnell verloren und so verpufften die Entlastungsangriffe.

Nach 28 Minuten fiel der aus Neudrossenfeld gekommene Löhrlein erstmals auf, setzte seinen Schlenzer nach gutem Solo jedoch neben den Kasten. Kurz darauf war TW Seiler wieder zur Stelle, lenkte einen Eckball unter starker Bedrängnis weg vom Tor und hielt auch den Nachschuss. Doch nach der anschließenden Ecke kriegten die Waldsteiner den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Angermann versenkte das Spielgerät mit einem sehenswerten Seitfallzieher unhaltbar im langen Eck.

Die Granitler waren kurz von der Rolle und hätten beinahe nur Sekunden nach dem Anstoß noch einen Treffer kassiert, doch der Schlenzer ging am langen Pfosten vorbei. Und wieder war es Angermann, der kurz vor der Pause nach guter Ballmitnahme stramm abzog, doch der Waldsteiner Schlussmann Seiler tauchte ab und parierte stark.

Mit Ablauf der regulären Spielzeit kam der unermüdlich rackernde Ullmann im Strafraum zu Fall. Der VfR hätte sich nicht beschweren können, wenn es Elfmeter gegeben hätte – der Unparteiische zögerte auch kurz, lud dann aber doch zum Pausentee.

Die zweite Hälfte begann intensiver als die erste – es gab mehr Zweikämpfe, mehr Fouls, einige Situationen, in denen diskutiert werden musste. Auch wenn es ein wenig hektisch wurde und die Katschenreuther teilweise recht hart in die Zweikämpfe gingen, wurde es nie wirklich unfair. Dennoch hätte SR Küffner vielleicht die ein oder andere gelbe Karte mehr zücken können.

Zehn Minuten nach der Pause blieb M.Seiler im Privatduell mit Angermann erneut Sieger und entschärfte eine Direktabnahme nach Ecke glänzend. Ein Freistoß von Beszczynski war zwar kraftvoll getreten, aber einen halben Meter zu hoch angesetzt.

Ansonsten waren Strafraumszenen erst einmal rar gesät. Die Granilter bissen sich in die Partie und boten dem Aufstiegsaspiranten ordentlich Paroli. In der Vorwärtsbewegung ging jedoch der Ball oftmals zu schnell verloren. Man merkte den Sener-Schützlingen doch an, dass es manchmal ein wenig zu schnell ging. Tempo, Spritzigkeit und Erfahrung – in diesen Bereichen können die Granitler sicher noch zulegen.

Doch durch F.Sturm und Moreth kamen die Gäste durchaus zu Abschlüssen und hätte Walter nach 73 Minuten den Kopf genommen, wäre vielleicht sogar der Ausgleich fällig gewesen, doch der Versuch mit dem Bein landete in den Wolken. Spannend war es bis fast zum Schluss und Brandhorst fälschte einen gefährlichen Schuss leicht, aber entscheidend ab zur Ecke.

Wenig später fiel doch die Vorentscheidung, als der kurz zuvor eingewechselte Wettermann an den Ball kam, nach Doppelpass mit Löhrlein perfekt in Szene gesetzt wurde und Seiler mit einem platzierten Flachschuss überwinden konnte. Die Granit-Defensive war in dieser Situation ausnahmsweise mal nicht auf der Höhe.

Der überragende Gästeschlussmann Seiler brachte Wettermann wenig später nach einem Eckball mit einer Doppelparade zur Verzweiflung. In den letzten Minuten passierte dann nicht mehr viel und die Partie ging zu Ende. Katschenreuth feierte einen verdienten 2:0-Erfolg gegen gut kämpfende Waldsteiner, die noch nicht ganz in der Liga angekommen sind, aber sich wacker schlugen und gut verkauft haben.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 1. Spieltag:

(SG) 1.FC Ahornberg / ASV Leupoldsgrün II – 1.FC Waldstein II  1:1 (0:1)

(am Sonntag, 24.07.2022, in Ahornberg)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 M.Heinritz, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 F.Reinisch, 16 L.Bergmann;
3 A.Rickenthäler (ab 46. für 7), 4 M.Kefes (ab 76. für 2), 6 P.Körbe (ab 46. für 15), 10 A.Müller (ab 63. für 13), 14 T.Zahn (ab 63. für 3)

Schiedsrichter: Dieter Becher (SV Sauerhof) wurde kurzfristig eingeteilt, da der ursprüngliche Referee Ulrich Thümling (Froschbachtal) aufgrund eines positiven Corona-Tests nicht kommen konnte. Er hatte ein leichtes Amt, verweigerte den Gästen in der Schlussphase einen Kann-Elfmeter und einen klaren Strafstoß.

Zuschauer: 45

Tore: 8. Min. Seuß 0:1, 63. Min. Greim 1:1

 

Die Granitler kamen im ersten Saisonspiel bei der zweiten Garde der SG Ahornberg/Leupoldsgrün nicht über ein Remis hinaus, obwohl man sich mehr vorgenommen hatte. Die Gäste begannen gut und gingen auch verdient in Führung, doch mit zunehmender Spieldauer ging nicht nur die Ordnung verloren.

Von Beginn an hatten die Waldsteiner mehr vom Spiel und konnten mit der ersten gefährlichen Aktion gleich den Führungstreffer erzielen. Seidel flanke aus dem Halbfeld in die Spitze, Seuß nahm die Kugel gekonnt an und schob sie am Torhüter vorbei ins Netz.

Auch in der Folge waren die Granitler tonangebend, aber wirklich Torchancen blieben Mangelware. Zwar spielten die Bergmann-Schützlinge oftmals gut zusammen, aber je näher das gegnerische Tor kam, desto ungenauer wurden die Pässe. Oder man trennte sich zu spät vom Ball und lief sich fest.

Popp war dann doch einmal durchgebrochen und blieb nach einem Zweikampf etwas glücklich im Ballbesitz, blieb dann aber an TW Kießling hängen. Wenig später lupfte Sachs das Leder auf Seuß, dieser ließ seinen Gegenspieler aussteigen und zog stramm ab, doch der Ball klatschte an den Pfosten und sprang von diesem zurück ins Feld.

Die Partie plätscherte dann gen Halbzeit und der Schlendrian begann sich bereits einzuschleichen bei den Granitlern, die aber mit einer verdienten Führung in die Pause gingen. Auch nach dem Wechsel gab es nur wenige Highlights zu bestaunen. Waldstein versuchte den Gegner früh unter Druck zu setzen, was aber immer seltener gelang. Ein Befreiungsschlag von Zeh landete bei Seuß, der den Ball herunterstoppte und ein wenig unfreiwillig für Leupold auflegte, doch dieser verzog in aussichtsreicher Position.

In Minute 63 gelang den Gastgebern aus heiterem Himmel der Ausgleich. Rank steckte den Ball perfekt in die Spitze durch und Greim tunnelte TW Tögel. Nun schwammen die Waldsteiner kurzzeitig und nur zwei Zeigerumdrehungen später hätte Greim die Partie vollends drehen können, doch diesmal war Tögel per Fußabwehr zur Stelle. Die Trinkpause kam zur rechten Zeit, so dass sich die Gäste wieder etwas fangen konnten. Doch die Partie war im Anschluss offener und es wurde hektischer.

Körbe hatte nach 73 Minute eine Möglichkeit, doch der Versuch ging am kurzen Pfosten vorbei. In der Schlussphase prallte Seuß dann mit Gegenspieler Jahn böse zusammen und beide blieben zunächst auf dem Rasen liegen. Während der FCW-Angreifer nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte, musste der SG-Verteidiger vom Feld getragen werden. Er hat sich wohl schwerer am Knie verletzt. Gute Besserung an dieser Stelle!

Kurz danach senkte sich eine Bananenflanke von Zahn aufs Tor – TW Kießling parierte mit Glück und unter Zuhilfenahme der Querlatte. Kurz darauf kam Seuß nach einem Kontakt im Strafraum zu Fall – es hätte Elfmeter geben können, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Als dann in der Nachspielzeit ein SG-Spieler klar mit dem ausgetreckten Arm den Ball spielte, hätte es zwingend Strafstoß geben müssen, aber SR Becher brachte es nicht übers Herz, zu pfeifen und auf den Punkt u zeigen.

Dann war Schluss. Die Waldsteiner hätten durchaus das Match für sich entscheiden können, auch wenn die Leistung insgesamt nicht überzeugend war. Nach gutem Beginn ließen die Granitler nach. Die Heimelf jedoch hatte auch nur gute fünf Minuten und kam eher schmeichelhaft zu einem Zähler.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SpVgg Oberkotzau  1:0 (0:0)

(am Mittwoch, 27.07.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
7 S.Schaller, 9 C.Sturm (ab 90.+3 für 20), 11 L.Vogel, 13 A.Pilz (ab 89. für 18), 16 K.Sachs (ab 74. für 19), 17 D.Kraus (ab 77. für 10)

Schiedsrichter: Maximilian Dadder (TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf; assistiert von Carina Opel und Lucas Hauschild) leitete nicht schlecht, traf ein paar merkwürdige Entscheidungen und hatte gerade bezüglich der Kartenvergabe keine klare Linie

Zuschauer: 270

Tor: 81. Min. J.Seiler 1:0

 

Im ersten Bezirksliga-Heimspiel gelang den Granitlern in Sparneck vor ordentlicher Zuschauerkulisse gegen die SpVgg Oberkotzau ein knapper, aber durchaus verdienter 1:0-Erfolg. Nachdem sich die beiden Mannschaften im ersten Abschnitt noch neutralisiert hatten, waren die Gastgeber nach dem Seitenwechsel die tonangebende Mannschaft und Jacob Seiler erzielte nach dem schönsten Spielzug der Partie den goldenen Siegtreffer.

F.Sturm und Lein prüften in der Anfangsphase jeweils den gegnerischen Torwart mit einem Fernschuss, aber beide Keeper bestanden den Test tadellos. Ansonsten boten die beiden Mannschaften abwartenden Fußball ohne wirkliche Highlights – keiner wollte sich einen frühen Fehler leisten.

In der ereignisarmen ersten Hälfte bot sich Lein nach Flanke von Schneider eine gute Möglichkeit, doch er traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig. Auf der Gegenseite war ein Kopfballversuch Brandhorsts die „dickste“ Möglichkeit. Ansonsten kamen beide Mannschaften der gegnerischen Gefahrenzone nur selten nahe. Je näher das Tor kam, umso ungenauer wurden die Pässe, gerade auf Seiten der Heimelf. So plätscherte das Spiel in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff übernahmen die Waldsteiner mehr und mehr die Initiative, doch Torchancen waren weiterhin rar gesät. Aus dem Spiel heraus ging nicht viel, da der entscheidende Pass meist zu schlampig gespielt war. Nach einer Stunde hätte Bächer eine Walter-Ecke per Kopf veredeln können, konnte das Spielgerät aber nicht in die richtige Richtung drücken. Der etwas überraschte Ullmann verfehlte mit dem anschließenden Kopfball das Ziel knapp.

Die Gäste igelten sich in ihrer Hälfte ein und zeigten über weite Strecken der zweiten Halbzeit kaum Offensivdrang. Nach einem Befreiungsschlag von Brandhorst zögerten TW Schnabel und ein SVO-Verteidiger etwas, so dass Ullmann gut 16 Metern vor dem Tor an den Ball kam, aber der Kopfball sprang am Ziel vorbei. Auch die Gäste konnten dann mit einem weiten Befreiungsschlag für Unruhe sorgen, da der kurz zuvor eingewechselte Sachs ebenfalls ein wenig zögerlich agierte, aber Gegenspieler Lein stolperte im Laufduell und TW Becher bereinigte die Situation.

Kraus gab dann nach längerer Verletzungspause sein Comeback und war am Treffer zum 1:0 entscheidend beteiligt. Ullmann setzte Verteidiger Specht gut unter Druck und dieser konnte den Ball nicht kontrolliert klären. Seidel leitete das Leder per Kopf zu J.Seiler, dieser artistisch weiter zu Ullmann. Der Angreifer spielte direkt zu Kraus, welcher die Kugel wiederum aus einer fließenden Bewegung heraus in leichtem Bogen in die Spitze spielte. J.Seiler hatte sich davongestohlen und schoss scheinbar mühelos an TW Schnabel vorbei ins lange Eck zum viel umjubelten ersten Bezirksligatreffer.

Die Granitler schalteten nun in den Verwaltungsmodus um, während Oberkotzau doch noch einmal versuchte, offensiv tätig zu werden. Doch viel Konstruktives sprang dabei nicht heraus und die Sener-Schützlinge konnten alles wegverteidigen. Die noch beste Gelegenheit hatte Cavelius per direktem Freistoß, aber Becher musste bei diesem Fehlschuss nicht eingreifen. Selbst in der mehr als fünfminütigen Nachspielzeit geriet sein Kasten nicht nennenswert in Gefahr und so feierten die Waldsteiner den ersten Bezirksliga-Dreier der noch jungen Vereinsgeschichte.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 2. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) ASV Stockenroth / FC Zell  2:1 (0:0)

(am Samstag, 30.07.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 3 A.Rickenthäler, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 F.Bergmann, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 71. für 11), 14 T.Zahn (ab 69. für 3), 15 L.Bergmann (ab 56. für 12), 16 J.Schlegel (ab 60. für 5)

Schiedsrichter: Gunter Ernst (FC Saaletal Berg) hatte alles im Griff

Zuschauer: 60

Tore: 56. Min. Feist 1:0, 69. Min. Feist 2:0, 81. Min. Kind 2:1

 

Die Granitler begannen ganz ordentlich und die meisten Aktionen fanden in der Anfangsphase in der Hälfte der Gäste statt. Seuß prüfte TW F.Rickenthäler und F.Bergmann setzte einen Schuss aus der zweiten Reihe zu hoch an. Als Seuß dann im Strafraum zu Boden ging, forderten die Waldsteiner Elfmeter, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

In der Folge nahm die Überlegenheit der Gastgeber immer mehr ab und auch das Niveau der Partie sank merklich ab. Bis zur Pause plätscherte die Partie vor sich hin und bereitete der überschaubaren Anzahl an Zuschauern keine Freude. Noch einmal zog F.Bergmann nach Zusammenspiel mit seinem Bruder aus 20 Metern ab, hätte aber besser zu Seuß abgespielt.

Die Waldsteiner agierten über weite Strecken behäbig und ideenlos. Die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Doch glücklicherweise brachten auch die Gästespieler nichts Konstruktives zu Stande. So wurden beim Spielstand von 0:0 die Seiten getauscht.

Auch nach Wiederanpfiff boten beide Mannschaften keinen fußballerischen Leckerbissen und es ergab sich zunächst das gleiche Bild. Doch in Minute 56 führte eine gute Aktion zur Führung. P.Bergmann trieb den Ball auf der linken Seite bis zur Torauslinie und flankte nach innen. Feist stand ungedeckt am Fünfmeterraum und konnte den Ball in die Maschen befördern.

Der Treffer weckte die Waldsteiner auf und kurz darauf vergaben Sachs und Seuß gute Möglichkeiten. Beide Male rollte der Ball am linken Pfosten vorbei. Der schönste Spielzug führte dann zum Tor zum 2:0. Seuß spielte zu Sachs, dieser zurück zu Seuß. Die direkte Weiterleitung auf Feist folgte, dieser nahm die Kugel mit der Brust mit und netzte gekonnt von halblinks ein. Der Ball landete platziert neben dem rechten Pfosten im Netz.

Der eingewechselte und etwas übermotivierte Schlegel kassierte in Minute 78 die erste Zehn-Minuten-Strafe für wiederholtes Foulspiel. In Überzahl kamen die Gäste zu ihrer einzigen nennenswerten Chance, die zum Anschlusstreffer führte. Kind tauchte plötzlich vor TW Tögel auf und vollendete mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:1.

D.Seibel sorgte kurz darauf dafür, dass bei der Anzahl der Spieler auf dem Feld wieder Ausgeglichenheit herrschte, denn auch er wurde für zehn Minuten des Feldes verwiesen. Sachs setzte einen Kopfball nach einer Müller-Ecke an die Latte und verpasste die endgültige Entscheidung. Somit blieb es in den restlichen Minuten noch spannend, doch die SGler konnten nicht mehr zulegen und keine Gefahr mehr erzeugen. Die Waldsteiner feierten nach einem schwachen Spiel einen verdienten 2:1-Derbysieg.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 3. Spieltag:

SG Regnitzlosau – 1.FC Waldstein I  2:0 (2:0)

(am Sonntag, 31.07.2022, in Regnitzlosau)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher, 9 C.Sturm (ab 62. für 10), 11 L.Vogel (ab 62. für 5), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus (ab 62. für 20)

Schiedsrichter: Johannes Fröba (TSV Neukenroth, Assistenten: Thomas Mattes und Klaus Schubert) leitete souverän und mit Übersicht

Zuschauer: 150

Tore: 15. Min. Binder 1:0, 30. Min. Tac 2:0

 

Auch in Regnitzlosau verkaufte sich die Granit-Elf teuer und kämpfte in der Defensive gut, nach vorne ging allerdings wenig. In Abwesenheit des Trainers Ali Sener (Urlaub) coachte Dieter Rußler die Waldsteiner Mannschaft und musste den verletzungsbedingten Ausfall von Sebastian Schaller verkraften.

Nach anfänglichem Abtasten erlangte die SG ein optisches Übergewicht und kam zu zwei ersten Kopfballmöglichkeiten, die ihr Ziel aber noch verfehlten. Die dritte Chance führte dann aber zum Treffer, als Binder bei einer Freistoßflanke von Krannich ziemlich ungedeckt blieb und zum 1:0 einnicken konnte. Kurz zuvor hatte F.Sturm TW Knobloch erstmals aus der Distanz geprüft.

In einer hektischer werdenden Partie setzten die aggressiven Regnitzlosauer die Gästeelf früh unter Druck. Entlastungsangriffe für Waldstein gab es kaum, denn die Bälle wurden in der Vorwärtsbewegung zu schnell verloren. Die Stadelmann-Schützlinge hatten auch das nötige Quäntchen Glück, denn der zweite Ball sprang fast immer ihnen vor die Füße und nicht den Granitlern.

Zudem packte Tac nach einer halben Stunde auch noch einen Sonntagsschuss aus und hämmerte das Leder aus gut 20 Metern an die Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball unhaltbar für M.Seiler in die Maschen.

J.Seilers Abschluss wenig später war zu unplatziert und stellte für den SG-Schlussmann keine Herausforderung dar. Gutmann setzte mit dem Pausenpfiff einen Schuss Richtung Kreuzeck ab, verfehlte dieses aber.

Auch in Hälfte Zwei war die SGR die tonangebende Mannschaft. Torraumszenen blieben allerdings Mangelware. Die Waldsteiner verteidigten gut, konnten aber weiterhin kaum offensive Akzente setzen. Auch die drei frischen Kräfte von der Bank, die nach gut einer Stunde eingewechselt wurden, änderten daran nur wenig.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr schaltete Regnitzlosau in den Modus der Ergebnisverwaltung. Doch eine gute Gelegenheit ergab sich noch: eine Viertelstunde vor Schluss setzte Stadelmann zum Solo über links an und bediente Binder, der jedoch am zweiten Pfosten verpasste. Die beste Chance auf den Anschlusstreffer hatte Brandhorst fünf Minuten vor dem Ende, doch sein Kopfballaufsetzer nach einem Freistoß von J.Seiler ging links am Tor vorbei.

Es blieb am Ende beim verdienten Sieg für die bessere Mannschaft, die den Waldsteinern die Grenzen aufzeigte. Die Trauben hingen an diesem Wochenende zu hoch.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 3. Spieltag:

(SG) 1.FC Gefrees / TSV Streitau II - 1.FC Waldstein II  7:1 (4:0)

(am Sonntag, 07.08.2022, in Streitau)

 

1 F.Tögel, 3 A.Rickenthäler, 4 F.Reichel, 5 K.Sachs, 8 M.Sachs, 9 S.Dittmar, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 15 F.Reinisch, 16 J.Schlegel;
7 J.El Fallaki (ab für), 10 A.Müller (ab für), 14 T.Zahn (ab 12. für 3)

Schiedsrichter: Udo Siegfried Hahn (TDC Lindau) entpuppte sich an diesem Tag als Heimschiedsrichter

Zuschauer: 50

Tore: 29. Min. Kodisch 1:0, 35. Min. Haupt (FE) 2:0, 38. Min. Raubbach 3:0, 42. Min. P.Sachs 4:0, 58. Min. M.Sachs 4:1, 64. Min. Kodisch 5:1, 74. Min. Nisio 6:1, 82. Min. Kolb 7:1

 

Viel hatten sich die Granitler vorgenommen und mussten am Ende mit einer richtigen Packung die Heimreise antreten. Die Zweite Mannschaft der SG Gefrees/Streitau nahm die Waldsteiner auseinander und feierte einen Kantersieg, der durchaus verdient war, aber ein wenig hoch ausfiel. Coach Bergmann musste mehrere Ausfälle verkraften, konnte aber dennoch eine gute Mannschaft ins Rennen schicken.

Bereits nach 28 Sekunden hätte Seuß die Partie in die richtige Richtung lenken können, scheiterte jedoch mit seinem strammen aber etwas zu unplatzierten Schuss an TW Seiferth. In der Folge ging es hin und her und beide Mannschaften hätten ihre Tore erzielen können, wenn nicht müssen, doch Kodisch und T.Becher sowie Schlegel und Leupold vergaben. TW Tögel parierte gegen Raubbach und Kodisch; und auch Seuß verfehlte das Ziel.

Tögel war noch einmal zur Stelle und hielt stark gegen Kolb, ehe es ein wenig ruhiger wurde. Doch nach der Trinkpause waren die Granitler gedanklich noch nicht wieder auf dem Feld. Auf den Einwurf der Heimelf folgte ein leicht abgefälschter Abschluss aus der zweiten Reihe, den Tögel nicht festhalten konnte, und Kodisch staubte ab.

P.Bergmann klärte die Situation nach einem Solo Raubbachs mit einem sauberen Tackling, doch der Referee gab zum Entsetzen der Gäste einen Elfmeter, welchen Haupt sicher verwandeln konnte. Die Waldsteiner waren nun von der Rolle und ließen kurz darauf den dritten Treffer zu: Beck setzte sich energisch gegen M.Sachs durch, der den schnellen Raubbach auf die Reise schickte. Dieser war auf und davon und schob die Kugel clever am machtlosen Tögel vorbei ins Netz.

Nach gutem Pass von Leupold hätte Seuß selbst verkürzen können, legte aber vor dem Tor uneigennützig quer und bediente Dittmar, der als Last-Minute-Neuzugang sein Debüt für Waldstein gab. Allerdings versemmelte er die Hundertprozentige und setzte den Ball aus kurzer Distanz über die Latte.

Postwendend schlug das Leder auf der anderen Seite wieder ein, als ein abgefälschter Schuss von P.Sachs aus gut 16 Metern in den Maschen landete. Somit führte die SG zur Pause verdient, aber zu hoch, gegen die Waldsteiner, die wieder gut begonnen hatten, aber mit zunehmender Spieldauer immer schläfriger in der Defensive agierten.

Eher gemächlich begann die zweite Halbzeit, denn die Gastgeber ruhten sich auf dem komfortablen Vorsprung aus und die Waldsteiner benötigten etwas Zeit, um wieder in die Partie zu finden. Doch als M.Sachs nach einer Freistoßflanke von Leupold zum 4:1 einnetzte, waren die Bergmann-Schützlinge am Drücker. Allerdings nahmen die Gefreeser und Streitauer den Gäste den Wind kurz darauf wieder aus den Segeln, denn Kodisch traf nach einem Konter aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position zum 5:1.

Nachdem TW Tögel gegen Kreuzer und Beck weitere Gegentreffer verhindert hatte, war er beim 6:1 wieder chancenlos. Während die Waldsteiner noch dabei waren, sich anzumeckern, erreichte Nisio ein weiter Abschlag seines Keepers. Er lief aufs Tor zu und machte das halbe Dutzend voll.

Zwar waren die Granitler nach vorne noch ein wenig um Ergebniskosmetik bemüht, zerfielen aber in der Defensive und ließen noch das 7:1 durch Kolb zu. Ein weiterer Treffer der SG zählte aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht. Nicht das erste Mal, dass der Unparteiische bei einer Abseitsposition falsch lag, aber meist pfiff er nicht, obwohl sich ein SG-Spieler in der verbotenen Zone aufhielt. Diesmal gab er den regulären Treffer nicht.

Waldsteins Zweite verlor gegen gute aber bei Weitem nicht überragende Gefreeser und Streitauer mit 1:7. Auch wenn man gegen 12 Mann spielte, muss sich jeder Spieler an die eigene Nase fassen, denn mit der gebotenen Leistung ist es einfach schwer, ein Spiel zu gewinnen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein I - FSV Bayreuth  1:4 (1:0)

(am Sonntag, 07.08.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
ETW J.Becher (ab 46. für 1), 9 C.Sturm (ab 90.+1 für 17), 13 A.Pilz (ab 63. für 5), 14 F.Reichel, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus (ab 70. für 20)

Schiedsrichter: Christian Stapf (ASV Naisa; Assistenten Jan-Luca Kabitz und Jürgen Waßmann) leitetet konsequent mit einer erkennbaren Linie, übersah aber wohl ein vermeintliches Handspiel beim Treffer zum 1:2

Zuschauer: 165

Tore: 26. Min. Ullmann 1:0, 52. Min. Lunk 1:1, 61. Min. Heim 1:2, 65. Min. Lunk 1:3, 89. Min. Heumann 1:4

Gelb-rote Karten: Heim (FSV, 69., Halten), F.Sturm (FCW, 79., Foulspiel)

 

Gegen den makellos in die Saison gestarteten Mitaufsteiger reichte dem FCW eine gute erste Halbzeit nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Match jedoch bereits zur Halbzeit vorentschieden sein können.

Zu Beginn tasteten sich die beiden Mannschaften ab und riskierten zunächst kaum etwas. Anschließend übernahmen aber die Granitler die Initiative. Nach guter Vorarbeit von Seidel und Bächer verpasste Moreth die Hereingabe knapp. Erneut war Bächer beteiligt, als im Zusammenspiel mit Moreth eine Chance für Walter erarbeitet wurde, doch dieser vergab am zweiten Pfosten.

Besser klappte es in Minute 26, als Vogel einen Ball in den Strafraum verlängerte und Ullmann das Spielgerät an TW Anton vorbeischieben konnte. Nur knapp hatte das Leder die Linie überquert, ehe es der Keeper wieder herauskratzte, aber SR-Assistent Kabitz zeigte sofort den Treffer an. Vogel hätte anschließend erhöhen müssen, aber seine stramme Abnahme am zweiten Pfosten nach erneuter Vorlage von Bächer sauste knapp am Ziel vorbei.

In den Minuten vor der Pause kamen die Wagnerstädter wieder etwas mehr auf, ohne jedoch eine nennenswerte Torchance zu generieren. Mit dem verdienten Spielstand von 1:0 wurden die Seiten gewechselt.

In Urlaubsvertretung für Ali Sener coachte erneut Dieter Rußler die Waldsteiner und musste zum zweiten Abschnitt auf der Torhüterposition verletzungsbedingt wechseln: Jo Becher ging für Michael Seiler zwischen die Pfosten. Dieser musste nach gut sechs Minuten hinter sich greifen, als der FSV mustergültig konterte und der schnelle Lunk mit einem halbhohen Heber einnetzte.

Nun war Feuer in der Partie. Walter setzte einen Kopfball neben das Tor und im Gegenzug hätte Lunk die Partie bereits drehen können, aber auch er schoss vorbei. Die Bayreuther gingen sehr robust in die Zweikämpfe und holten sich binnen weniger Minuten einige gelbe Karten ab.

Nachdem bei einer Ecke drei Waldsteiner nicht klären konnten, verwandelte Heim aus wenigen Metern zum 1:2. Allerdings war er bei der Annahme wohl mit der Hand am Ball. Nur vier Minuten später setzte Lunk noch einen drauf, als es wieder schnell über halblinks ging.

Die Granitler konnten zunächst nicht an die gute Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen, während die Mannen von der Prellmühle nun ihr Potential ausschöpften und mit den ersten vier Torschüssen der Partie innerhalb von 13 Minuten drei Mal trafen. Als Assistent Waßmann den Hauptschiedsrichter zu sich rief und dieser Verteidiger Heim für ein Halten im 16er mit der Ampelkarte vom Feld schickte sowie auf den Punkt zeigte, bot sich die Möglichkeit, noch einmal heranzukommen. Doch Walter scheiterte mit einem schwach geschossenen Strafstoß an TW Anton. Die Chance, es wieder spannend zu machen, war vertan und der FSV konzentrierte sich von nun an auf die Defensive.

Spätestens als auch Fabian Sturm zum Duschen geschickt wurde, war die Partie entschieden. Waldstein bestimmte zwar das Spiel in der Schlussphase wieder und hatte mehr Ballbesitz, konnte aber keine Einschussmöglichkeiten mehr herausspielen. Beinahe hätte es sogar noch einmal hinter Becher eingeschlagen, aber Tekelioglus Versuch in der Nachspielzeit knallte an den Pfosten.

Zu allem Überfluss verletzte sich der eingewechselte Kraus am Knöchel und musste wieder ersetzt werden. Vermutet wird eine Bänderverletzung und eine längere Ausfallzeit, während es sich bei M.Seiler um eine Zehenverletzung handelt, die ihn nicht sehr lange außer Gefecht setzen sollte. Gute Besserung, Domi & Michl!

Bayreuth entführte dank einer aggressiven Phase zu Beginn der zweiten Hälfte die drei Punkte, der Erfolg ist insgesamt jedoch mehr als schmeichelhaft. Waldstein belohnte sich nicht und kassierte eine unglückliche wie unnötige Niederlage.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 5. Spieltag:

SV Bavaria Waischenfeld – 1.FC Waldstein I  3:0 (1:0)

(am Mittwoch, 10.08.2022, in Waischenfeld)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 11 L.Vogel, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 M.Moreth, 20 T.Ullmann;
9 C.Sturm (ab 6. für 19), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel (ab 75. für 10), 16 K.Sachs

Schiedsrichter: Vincenz Dippold (FC Wiesla Hof; Assistenten: Daniel Derr und Jonas Müller) traf einige seltsame Entscheidungen, machte aber keine spielentscheidenden Fehler

Zuschauer: 100

Tore: 38. Min. Schrüfer 1:0, 73. Min. Schrüfer 2:0, 79. Min. Keller 3:0

 

Auch vor der längsten Auswärtsfahrt, die unglücklicherweise unter der Woche anstand, rechneten sich die Waldsteiner etwas aus. Doch nach einem enttäuschenden Auftritt stand die Elf von Dieter Rußler, der ein drittes und vorerst letztes Mal den urlaubenden Ali Sener vertrat, erneut mit leeren Händen da.

Früh ergab sich die für lange Zeit beste Chance, doch Dinkel traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig und der Nachschuss wurde zur Ecke geklärt. In der folgenden Aktion verletzte sich Moreth ohne Einwirkung eines Gegenspielers am Oberschenkel und musste bereits nach fünf Minuten ausgewechselt werden. Gute Besserung, Marvin!

Doch auch der FCW hatte in der Anfangsphase eine ähnlich gute Doppelchance, aber Ullmann nahm es etwas zu genau und setzte den Ball an die Latte, C.Sturms Direktabnahme im Anschluss ging vorbei. Leider war dies nicht der erhoffte Weckruf für die Granitler, denn auch in der Folge war Bavaria die druckvollere und aktivere Mannschaft, die meist einen Schritt schneller war und mehr Zug zum Tor hatte, auch wenn sich nur wenige gute Möglichkeiten ergaben.

Waldstein hingegen war oft zu behäbig, verlor viele Bälle und Zweikämpfe und brachte einfach zu wenig auf den Platz. Zu allem Überfluss führte dann ein Missverständnis in der Defensive zum Gegentreffer, als Schrüfer in einen Rückpass von J.Seiler sprintete, aufs Tor zuging und TW Becher keine Abwehrchance ließ. Bis zur Pause ließ es die Heimelf nun gemächlich angehen und überließ den Gästen etwas mehr Raum.

Waldstein versuchte, in die Partie zu finden und zeigte sich nach Wiederanpfiff etwas verbessert und optisch leicht überlegen, ohne jedoch Gefahr zu entwickeln. Die mitgereisten Fans hofften auf eine weitere Steigerung, doch Knackpunkt im Spiel war ausgerechnet eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe für den bereits verwarnten Dinkel nach einer Stunde. Denn gerade in Unterzahl biss sich Waischenfeld wieder ins Match und übernahm die Kontrolle.

So führte ein Konter über die rechte Angriffsseite, kurz nachdem Waischenfeld wieder auf 11 Spieler auffüllen durfte, zum 2:0, als Brandhorst Gegenspieler Keller zunächst fair stoppen konnte. Im weiteren Verlauf foulte er den Waischenfelder und es hätte wohl Elfmeter gegeben, wenn nicht SR Dippold den Vorteil abgewartet hätte. Denn Schrüfer kam an den Ball und versenkte ihn aus 15 Metern platziert rechts unten.

Die Vorentscheidung war gefallen, doch eine gute Gelegenheit ergab sich noch für Waldstein. Schratts Hereingabe nach einem Freistoß von J.Seiler verpasste Ullmann am zweiten Pfosten knapp. Als kurz darauf Keller mutterseelenallein nach einem Eckball hochstieg und zum 3:0 einköpfte, war die Messe endgültig gelesen. Genügend Waldsteiner standen drum herum, hielten jedoch gehörig Sicherheitsabstand.

Sekunden später wurde F.Sturm für ein Foul für zehn Minuten des Feldes verwiesen und in Überzahl erspielte sich die Bavaria noch die ein oder andere Chance und hätte das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben können. Es blieb aber beim verdienten 3:0-Erfolg für Waischenfeld gegen den FCW, der nur eine schwache Vorstellung aufs Parkett brachte und sich im Abstiegskampfduell gegen Rehau in allen Belangen steigern muss.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein - FC Rehau   0:1 (0:1)

(am Sonntag, 14.08.2022, in Sparneck)

 

1 J.Becher, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 15 L.Brandhorst, 18 F.Sturm, 19 F.Bergmann, 20 T.Ullmann;
6 J.Schüder (ab 56. für 12), 9 C.Sturm (ab 70. für 10), 11 L.Vogel (ab 79. für 5), 12 J.Schrepfer (ab 18. für 20), 13 A.Pilz, 14 F.Reichel, 16 K.Sachs

Schiedsrichter: Lukas Höhn (TSV Mistelbach, Assistenten: Thomas Heinlein und Lucas Hauschild) hatte keine klare Linie und machte sich vor allem im Waldsteiner Fanlager keine Freunde, kann aber keineswegs für die Niederlage verantwortlich gemacht werden

Zuschauer: 160

Tor: 40. Min. Winter 0:1

Gelb-rote Karte: Schuller (FCR, 90.+1, wdh. Foulspiel)

 

In der hektischen Partie wollte zunächst keine der beiden Mannschaften zu viel riskieren. Nach dem ersten Abschluss der Gäste durch Schönwälder, der vorbeiging, tauchte Walter im Rehauer Strafraum auf und hätte die Flanke von P.Seiler per Kopf zum 1:0 veredeln können, aber der Ball rutschte ihm über den Scheitel.

Die Heimelf konnte etwas mehr Ballbesitz verzeichnen, aber das Tabellenschlusslicht hielt aggressiv dagegen. Mehrfach krachte es in den Zweikämpfen und Ullmann, der sich bei einem dieser Fouls an der Schulter verletzte hatte, musste früh ersetzt werden. Aydinli, der ansonsten bei Brandhorst gut aufgehoben war, hatte nach einer Freistoßflanke von Ries ebenfalls eine Kopfballgelegenheit, aber er setzte das Leder neben das Tor.

Auch die Granitler kamen bei zwei Standards in die Gefahrenzone, aber Seidels direkter Freistoß ging über den Querbalken und nach J.Seilers Flanke verpassten Bächer und Brandhorst. Als Schrepfer im Strafraum zu Fall kam, forderten die Waldsteiner Elfmeter, aber das SR-Trio ließ weiterlaufen.

Es zeichnete sich ein leistungsgerechtes Unentschieden zur Pause ab, doch als TW Becher einen Ball unterschätzte und den Aufsetzer nicht kontrollieren konnte, überlupfte Winter den Granit-Schlussmann per Kopf. Wieder einmal wurde ein Fehler des FCW gnadenlos bestraft und die Sener-Schützlinge mussten erneut einem Rückstand hinterher laufen.

Das ohnehin überschaubare Niveau sank nach Wiederanpfiff noch weiter ab und den Zuschauern wurde Abstiegskampf pur geboten. Die Nickeligkeiten in der intensiven Partie nahmen zu. Rehau rührte Beton an, schlug alle Bälle hinten raus und setzte auf vereinzelte Konter, während die Granitler die aktivere Elf waren und weiterhin mehr Ballbesitz hatten. Obwohl die Waldsteiner mit zunehmender Spieldauer alles nach vorne warfen, konnten sie keinerlei Gefahr mehr für das von Karnitzschky gehütete Gästetor entwickeln. Die Gastgeber fanden keine Mittel, das Abwehrbollwerk der Rehauer zu durchdringen und blieben in der Offensiv schlichtweg harmlos.

Der FCR hingegen kam zu einigen Kontermöglichkeiten, doch Schönwälder verfehlte das Ziel und Amri scheiterte an TW Becher. Die beste Chance hatte Winter, der beinahe einen schnellen Gegenstoß zum 0:2 genutzt hätte, aber der Ball sprang vom Pfosten zurück ins Feld. In der Nachspielzeit wurde Schuller für wiederholtes Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Im Großen und Ganzen hatte das Duell keinen Sieger verdient, aber die effektiven Gäste entführten die drei Punkte aus Sparneck und feierten den erhofften Befreiungsschlag. Die Waldsteiner verpassten die Chance, ihrerseits für ein Erfolgserlebnis zu sorgen und treten weiterhin auf der Stelle.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 4. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) SV Sauerhof / 1.FC Stammbach II  5:0 (3:0)

(am Sonntag, 14.08.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 6 P.Körbe, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 K.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn, 17 F.Reichel;
3 A.Rickenthäler, 4 J. El Fallaki (ab 58. für 9), 5 A.Meister (ab 68. für 17), 10 A.Müller (ab 58. für 11), 15 L.Bergmann (ab 46. für 14), 16 J.Schlegel (ab 58. für 6)

Schiedsrichter: Sascha Krügel (TV Selb-Plößberg)

Zuschauer: 80

Tore: 19. Min. Seuß 1:0, 25. Min. K.Sachs 2:0, 35. Min. Seuß 3:0, 52. Min. Seuß (FE) 4:0, 81. Min. Seidel 5:0

 

Gegen die Zweite der SG aus Sauerhof und Stammbach zeigte die Waldsteiner Zweite die mit Abstand beste Saisonleistung und feierte dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen überzeugenden 5:0-Erfolg. Allerdings offenbarte die Gästemannschaft auch, warum sie sich ohne Punkt und eigenes Tor eher am Tabellenende der AK Frankenwald Süd einreiht.

Von Beginn an waren die Gastgeber tonangebend und drängten die Haberzettl-Elf in dessen Abwesenheit (Urlaub) in deren Hälfte. Nach und nach wurden die Einschussmöglichkeiten besser und Seuß hätte nach starkem Pass in die Gasse von Reichel auf 1:0 stellen können, doch der Ball versprang im entscheidenden Moment. Besser gelang es in Minute 19, als Seuß und K.Sachs über halbrechts schön kombinierten und Seuß mit einem strammen Schuss traf. TW Greim war zwar am Ball, aber dieser sprang unter seinem Körper hindurch in die Maschen.

Nach einer Flanke von P.Bergmann spielten wieder Seuß und K.Sachs gut zusammen und diesmal tauschten sie die Rollen: Seuß legte für Sachs auf, der aus spitzem Winkel durch die Beine von Greim ins Netz traf.

Einen klaren Handelfmeter für Granit II gab es nicht, aber die Treffer fielen auch so: erneut bereitete K.Sachs vor und Seuß erhöhte mit einem platzierten Flachschuss auf 3:0. Die Granitler Offensivabteilung beschäftigte die SG-Defensive über weite Strecken gut und hätte durchaus noch den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können.

Kurz nach der Pause hätte wiederum K.Sachs ein Tor erzielen können, verpasste jedoch eine Hereingabe von Körbe knapp. Nach toller Kombination von Kevin und Martin Sachs sowie Leupold wurde Letzterer im Strafraum gefoult und diesmal gab es den Strafstoß. Seuß trat an und ließ TW Greim mit seinem Flachschuss keine Abwehrchance.

Durch die Spielerwechsel – Trainer H.Bergmann schöpfte alles aus – ging bei den Hausherren ein wenig die Dominanz verloren, dennoch blieben sie weiterhin spielbestimmend und kamen immer wieder zu Einschussmöglichkeiten. Währenddessen verlebte TW Tögel einen ruhigen Nachmittag. Die einzige nennenswerte Torchance der SG hatte Weniger, der in der 71. Spielminute das Spielgerät aus 16 Metern an den rechten Pfosten setzte.

Der Schlusspunkt war gleichzeitig der schönste Treffer der Partie: Pascal Seidel hämmerte einen Ball aus über 30 Metern sensationell in den Winkel. TW Greim konnte nur hinterher schauen.

Waldsteins Zweitvertretung siegte dank einer starken Verbesserung zur Vorwoche nie gefährdet und hoch verdient mit 5:0 gegen die SG Sauerhof/Stammbach II, die verzweifelt versuchte, dagegen zu halten, aber keine Mittel fand, um die Graniter zu stoppen, jedoch stets fair blieb.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 5. Spieltag:

(SG) FC Saaletal Berg / 1.FC Höllental II – 1.FC Waldstein II  2:2 (0:1)

(am Sonntag, 21.08.2022, bei Berg, zwischen Schnarchenreuth und Tiefengrün)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 M.Kefes, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 10 A.Müller, 11 J.Schlegel, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann, 14 T.Zahn;
3 A.Rickenthäler (ab 57. für 10), 5 S.Popp (ab 49. für 14)

Schiedsrichter: Christian Szczepanski (FT Hof) leitete ordentlich

Zuschauer: 40

Tore: 33. Min. Feist 0:1, 49. Min. Jordan 1:1, 50. Min. Yurt 2:1, 84. Min. Seidel

 

Waldsteins Zweite versäumte es bei der Zweiten Mannschaft der vor der Saison neu gegründeten Spielgemeinschaft, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden und war am Ende glücklich, noch einen Punkt gerettet zu haben. Nach der ersten Chance für Schlegel rückte der Fußball aber zunächst in den Hintergrund, da sich M.Schmidt ohne Einwirkung eines Gegenspielers schwer am Knöchel verletzte. Der SG-Akteur wurde vom Krankenwagen abgeholt und die Partie war für 37 Minuten unterbrochen. Die Diagnose ergab glücklicherweise nicht die zunächst befürchtete Fraktur, sondern „nur“ ein ausgekugeltes Sprunggelenk ohne Bänderverletzung. Gute Besserung an dieser Stelle!

Beide Mannschaften brauchten nach der Spielfortsetzung etwas, um wieder in die Partie zu finden. Das Match plätscherte vor sich hin, aber die Gäste vom Waldstein erarbeiteten sich eine optische Überlegenheit und kamen nach gut 25 Minuten durch Sachs zu einer guten Chance, doch nach der Flanke von Seidel kullerte Sachs‘ Versuch knapp am Pfosten vorbei. Erneut war es Sachs, der nach einem Leupold-Freistoß an den Ball kam, aber auch sein Versuch mit dem Kopf verfehlte das Ziel.

In Minute 33 fiel der verdiente Führungstreffer für die Waldsteiner: Feist leitete den Spielzug ein, Leupold flankte vors Tor, wo Feist sich die notwendige Zeit nahm und dann links unten einnetzte. Wenig später hätte derselbe Spieler erhöhen können, doch nach guter Kombination war der Abschluss zu überhastet.

Die Gäste waren nun spielbestimmend und kamen durch Leupold, Schlegel und Sachs zu weiteren Torschüssen, doch es blieb bis zur Pause beim 0:1. Dies sollte sich rächen, denn die Gastgeber kamen viel wacher aus der Kabine, während die Waldsteiner die ersten Minuten der zweiten Halbzeit völlig verpennten.

Nach zwei schlecht ausgespielten Angriffen der SG kratzte Yurt den Ball von der Torauslinie und setzte Jordan ein, der direkt abzog und aus 15 Metern einnetzte. Keine 60 Sekunden später war das Match gedreht, denn diesmal schoss Yurt von halbrechts flach ein. Langsam wachten die Waldsteiner nun wieder auf, während sich die SGler auf der Führung ausruhten. Doch vor dem Tor agierten die Gäste zu unkonzentriert und trafen immer wieder die falsche Entscheidung, weshalb es für das Tor von TW Beyer zunächst kaum gefährlich wurde.

Erst in der Schlussphase konnte Sachs mit einem Kopfballaufsetzer ein wenig für Gefahr sorgen und dann erlöste Seidel seine Kameraden mit dem Ausgleichstreffer. Rickenthäler setzte Sachs in Szene, diese spielte von rechts in die Mitte, wo Seidel den Ball annehmen und anschließend flach einschießen konnte.

El Hailoufi hätte beinahe für den Lucky Punch für die Heimelf gesorgt, doch sein Heber ging vorbei und so trennten sich die beiden Teams 2:2 unentschieden. Zwar war Waldstein über die 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, war aber vor dem Tor zu uneffektiv und ließ sich durch energische fünf Minuten der SG beinahe aus dem Konzept bringen.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 7. Spieltag:

1.FC Trogen – 1.FC Waldstein I  3:0 (2:0)

(am Sonntag, 21.08.2022, in Trogen)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 5 S.Seidel, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 18 F.Sturm;
ETW J.Becher, 7 S.Schaller (ab 78. für 15), 9 C.Sturm (ab 31. für 12), 11 L.Vogel, 13 F.Bergmann (ab 55. für 16), 14 F.Reichel (ab 79. für 10)

Schiedsrichter: Oliver Barnert (SC Kreuz Bayreuth), Assistenten: Felix Egelkraut und Frederik Weingärtner

Zuschauer: 130

Tore: 5. Min. Hellinger 1:0, 38. Min. Hellinger 2:0, 77. Min. Wülfert 3:0

 

Die Partie hätte für die Granitler kaum schlechter beginnen können, denn nach einer kurzen Verletzungspause, nachdem Bächer und Brehm mit den Köpfen zusammengerauscht waren – beide konnten glücklicherweise weiterspielen – stellte Hellinger umgehend auf 1:0. Waldsteiner konnte den Ball nicht klären, eine Flanke segelte in den Strafraum und Hellinger vollendete im Zentrum gekonnt.

Wiederum rannten die Sener-Schützlinge einem Rückstand hinterher. Dies machten sie zunächst gut und boten der Gahn-Elf Paroli. Doch erneut zeigte sich die Harmlosigkeit in der Offensive, denn Torchancen blieben Mangelware. Auch Trogen blieb nach dem Führungstreffer vorübergehend ungefährlich, kam aber mit zunehmender Spieldauer etwas besser in die Partie. Aus einer sicheren Defensive heraus verlegten sich die Hausherren aufs Kontern und hätten nach einer halben Stunde das 2:0 markieren können, doch TW Seiler hielt seine Elf mit einer sensationellen Parade gegen Wülfert im Spiel.

Waldstein blieb bissig und versuchte, auf den Ausgleich zu drängen. Doch der dritte Torschuss der Gastgeber brachte den zweiten Treffer, als Hellinger aus 25 Metern abzog und mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss in den Winkel das Ergebnis verdoppelte. Somit war bereits vor der Halbzeitpause eine Art Vorentscheidung gefallen.

Nach dem Seitenwechsel war Trogen optisch überlegen, während die Partie vor sich hin plätscherte. Die Granitler steckten zwar nie auf, aber weiterhin fehlte es an Tormöglichkeiten. Wülfert sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung zugunsten der Kicker vom Bühl, als er das Laufduell gegen P.Seiler gewann und anschließend M.Seiler umkurven konnte.

Die beste Gelegenheit auf den Ehrentreffer hatte J.Seiler nach einem indirekten Freistoß aus der Distanz, aber TW Rupprecht fischte die Kugel aus dem Winkel. So feierte der 1.FC Trogen nach zuletzt zwei Heimpleiten in Folge einen 3:0-Erfolg gegen den FCW, der am Ende in Ordnung geht.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 6. Spieltag:

1.FC Waldstein II – ATSV Münchberg-Schlegel II  5:2 (5:1)

(am Samstag, 27.08.2022, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 3 A.Rickenthäler, 4 M.Kefes, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Körbe, 8 M.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 58. für 7), 14 T.Zahn (ab 71. für 3)

Schiedsrichter: Florian Spitzu (FC Frankenwald)

Zuschauer: 50

Tore: 6. Min. Leupold 1:0, 23. Min. Seuß (HE) 2:0, 34. Min. Schmitz (FE) 2:1, 35. Min. Seuß 3:1, 39. Min. Seuß 4:1, 45.+2 Min. Feist 5:1, 68. Min. Schmitz (FE) 5:2

 

Im Derby gegen die Zweite Mannschaft des ATSV Münchberg-Schlegel siegte die Waldsteiner Zweite verdient mit 5:2. Den Grundstein für den Erfolg legten die Bergmann-Schützlinge in einer guten ersten Halbzeit und hätten das Ergebnis durchaus höher gestalten können. Nach dem Wechsel sank das Niveau der Partie ab, aber die Vorentscheidung war bereits gefallen.

In der Anfangsphase waren die Spielanteile noch ausgeglichen, aber die Gastgeber bewiesen mehr Zug zum Tor. Nachdem Leupold zu hoch gezielt hatte, zwang Popp TW Zapf zur ersten Parade. Machtlos war der Gästeschlussmann in Spielminute 6, als Seuß mit einem weiten Heber die ATSV-Abwehr überspielte und Leupold in Szene setzte. Dieser startete mit dem Ball durch, blieb vor dem Tor cool und schob flach in die Maschen ein.

Für die Münchberger hatte Glass nach zwölf Minuten die beste und vorerst einzige Gelegenheit, aber sein Schuss verfehlte den Winkel um gut einen Meter. Währenddessen kamen die Waldsteiner häufiger zum Abschluss, hatten das Visier aber meist falsch eingestellt. Mehr und mehr kontroliierten die Granitler die Partie und die beste Möglichkeit aufs 2:0 hatte Körbe, der nach tollem Steckpass von Sachs sehenswert durch den Gästestrafraum tänzelte, aber ein wenig zu hoch zielte.

Also bedurfte es eines Strafstoßes, um auf 2:0 zu stellen. Nach einer Leupold-Ecke spielte P.Jodl den Ball unnötig, aber klar mit dem Arm und so zeigte SR Spitzu auf den Punkt. Seuß versenkte die Kugel humorlos links oben im Winkel.

Eine fragwürdige Elfmeterentscheidung brachte den Gästen den Anschlusstreffer: Glass wurde lang geschickt und kam vor dem etwas spät aus seinem Tor eilenden Tögel an den Ball. Der Heber verfehlte das Ziel, Glass prallte mit dem Granit-Keeper zusammen und Spitzu zeigte erneut auf den Punkt. Schmitz nahm das Geschenk dankend an und verwandelte sicher. Doch die Waldsteiner stellten durch Goalgetter Seuß nur 60 Sekunden den alten Abstand wieder her. Ein Schuss von Sachs im Strafraum wurde abgeblockt und das Leder landete bei Seuß, der aus 15 Metern abzog und per sattem Flachschuss zum 3:1 traf.

Seuß war es auch, der wenig später nach guter Vorarbeit von Popp über die linke Seite aus kurzer Distanz erneut traf und auf 4:1 stellte. Wenig später hatte der Ball nach einer Leupold-Ecke und einem Kopfball von Glass aufs eigene Tor, bevor geklärt werden konnte, die Linie wohl wieder überschritten, aber der Unparteiische verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Szewzyk hatte dann das 4:2 auf dem Fuß, scheiterte aber am überragend reagierenden TW Tögel.

Körbe trieb den Ball nach Doppelpass mit Seuß in der Nachspielzeit durchs Zentrum bis in die Gefahrenzone und spielte im perfekten Moment quer: Feist hatte keine Mühe einzunetzen und markierte das 5:1. Der FCW führte nach dem ersten Abschnitt auch in der Höhe verdient. Doch nach dem Seitenwechsel schlich sich noch mehr der Schlendrian ein und die Partie wurde zunehmend unansehnlicher.

Hätte Seuß gut zwei Minuten nach Wiederanpfiff das Tor getroffen, wäre das Match sicher anders verlaufen, aber nach Einwurf von Feist und guter Vorarbeit von Leupold machte der Waldsteiner Sturmführer nur fast alles richtig und setzte den Schuss knapp über die Latte. Auf der Gegenseite streifte ein Freistoß von Langer den Außenpfosten. Ansonsten blieben die Gäste auch im zweiten Abschnitt offensiv blass.

Die Partie plätscherte nun vor sich hin. Dennoch boten sich für Waldstein, vor allem für Seuß, Gelegenheiten auf weitere Tore. Doch er schoss in aussichtsreicher Position zunächst drüber und wenig später knapp links vorbei.

Als Kefes Gegenspieler P.Jodl dann im 16er zu Fall brachte, entschied der Referee zum insgesamt dritten Mal auf Strafstoß, zum zweiten Mal berechtigt. Erneut zeigte sich Schmitz als sicherer Schütze und stellte bereits gut zwanzig Minuten vor dem Ende den finalen Spielstand her. Waldstein war dem sechsten Treffer näher als Münchberg dem dritten, aber die Menge der Chancen wie auch deren Verwertung konnte in Hälfte zwei nicht mit der ersten Halbzeit mithalten.

Zudem wurde der Spielfluss durch viele Zweikämpfe und kleine Fouls, die man nicht unbedingt alle hätte abpfeifen müssen, oftmals unterbrochen. Pünktlich bereitete SR Spitzu dem Treiben ein Ende. So feierten die Granitler einen verdienten Derbysieg und überholten durch das 5:2 den Kontrahenten in der Tabelle.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 8. Spieltag:

1.FC Waldstein - SpVgg Selbitz   2:0 (0:0)

(am Sonntag, 28.08.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 16 K.Sachs, 17 D.Kraus;
ETW J.Becher, 8 J.Seiler (ab 90. für 17), 9 C.Sturm (ab 74. für 12), 14 F.Reichel (ab 85. für 16), 19 M.Moreth (ab 88. für 7)

Schiedsrichter: André Denzlein (Hochstadt am Main; Assistenten: Jonas Kremling und Nick Wirth) ließ relativ viel laufen, leitete souverän und mit Übersicht

Zuschauer: 170

Tore: 1:0 Walter (63.), 2:0 Bächer (72.)

Gelb-rote Karte: Paprocki (63., SpVgg, Foulspiel)

Zehn-Minuten-Strafe: Findeiß (90.+2, SpVgg, Foulspiel)

 

Im Frühschoppenspiel anlässlich des Weißdorfer Dorffestes rangen die Waldsteiner die Gäste aus Selbitz nieder und gewannen aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient. Dabei standen die Vorzeichen aufgrund zahlreicher Ausfälle für Granit alles andere als gut. Kurzfristig mussten die angeschlagenen F.Sturm und J.Seiler passen, für sie rückten S.Schaller und K.Sachs in die Startelf.

Im ersten Abschnitt spielte sich sehr viel im Mittelfeld ab und trotz des flotten Beginns suchte man Höhepunkte bis zur Pause beinahe vergeblich. Selbitz erarbeitete sich eine optische Überlegenheit, aber fand kaum Mittel gegen die Granit-Abwehr. Die wenigen Schüsse, die aufs Tor kamen wurden sichere Beute von Torhüter Seiler. Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Bächer in letzter Sekunde geblockt und Schallers Versuch landete in den Armen des Gästeschlussmannes Heger.

Mitte der ersten Halbzeit bissen sich die Waldsteiner ein wenig mehr in die Partie, doch weiterhin blieben Hochkaräter Mangelware. Schrepfers Schuss bereitete Heger kaum Mühe. Der Selbitzer Werner schlug in aussichtsreicher Position über den Ball. Kurz vor der Halbzeit rettete zunächst Brandhorst vor Werner und kurz darauf störte Pilz Strootmann entscheidend, so dass dieser zu hoch zielte. Somit ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel rissen die Gastgeber das Spiel an sich und Kraus hatte früh eine Doppelchance. Schaller hatte Buschner den Ball stibitzt, die Flanke Bächers erreichte Schrepfer, dessen abgeblockter Schuss in hohem Bogen bei Kraus landete. Seinen Kopfball wehrte der Keeper ab und auch beim Nachschuss konnte Kraus Heger nicht überwinden.

Die Waldsteiner waren nun die bessere Mannschaft, auch wenn in der Defensive immer wieder ein wenig die Ordnung fehlte und das Stellungsspiel verbesserungswürdig war. Dennoch sollten die Gäste im zweiten Abschnitt keinen nennenswerten Torschuss mehr verzeichnen.

In die Karten spielte den Granitlern ein hartes Einsteigen von Paprocki gegen Schrepfer, der nach einem Foul in der ersten Halbzeit bereits verwarnt war. Der regionalligaerfahrene Schiedsrichter zögerte keine Sekunden und schickte Paprocki mit Gelb-Rot zum Duschen. Den fälligen Freistoß vom rechten Strafstoßeck zirkelte Walter in den linken Torwinkel zur 1:0-Führung.

Ein Schlenzer von Kraus nach Doppelpass mit Schrepfer ging neben das Tor und Pilz hätte sein Solo mit einem Tor krönen können, verfehlte das Ziel aber ebenfalls. Nachdem Schaller im Mittelfeld den Ball erobert hatte, erneut gegen Buschner, spielte Kraus den perfekten Diagonalpass in die Gasse, Bächer enteilte seinem Gegenspieler und schob flach zum 2:0 ein.

Zwar versuchte die SpVgg nun anzurennen, während sich die Heimelf ein wenig zurückzog, jedoch hatte nur noch der FCW einige weitere Gelegenheiten und war dem dritten Treffer näher als Selbitz dem ersten. Die Elf von Coach Narr-Drechsel blieb in der Offensive recht blass, während die Sener-Schützlinge endlich einmal Torgefahr entwickeln und am Ende einen Dreier feiern konnten, der ihnen nach der gezeigten Leistung zusteht.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 9. Spieltag:

1.FC Waldstein I – SV Mistelgau  1:1 (0:0)

(am Freitag, 02.09.2022, in Sparneck)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 4 P.Schratt, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus;
ETW J.Becher, 5 S.Seidel (ab 72. für 17), 6 F.Bergmann (ab 25. für 4), 9 C.Sturm (ab 86. für 8), 14 F.Reichel, 16 K.Sachs (ab 89. für 3), 19 M.Moreth (ab 55. für 7)

Schiedsrichter: Robin Bulisch (Bad Staffelstein; Assistenten Niklas Wich und Stefan Klerner) leitete die faire Partie hervorragend und mit stets klaren Ansagen

Zuschauer: 150

Tore: 64. Min. Bächer 1:0, 79. Min. Schuster 1:1

 

Im Sechs-Punkte-Spiel trennten sich die beiden Mannschaften im Endeffekt leistungsgerecht 1:1 unentschieden – ein Ergebnis, das beiden Teams nicht unbedingt weiterhilft.

In der hektischen Anfangsphase tasteten sich die Akteure noch ab, doch nach und nach erlangte die Heimelf ein optisches Übergewicht. Zum ersten Mal strecken musste sich Gästetorhüter Kellner bei einem Freistoß von J.Seiler von der linken Seite, der auf den zweiten Pfosten gezogen wurde. Der Ball wäre wohl im Winkel gelandet, doch Kellner lenkte das Spielgerät im letzten Moment über die Querlatte. Wenig später wurde Bächer gut freigespielt, der Ball war zwar schwer zu nehmen, dennoch war der Abschluss zu überhastet und ging in die Wolken.

Nach 25 Minuten zog sich Innenverteidiger Schratt eine Oberschenkelverletzung zu – wohl ein Muskelfaserriss – und musste ersetzt werden. Gute Besserung, Schreddo! Dennoch stand die Waldsteiner Defensive kompakt und sicher und ließ kaum etwas zu. Beim einzig nennenswerten guten Angriff der Gäste in der ersten Halbzeit wurde rechtzeitig geklärt; ein Fernschuss von K.Boog war deutlich zu hoch angesetzt.

Auf der Gegenseite bot sich Brandhorst eine Kopfballgelegenheit, doch wiederum wurde das Ziel nicht unbedingt knapp verfehlt. Die Partie verlor anschließend etwas an Tempo und Qualität. Erst in der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig im Gästestrafraum, doch P.Seiler und Brandhorst segelten an Walters Ecke mehr oder weniger vorbei. So ging es torlos in die Pause.

Die Gäste kamen schwungvoller aus der Kabine und in den Minuten nach Wiederanpfiff spielte sich mehr in der Waldsteiner Spielhälfte ab, doch Torchancen boten sich keine. Spätestens am 16er waren die Mistelgauer mit ihren Latein am Ende.

So kam der Führungstreffer für die Granitler ein wenig aus dem Nichts. Ein sensationeller Steckpass von Kraus setzte Bächer in Szene, der seinem Gegenspieler wieder einmal davonlief und überlegt von halbrechts ins lange Eck abschloss.

Doch auch im Anschluss waren die Mistelgauer etwas besser im Spiel. Bernreuther kam nach einem Freistoß zu einer Kopfballchance, doch sein Aufsetzer bereitete TW M.Seiler keinerlei Probleme. Die Gäste investierten weiter mehr fürs Spiel, ohne jedoch wirklich Gefahr zu entwickeln.

Dies änderte sich in Minute 79, als Heißenstein den perfekten Pass auf Schuster spielte. Dieser hatte zu viel Raum und schloss von halbrechts stramm ab. Der Ball prallte vom linken Innenpfosten ins Netz zum Ausgleich.

Walter prüfte TW Kellner dann mit einem Freistoß aus mehr als 40 Metern, aber der Gästeschlussmann konnte zur Ecke klären. In den Schlussminuten spielten beide Teams mit offenem Visier und wollten sich die drei Punkte sichern, doch wirkliche Torgelegenheiten gab es nicht mehr zu bewundern. So endete die Partie mit einem Remis, was über 90 Minuten gesehen in Ordnung ist. Auch wenn es nicht viele ganz große Möglichkeiten gab, werden sich beide Teams ärgern, sich nicht den Dreier geangelt zu haben.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 7. Spieltag:

1.FC Waldstein II – (SG) FC Konradsreuth / VfB Wölbattendorf II  15:1 (4:0)

(am Sonntag, 04.09.2022, in Sparneck)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 F.Reichel, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
9 L.Bergmann (ab 41. für 13), 10 A.Müller (ab 41. für 12), 15 M.Bauer (ab 51. für 7)

Schiedsrichter: Ulrich Thümling (SV Froschbachtal) hatte ein leichtes Amt, welches er tadellos ausfüllte

Zuschauer: 35

Tore: 21. Min. Seuß 1:0, 28. Min. Leupold 2:0, 30. Min. Sachs 3:0, 34. Min. Reichel 4:0, 44. Min. Seuß 5:0, 52. Min. Müller 6:0, 58. Min. Seuß 7:0, 63. Min. Feist 8:0, 64. Min. Seuß 9:0, 66. Min. Bauer 10:0, 74. Min. Seuß 11:0, 75. Min. Leupold 12:0, 76. Min. Hühn 12:1, 77. Min. Seuß 13:1, 79. Min. Leupold 14:1, 80.+1 Min. Bauer 15:1

 

In einer einseitigen Partie feierten die Granitler nach etwas holprigem Beginn einen nie gefährdeten Kantersieg. Die Gäste der SG hatten ihre Zweite Mannschaft erst kürzlich zur 9er-Mannschaft umgemeldet und so wurde 2x 40 Minuten lang 9 gegen 9 gespielt.

Mit dieser ungewohnten Situation mussten die Gastgeber erst einmal zurechtkommen und fanden etwas beschwerlich in die Partie. Dennoch zeichnete sich von Beginn an ab, dass Waldstein die Partie bestimmen würde und warum die Konradsreuther und Wölbattendorfer im Tabellenkeller feststecken.

Es dauert gut zehn Minuten, bis die Granitler durch Seuß den ersten Abschluss verzeichnen konnten, doch dessen Schuss aus 15 Metern war zu unplatziert und wurde von TW Weiß, einem Abwehrspieler im Tormannkostüm, ebenso abgewehrt wie wenig später ein Versuch von Seidel aus 25 Metern.

Den Torreigen eröffnete Seuß nach gut 20 Minuten, als er eine Leupold-Flanke im Zentrum direkt nahm und unter der Latte versenkte. Der Bann schien gebrochen, doch Feist ließ zwei sehr gute Möglichkeiten ungenutzt und Sachs traf nur den Außenpfosten. Auch Reichel vergab eine Hundertprozentige, ehe Leupold einen abgewehrten Schuss aufnahm und den Ball von der Strafraumkante rechts unten versenkte. Nur zwei Minuten später landete wieder ein Abpraller diesmal bei Sachs und auch er netzte ein - aus etwa zehn Metern schlug es links unten ein.

Der aufgerückte Abwehrchef Reichel köopfte anschließend einen Eckball von P.Bergmann unhaltbar in den Winkel. Die Waldsteiner ließen noch ein paar Gelegenheiten liegen und spielten ihre Überlegenheit manchmal einfach zu schlecht aus und so hätte der Spielstand zur Halbzeit durchaus höher als 4:0 lauten können.

Es schien auch im zweiten Abschnitt so weiterzugehen, denn keine 20 Sekunden nach Wiederanpfiff vergab Seuß die nächste gute Möglichkeit. Doch drei Minuten später machte er es besser, als ein bereits abgewehrter Ball von Müller wieder vors Tor gebracht wurde und der Goalgetter wieder einmal richtig stand.

Die SG kam dann durch Leipolds direkten Freistoß zum ersten nennenswerten Torschuss, doch TW Tögel parierte mühelos. Auf der Gegenseite schossen Sachs und Seuß den Gästeschlussmann an und versäumten es, das halbe Dutzend voll zu machen. Dies übernahm dann Müller nach gutem Steckpass von Feist. Sachs legte wenig später einen Ball gut in die Gasse und Seuß erhöhte per Flachschuss auf 7:0.

Die Tore fielen in der Folge wie reife Früchte. Die Granitler spielten sich in einen Rausch und ließen dabei noch einige Chancen aus, während die Gäste nun heillos überfordert waren, aber stets fair blieben und das Debakel über sich ergehen ließen. Feist nahm TW Weiß den Ball ab und schoss zwischen zwei Verteidigern hindurch in die Maschen. Seuß wurde kurz darauf wieder gut in die Tiefe geschickt und legte den Ball überlegt am Torhüter vorbei. Bauer, der nach langer Krankheitspause sein Comeback gab, ließ dann einen Verteidiger gekonnt aussteigen und verwandelte von links aus spitzem Winkel – das Ergebnis war nun bereits zweistellig, aber der Torhunger der Waldsteiner war noch nicht gestillt.

Einen Treffer von Seidel nach gutem Querpass von Seuß gab der Unparteiische aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht, doch wenig später tauschten beide die Rollen und Seuß traf nach Vorarbeit von Seidel. Leupold traf keine 60 Sekunden später zum 12:0. Doch nach einem Fehler in der Granit-Defensive nur eine Zeigerumdrehung später war der Weg für Hühn frei, um den Ehrentreffer zu markieren. Doch wiederum dauerte es nur rund eine Minute, bis Seuß den alten Abstand wieder herstellte.

Leupold hämmerte den Ball dann nach starkem Müller-Pass von halbrechts an den linken Innenpfosten, von wo aus das Spielgerät in die Maschen sprang und den Schlusspunkt setzte Bauer mit einem herrlichen Distanzkracher. Am Ende hieß es sage und schreibe 15:1 – und bei besserer Chancenverwertung wäre sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Dass der Dreier verdient war, steht außer Frage.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 10. Spieltag:

SV Poppenreuth – 1.FC Waldstein I  4:1 (2:1)

(am Sonntag, 11.09.2022, in Waldershof-Poppenreuth)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 6 F.Bergmann, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 13 A.Pilz, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
ETW J.Becher, 7 S.Schaller (ab 74. für 13), 9 C.Sturm (ab 80. für 10), 14 F.Reichel (ab 80. für 15), 16 K.Sachs (ab 86. für 12), 20 T.Ullmann (ab 76. für 8)

Schiedsrichter: Halil Ibrahim Nacak (ATS Kulmbach; Assistenten: Mirko Mergener und Andreas Reitz) traf viele seltsame Entscheidungen und brachte vor allem die Gäste gegen sich auf

Zuschauer: 60 (davon gut zwei Drittel vom Gastverein)

Tore: 2. Min. Dockal 1:0, 36. Min. Schrepfer 1:1, 39. Min. Levyha 2:1, 70. Min. Mlika 3:1, 82. Min. Mlika 4:1

Zehn-Minuten-Strafen: Semenov (SVP, 23., Foul), Bächer (FCW, 39., Unsportlichkeit)

 

Beim SV Poppenreuth, dessen Mannschaft größtenteils aus Spielern aus dem tschechischen Nachbarland besteht, zeigten die Waldsteiner eine ansprechende Leistung, entwickelten aber in der Offensive nicht genügend Gefahr und mussten am Ende eine unglückliche wie unnötige Niederlage verdauen.

Bereits mit der ersten Aktion konnten die Gastgeber in Führung gehen: bei einem Eckball stimmte die Zuordnung bei den Granitlern nicht und Dockal brachte den Ball nach 92 gespielten Sekunden unbedrängt im Tor unter. TW M.Seiler war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Trotz des frühen Rückstandes ließen die Waldsteiner die Köpfe nicht hängen und bissen sich in die Partie. Die Spielanteile wogten zunächst hin und her, ehe die Gäste vom Waldstein nach und nach mehr das Kommando übernahmen. Als Kraus nach einer Viertelstunde zu Boden gerissen wurde, hätte es Elfmeter geben können, wenn nicht müssen, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Als Semenov wenig später überhart gegen Walter einstieg, hätte man auch über einen Platzverweis nachdenken können, aber der Referee entschied sich für die Zeitstrafe. In temporärer Überzahl bestimmten die Sener-Schützlinge das Match, wurden aber zu selten gefährlich. J.Seiler scheiterte aus spitzem Winkel an TW Fiala und wurde kurz darauf nach gutem Pass zurückgepfiffen – eine strittige Abseitsentscheidung.

Poppenreuths Dvali versuchte es dann mit einem Aufsetzer aus der zweiten Reihe, doch Keeper Seiler war zur Stelle. In der 36. Spielminute gelang dem FCW endlich der verdiente Ausgleich, als ein bereits geklärter Ball wieder in den Reihen der Granitler landete. J.Seiler spielte scharf in die Spitze und Schrepfer nutzte den sich bietenden Raum, um die Kugel unter Kontrolle zu bringen. Etwas Glück hatte er beim nicht unbedingt platzierten Abschluss, aber TW Fiala konnte das 1:1 nicht unterbinden.

Allerdings dauerte es wieder nur drei Minuten, bis die Heimelf erneut in Führung ging. Wieder herrschte Unordnung bei einem Eckball, ein Kopfball klatschte an die Latte, die Waldsteiner konnten nicht klären und Levyha vollstreckte aus kurzer Distanz. Während die Granitler zuvor mehrfach den Ball ins Aus gespielt hatten, wenn ein Spieler angeschlagen auf dem Rasen lag, spielten die Gastgeber vor der Ecke aber ungeniert weiter, während sich J.Seiler vor Schmerzen auf dem Rasen krümmte. Noch dazu ging dem Tor vermeintlich ein Handspiel voraus. Bächer erlaubte sich eine Bemerkung in Richtung des Schiri-Trios und wurde für zehn Minuten des Feldes verwiesen.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff nahm TW Fiala einen Rückpass auf und es gab zurecht indirekten Freistoß. Doch Kraus hämmerte den Ball in die Mauer. Poppenreuth ruhte sich, wie bereits im ersten Durchgang über weite Strecken, auf dem knappen Vorsprung aus und überließ den Waldsteinern das Feld. Dennoch kam Semenov zu einem guten Abschluss, aber wiederum parierte TW Seiler gut. Im Gegenzug behauptete Kraus das Spielgerät und passte nach innen, aber Schrepfer verpasste die Hereingabe knapp.

Poppenreuth wurde in der Folge etwas stärker und erhöhte nach 70 Minuten durch Mlika auf 3:1. Der Spieler wurde nicht entscheidend gestört und konnte von halbrechts abschließen – sein Schuss landete links oben unhaltbar im Winkel. In der Folge erlaubten sich Semenov ein weiteres hartes Foul gegen Pilz und Dvali eine Tätlichkeit gegen F.Sturm, doch beide Spieler durften auf dem Feld verbleiben. Für Semenov gab es eine Ermahnung, Dvali sah nur den gelben Karton.

Trainer Sener wechselte nun mehrfach und wollte noch einmal alles nach vorne werfen. Doch dies führte dazu, dass Waldstein hinten offen war und auch das 4:1 nicht verhindern konnte. Bei einem schnellen Angriff über die rechte Seite gelangte eine Flanke zu Mlika, der blank im Zentrum lauerte. Sein erster Abschluss wurde noch von Seiler abgewehrt, allerdings versenkte Mlika den Nachschuss flach in den Maschen.

Damit war die Partie endgültig entschieden. Dvali setzte wenig später einen Freistoß an den Querbalken. Kurz darauf hätte C.Sturm Ergebniskosmetik betreiben können, scheitere aber am SV-Schlussmann.

Das Match endete mit 4:1 schmeichelhaft für Poppenreuth. Zwar hatte die Heimmannschaft sicherlich die besseren Torchancen und agierte vor dem Kasten auch kaltschnäuzig, doch Waldstein zeigte eine ordentliche Leistung und hätte sich dafür mindestens mit einem Punkt belohnen müssen. Der Endstand spiegelt den Spielverlauf nicht wider, jedoch zeigte sich erneut, dass in der Bezirksliga beinahe jeder Fehler eiskalt bestraft wird.

 

Granits Zweite Mannschaft war an diesem Wochenende spielfrei.

 

 

Kerwa-Spiel der Alten Herren:

1.FC Waldstein AH – FSV Bayreuth AH  3:5 (0:3)

(am Freitag, 16.09.2022, in Weißdorf)

 

1 S.Renner, 2 N.Oberländer, 3 R.Pflug, 4 S.Sturm, 6 S.Thuy, 7 U.Strietzel, 9 A.Müller, 10 T.Roßner, 11 A.Seuß, 12 M.Klos, 14 U.Zeh;
5 A.Schreiner (ab 41. für 2), 8 (ab 41. für 10), 13 H.Popp (ab 58. für 6), 15 H.Bergmann (ab 72. für 11)

Schiedsrichter: Harald Bergmann & Nr. 14 des FSV

Zuschauer: 20

Tore: 20. Min. Nr. 5 0:1, 27. Min. Nr. 9 0:2, 36. Min. Nr. 10 0:3, 42. Min. Sener 1:3, 44. Min. Seuß 2:3, 56. Min. Nr. 9 2:4, 76. Min. Nr. 9 2:5, 78. Min. Sener 3:5

 

Am Freitagabend zum Kerwa-Auftakt gaben sich die Alten Granit-Herren die Ehre und liefen in Weißdorf gegen den FSV Bayreuth auf. Nach vielen Absagen auf der Suche nach einem Unparteiischen nahm Harry Bergmann die Pfeife in die Hand und führte die beiden Mannschaften aufs Feld. Jedoch sollte er nicht über die vollen 80 (2x 40) Minuten das Spiel leiten.

Vom Anstoß weg bestimmten die spielstarken Gäste die Partie und viele Aktionen spielten sich in der Hälfte der Granitler ab. Doch ihre Feldvorteile konnten die Wagnerstädter zunächst nicht in Torchancen ummünzen. Wenn es in der Anfangsphase doch mal zu einem Torabschluss kam, ging dieser entweder vorbei oder TW Renner hatte keine Mühe zu halten.

Die Waldsteiner hingegen sorgten immer wieder für entlastenden Konter und vor allem der schnelle Strietzel wurde in der Offensive gesucht. Doch seine vier Gelegenheiten, die sich in ihrer Qualität nach und nach steigerten, ließ er ungenutzt liegen. Auch als die Granitler sehenswert über rechts kombinierten, fiel der Treffer nicht, denn Seuß‘ Versuch strich zwischen dem lauernden Müller und dem Pfosten hindurch.

Aus einem Einwurf der Waldsteiner entstand der erste Treffer, jedoch konnten die Gäste diesen verbuchen, von denen leider keine Aufstellung vorlag. Es entwickelte sich ein Angriff der Bayreuther und nach der Flanke ins Zentrum legte Strietzel unfreiwillig für die Nr. 5 auf, der zuerst an TW Renner scheiterte, aber den Nachschuss versenken konnte.

Bayreuth war weiterhin tonangebend, doch wieder leitete ein Standard der Gastgeber ein Tor ein: ein Freistoß wurde abgewehrt und der mustergültig ausgespielte Konter führte zum 0:2. Wenig später entschied der Unparteiische Bergmann zurecht auf Handelfmeter für Waldstein. Bereits hier kochten die Emotionen zum ersten Mal hoch und die neunmalkluge Nr. 14 konnte sich kaum beruhigen. Dennoch lag der Ball auf dem Punkt. Müller jedoch konnte den Gästeschlussmann nicht überwinden.

Drei Minuten später rutschte TW Renner ein strammer Schuss der Gäste durch die Finger und fiel ins Tor. Zwar war die Führung für die eingespielten Gäste verdient, dennoch waren die Granitler nicht chancenlos und hätten für den ein oder anderen Treffer sorgen können.

Das 1:3 fiel dann kurz nach Wiederanpfiff, als die beiden Joker sofort stachen. Schreiner eroberte etwas rustikal, aber fair den Ball und setzte Sener ein, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und das Leder stramm unter die Latte hämmerte. Nur zwei Minuten später fiel bereits der Anschlusstreffer. Klos köpfte den Ball in der Defensive aus der Gefahrenzone und leitete den Konter ein. Seuß trieb den Ball und schickte dann Sener lang. Hier reklamierten die Bayreuther Abseits, fühlten sich benachteiligt und stellten größtenteils das Fußballspielen ein, doch die Partie lief weiter. Sener ging aufs Tor und legte im richtigen Moment quer zum mitgelaufenen Seuß, der den Ball links unten im Kasten unterbrachte.

Einige FSVler konnten sich gar nicht beruhigen, allen voran wieder die Nr. 14. SR Bergmann bot dem Spieler an, dass er das Spiel fortan leiten könne, was er überraschenderweise auch annahm. Er pfiff ebenfalls nicht schlecht, rüffelte manchmal seine eigenen Kollegen, sah aber sicherlich auch nicht alles korrekt. Dennoch rückte in den folgenden Minuten der Fußball in den Hintergrund, denn nun wurde es richtig wild auf dem Feld. Über jede Aktion wurde gemeckert und die Nickeligkeiten nahmen zu. Auch wenn die Hektik von den Gästen ausging, ließen sich die Waldsteiner davon anstecken und der Spielfluss geriet ins Stocken. Einige Spieler waren kurz davor, das Spielfeld zu verlassen.

Nach dem 2:4 beruhigten sich die Gemüter nach und nach, doch die Luft war ein wenig raus aus der Partie. Vermutlich hatten die Kindergartenaktionen zu viel Kraft gekostet. Als Sener nach guter Vorlage von Seuß den Keeper umkurvte und einnetzte, entschied der neue Referee auf Abseits – wieder eine fragwürdige Entscheidung. Müllers Pass wenig später erreichte Sener, der in aussichtsreicher Position noch entscheidend gestört werden konnte und nach der anschließenden Ecke den Außenpfosten traf.

Dem 2:5 ging ebenfalls eine vermeintliche Abseitsposition voraus, aber der Schuss des Neuners von halbrechts sprang vom Innenpfosten in die Maschen und der Treffer zählte. Kurz darauf eroberte Strietzel energisch den Ball und tankte sich durch drei Mann durch. Er setzte Sener in Szene, der mit dem Gästetorhüter Tango tanzte und anschließend zum 3:5 einschob. Direkt danach – zwei Minuten zu früh – war Schluss und alle vertrugen sich wieder. Einige Gästespieler entschuldigten sich auch für die Vorfälle. Der FSV Bayreuth siegte aufgrund der besseren Spielanlage und der größeren Anzahl an Torabschlüssen nicht unverdient. Die Granitler wehrten sich aber gut und konnten erhobenen Hauptes die Kerwa-Feierlichkeiten einläuten.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 9. Spieltag:

1.FC Waldstein II – VfB Moschendort III  1:1 (0:1)

(am Kerwa-Samstag, 17.09.2022, in Weißdorf)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 4 F.Reichel, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 K.Sachs, 8 M.Sachs, 9 M.Bauer, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 13 P.Bergmann;
10 A.Müller (ab 74. für 9), 14 T.Zahn (ab 64. für 5)

Schiedsrichter: Kenan Gülmen (TSV Thiersheim) hatte ein leichtes Amt, welches er zufriedenstellend ausfüllte

Zuschauer: 35

Tore: 14. Min. Hofgräf 0:1, 59. Min. Bauer 1:1

10-Minuten-Strafe: Feist (FCW, 83., Unsportlichkeit), Camara (VfB, 83., Unsportlichkeit)

 

Die Graniter legten gegen den Tabellenvorletzten gut los und sorgten in den ersten vier Minuten bereits drei Mal für Gefahr im Gästestrafraum. Seuß prüfte TW Kiling mit einem Schuss aus 18 Metern, bei Leupolds Schuss musste sich der Torhüter schon mehr strecken und auch bei Seuß‘ Versuch kurz darauf war er zur Stelle und lenkte den Ball an den Pfosten. Erneut Seuß und auch Bauer kamen dann zu Torabschlüssen, aber wiederum war Kiling nicht zu überwinden.

Anders auf der Gegenseite: Camara gelang ein guter Pass in die Schnittstelle und so war Hofgräf durchgebrochen. Mit dem ersten Torschuss des VfB markierte er nach knapp einer Viertelstunde das 0:1 und stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Auch in der Folge waren die Waldsteiner klar überlegen, nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Reichels Versuch wurde abgeblockt, Feist schoss einen indirekten Freistoß nach Rückpass in die Mauer und bei der besten Gelegenheit dieser Phase behinderten sich Feist und Sachs gegenseitig.

Nach einer halben Stunde verzeichnete Hofgräf den zweiten Torschuss der Gäste und hätte beinahe wieder getroffen, doch der Ball ging am kurzen Eck ans Außennetz. Im Gegenzug lenkte TW Kiling Leupolds guten Versuch gerade so über die Querlatte.

Die Heimelf verlor nun etwas den Faden, kam aber vor der Pause wieder stärker auf. Leupold wurde im 16er niedergestreckt – der Unparteiische traf hier seine einzige klare Fehlentscheidung und ließ weiterspielen. In der Nachspielzeit setzte M.Sachs einen Kopfball Richtung Winkel ab, aber der Gästeschlussmann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ans Gebälk.

Auch nach der Pause bestimmte Waldstein II das Spiel und kam zu Gelegenheiten, doch es war wie verhext. Seuß wurde bei einer guten Chance entscheidend gestört und so ging der Ball vorbei. Erst nach knapp einer Stunde erlöste Bauer seine Elf, als er das Spielgerät von der Strafraumkante ins lange Eck schlenzte.

Feist hätte unmittelbar nachlegen können, doch er ließ zwei sehr gute Gelegenheit ungenutzt. Auch einige Minuten später war es wieder Feist, der den Ball nicht im Tor unterbrachte. Ein Freistoß von Reichel aus 20 Metern strich knapp am Tor vorbei.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr schwand die Hoffnung, dass der Siegtreffer noch fallen könnte. Die Gastgeber waren zwar bemüht, spielerisch klar besser, aber hatten ihr Pulver wohl in der Partie zuvor verschossen. Als nach einem Foul von Camara an Feist beide aneinander gerieten und sich ein wenig schubsten, schickte der Unparteiische beide für zehn Minuten vom Feld.

In der verbleibenden Zeit schafften es die Waldsteiner nicht, doch noch das 2:1 zu erzielen, das hoch verdient gewesen wäre. Den Gästen aus Moschendorf möchte man die Kampfbereitschaft gar nicht absprechen, aber nur dank der Abschlussschwäche der Bergmann-Truppe war es möglich, dass die klar unterlegene Mannschaft einen Punkt aus Weißdorf mitnehmen konnte.

 

 

Bezirksliga Oberfranken Ost, 11. Spieltag:

1.FC Waldstein – FC Lorenzreuth  1:2 (0:1)

(am Kerwa-Samstag, 17.09.2022, in Weißdorf)

 

1 M.Seiler, 2 P.Seiler, 3 T.Bächer, 5 S.Seidel, 7 S.Schaller, 8 J.Seiler, 10 A.Walter, 12 J.Schrepfer, 15 L.Brandhorst, 17 D.Kraus, 18 F.Sturm;
ETW F.Tögel, 9 C.Sturm (ab 90.+1 für 19), 11 L.Vogel, 19 M.Moreth (ab 46. für 7), 20 T.Ullmann (ab 67. für 5)

Schiedsrichter: Stefan Mildenberger (SC Maroldsweisach, Assistenten: Steffen Rießmann und Jonas Meusel) hatte wahrlich nicht seinen besten Tag und entschied vor allem in strittigen Szenen immer pro Auswärtsmannschaft

Zuschauer: 120

Tore: 13. Min. Fux 0:1, 62. Min. Özdemir 0:2, 90.+1 Min. Schrepfer 1:2

Gelb-rote Karte: Walter (FCW, 80., Meckern)

Zehn-Minuten-Strafen: Schneider (FCL, 32., Foul), Kraus (FCW, 79., Meckern), Walter (FCW, 80. Foul)

 

Gegen das Tabellenschlusslicht versäumten es die Granitler den dringend benötigten Kerwa-Sieg einzufahren. Dabei begann die Heimelf offensiv und sehr aktiv. Bereits nach einer Minute hatte Kraus die Führung auf dem Fuß, aber zielte nach Vorlage von Schrepfer zu hoch. Kurz darauf verpasste Schrepfer eine Hereingabe von Kraus um Haaresbreite.

Die Waldsteiner waren die bessere Mannschaft und kamen zu mehreren guten bis sehr guten Gelegenheiten, aber entweder fehlte das Zielwasser oder der Gästeschlussmann Seikert wuchs über sich hinaus. So fischte er je einen gut platzierten Kopfball sowohl von Brandhorst als auch von Kraus noch von der Linie.

Seidel rutschte ein Versuch in aussichtsreicher Position über den Schlappen und Walter schloss zu zentral ab, so dass TW Seikert diesmal keine Mühe hatte. Walter traf wenig später mit einer Freistoßflanke nur den Pfosten. Da stand es aber bereits 0:1, nachdem Fux einen Freistoß aus 17 Metern direkt versenkte hatte. Der erste und lange Zeit einzige Torschuss der Lorenzreuther brachte die Führung und stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Die Gästespieler Schneider und Hoheisel waren dann nach hartem Einsteigen bzw. Nachtreten gegen F.Sturm mit Zeitstrafe und Verwarnung noch gut bedient. Die Sener-Schützlinge hatten auch im weiteren Verlauf gute Möglichkeiten, trafen aber das Tor nicht.

Nach der Pause beteiligte sich Lorenzreuth zwar mehr am Spiel und die Spielanteile waren etwas ausgeglichener verteilt, aber die Torannäherungen und Halbchancen waren zunächst weiterhin nur den Gastgebern vorbehalten.

Wieder war es ein Freistoß, der zum Tor für den FCL führte: Fux setzte den Ball aus über 30 Metern an die Latte, Özdemir reagierte schneller als die Granit-Defensive und staubte zum 0:2 ab. Die Gäste bissen sich immer mehr in die Partie und hielten nun aggressiv dagegen, während das Duell immer zerfahrener wurde. Fouls an Kraus und Schrepfer im Strafraum wurden nicht geahndet.

Kraus (Zeitstrafe) und Walter (Ampelkarte) erwiesen ihrer Mannschaft einen Bärendienst und verfolgten die Schlussphase des Spiels wegen Meckerns von draußen. Walter brachte sogar das Kunststück fertig, innerhalb weniger Sekunden erst die Zeitstrafe zu kassieren und dann Gelb-Rot zu sehen. So spielte Waldstein zwischen der 80. und 90. Minute in doppelter Unterzahl. Ein Konter der Gäste hätte beinahe das 0:3 gebracht, doch Aksel vergab aus stark abseitsverdächtiger Position kläglich und traf nur den Pfosten.

Der Anschlusstreffer durch Schrepfer nach guter Kombination über mehrere Stationen und Vorlage von Bächer kam zu spät. So entführte Lorenzreuth schmeichelhaft drei Punkte aus Weißdorf und feierte den ersten Saisonsieg, während der FCW weiterhin auf der Stelle tritt und trotz guter Leistung mit leeren Händen da steht.

 

 

A-Klasse Frankenwald Süd, 10. Spieltag:

(SG) TV Kleinschwarzenbach / VfB Helmbrechts II – 1.FC Waldstein II  0:5 (0:0)

(am Samstag, 24.09.2022, in Helmbrechts)

 

1 F.Tögel, 2 F.Zeh, 5 S.Popp, 6 M.Feist, 7 P.Seidel, 8 M.Sachs, 9 L.Bergmann, 11 A.Seuß, 12 F.Leupold, 15 M.Bauer, 16 K.Sachs;
3 A.Rickenthäler (ab 70. für 2), 4 P.Körbe (ab 28. für 15), 10 A.Müller (ab 70. für 12), 14 T.Zahn (ab 63. für 9)

Schiedsrichter: Müfit Bölükbasi (TuS Schauenstein) leitete die eigentlich faire Partie sehr kleinlich und unterband zu oft den Spielfluss. Einige Entscheidungen waren in keinster Weise nachvollziehbar. Aber heutzutage muss man ja froh sein, dass man überhaupt noch Schiedsrichter in der A-Klasse hat.

Zuschauer: 40

Tore: 50. Min. Seuß 0:1, 58. Min. Feist 0:2, 66. Min. K.Sachs 0:3, 70. Min. Seuß 0:4, 78. Min. Popp 0:5

 

Die Waldsteiner waren nach dem Remis vor einer Woche auf Wiedergutmachung aus und waren vom Anstoß weg die engagiertere Mannschaft. Sie setzten den Gegner unter Druck und in der ersten Viertelstunde spielten sich beinahe alle Aktionen in der Hälfte der SG ab. Torannäherungen gab es durchaus, aber wirkliche Möglichkeiten zunächst nicht. K.Sachs ließ den ersten Torschuss nach 14 Minuten los und dieser ging rechts vorbei.

Die defensiv gut gestaffelte Heimelf kam dann für ein paar Minuten besser auf und kam durch Grimm, Özdemir, Kaufmann und Wagner zu Torabschlüssen, doch TW Tögel, der auch ansonsten einen ruhigen Nachmittag verlebte, musste nicht eingreifen. Auf der Gegenseite hätte M.Sachs, der sich über links gut durchsetzte, drei Anspielstationen gehabt, versuchte es jedoch selbst und setzte den Schlenzer neben den zweiten Pfosten.

Als Feist fair den Ball ergrätschte und so eine gute Gelegenheit einleitete, entschied der Referee auf Freistoß für die Gastgeber und zückte zum Unverständnis aller den gelben Karton. Wenig später setzte Seuß den ersten guten Torschuss ab, aber TW Leupold parierte. Der Schlussmann war es auch, der einen schönen Schuss von Popp aus der Distanz auf die Querlatte lenkte. Kurz darauf musste der Keeper aber ersetzt werden, nachdem er umgeknickt war. Feldspieler Stögbauer streifte sich die Handschuhe über.

Feist setzte einen Eckball direkt an den Pfosten und wenig später war es derselbe Spieler, der nach gutem Solo den Winkel knapp verfehlte. Seuß hatte im Anschluss zwei gute Gelegenheiten, zielte aber erst zu hoch und scheiterte dann am Aushilfstorhüter. Trotz offensichtlicher Überlegenheit und Chancenplus führten die Waldsteiner zur Halbzeit nicht – es ging torlos in die Pause. Bei der SG wurde nun Feldspieler Frieß zum Torwart ernannt.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Gäste vom Anstoß weg aktiver und wollten nun den Treffer erzwingen. An der ersten sehenswerten Aktion über links waren Popp, M.Sachs und Körbe beteiligte. Doch Körbes Flanke vors Tor setzte Goalgetter Seuß 60 Sekunden nach Wiederanpfiff aus kurzer Distanz übers leere Tor.

Nach einem Eckball behauptete Körbe den Ball und brachte ihn wieder von links vors Tor, diesmal halbhoch, und Seuß machte es besser – 0:1! Und auch beim zweiten Treffer ging es wieder über die linke Seite: M.Sachs, Popp und Körbe leiteten den Treffer ein. Feist nahm den Ball im Zentrum direkt und er schlug rechts oben im Winkel ein.

Waldstein war in der Folge drückend überlegen, während bei den Gastgebern die Kräfte zusehends schwanden. So kam das 0:3 nicht überraschend, war dennoch kurios. Denn Körbes dritte Vorlage rutschte K.Sachs eigentlich über den Schlappen und sowohl der Schütze als auch Trainer Bergmann und weitere Spieler drehten sich vom Spielgeschehen ab. Der Ball jedoch suchte in hohem Bogen den Weg gen Winkel, der SG-Torhüter versuchte noch ihn herauszufischen, lenkte das Leder aber über den Pfosten in die eigenen Maschen.

Nach Vorarbeit von Martin und Kevin Sachs erhöhte Seuß per strammem Schuss auf 0:4. Den fünften Treffer legte Popp nach – gut eingesetzt von Müller lief er aufs Tor zu und schob den Ball platziert am Torwächter vorbei an den Innenpfosten. In der Schlussphase ergaben sich für die Waldsteiner Gelegenheiten beinahe im Minutentakt gegen eine SG-Elf, die zwar stehend K.O. war, sich aber dennoch nicht aufgab. Der Auswärtssieg hätte also durchaus höher ausfallen können, aber Bergmanns Team verschonte die Krähen und Rothosen, so dass es beim 0:5 blieb. Der FCW feierte einen hoch verdienten Dreier und meldete sich im Kampf um die vorderen Plätze zurück.

 

 

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Sonntag, 25. September 2022

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